Jupiter 19.10.2014 Bitte um Hilfe !!!

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audicoupe

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Hallo an alle
auch ich hab versucht ein Foto vom Jupiter zu bekommen, aber irgendetwas mache ich grundlegend falsch.
Ich habe ein Celestron C14 fest in meiner kleinen Heimsternwarte und eine Skyris 274 Color und das Ergebnis ist erschreckend !!

Es handelt sich zwar um das Rohbild aus Registax 6.1 aber auch das schärfen bringt nicht mehr viel.
Wenn ich da die Bilder der anderen von heute sehe könnte ich mich einbuddeln !!
Ich bekomme das einfach nicht hin, ich könnte bei Interesse ja mal das Video der Skyris ins Youtube stellen vielleicht erkennt ihr dann meine Fehler.
Ich versuche nun schon seit langen Bilder vom Mond Saturn oder Jupiter zu machen, aber fast immer sind sie sehr schlecht.
Vielleicht hat das C14 auch eine zu große Vergrößerung mit der Kamera oder ich belichte falsch oder oder oder ... ich komm einfach nicht dahinter und das ärgert mich schon sehr.
 

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Hi Audicoupe,

Ich habe ein Celestron C14 fest in meiner kleinen Heimsternwarte und eine Skyris 274 Color und das Ergebnis ist erschreckend !!

das erste, was mir bei Deinem Bild auffällt, ist schlicht die Größe von Jupiter. Ist das die Originalgröße, so wie die Kamera das Bild ausgiebt? In dieser "Winzlingsgröße" erscheint Jupiter eigentlich bei der halben Brennweite des C14. Also bei ca. 2 Meter Brennweite. Sitzt aus Versehen noch ein Reducer im Okularauszug?

Statt einer Shapleylinse solltest Du eher eine Barlow-Linse verwenden. Die Skyrtis sollte bei f=20 bis f=25 betrieben werden, das C14 hat von Haus aus nur f=11.

Das nächste, was mir auffällt, ist der deutliche Farbsaum. Wie hoch stand Jupiter denn, als Du ihn aufgenommen hast? Falls Du das nicht mehr weißt, wann wurde das Video denn aufgenommen? Daraus kann man dann die Höhe über dem Horizont berechnen.

Jupiter wird erst gut ab 45 ° Höhe, drunter muß das Licht zu schräg durch unsere dreckige Atmosphäre und zeigt viel weniger Details...

Weitere Frage: hattest Du wenigstens einen IR-Sperrfilter im 1 1/4" Adapter drinn? Da beim C14 das Licht durch die Schmidtplatte muß, ist der Pflicht. Denn das Glas sorgt dafür, daß der IR-Anteil vom Licht in einem anderen Brennpunkt ankommt als das sichtbare Licht und somit ein unscharfes IR-Bild über dem scharfen RGB Bild liegt.

Und noch ne Frage: wie gut ist das C14 kollimiert? Hast Du schon mal einen Stern gaaanz sachte unscharf gestellt und geguckt, ob die Ringe genau konzentrisch sind? Falls dem nicht so ist, kann auch ein Bild nicht gut werden...

Nachtrag: aus wie vielen Bildern wurde denn das Summenbild gemittelt? Beschreibe doch mal genauer, was Du eigentlich gemacht hast...

Du solltest Dich auch mit der Farbbalance beschäftigen. Die ist etwas daneben. Und auch die Belichtungszeit stimmt nicht so ganz. Im Äquatorband ist das meiste ausgebrannt. Du hast anscheinend ne etwas zu hohe Belichtungszeit...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ja die Größe ist original, da die Skyris 274C aber eine hohe Auflösung hat, hat man viel schwarz ringsrum, aber das kann man abschneiden.
einen reducer habe ich nicht.

Wenn ich eine Barlow-Linse nehme, habe ich bedenken das das seeing und der Kontrast noch schlechter wird, da ja die Vergrößerung schon relativ hoch ist bei dem C14.
Aber das kann ich mal testen, ich habe zwar nur eine einfache von Celestron, aber zum testen geht's.

Die Aufnahme war ca. 3.30 Uhr und wahrscheinlich noch etwas zu früh, aber das das so viel ausmachen soll?
Einen IR Sperrfilter habe ich drin ja.
Ich habe schon mal versucht das C14 zu prüfen mit der Sache mit dem unscharf stellen, ist aber schon ne weile her, mir war aber damals nichts ungewöhnliches aufgefallen.

Ich kann das nochmal probieren, habe aber damit keine richtige Erfahrung.
Gibt's da eine Anleitung irgendwo?
Ich stelle mal noch den link vom Video rein.

Die skyris 274C macht nur 20fps, mehr geht nicht, das sind dann 800 Bilder mit je 1600x1200 Pixeln pro Bild zusammen ca. 5GB Daten.
Belichtet habe ich mit 1/21 s und kaum Verstärkung, da sonst gleich grelle Flecken entstanden sind.
 
Hi,

danke für die weiteren Angaben.

Die Aufnahme war ca. 3.30 Uhr und wahrscheinlich noch etwas zu früh, aber das das so viel ausmachen soll?

Aber Hallo, 3:30 Uhr ist viel zu früh, da steht Jupiter ja grad mal 16° über dem Horizont. :erschreck:

Das kann nix werden. Da läßt sich ja fast nicht scharf stellen. :(

Probiere es ab 6:00 Uhr, dann wird es wesentlich besser, weil Jupiter höher steht. :Trost:

Und beschäftige Dich ein bischen mit dem Aufnahmeprogramm. Ich vermute, das ist IC Capture von TIS. Da gibt es eine Möglichkeit, nicht das gesamte Bild zu übertragen, sondern nur den Ausschnitt, der relevant ist. Nennt sich "ROI" (Region of Interest). So wird das aufgenommene Video nicht so groß. Und dann die Aufnahmezeit erhöhen. Statt 40 Sekunden 100 Sekunden. Du brauchst ca. 2000 Bilder, damit das Rauschen weggeht beim Stacken und beim Schärfen keine "Körnigkeit" entsteht.

Die Belichtungszeit sollte beim C14 irgendwo bei 1/100 Sekunden oder so liegen. Den Gain kannst locker bis etwa 600 hochziehen. Und dann mit der Belichtungszeit so weit runter gehen, daß im Histogramm etwa 175 v0n 256 angezeigt wird... Dann brennen die hellen Regionen nicht aus und das Ergebnis kann weiterverarbeitet werden...

Die Kamera ist nicht wirklich ein aktueller Planetenspezialist, auch wenn die Werbung das suggeriert. 20 fps ist inzwischen nicht mehr "Stand der Technik". Mit meiner ALCCD5L-IIc (die nur 1/3 so teuer ist), kann ich bis zu 200 fps aufnehmen, wenn ich die Roi eng um einen Planeten lege.

Bei Sonnenfleckenaufnahmen oder Mondkratern dagegen ist das große Gesichtsfeld dieser Kamera sehr gut.
 
Hallo

Fee hat ja schon viel gesagt.

Ich glaube, die Optik bringt einfach nicht dass, was sie soll. Vielleicht liegt es an einer Fehlbedienung deinerseits.

Als Regeln sollte gelten:
  • die Optik muss visuell am Planeten gut sein, d.h. du solltest im Okular einen schönen Planeten sehen. Dazu ist natürlich ein kollimiertes Teleskop notwendig.
  • Auch auf dem Monitor ist ein gutes Planetenbild zu sehen. Nicht etwa ein schwammiges Etwas!
Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, ist Fehlersuche angesagt.


Man könnte den Spieß auch umdrehen: Schaffst du es nicht, (jemals) einen scharfen, schönen Planeten aufzunehmen, liegt es an einer fundamentalen Fehlbedienung der Aufnahme-Software oder deines Teleskops. Viele Sternfreunde reden sich aber immer gerne heraus, es sei doch bei Ihnen alles in Ordnung. Sie können gar nicht verstehen, warum es mit den Planeten nicht klappt. Am Ende ist dann das Seeing schuld. Falsch: Fehlersuche betreiben und alles ganz genau prüfen!



Viele erfolgreiche Versuche wünscht
Christian
 
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