Jupiter 2011/11/21

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oliver_p

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Hallo zusammen,

hier auch von mir ein Jupiter vom 21. Das Seeing schien bei der Justage des C11 am Stern eher im unteren Drittel, war aber zunächst doch nicht ganz schlecht. Ich muss mich wohl von der Vorstellung verabschieden, bei 11" Beugungsmuster nach der Pickeringskala zu sehen, die mit 5" definiert wurde...
Insgsamt sind 11 G-R-B-IR Sequenzen auf die Platte gewandert, von denen nun noch 10 bearbeitet werden wollen :schwitz:
Den sich Jupiter nähernden und schliesslich überquerenden Io konnte ich erwischen, beim Schattentransit ließ leider das Seeing rapide nach - wohl auch, weil Jupiter nun über meinem Hausdach stand. Dazu war die Festplatte leider auch voll und meine Hände wurden kalt...
Im roten und IR sind die Resultate ganz ok, sogar Io zeigt zu meiner Überraschung bei den Bedingungen leichte Zeichnung. Zu den kürzer werdenden Wellenlängen lässt die Schärfe seeinbedingt wieder deutlich nach. Ein R-RGB ergibt die detailreichste Farbversion, zeigt aber auch die typischen "gläsernen" Farbtöne am Jupiter.

Link zur Grafik: http://www.astro-imaging.de/astro/images/jupiter_20111121_2109ut.jpg
Click auf's Bild zur vollen Version

Viele Grüße,
Oliver
 
Zitat von oliver_p:
Eine kurze Rückmeldung zur Farbabstimmung wäre nett.
Hallo Oliver,

eine schöne Serie mit guter Detailschärfe! - Die Farbabstimmung gefällt mir insgesamt sehr gut bis auf die zarten Rosatöne zwischen den blauen Schlieren im äquatorialen Band, hier besser sichtbar in einer etwas aufgehellte Darstellung:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/upiter_20111121_2123ut_crMM40L220.jpg

Solche "Fremdtöne" kommen typischerweise durch Überschärfung des RGB hinein. Darum kombiniere ich (älterer Tipp von Torsten Hansen) inzwischen nur noch ungeschärfte RGBs mit geschärften L-Bildern (meistens Rot). Da sehe ich dann kein Rosa mehr.

Gruß, Jan

P.S. - Die Albedo-Zeichnung auf Io ist möglicherweise ein Artefakt, siehe hier .
 
Hallo Jan,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich optimiere noch die Farbwiedergabe der Aufnahmen, danke für den Hinweis, werde ich weiterverfolgen. Bei den Details auf Io glaube ich auch kaum an echte Albedostrukturen, es wird wohl eine Kombination aus Seeingeinflüssen und resultierenden Verarbeitungsartefakten sein.
Insgesamt bin ich bei den Aufnahmen zwischen den Farbkanälen noch zu langsam, da glaube nachfokussieren zu müssen. Ich werde die Notwendigkeit beim nächsten klaren Himmel mal an einem Stern überprüfen.

Viele Grüße,
Oliver

 
Zitat von oliver_p:
... da glaube nachfokussieren zu müssen.
Wenn die Filtergläser nicht unterschiedlich dick sind, braucht man nicht nachzufokussieren. Mein Baader Ha35 z.B. ist dicker als die RGBs von Astronomik, so dass sich der Fokus mit diesem Filter erkennbar nach hinten verlagert, sehr schön zu sehen mit einer Mrotzek-Blende (zwei Schlitze in Pizzapappe).

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

wenn es nur um die Filter geht sollte es mit meinem Astronomik RGB Satz passen. Das System bestehend aus SC, Filter und Barlow mag in Summe bei hohen Vergrößerungen aber nicht parfokal sein. Ich teste das mal, da die Erfahrungswerte im Netz auch streuen...

Viele Grüße,
Oliver
 
Zitat von oliver_p:
Ich teste das mal, da die Erfahrungswerte im Netz auch streuen...
Testen ist oft am besten! Bei mir ist die Reihenfolge der Optikkomponenten wie bei Dir, nur dass ich anstelle des SC unmittelbar einen f/5-Spiegel habe. Die Mrotzekblende zeigt bei mir mit den Astronomikfiltern im hochauflösenden Modus keine erkennbare Verschiebung, nur eben mit dem dickeren Ha35-Filter. Bei f/10 sollte die Situation m.E. weniger kritisch sein als bei f/5.

Gruß, Jan
 
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