Jupiter 31.10.2026 10"f5

Zyklop

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Hallo zusammen,
ich hab gestern Saturn testweise aufgenommen und das Geraffel dann stehen gelassen mit laufendem Lüfter und mir für 5Uhr früh den Wecker gestellt für Jupiter bei 3°C.
Der Telradsucher und der Sucher waren schon etwas zugetaut aber der Spiegel noch nicht.
Ich war erstaunt, wie lange man trotz Dämmerung noch aufnehmen kann und nichts davon in der Aufnahme sieht.
Das ist mein erster Jupiter diese Saison und der erste mit ADC.
Das Seeing war nicht perfekt, aber es hat für ein brauchbares Ergebnis mit dem 10 Zoll Newton gereicht.
Die Bearbeitung habe ich mit AS4, Winjupos und PS durchgeführt.
Belichtungszeit 5ms, gain70 und 175fps.

2026-10-31.png


Animation aller frames von 04.37 bis 05.44 UTC

animation.webp


Seeing beim letzten frame 30min vor Sonnenaufgang.
Gehen nur 3.5mb, deshalb nur 5sek
 

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Hi, 30min vor Sonnenaufgang ist bei mir auch die Grenze. Ich habe denn Verdacht AS3! wählt in der bürgerlichen Dämmerung nicht nur die schärfsten, sondern dann auch die nicht so scharfen hellsten Bilder aus, wenn ich mir die Qualitätskurve ansehe.
CS Mike
 
Bei mir war die letzte Sequenz deutlich besser als die letzten 10 Sequenzen zuvor, ich weiß nicht ob's am stacking mit Dämmerung lag oder weil ich spaßeshalber bei der letzten Sequenz nochmal nachfokussiert hatte.
Ich hätte fast diese letzte Sequenz verwendet ohne zu derotieren.
Leider bleibt Jup erstmal eine Morning show.
 
Auweia, ich hab gesehen, dass Mike ein KI Foto dazu postet. Ich hab das auch mal mit Chatgpt und Gemini probiert und die Gemini Version haut mich weg. Wenn man sowas mitstackt oder als Ebene unterjubelnt, kann man seine Aufnahme extrem pushen und keiner weiß mehr ob das eine echte Aufnahme ist oder nicht...mal sehen was das in Zukunft für Diskussionen bringt.

Also hier mal die Originale und beide KI Versionen. Wenn es doch nur so in echt sein könnte....versaut einem richtig das Original finde ich.
Original
1000605626.png

Gemini
1000605690.jpg

Chatgpt
1000605664.png
 
Umwerfend gut, würd ich sagen, aber halt mit KI Unterstützung, die nicht vorhandene Details mutmaßt oder erfindet. Nett für den Schönheitsalon hier, solange man es kennzeichnet, aber halt für wissenschaftliche Zwecke oder für Alpo nicht verwendbar.
Man müsste der KI beibringen, nicht die Auflösung künstlich zu erhöhen, sondern nur das Rauschen wegzubügeln!
CS Mike
 
Oje,Oje

Man müsste der KI beibringen, nicht die Auflösung künstlich zu erhöhen, sondern nur das Rauschen wegzubügeln!

Jetzt fang ihr auch noch an die KI in eure bisher schönen detailierten Aufnahmen rein fuschen zu lassen.

Ich denke, dann brauche ich mir keine Aufnahmen mehr anschauen, geschweige denn diese zu bewerten.

Ist denn der Drang nach Perfektion schon so groß ???
Überlegt mal selbst.
Ich habe noch Hoffnung.

CS Dieter
 
Dieter ich denke letztlich wird alles gemacht was geht.
Wenn man es ganz puristisch sieht, könnte man auch argwöhnen, dass ein Summenbild aus 10k Einzelaufnahmen, die per Software sortiert und gestackt und dann mit viel EBV, derotiert, geschärft und aufgehübscht werden und vielleicht noch mit einem KI basierten Rauschfilter geglättet auch schon nicht mehr viel mit der Realität zu tun haben, denn man holt mehr raus, als mit den Augen möglich wäre.
Die KI Phantasie ist eine nette Spielerei und lässt einen etwas träumen, wie es wohl wäre den Planeten so mit eigenen Augen sehen zu können.
Ich sehe aber eher die Problematik, dass damit ein "Finetuning" möglich wird, dass später nicht mehr erkennbar ist ubd Leute werden es machen, einfach um Likes und Aufmerksamkeit zu bekommen. So ist der Mensch eben.
2020 hatte doch das Samsung S20 Ultra meine ich schon die Technik eingebaut, dass wenn man den Mond fotografiert die Software den Mond optimiert durch eigene Daten. Man gewöhnt sich an alles.
Wirklich interessant wäre jetzt eher für mich, wo und wie die Gemini Phantasie von der Realität abweicht.
Mal ehrlich, wenn es möglich wäre, realistisch und astronomisch exakt eine eigene Aufnahme auf so ein Niveau aufzubohren, würde es doch jeder machen, da es ein enhancement wäre und keine Halluzination bzw synthetische Detailanreicherung.
 
Ich halte Zyklops Ansatz für nicht verwerflich - denn die Büchse der Pixel-Pandora ist längst geöffnet. An welcher Stelle auch immer die KI (bzw. ihr Algorithmus) eingreift, sie wird immer wichtiger für jegliche Form von Bildbearbeitung. Und wenn das nicht innerhalb der Software passiert, dann suchen sich die Programme irgendwann autonom Vergleichsbilder aus dem Netz - dann ist auch Vergleich gegen Aufnahmen mit größeren Teleskopen makulatur Der Wunsch nach Perfektion ist nachvollziehbar, den haben viele, ganz egal, ob aus dem Anspruch an die eigenen Fähigkeiten oder eben aus Eitelkeit.

CS,
Stefan Korth
 
Die Welle rollt und lässt sich nicht mehr aufhalten.
Meine Bilder waren immer ehrlich, genauso meine Zeiten der Marathonläufe, die ich ohne Gels und Carbonschuhe und natürlich ohne Doping schnell gelaufen bin.
Ich fürchte das alles hier zum Konsumgut wird. Von der Aufnahme bis zum like darf maximal 5 s dauern, weil man keine Lust auf die „Arbeit“ hat, die die KI jetzt übernimmt.
Und ob die Bilder von der KI aufgehübscht werden, merkt keiner mehr, ausser die alten Hasen. Ich freue mich jetzt schon auf Uranusringe mit der Webcam aufgenommen u.a. mehr.
Aber vielleicht bin ich nur zu alt dazu…
Clear Skies und ehrliche Bilder
Peter
 
Ich hatte ja schon erwähnt, dass die letzte Sequenz 5.44UTC sehr gut war und deshalb hab ich gedacht ich stacke mal 60% der 10k frames und bearbeite das...ohne zu derotieren! Also eigentlich noch näher am Original... ;-)
Tatsächlich finde ich das Ergebnis besser als die derotierte Variante und das ist selten bei mir.
Vermutlich liegt es auch am vergleichbar geringen gain den ich verwendet hatte.
Jetzt lösche ich die ser-Ffiles aber, da kommt nix mehr.
2026-10-31_a.png
 
Und weil es lustig ist, hab ich hier versucht eine KI-Version drüber zu legen, damit die Größenverhältnisse stimmen, aber passt nicht perfekt.
Einmal mit 25/50/75 und 100% drübergelegt. 100% sieht einfach zu realistisch aus, das ist das Auge einfach nicht gewohnt.
Aber wenn man um die 30% drüberlegt, sieht das für meine Wahrnehmung sehr realistisch aus...schöne neue (synthetische) Welt.
original_zu_KI.webp
 
Hi Peter, das liegt glaub nicht an einer verschobenen Ebene, auf meinem Notebook sieht es OK aus, mit Handy etwas Saum. Da müsste ich die Gammakurve im tieferen Bereich anpassen, mal sehen.
 
Hallo,

Dieter ich denke letztlich wird alles gemacht was geht.
Wenn man es ganz puristisch sieht, könnte man auch argwöhnen, dass ein Summenbild aus 10k Einzelaufnahmen, die per Software sortiert und gestackt und dann mit viel EBV, derotiert, geschärft und aufgehübscht werden und vielleicht noch mit einem KI basierten Rauschfilter geglättet auch schon nicht mehr viel mit der Realität zu tun haben, denn man holt mehr raus, als mit den Augen möglich wäre.

es gibt schon einen Unterschied: ( außer der Anwendung eines KI Rauschfilter natürlich)
Wenn eine Software aus 10k Einzelbilder die besten sortiert usw. ist das logisch und nachvollziehbar.
Das kann man vergleichen mit der visuellen Beobachtung, wo erfahrene Beobachter
in Bruchteilen einer Sekunde Details wahrnehmen, die im Moment der Luftruhe wahrnehmbar und wirklich existend sind.

Ich halte Zyklops Ansatz für nicht verwerflich - denn die Büchse der Pixel-Pandora ist längst geöffnet. An welcher Stelle auch immer die KI (bzw. ihr Algorithmus) eingreift, sie wird immer wichtiger für jegliche Form von Bildbearbeitung. Und wenn das nicht innerhalb der Software passiert, dann suchen sich die Programme irgendwann autonom Vergleichsbilder aus dem Netz

KI hingegen vergleicht Bildinhalte (nicht nach vollziehbar) und "dichtet" was hinzu.
Es werden so Details produziert, die überhaupt nicht mit der konkreten (also realen) Öffnung je erreichbar sind. (optisch-physikalische Grenzen)
Ob dabei ein Rauschen "herausgerechnet" wird oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Der Wunsch nach Perfektion ist nachvollziehbar, den haben viele, ganz egal, ob aus dem Anspruch an die eigenen Fähigkeiten oder eben aus Eitelkeit.
Aber ich sehe schon aus den bisherigen Kommentaren, dass es wohl nicht so sehr um Perfektion geht, sondern mehr um Eitelkeit.

Also keine Hoffnung mehr.
Ich werde künftig mir genau überlegen, ob ich einer "zu perfekten" Aufnahme noch ein Like gebe.

CS Dieter
 
Hallo zusammen,

ich habe mein Equipment noch nicht aus dem Sommerschlaf geholt.
Aber ich sehe gerade, es geht sehr gut voran mit der Planetenbeobachtung. Besonders der Einsatz von KI machen die Bilder noch reizvoller und für das Auge schöner und angenehmer zu betrachten. Selbst wenn nicht jeder Wirbel auf dem Jupiter oder Band auf dem Saturn genauso existieren mag, ist es eigentlich auch egal, weil die Bilder so schärfer aussehen. Und sich auf die fehlende »Wissenschaftlichkeit« zu berufen, trifft die Sache auch nicht, weil keiner seiner Bilder wissenschaftlich auswertet. Das machen die Profis mit eigenen geeigneten Instrumenten. Die sind auf Amateuraufnahmen nicht angewiesen.

ich schaue mit KI-unterstützte Bilder lieber an, als die großen Mengen von seeing-verwaschene, mäßig bearbeitete Fotos. Das ist der Wandel der Zeit.

Ich kann mir natürlich vorstellen, dass es frustrierend ist, wenn man sich für mehere 10k Euro eine Ausrüstung kauft, dann auch noch mit der Hand nachschiebt und andere zeigen mit weniger Geld und Ausrüstung bessere Ergebnisse mit KI-Unterstützung.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Dieter,
ich glaube du hast meinen Punkt nicht ganz verstanden.
Wenn ich einen Planeten auf 10k Einzelbildern zusammenbaue, hat das doch nicht mehr viel mit visueller Beobachtung zu tun, also mit dem Real Shit.
Ich habe auch nicht behauptet, dass synthetische Ergebnisse gleichzustellen sind. Ich habe versucht zu sagen, dass die Büchse der Pandora schon vor längerer Zeit geöffnet wurde und alles was möglich ist auch irgendwann gemacht wird, weil die Leute immer versuchen werden es so anschaulich und hübsch wie möglich zu machen. Wenn eine KI irgendwann anhand von echten aktuellen Jupiteraufnahlen vielleicht ein eigenes Bild ergänzen könnte, dann stehen wir wieder vor der Frage, sollte man das tun, muss das sein....analog der Mondergänzung im Handy.
Solange man es stets kennzeichnet, finde ich das OK. Wer es macht, um seine Ergebnisse zu pushen ohne es zu kennzeichnen, sollte mit 1 Jahr Bewölkung bestraft werden.
 
Ich finde Zyklops Experiment jedenfalls spannend, auch wenn das für mich nicht der Weg ist. Dafür beobachte einfach zu gerne visuell.

Weiterhin Clear Skies,
Stefan Korth
 
Also ich finde KI optimierte Bilder sehr bedauerlich.
Bisher war die Planetenfotografie für mich auch eine Referenz für das visuell beobachtete, ob bestimmte Details und Farben auch von anderen erfasst oder gesehen wurden?
Leider kann man den hier gezeigten Bildern nun auch nicht mehr vertrauen, die Fotos werden dadurch Bedeutunglos.
Eigentlich bräuchte man nun wieder eine neue Foren Kategorie für KI generierte Bilder.
LG
 
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