Jupiter, 1. April (ohne Scherz, dafür gaaanz lang

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Canonist

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Hallo.
Jupiter ist noch nicht abgeschrieben. Zwar muss man am besten schon auf die Nachmittagsstunden und den Taghimmel ausweichen, um hohe Stände am Himmel zu nutzen, doch dass dies gut geht, zeigt folgendes Bild vom Ostermontag.
Da habe ich eine ruhige Phase in der Atmosphäre erwischt, die noch einmal richtig zulangen ließ. Zu Testzwecken und wegen der guten Luft diesmal sogar mit der unglaublichen Brennweite von 16,4 Metern oder f:46!!
Das Ergebnis:


Link zur Grafik: http://www.diefotomaus.de/temp/jupiter13-04-01tableau.jpg


Viele Details sind aufgelöst. Das lockig-flockige Aussehen des SEB (oben) ist die Nachfolgegend des gerade links am Rand verschwundenen GRF. Besonders auffällig an dieser Seite die dunkle Girlande in der EZ am NEB.
Unter solchen Bedingungen wird Jupiter noch eine Weile interessantes Ziel bleiben, bis er zu sonnennah wird.
LG
Rudolf
 
Hallo Rudolf,
da bin ich aber baff, dass du an solche f-Werte rankommst!
Mir kam da noch so ein Gedanke, weiß aber nicht, ob der brauchbar ist oder nicht. Kann es aufgrund des suboptimalen
Wetters auch nicht ausprobieren bis jetzt.
Wäre es sinnvoll, wie bei der Deepsky-Fotografie, die RGB-Kanäle mit 2x2 Binning zu gewinnen und nur den L-Kanal mit 1x1 ???
Gruß Manfred
 
Hallo Manfred.
Wir diskutieren über dieses Thema in den superlangen Nachbarthread sehr angeregt schon seit Längerem.
Die f:46 sind keineswegs mein Standard (und werden es auch nie). Normal nutze ich f:30 - und kenne beide Werte im Übrigen erst selbst seit Kurzem. Ich war bis dahin immer davon ausgegangen, etwa ein f:24 zu haben, weil ich eine Zweifach-Barlow einsetze und durch Filterrad sowie dessen Adaptionen noch etwas Abstand dazukommt. Am Ende war es aber doch duetlich mehr als gedacht. Auf f:46 komme ich mit der Kombination plus einer Verlängerungshülse dazwischen.

Normal macht sowas eher wenig Sinn, weil wir damit schon ellenlang im Oversampling sind. Es war nur ein Versuch ob der Diskussion nebenan. Zugegebenermaßen mit überraschendem Ergebnis, denn damit hätte ich auch nicht gerechnet.

Die Farbauszüge der f:46-Version waren übrigens schlechter als die der f:30. Das hat bei mir exakt den selben Gedanken zur Folge gehabt: RGB (bei voller Auflösung, kein Binning) mit kürzerer Brennweite, IR oder L mit langer Brennweite. Geht sicher, ist nur nicht wirklich praktisch, weil ich dann in einer schnellen Sequenz wie beim Jupiter noch die Kombination erweitern muss. Danach passen die Winkel nicht exakt etc... Es bleibt daher sehr fraglich, ob das wirklich was bringt, denn das f:30-Ergebnis muss sich hinter diesem Bild keinesfalls verstecken.

Alles andere zum Thema kann man im langen Nachbarthread nachlesen.
LG
Rudolf
 
Hallo Rudolf,
deswegen ja der Gedanke des Binnings. Da brauch ich ja an dem optischen Aufbau vor der Kamera nix ändern. Natürlich ist da wieder das Händikap, dass nicht jede Kamera Binning ermöglicht, die I-Nova schon, bei den TIS und Alccd weiß ichs nicht. Andernfalls müßte man vielleicht möglichst flache unterschiedliche Barlowelemente haben, die in einem vorgeschaltetem Filterrad positioniert sind. Oder man macht sich ein Filterradgehäuse extra voluminöser. Man Man, man, das sind vielleicht schräge Einfälle :-)).
Wer ganz viel Geld hat, läßt zwei Optiken parallel laufen!
Gruß Manfred
 
Hallo Manfred.
Also, Letzteres ginge schon: Beim mir sitzt parallell zum C14 ein C 9.25. Das könnte ja den Farbkanal aufnehmen, die hochaufgelöste Luminanz kommt vom C14. Den Gedanken hatte ich bei dem Aufbau ohnehin schon. Ich habe die beiden Rohe aber bisher nie ausreichend parallel bekommen, das zeitgleiches Aufnehmen möglich wäre.
Die DMK kann meines Wissens kein Binning. Und die viele Rumbastelei wird mir auch zu viel. Es funktioniert ja auch so schon bestens, so dass eigentlich kein echter Bedarf besteht.
LG
Rudolf
 
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