Jupiter 19. Oktober

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Ries

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Hallo,

habe am WE ein paar Jupiter-SER aufgenommen. Der Himmel war voller Zirren, die das Seeing nicht gerade verbesserten. Die letzten Tage probierte ich ein wenig in der Jupiter-BB herum. Auch mit winJUPOS experimentierte ich.

Link zur Grafik: http://astro-kooperation.com/wp-content/uploads/2013/02/Jupiter_20131019.jpg

Für die Luminanz kombinierte ich 2 IR- und 2 Orangfilter-Files.

Für die Farbe gabs leider nur jeweils ein Video.

Beim nächsten Versuch muss ich etwas planvoller vorgehen, damit ich genügend zeitnahe Frames für winJUPOS zusammenbekomme;-).

Viele Grüße
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

das Luminanzbild ist wirklich sehr gut gelungen und fein bearbeitet! Wie sieht denn das RGB ohne Luminanzbeimischung aus, das scheint mir farblich ein wenig verschoben. Wie waren die Einzel- und Gesamtbelichtungszeiten bzw. auch die Bildfrequenzen bei der Aufnahme? Hast Du hier schon mit Derotation gearbeitet?

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

Danke!

Für RGB habe ich jeweils 4000Frames in 38sek aufgenommen.
Orange und IR waren 4x5000 Frames in 57sek.

Die Einzelbelichtungszeiten waren je nach Farbe zwischen 6 und 9 ms und der Gain lag zwischen 250 - 650.

Gestackst wurde mit Autostakkert mit 15% Verwendungsrate
Es wurde mit den in Autostakkert geschärften Summenbildern (60% Rohbildbeimischung) weitergearbeitet.

Derotation erfolgte mit winJUPOS. Bei den L-Frames scheint es gut gegangen zu sein.

Hier dasungeschärfte RGB ohne Luminanz:
Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/46045296/2013-10-19-RGB.jpg

Da L nicht mitverrechnet wurde, ist natürlich die Rotation nur auf RGB ausgerichtet.....
Es waren aber doch schon ca. 9min Unterschied zwischen den RGB und den gemittelten L aufnahmen. Vielleicht auch nicht mehr optimal.

Viele Grüße
Wolfgang

 
Hallo Wolfgang,
bin gespannt was du raushaust, bei gutem Seeing.
Hast du noch eine Farbkamera, um dir das Leben leichter zu machen - Licht hast mir der Öffnung ja reichlich.
VG
 
Hallo Wolfgang,

vielen Dank für die Übermittlung der Daten!

Zitat von Ries:
Es waren aber doch schon ca. 9min Unterschied zwischen den RGB und den gemittelten L aufnahmen.
Ja, ich fürchte in der Tat, dass Du Dir mit dieser langen Aufnahmezeit und der damit erforderlichen Derotation für den Anfang keinen Gefallen tust. Wenn man das RGB etwas genauer betrachtet, fallen die Auswirkungen der zeitlichen Verschiebung schon deutlich auf.

Mir ist die Derotationstechnik selbst noch nicht geläufig, deshalb nehme ich Jupiter ganz konventionell, typischerweise in der Reihenfolge 30s Grün - 60s Rot - 30s Blau auf und bin nach insgesamt maximal drei Minuten mit der gesamten Bildaufnahme durch. Meine letzte Farbaufnahme von Jupiter habe ich nicht als L-RGB sondern lediglich als RGB ausgearbeitet, womit das Verfahren auch hinsichtlich der Farbtreue einigermaßen übersichtlich blieb.

Mit den hohen Bildaufnahmeraten der aktuellen Kameras sehe ich für meine Arbeit z.Z. noch keine Veranlassung, auf längere Aufnahmezeiten und die sodann erforderliche Derotationstechnik umzusteigen.

Gruß, Jan
 
Hallo Wolfgang,

dein Jupiter gefällt mir sehr gut. Sehr kräftige, gut gezeichnete und feine Details, dazu noch schöne Farben. Das Oval BA ist schön gezeichnet. Wunderbar!


Viel Spaß beim weiteren Experimentieren! :)



beste Grüße
Christian
 
Hallo Peter, nochmals Jan und Christian,

Danke für eure freundlichen Postings!

@ Peter: mal schauen, wenn die ganzen Planetenprofis auf Farbkameras umrüsten, mach ich es vielleicht auch;-).

@ Jan: hab nun mal die Daten in Autostakkert mit 30% Verwendungsrate gestackst. Das Luminanzbild hatte dadurch mehr Schärfungsreserven und war nicht so Artefaktanfällig.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/46045296/Jupiter_20131019_30pr.jpg

Originalgröße

Darin sehe ich in der Derotationsmethode für mich und andere Nicht-Planeten-Experten einen Vorteil, damit man zumindest einen Großteil der Jupiteroberfläche schärfer bekommt.

@ Christian: hoffe, dass ich mal ein paar ordentliche Daten sammeln kann, damit das Rumexperimentieren wirklich Spaß macht;-). Aber Herbstzeit ist ja leider hier auch Nebelzeit.....

Viele Grüße
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

mit der höheren Verwendungsrate hast Du tatsächlich noch eine gewaltige Kontraststeigerung im Luminanzbild erzielt und damit die Wahrnehmung feinerer Oberflächendetails deutlich gesteigert, ein wirklich bemerkenswertes Ergebnis! Die Farbbeimischung erscheint mir dagegen noch ein wenig unausgewogen.

Zitat von Ries:
Darin sehe ich in der Derotationsmethode für mich und andere Nicht-Planeten-Experten einen Vorteil, damit man zumindest einen Großteil der Jupiteroberfläche schärfer bekommt.
Prinzipiell sollte sich der Schärfegewinn mit zunehmender Derotationszeit auf eine in Rotationsrichtung immer engere Zone um das Zentrum der Planetenscheibe beschränken, denn es werden ja dort zunehmend Bildbestandteile aus zentrumsferneren Zonen verwertet.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

hab auch 50% Verwendungsrate beim Stacksen probiert, aber da wurde es schon wieder schlechter.

Da ich Jupiter schon lange nicht mehr aufgenommen habe, wars am 19. ein weinig Rumprobiererei. Für die RGB hatte ich ein anders ROI als für die IR und Orange genommen. Vieleicht kam damit winJUPOS nicht ganz zurecht. Soweit ich das bis jetzt gesehen habe, spuckt winJUPOS nur fertige L-RGB aus. Mir wäre es lieber, wenn man da die Einezelkanäle auch irgendwie derotiert angezeigt bekommen würde, dass man eine bessere Kontrolle hat, was den nun nicht ganz stimmt...

Werde also beim nächsten mal das Aufnahme-Fenster gleich lassen und mal schauen, ob da was besseres rauskommt.

Viele Grüße
Wolfgang
 
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