Jupiter 23.01.2013 mit GRF und Europa

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TorstenHansen

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Hallo,

vorgestern nachmittag deutete sich ein Aufklaren an, weshalb ich relativ früh das Teleskop nach draußen zum Auskühlen gebracht habe. Zu Dämmerungsende, nach etwa 3 Stunden auskühlen, war der Tubus dann sicher gut temperiert. Trotzdem zeigte sich beim Justieren an den Beugungsringen heftiges Tubusseeing, was ich auf einen Wärmestrom ausgehend von den noch warmen Zubehörteilen (Kamera, Filterrad, Barlow etc.) zurückführe.
Gegen 20 Uhr hatte sich dann alles soweit beruhigt, und das Seeing war bei mäßiger Transparenz recht brauchbar, so dass das folgende Bild aus insgesamt 10 Sequenzen über einen Zeitraum von 10 Minuten entstand.

Auffälligste Struktur war die bläuliche Fahne in der Äquatorzone rechts oberhalb des GRF und natürlich die gesamte Wirbelstruktur links des GRF.


Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Jupiter20130123/Jupiter20130123v80b89rgbderotwfsd.jpg


Auch wenn Ihr es vermutlich nicht mehr sehen könnt, aber das Bild vom 19.11.12 passt natürlich jetzt sehr gut zum Vergleich!



Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Jupiter20121118/Jupiter20121118v58b64rgbderot1p2w.jpg


Insgesamt also, sag ich mal, Dusel gehabt. Gegen 22 Uhr hatte dann der Nebel wieder die Oberhand!



Viele Grüße,
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Torsten,

vor allem Bild2 ist der Hammer. So viele Details, bin schwer begeistert.
Derotation, mit welcher Software arbeitest du?

cs

Werner
 
Moin Torsten.
Mein Gott, wo bekommst Du nur solches Seeing her. Gestern war bei uns nach zehn Tagen mal wieder klarer Himmel. Aber das Seeing war schlicht grauenhaft. Extrem zittrig und so flüssig, dass aus den Videos schier gar nicht zu machen ging. Die Aufnahmen sahen aus, wie mit einem Vierzöller gemacht...
Beneide Dich um Deine vielen guten Gelegenheiten ;)
Wieder mal ein tolels Jupiterbild, und der Vergleich dokumentiert die gigantischen Veränderungen ausgezeichnet.
LG
Rudolf
 
Hallo Torsten,

Deine Bilder hier sind zweifellos von bemerkenswerter Qualität, auch wenn sie für mein Empfinden immer noch nicht an Deine nicht derotierte (!) Aufnahme vom 18.11.2012 22:57.5 UT heranreichen. Deine von Dir hier als Vergleichsbild gezeigte derotierte Aufnahme war ja nur gut eine Stunde danach entstanden.

Zitat von TorstenHansen:
... dass das folgende Bild aus insgesamt 10 Sequenzen über einen Zeitraum von 10 Minuten entstand.
Wenn ich richtig verstehe, hast Du erstmal 10 komplette Bilder erzeugt und die dann mittels WinJupos derotiert und überlagert. Könntest Du uns denn bitte mal eine von den 10 in der Derotation verarbeiteten Bildern hier zum Vergleich zeigen, damit wir eine Vorstellung von dem Qualitätsgewinn bekommen, der sich aus der Derotation ergibt?

Dank und Gruß, Jan
 
Hallo Torsten,


Herzlichen Glückwunsch zum weiteren Highlight!

Deine Ergebnisse sind schlichtweg einfach bemerkenswert gut!

Unfair, wieso hattest Du einen klaren Himmel!?

 
Schön geworden Torsten.
Bringt das derotieren wirklich so viel?
Der Gesamtfarbeindruck wirklich etwas kühl oder blass auf mich im Vergleich - ist nur ein Hauch.
 
Hallo Werner,

Zitat von prokyon:
...
vor allem Bild2 ist der Hammer. So viele Details, bin schwer begeistert.
Derotation, mit welcher Software arbeitest du?
...
Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Bild 2 ist im Nachbarbeitrag schon ausführlich behandelt worden und sollte hier nur zur Dokumentation der Veränderungen dienen.

Ich habe das bild mit WinJupos-Derotation erstellt.


Viele Grüße
Torsten
 
Hallo Rudolf,

danke für Deinen Kommentar!

Zitat von Canonist:
...
Mein Gott, wo bekommst Du nur solches Seeing her.
...
Ich hatte es oben ja schon gesagt: diese Sichtbarkeit habe ich trotz des anhaltend schlechten Wetters, viele gute Gelegenheiten nutzen können und eben Dusel gehabt.
Trotzdem sollte das rechtzeitige Temperieren eines SC nicht unterschätzt werden. Die Videos mit Tubusseeing waren von minderer Qualität.


Viele Grüße und weiter viel Spaß mit Deinem C14,
Torsten
 
Hallo Jan,

Zitat von Jan_Fremerey:
...
Wenn ich richtig verstehe, hast Du erstmal 10 komplette Bilder erzeugt und die dann mittels WinJupos derotiert und überlagert. Könntest Du uns denn bitte mal eine von den 10 in der Derotation verarbeiteten Bildern hier zum Vergleich zeigen, damit wir eine Vorstellung von dem Qualitätsgewinn bekommen, der sich aus der Derotation ergibt?
...
Ich weiß nicht, welchen Sinn das haben soll; wenn dann müsste ich doch ein "herkömmliches" RGB hier einstellen. Dazu fehlt mir im Augenblick die Zeit; das kann ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal nachholen.



Zitat von Jan_Fremerey:
...
..., auch wenn sie für mein Empfinden immer noch nicht an Deine nicht derotierte (!) Aufnahme vom 18.11.2012 22:57.5 UT heranreichen.
...
Nach meiner Auffassung hat die neubearbeitete Aufnahme an Präsenz gewonnen (auch wenn ich auf Grund weiterer Experimente mit der Bilbearbeitung glaube, dass vielleicht noch etwas mehr machbar wäre). Ich finde, man sieht gerade an dem gespaltenen dunklen Fleck eine, wenn auch nur winzige, Verbesserung gegenüber der ursprünglichen Bearbeitung.
Da das Seeing ja recht gut war, mögen die Unterschiede vielleicht nicht so gravierend sein, wie Du es erwartest.
Im übrigen waren beide Bearbeitungen vom Ablauf her nicht gleich, so dass ich für einen wirklich aussagekräftigen Vergleich alles noch einmal neu bearbeiten müsste; das geht leider zur Zeit nicht!


Viele Grüße
Torsten


 
Hallo peter,

vielen Dank für Deinen Hinweis!

Zitat von Zyklop:
...
Der Gesamtfarbeindruck wirklich etwas kühl oder blass auf mich im Vergleich - ist nur ein Hauch.
...
Ist mir vorhin auch aufgefallen (lag evtl. an der Beleuchtung im Zimmer); habe das obere Bild ausgetauscht.
Zum Vergleich noch die Variante, auf die sich Dein Beitrag bezog: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Jupiter20130123/Jupiter20130123v80b89rgbderotwfsdb.jpg


Viele Grüße
Torsten
 
Hallo Torsten,
trotz schlechterer Bedingungen ein sehr gutes Ergebnis!
Du arbeitest ja nun verstärkt mit Derotation, das bringt definitiv mehr Bilder zum stacken und schärfen.
Wie teilst du da die zehn Sequenzen auf?
Machst du den IR- oder Rotkanal in der Mitte, und davor und danach Blau und Grün, oder gehst du immer die RGB-Schritte durch, halt eben dreimal hintereinander?
Gruß Manfred
 
Zitat von TorstenHansen:
Ich weiß nicht, welchen Sinn das haben soll
Hallo Torsten,

vielleicht ist die Sache doch komplizierter als ich es vermutet hatte. Ich war nur neugierig zu erfahren, welchen sichtbaren Gewinn man mit der Derotation erzielt. Mir gefällt nämlich Dein nicht derotierter Jupiter vom 18.11. nach wie vor besser als der nur gut eine Stunde später gewonnene derotierte. Bei nächster Gelegenheit will ich gerne einmal selbst Versuche mit der Derotation unternehmen, um den Unterschied herauszufinden.

Dank und Gruß, Jan
 
Hallo Manfred,

danke sehr für Deine Rückmeldung!

Zitat von W_Manfred:
...
Du arbeitest ja nun verstärkt mit Derotation, das bringt definitiv mehr Bilder zum stacken und schärfen.
Wie teilst du da die zehn Sequenzen auf?
Machst du den IR- oder Rotkanal in der Mitte, und davor und danach Blau und Grün, oder gehst du immer die RGB-Schritte durch, halt eben dreimal hintereinander?
...
Ich Aufnahme der Videos erfolgt nach wie vor in der RGB-Reihenfolge und wird durch ein weiteres R-Video ergänzt. Alle Videos haben Länge 30s und enthalten bis zu 1800 Einzelbilder.


Viele Grüße
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Thorsten,
mit sollen Bilder bekomme ich ja mit meinen ja richtige Depressionen :-))
Einfach Klasse dein Bilder und wie immer grosser Kino.

LG
Claude
 
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