Jupiter 26. Juni 3.53 UT

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astropeter

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Noch eine Aufnahme von heute morgen, Meade ACF 16 Zoll, f25 mit DFK 21.
300 Bilder von ca. 3500 mit Regi gestackt und Schärfung mit Mexican-Fiter.
 

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Hallo Peter,

erst einmal Glückwunsch zu Deinen Ergebnissen.

Du solltest Dich nicht von den Ausnahmeergebnissen von Torsten einschüchtern lassen und Dein 16"-Meade verfluchen. Bei Deiner Brennweite brauchst Du natürlich wirklich gute Bedingungen und eine höchst präzise Kollimation.

Zwei Hinweise bzw. Anmerkungen:

Versuche doch einmal eine Schärfung mit Registax und den Wavelets oder in Fitswork mit Gaus-Schärfung und dann die Wavelets. Nach meinen Erfahrungen kommt man damit meist weiter als mit dem Mexican-Hat.

Hast Du schon einmal probiert, mit weniger Brennweite aufzunehmen? Auch wenn die Theorie sagen mag, dass man f/20+ für eine optimale Ausnutzung seines Chips braucht, so ist doch meine (bescheidene) Erfahrung, dass manchmal weniger mehr ist. Vorallem wenn die Bedingungen mal nicht so optimal sind.

Gruß,

Michael
 
Interessant wäre ein Auszug aus deinem Rohmaterial (Einzelbild o. kurzer AVIStream) um abschätzen zu können was bei der Nachbearbeitung zu erwarten ist.

Wie waren deine Beobachtungsbedingungen und dein visueller Eindruck vom Planeten?


Ich möchte dich auf keinen Fall nerven, aber mir ist der Unterschied zu dem 8 Zoll Bild aufgefallen. 8Zoll bleiben 8Zoll und mit deinem tollen 16ner (doppelte Auflösung :cool:) bist du mit Sicherheit unter den gleichen Beobachtungsbedingungen (Seeing) gleich gut wenn nicht sogar viel besser!

lieben Gruß

Christian
 
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Hallo Michael
Danke für deinen Glückwunsch.
Nein ich nerve mich doch nicht, habe einfach Spass an meinen Aufnahmen.
Ich richte mich aber auch auf die Aufnahmen von Torsten aus.
Werde ich sicher auch noch erreichen.
Bis vor kurzem konnte ich an mein jetziges Niveau noch nicht herankommen, habe dann die Sternwarte gezügelt und eine offene Beobachtungsplattform gebaut geschützt mit quasi so zwei Kistenhälften.
Diese kann ich über Motoren auftun, voll geniale Sache.
Mein Meade ist mit Ventilatoren zwangsbelüftet, bezw. regulierbar.
Ich habe schon mit f10 aufgenommen, ist ja hier ersichtlich, finde aber f25 sofern das Seeing stimmt besser.
Du musst noch wissen, dass ich meine Station auf 1250 m über Meer in den Voralpen habe, da ist natürlich das Seeing fast nie so gut wie im Flachland.
Also ich gebe mir Mühe.
Grüsse
Peter
 
Hallo Christian
Einen Auszug muss ich zusammenstellen, später.
Die Beobachtungsbedingungen waren recht gut, habe aber den Planeten nur ganz kurz angeschaut, die Dämmerung hatte schon eingesetzt.
Klar es ist noch ein Unterschied zu den Aufnahmen von Torsten, aber ich habe einen rechten Qualitätssprung gemacht.
Es kommt einfach sehr auf die Bedingungen an, auch muss ich die Kollimierung noch verbessern,die Fokusierung, eventuell mit der DMK Kamera arbeiten, RGB Bilder machen usw.
Es braucht einfach Zeit und vorallem eine stabile Hochdruckphase.
Ich bleibe dran und Grüsse dich.
Peter
 
Hallo Peter,

diese Aufnahme hast Du anscheinend nur kurz nach der gestern vormittag geposteten Aufnahme gemacht. Die Verbesserung ist wirklich sehr bemerkenswert!

Da ich mich inzwischen zunehmend für die technischen Möglichlichkeiten größerer Teleskope interessiere, verfolge ich Deine Fortschritte mit besonderem Interesse.

Um die Qualitätsverbesserung deutlicher sichtbar zu machen, habe ich heute eine Gegenüberstellung der Aufnahmen mit angeglichenem, verkleinertem Maßstab und vergleichbaren Helligkeiten angefertigt, die ich - Dein Einverständnis voraussetzend - hier gerne zeigen möchte:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/JupiterVergleich_100627.jpg

Es wäre ja nun spannend herauszufinden, welche Bedingungen bzw. Einstellungen und in welchem Maße diese zur Verbesserung der Bildqualität beigetragen haben: Hast Du bei der zweiten Aufnahme besser fokussiert? Bei f/25 geht das möglicherweise einfacher als bei f/10. Hast Du die Verwendungsrate im Stack reduziert? Lag es an der Kamera-Ankopplung, die sich mit f/10 bei einem Kamera-Chip mit 5,6 µm Pixelabstand und Bayer-Maske schon im Undersampling-Bereich bewegt? Die DFK braucht m.E. selbst bei mäßigen Sichtbedingungen schon mindestens f/15.

Bei dem kurzen Zeitabstand der Aufnahmen kann man das Seeing wohl kaum für den Qualitätsunterschied der Bilder verantwortlich machen. Im Gegenteil, bei f/25 musstest Du ja sehr viel länger belichten als bei f/10, und das ist gewiss ungünstig im Hinblick auf die Auswirkung der Luftunruhe (Bewegungsunschärfe!). Oder hast Du gleichzeitig das Gain heraufgesetzt?

Ich bin sicher, dass wir von Dir in kürzester Zeit noch sehr viel bessere Bilder zu sehen bekommen, und freue mich darauf.

Gruß, Jan
 
Hallo Peter,

finde deinen Jupi auch sehr gut, mir gelingt das mit meinem C11 noch nicht so, und ich probiere schon ein paar Jahre rum.
Ich stacke und schärfe übrigens auch lieber mit RegiStax als Giotto, aber da macht jeder eigene Erfahrungen mit.

Gruß Manfred
 
Hallo Jan
Danke für deine Nachbearbeitung.
Das Video ist eine Spur besser und ich habe in Registax weniger Bilder mit höherer Qualität gemacht und die Quality von Kontrast auf Gradient umgestellt.
Das Gain hat wie bei der ersten Aufnahme den gleiche Wert.
Ich glaube die Bedingungen waren an diesem Morgen einigermassen gut, das heisst bei mir, Seeing so um 5.
Ich lege noch eine Aufnahme von heute morgen bei, da war das Seeing um 3-4, man sieht den Unterschied.
Es kommt halt schon zu 90% auf die Bedingungen an, eine wirklich hochaufgelöste Aufnahme wird mir erst bei gutem Seeing gelingen.
Peter
 

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Hallo Manfred
Also meine besten Aufnahmen habe ich mit Registax 5 gestackt und dann mit Giotto geschärft.
Aber wie gesagt, wenn du ein gutes Video im Kasten hast, es kann wappern wie verückt es müssen einfach genügend detailierte Einzelbilder drauf sein, dann wirst du unabhängig vom Programm ein gutes Bild machen.
Peter
 
Hallo Peter,

nur noch ein Punkt, der mir ein wenig kritisch erscheint: Wenn Du bei f/25 mit demselben Gain aufgenommen hast wie bei f/10, dann war die Belichtungszeit vermutlich deutlich länger als 1/10 s - es sei denn, Du hättest bewusst eine schwächere Ausbelichtung in Kauf genommen.

Jedenfalls erscheint mir eine Belichtungszeit von der Größenordnung 1/10 s - gerade bei einem solch großen Teleskop - erheblich zu lang im Hinblick auf die Bewegungsunschärfe infolge der Luftturbulenzen. Ich würde da eher mit hohem Gain möglichst kurze Belichtungszeiten anstreben, und vielleicht - aus demselben Grunde - eher bei f/15 als bei f/25 arbeiten.

Gruß, Jan
 
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