Jupiter 2014/02/20 21.25MEZ, Alccd5L-IIc Test

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Christian_P

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Hallo Planetenfreunde,

gestern habe ich einen ersten Test der Alccd5L-IIc, also der Farbversion der Alccd5L-II, machen können. Ich hatte gar nicht richtig darauf geachtet und die Kamera in die Barlow gesteckt, sodass ich nur auf eine Brennweite von ca. 2500mm kam. Das entspricht einer Öffnungszahl von 8 und ist eigentlich für diese Farbkamera zu wenig. Das Seeing war aber nicht ganz so gut und es war auch nur ein erster Test. Dieses Bild kann also als ein Bild aufgenommen bei starkem Undersampling betrachtet werden. Es ist durchaus auch mal interessant, das so zu betrachten. Bei 300fach konnte ich die hier gezeigten Details durchaus sehen. Natürlich war der Planet im Okular viel kleiner.


Zu den Bilddaten:

Res. 0.31"/pix bedeutet, dass ein Pixel im Video 0.31 Bogensekunden erfasst.
Die Aufnahmebrennweite @ f/8 ist kein Tippfehler! :-)


Link zur Grafik: http://www.diffraction.de/astronomy/pictures/planets/jupiter_2014_02_20_20.25UT.jpg

groß





Viele Grüße und CS
Christian
 
Hallo Christian,

Sehr schönes Ergebnis. Farblich sehr ausgewogen mit einer Menge Details. Das lässt einiges von der Kamera erwarten...

Ohne das zu kontrollieren nur vom Gefühl her glaube ich aber das der Abbildungsmaßstab nicht korrekt ist. Wenn das große Bild die Originalgröße ohne Drizzle ist, dann sind das viel mehr als 2500mm. Das Bild ist ungefähr so groß wie meine Jupiteraufnahmen und die entstehen bei ca 6800mm.

Gruß,
Torsten
 
Hallo Torsten,

vielen Dank für deine Rückmeldung, das freut mich sehr! Ich war auch überrascht, dass ganz gut was ging. Du hast recht, die Infos im Bild sind wohl irgendwie missverständlich. Vielleicht sollte ich angeben, dass das Bild 2.7 mal dem Original entspricht. Ich muss mal überlegen, wie ich das am besten im Bild deutlich mache. Vielleicht hast du ja einen Vorschlag.


Ich habe einen kleinen Videoausschnitt (20 Bilder in folge) angehängt. Das Bild ist also ganz schön stark hoch interpoliert :-), genauer, 3*(Drizzle) * 0.9. Ich denke, ich sollte das nächste mal mit der Brennweite etwas rauf gehen.



Viele Grüße
Christian
 

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Hallo Christian,

super Ergebnis. Diese Farbkamera gefällt mir. Bin mit meiner DBK31 für Jupiter nicht so zu frieden. Ist das Video unbearbeitetm geschärft ? Also das original Video von der Kamera ?

Gruß Jens
 
Hi Jens,

ebenfalls herzlichen Dank für deine Rückmeldung.

Ja, es ist ein kurzer Ausschnitt nach Durchlaufen der Vorbehandlung incl. Castrator. Es entspricht aber völlig dem Originalvideo, das natürlich wegen Nachschubsen am Dobson nicht so zentriert ist. :D Es ist ein Video im RAW-Modus. Man sieht das Bayergitter.

Ich hatte die Farbe vorher nur grob eingestellt und dann auf RAW gewechselt. Nach dem Debayern in Autostakkert war in Fitswork nur ein Klick auf Weißwert setzen nötig und fertig waren diese Farben. Ich bin sehr zufrieden, denn das war wirklich unkompliziert.



Gruß
Christian
 
Hi Chris,

schönes Ergebis, gefällt mir.

Beste Grüße
 
Hallo Nico,

Danke fürs Lob!

Ich hatte schon zu einem früheren Zeitpunkt aufgenommen und von da jetzt eine Serie bearbeitet. Insgesamt 5 * 2 Minuten also ca. 10 Minuten Derotation von Einzelbildern.

Das Ergebnis ist erstaunlicherweise etwas besser. Für den ersten Test bin ich sehr damit zufrieden. Bei der Bearbeitung habe ich die glattere Oberfläche der stärker geschärften aber verrauschten vorgezogen. Mehr Details sind aber eigentlich auch nicht herauszuholen. Man muss die Bilder länger betrachten, damit man schwachkontrastierte Details sieht.



Link zur Grafik: http://www.diffraction.de/astronomy/pictures/planets/jupiter_2014_02_20_19.30UT_ds.jpg

groß



Viele Grüße
Christian
 
Hi Christ ,
Passt , ist doch gut und schoen geworden .
Wie sieht es denn aus wenns du ein bischen den Kontrast oder die Saettigung erhoehst?

Fuer mich gelungene Bilder
Gruss
Claude
 
was ist der vorteil in raw aufzunehmen und nachher zu debayern?
kann ich in as! alle videos reinladen und alles automatisch verarbeiten oder erst alles debayern und dann stacken?
arbeitest du nicht sonst mit einem c8?
mit welcher aufloesung nimmst du jupiter mit einem dob auf und wie fuehrst du den nach?
 
Hi Peter,
AS erkennt das automatisch und debayert direkt , so war es bei mir auf jedenfall .
Das hat mir mal Torsten geschrieben :
Wenn Du AutoStakkert verwendest, solltest Du das Debayern dort machen und nur RAW in FireCapture aufnehmen. AutoSakkert verwendet einen sehr genialen Algorithmus ("bayer drizzling"), der besonders bei undersampled Daten viel bessere Ergebnisse bringt als jeder "normale" Debayer-Algorithmus.

Gruss
Claude
 
Hi Peter,

die Aufnahme im RAW(mono) hat den Vorteil der geringeren Datenrate, genau wie bei einer SW-Kamera. Das RGB Bild wird dann erst im Nachhinein erstellt. Ein RGB Bild hat ja allgemein ca. dreimal so viel Speicherplatz jeweils für Rot,Grün und Blau. Ein Graustufenbilld, also eine RAW(Mono)-Bild, hat hingehen nur eine Matrix zu speichern, eben das Graustufenbild. Das ist aber eigentlich nur wichtig, wenn die Hardware wie bei mir nicht ganz auf dem neuesten Stand ist. So erreicht man schnellere Bildfolgen.

In AS! Alpha 2.2.0.12 (EDIT: es gibt schon AutoStakkert 2.3.0.8 Alpha, 2.2.0.12 hat nun Beta-Status) lade ich die Videos rein, ruhig alle auf einmal, das geht, und entweder AS! erkennt es automatisch oder man stellt force Bayer GRBG ein. Man sieht aber an der Farbe ob es passt :-). Also alles gleichzeitig, hier entsteht kein zusätzlicher Aufwand.

Das Dobson Teleskop habe ich mir gebraucht gekauft um Visuell mehr sehen zu können, verwende es nun aber auch (testweise) für Planeten. Das C8 hab ich noch.

Ich hatte hier mit einem 600*800 Fenster bei 20fps :( aufgenommen (deswegen der ganze Aufwand mit 10 Minuten Derotation um auf eine angemessene Zahl Bilder zu kommen, man muss bedenken, dass viele Bilder der Videos durch Verwackler und fehlendem oder halben Jupiter unbrauchbar sind). Das erleichterte das händische Nachschubsen durch den größeren sichtbaren Bildausschnitt. Ich denke ich kann aber auf 480*640 reduzieren oder wahlweise die Brennweite verlängern. Das müsste dann auch noch gehen.



Hallo Claude,

herzlichen Dank für deine Einschätzung! Der Kontrast ist in der Tat ein "Problem". Dafür könnte es mehrere Gründe geben.

- das mäßige Seeing
- Streulicht durch die Stadtbeleuchtung (der Dob ist offen)
- mangelnde Justage
- die geringe Brennweite (wirkt wie ein Weichzeichner ? )
- Einstellung der Kamera
- EBV


Ich tippe auf den ersten und zweiten Punkt, vielleicht noch die Justage, die war aber eigentlich ok. Visuell war aber auch nicht viel mehr zu sehen ehrlich gesagt. Bei besserem Seeing müsste eigentlich mehr Kontrast raus kommen. Das Seltsame ist, dass ich das gleiche Problem - zu geringen Kontrast - auch schon mit dem C8 hatte... na mal schauen.

Wenn ich die Farbsättigung erhöhe kommt schnell Rauschen dazu :(
Ich hatte den Helligkeitsverlauf absichtlich maximal getreckt um die Scheibe voll und plastischer darzustellen. Eine Kontrasterhöhung dunkelt leider die Ränder immer sehr stark ab, was dann etwas unnatürlich aussieht.






Gruß
Christian

PS: ohne Autostakkert wäre das so gar nicht möglich gewesen... Emil hat eigentlich eine Spende verdient! :D
 
Hallo Christian,

eine sehr tolle, hilfreiche Studie präsentierst Du da.
Vielen Dank Dir und viele Grüße,
Gerrit
 
Hallo beide,
aha das mit der Bayer-Funktion in AS! wusste ich garnicht.
Okay, danke für die Info, dann nehm ich zukünftig auch in raw auf. Eigentlich sollte man doch auch gebayerte Videos wieder ins raw wandeln können und so Speicherplatz sparen können oder?
Gestern hab ich Jup mit dem 10" aufgenommen, zuerst mit EZplanetary und dann, weil es einfach zu oft abstürtzt, hab ich FC genommen.
Bei 320x240 hab ich dann doch 200fps hinbekommen - werde jetzt wieder öfter FC nehmen.
Allerdings stören mich drei Sachen.
1. das live Bild sieht in Ezplanetary kontrastreicher, irgendwie besser aus. Gamma beidemale unverstellt.
2. E. macht mir automatisch alle 2gb ein neues file, solange ich aufnehme. FC macht das nur umständlich mit autorun.
3. Ich finde in FC keinen Weissabgleich und muss die Regler manuell verstellen.
 
Hallo Peter,


ja, das kann man bestimmt irgendwie.


Mal ein kleines Fazit zum Test:

Ich denke, dass mein C8 auch mit weniger Auflösungsfähigkeit durch die Vorteile der Nachführung und dem nutzbaren kleineren Feld 320*240 mit sehr hoher Bildrate, dann doch fast schon äquivalent dem Dobson ist, d.h. mit dem C8 müssten ähnliche Resultate erreicht werden können, wenn auch etwas weniger auflösend.



Gruß
Christian
 
Hallo Gerrit,

danke für dein Lob! Es zeigt zumindest, dass es mit einem Dobson möglich ist, wenn auch nicht optimal so wie mit einem Teleskop mit Nachführung.



Gruß
Christian
 
christian, das es moeglich ist war ja nie die frage und hat ja flavio in astrobin schon mit seinen sensationellen aufnahmen gezeigt.
allerdings macht er das etwas anders wie du.
 
Hallo Peter,

klar, es sollte nichts allgemeingültiges sein, aber für mich hab ich halt probiert, ob es geht. Mal sehen, was weitere Tests bringen.


Gruß,
Christian
 
Hallo Christian,
mir gefallen Deine Jupiter ausgesprochen gut - vor allem die Farben.
Wie hast Du das gemacht?
Wenn ich mit meiner IIc Jupiter aufnehme sind die Hauptbänder eher Lila/Braun.

Danke und Gruß
Christian
 
Hallo Christian

danke für dein Lob! :)

Ich habe nichts besonderes gemacht. Ich habe vorher in EZPlanetary den Jupiter so gut es geht farblich eingestellt. Dann habe ich ja in RAW aufgenommen. Nach Debayern in Autostakkert hab ich dann einfach in Fitswork einen Weißwert gesetzt, dass heißt eigentlich nur, dass ich alle Farben im Histogramm auf gleiche Höhe gebracht habe. Schau dir ruhig mal ein Histogramm von einem Bild an. Rot, Gruen und Blau überdecken sich dort. Die Farbmischung ist also die Standard Farbmischung der Kamera. Ich hätte den Jupiter im Video vor der Aufnahme vielleicht gar nicht farblich anpassen müssen, da ich ja im Raw aufgenommen hab.



Gruß
Christian
 
Hallo Christian,
kann man in EZ die Farben einstellen?
Ich verwende FC und habe da mal geschaut, aber nichts gefunden.
Und mit Weißabgleich im Fitswork hast Du im Kontextmenü einen Punkt als Schwarzwert gesetzt oder einen 15x15 Bereich?

Danke und Gruß
Christian
 
Hallo Christian,

Deine Jupiteraufnahme spricht mich sowohl aus "künstlerischer", wie auch aus technischer Sicht in besonderer Weise an. Künstlerisch gefällt mir die feine, pastellfarbene Ausarbeitung, wobei ich finde, dass die Aufnahme - zumindest auf meinem Monitor - noch ein wenig mehr Kontrast und Farbsättigung verträgt, ohne dabei an Ausdruckskraft einzubüßen. Ich hoffe, Du bist einverstanden, ;) dass ich eine in dieser Richtung bearbeitete Probe hier zeige:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/jupiter_2014_02_20_20.25UT_dSinc070_B105_g070_wD11562156_fs130_mf9-1.jpg

Alle Bearbeitungsschritte habe ich in Fitswork durchgeführt und komplett im Dateinamen protokolliert.

Auch aus technischer Sicht finde ich die Aufnahme sehr attraktiv. Vor allem erstaunt mich, dass sie trotz offensichtlichem Undersampling noch so viele Details aufgelöst zeigt. Das liegt gewiss auch an dem RAW Aufnahmeformat, welches - wenn ich richtig verstehe - den Chip ausliest, als sei es ein Monochrom-Sensor, und die Farbinformation erst nachträglich entsprechend der Bayer-Matrix zuordnet. Damit sollte aber nach meinem Verständnis die Detailauflösung für Rot trotzdem noch dem mittleren Abstand der rot maskierten Pixel entsprechen. Dieser Abstand ist aber etwa 40% weiter als der Pixelabstand des unterlegten Monochrom-Sensors, also 1,4x 3,75 µm = 5,25 µm.

Wenn Du nun bei f/8 aufgenommen hast, dann liegst Du damit etwa um den Faktor 2 unterhalb der "Faustformel" f/D = 3*p für die optimale Anpassung einer Kamera mit der Pixelweite p (in µm) an das Auflösungsvermögen der Optik. Aus dieser Sicht finde ich die von Dir erzielte Bildauflösung in der Tat erstaunlich. Andererseits kann man natürlich argumentieren, dass das Seeing während der Aufnahme nicht dem Auflösungsvermögen eines 10-Zöllers, sondern eher dem eines 5-Zöllers angemessen war, dann liegen die Dinge wieder richtig.

Schon im Hinblick auf diese technischen Fragen erscheint mir Dein dankenswerterweise hier vorgestellter Test sehr hilfreich!

Gruß, Jan
 
Zitat von Jan_Fremerey:
Damit sollte aber nach meinem Verständnis die Detailauflösung für Rot trotzdem noch dem mittleren Abstand der rot maskierten Pixel entsprechen.
Nachtrag

Wie schon mal an anderer Stelle erläutert, tragen bei einem mit Bayermatrix belegten Kamerachip auch die grün maskierten Pixel in erheblichem Maße zur Detailauflösung bei, insbesondere wenn das Seeing überdurchschnittlich gut ist. Wenn man also nur die blau maskierten Pixel außer Betracht lässt, dann sind unter guten Bedingungen immer noch ca. 75% des unterlegten Monochrom-Chips für die Detailauflösung zu gebrauchen. Um wieder auf die Detailauflösung des Monochromchips zu kommen, muss man den Abbildungsmaßstab, d.h. also die Teleskopbrennweite, nur um etwa 15% vergrößern.

Aufgrund dieser Übrlegungen und im Hinblick auf die z.T. ganz hervorragenden Ergebnisse, die mit diesen Farbkameras erzielt werden, spiele auch ich inzwischen mit dem Gedanken, eine solche anzuschaffen. Dank an Christian für die überzeugende Anregung in dieser Richtung!

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

nein, kein Problem, nun hast du es ja schon bearbeitet.

Du hättest das Bild ruhig ausschneiden können, dann wäre die Schrift nicht so in Mitleidenschaft gezogen worden.

Das gefällt mir nicht!

Vielleicht das nächste mal doch besser vorher nachfragen...




Aus dem Dateinamen werde ich nicht schlau.

jupiter_2014_02_20_20.25UT_dSinc070_B105_g070_wD11562156_fs130_mf9-1




Ich hatte mich auch schon gewundert, warum ich nur so wenig Auflösung hin bekommen habe. Andererseits ist es schon richtig, dass es für f/8 noch ganz gut ist. Allerdings hingen auch 12 Zoll Öffnung dran. Das nächste mal würde ich mehr Brennweite verwenden, so mindestens f/13.




Viele Grüße,
Christian


 
Zitat von Christian_P:
Du hättest das Bild ruhig ausschneiden können, dann wäre die Schrift nicht so in Mitleidenschaft gezogen worden.
Hallo Christian,

tut mir Leid, hatte die Schrift zunächst nicht weggeschnitten, um zu zeigen, dass die Änderungen am Original vorgenommen wurden, und wie stark die Einwirkung der Veränderung war. Habe das Ausschneiden jetzt nachgeholt und bitte um Nachsicht.

Zitat von Christian_P:
dSinc070_B105_g070_wD11562156_fs130_mf9-1
Die Erklärung hatte ich zunächst nicht im Einzelnen erläutert, weil das ganze nur als ein Probebeispiel gedacht war. Mit den Kurzformeln sind die folgenden Fitswork-Befehle gemeint: "dSinc070" = Verkleinerung auf 70% mittels des dSinc-Algorithmus; "B105" = Blauwert auf 105% gesetzt; "g070" = Gammawert im Histogramm auf 0.70; "wD11562156" = Wavelets mit Detailreglern 1 und 2 bei jeweils 1.56; "fs130" = Farbsättigung auf 130%; "mf9-1" = Glätten mit Medianfilter 9 Pixel auf 1.

Zu der an Deiner Testaufnahme probeweise vorgenommenen Farb- und Kontrastverschiebung sah ich mich durch die obige Anfrage von Claude sowie durch die in einer parallel laufenden Diskussion erörterte Frage nach den Auswirkungen des Seeings auf den Farb- und Helligkeitskontrast am Jupiter angeregt.

Zitat von Christian_P:
Allerdings hingen auch 12 Zoll Öffnung dran.
Ja, hinsichtlich der Sichtbedingungen hätte ich 12" bzw. 6" schreiben sollen, das hatte ich zu spät bemerkt.

Dank und Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Christian_P:
Andererseits ist es schon richtig, dass es für f/8 noch ganz gut ist.
Hallo Christian,

das scheint mir schon eher besser als gut! Möglicherweise hättest Du gerade bei dieser Aufnahme im Hinblick auf das Seeing noch etwas durch Abblenden auf 6" gewinnen können, siehe hier. Dann wärest Du gleichzeitig mit f/16 auch aus dem Undersampling heraus gekommen.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

wie man's macht macht man's verkehrt. :D Da hattest du dir schon Gedanken gemacht und ich mecker trotzdem. Ich meine aber mal ehrlich. Ich brauche kein COPYRIGHT an meine Aufnahmen schreiben, wenn jeder daherkommt und nach Gutdünken meine Aufnahmen her nimmt und sie bearbeitet und dann auch noch öffentlich stellt. Dann kann ich mir das COPYRIGHT auch sparen... gehe mal zu T.Hansens letztem Jupiter, bearbeite das Bild und erzähle ihm dann mal etwas von Farbspielen beim Seeing. Du verstehst was ich meine oder? Beim einen kann man's machen beim andern macht man's nicht.

Aber da wir uns hier ja kennen ist das nicht sooo schlimm. :)






Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von Christian_P:
Andererseits ist es schon richtig, dass es für f/8 noch ganz gut ist.
Hallo Christian,

das scheint mir schon eher besser als gut! Möglicherweise hättest Du gerade bei dieser Aufnahme im Hinblick auf das Seeing noch etwas durch Abblenden auf 6" gewinnen können, siehe hier. Dann wärest Du gleichzeitig mit f/16 auch aus dem Undersampling heraus gekommen.

Gruß, Jan
Ablenden würde ich hier eigentlich nicht wollen. Da hätte ich auch gleich mein C8 nehmen können. So schlecht sind die Bedingungen nicht gewesen. Außerdem bringt Abblenden Performanceeinbußen, weil in den vielleicht vorhanden guten Momenten Auflösung fehlt. Das ist in der Visuellen Beobachtung genauso, nur unter wirklich schlechten Bedingungen zeigt die größere Optik weniger => Abblenden bringt in den seltensten Fälle etwas => Abblenden ist nicht unbedingt so sinnvoll.








Ansonsten bin ich auch immer mehr zu den niedrigeren Brennweiten übergegangen, nicht zuletzt angeregt durch deine Diskussionsbeiträge in den letzten Jahren. Stimmen deine Berechnungen mit 5.25µm das Farbchips, dann liege ich aktuell bei 3*p, mit scheinbar wirklich perfekten Aussichten für weitere Aufnahmen. Höhere Brennweiten bringen meiner Meinung nur etwas, wenn's Seeing absolut erste Sahne ist.




beste Grüße
Christian
 
Hallo Christian,

da ich das Bild nicht anderweitig verbreitet habe, und meine Verwendung an dieser Stelle eher als einen konstruktiven Beitrag zu der von Dir selbst als Testlauf gestarteten Diskussion betrachte, hatte ich bezüglich des Copyrights in der Tat keine Bedenken. Wenn Du möchtest, werde ich das Bild aber gerne löschen.

Zur Kamera-Ankopplung: Die 5,25 µm bezogen sich nur auf die rot maskierten Pixel innerhalb der Bayer-Matrix. Mit der Formel f/D = 3*p kommen wir auf einen Blendenwert von 15,75. Das gilt dann also eher bei Abblendung auf f/16, falls Du das gemeint haben solltest?

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,


was ich eigentlich noch sagen wollte. Ich könnte dir auch das originale TIFF-Bild aus WinJUPOS geben. Das wäre für eine Dokumentation ja noch besser, da es sich vernünftig bearbeiten lässt. Deswegen wäre eine kurze PM sehr gut gewesen, aber wie geschrieben ist ja alles nicht schlimm und voll OK.





Ja, ich meinte mein C8-Setup mit f/16. Da finde ich die Ausrichtung auf Rot schon mal nicht schlecht.




Gruß
Christian
 
Zitat von Christian_P:
Ich könnte dir auch das originale TIFF-Bild aus WinJUPOS geben. Das wäre für eine Dokumentation ja noch besser, da es sich vernünftig bearbeiten lässt. Deswegen wäre eine kurze PM sehr gut gewesen, aber wie geschrieben ist ja alles nicht schlimm und voll OK.
Hallo Christian,

danke, dass Du an dieser Stelle jetzt nicht nachtragend bist. Wenn sich nochmal so eine Gelegenheit ergeben sollte, kann ich gerne erstmal via PM bei Dir anfragen.

WinJupos: Da musste ich oben erst nochmal nachlesen. Das nachbearbeitete Bild ist also nur eins aus einer 5-er Serie, die Du insgesamt nochmal mit WinJupos übereinandergelegt hast, vermutlich, um einen besseren Rauschabstand zu bekommen. OK - damit und auch im 16-Bit-Format wäre die Bearbeitung etwas erleichtert. Du könntest es ja jetzt mit dem Fitswork-Rezept selbst versuchen, mache ich aber auch gerne, falls Du Interesse und kein Fitswork hast.

Habe noch nicht ganz verstanden, warum Du bei f/8 und entsprechender Bildhelligkeit nur mit 20 fps aufnehmen konntest, war das die maximale Auslesegeschwindigkeit bei 800x600? Wenn Du auf 640x480 gehst oder die Brennweite verlängerst, ist der Planet ja noch schneller aus dem Gesichtsfeld.

Zitat von Christian_P:
Ja, ich meinte mein C8-Setup mit f/16. Da finde ich die Ausrichtung auf Rot schon mal nicht schlecht.
Was meinst Du mit "Aiusrichtung auf Rot"?

Gruß, Jan
 
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