Jupiter 03.09.2011 - DMK 21 AU618 first light

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Jan,

Für mein Empfinden sind die Farben Rot und Blau insgesamt ein wenig überbetont. Interessanterweise hat sich bei meinem Nachbearbeitungsversuch eine Farbverschiebung von rot nach bräunlich und insgesamt ein für mein Auge etwas ausgeglicheneres Farbspektrum allein durch die Kontrastanhebung (USM und Gamma) ergeben, d.h. ohne eine unmittelbare Farbmanipulation. Nach meiner Erfahrung bietet ein Bild dem Auge immer dann ein Höchstmaß an Farbdifferenzierung und damit auch an Detailwahrnehmung, wenn das Farbspektrum ausgeglichen ist, bzw. wenn das Bild möglichst wenig von bestimmten Farben "beherrscht" wird (s.o.).

klar, es gibt m. E. "viele schöne Jupiter".
Es kommt lediglich darauf an, was man zeigen möchte.
Im Okular kommt er eher bräunlich/ocker/beige rüber, in etwa so, wie in meinem Panorama mit den Monden.
Möchte man die ohne Zweifel vorhandene Farbdifferenzen zeigen,
ist ein nachträglicher Weißabgleich jedoch sinnvoll.
Denn wenn man so einfach nur die Sättigung erhöht,
landet man sehr schnell bei einem richtigen Braunstich.


Viele Grüße,

Mario

 
Zitat von marioweigand:
Es kommt lediglich darauf an, was man zeigen möchte.
Na ja - oft gelingt es einem gar nicht, genau das zu zeigen, was man eigentlich zeigen möchte. Ich habe eben den Eindruck, dass es Dir mit diesen Bildern weitestgehend gelungen ist.

Zitat von marioweigand:
Im Okular kommt er eher bräunlich/ocker/beige rüber, in etwa so, wie in meinem Panorama mit den Monden.
Das ist für mich sehr interessant zu wissen, da ich die Jupiterfarben bislang noch nicht selbst im Okular gesehen habe. Die am Okular wahrgenommenen Farben werden aber möglicherweise auch von der individuellen Farbempfindlickeit des Auges bei geringer Beleuchtung sowie ggf. von einem Farbstich des Okulars mitbestimmt.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch nachtragen, dass ich in der Panoramaabbildung die Zeichnung auf den Jupitermonden sehr beachtlich finde. Diese weist ja entschieden auf außergewöhnlich gute Sichtbedingungen zur Zeit der Aufnahme hin.

Zitat von marioweigand:
Möchte man die ohne Zweifel vorhandene Farbdifferenzen zeigen, ist ein nachträglicher Weißabgleich jedoch sinnvoll. Denn wenn man so einfach nur die Sättigung erhöht, landet man sehr schnell bei einem richtigen Braunstich.
Du hattest also - wenn ich Deine Antwort an Oliver richtig verstehe - zuerst den Weißabgleich vorgenommen und dann die Sättigung angehoben? Wie sieht es denn aus, wenn man den Weißabgleich erst am Ende macht? Welches Tool verwendest Du dafür?

Gruß, Jan
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben