Jupiter 5.Okt 2022

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moonwalker69

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Hallo allerseits,

Lange, lange ist es her (etliche Jahre), aber nun melde ich mich mit meiner ersten Jupiteraufnahme mit veränderteren Bedingungen hier im Forum zurück. Ich muss mich erst wieder intensiver in die Praxis der Planetenaufnahmen hineinarbeiten, zwischenzeitlich hat sich doch sehr vieles in der Aufnahmetechnik, Kameras, Software, preislich erschwingbare ADCs... etc. verändert.
Die Aufnahmeoptik ist zwar immer noch 12", aber nun ein Dobson mit EQ-Plattform und statt einer DBK-Farbkamera ist aber wegen der kürzeren Aufnahmebrennweite des Newtons eine modernere QHY178 mit den kleinstmöglichen Pixeln (auch jetzt der Einfachheit halber wieder in Color).
Nun ging bei der Aufnahme nach so langer Pause bei weitem nicht alles glatt, vorallem hatte ich Probleme beim Aufnehmen mit der Datenübertragung.
Denn trotz USB3 errichte ich (für heutige Verhältnisse) nur dürftige Frameraten von max 5fps und so konnte ich - um eine gewisse Aufnahmezeit bei Jupiters schneller Rotation nicht zu überschreiten - natürlich kaum ausreichend Bilder zusammen bekommen (mit WinJupos und derotieren habe ich mich noch nicht eingehender befasst muss ich gestehen)
Gewohnt von Giotto, Fitswork und Registax in der Nachbearbeitung vor vielen Jahren, habe ich jetzt auch erstmals Autostakkert probiert..:

Das fertge Bild enstand so nur mit 97 Frames, aber da ich mit sehr niedrigem Gain und dadurch auch etwas längerer Belichtungszeit aber eben auch nur mit f13,3 aufgenommen habe, waren die Einzelbilder extrem rauscharm und vielleicht auch nicht so scharf wie sie vielleicht mit wesentlich kürzeren Belichtungszeiten gewesen wären.., ja ich weiß ich muss mich wieder einarbeiten..
Aufnahmedaten:

300mm f5 Dobson auf EQ-plattform
Düring komakorrigirende Barlow 2,67x also ca.4000mm Aufnahmebrennweite
QHY 178 color
Autostakkert3.1
Registax6

Den GRF habe ich leider verpasst (lief gegen 23.30 durch den Zentralmeridian) aber man sieht ihn noch knapp am linken Plantenrand verschwinden.

CS und Grüße aus der Steiermark

Martin
 

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Hallo Martin,

das sieht vielversprechend aus. Rechtsklick auf unter fitswork auf ein weißes Jupiterband und Weißwert setzen könnte die Farbdarstellung noch etwas verbessern.
Das muss eine Ursache haben, das ist viel zu wenig. Ich komme mit der alten Asi120mc (USB2) dank schmaler ROI auf 140-160 fps.

1. Hast du eine Roi verwendet ?

Gruß,
Holger
 
Hallo Martin,
teste doch mal die Schreibgeschwindigkeit deiner Festplatte.
Eingabeaufforderung mit cmd öffnen, als Admin ausführen und dann eingeben:
winsat disk -seq -write -drive c

Dann erhälst du den Wert.

Auch ohne ROI ist die Geschwindigkeit viel zu langsam wie Holger schon schreibt. Ich komme ohne ROI auf ca. 64 fps mit der ASI 224 MC.

Viele Grüße Jan
 
Hallo Martin,
kann es sein das du mit dem ASCOM-Treiber getestet hast?
Denn damit bekomme ich auch nur sehr wenige Frames zusammen.
Du musst auf jedenfall den nativen Treiber verwenden, dann klappts auch mit der hohen Framerate.

Gruß
Tobi
 
Hallo Holger,
Vielen Dank für deine Hinweise, ja die in Eile heute früh hochgeladene Aufnahme verträgt wirklich noch eine kleine Farbanpassung, habe versucht das noch etwas besser zu korrigieren und habe die angepasstere Version nochmals hochgeladen.
Ja, du hast auch Recht mit dem Hinweis auf die ROI, hatte das im Eifer des Geschehens ( endlich - nach so langer Pause war alles für die Aufnahmen bereit und erstmals mit einer EQ-Nachführplattform) anfangs noch daran gedacht nicht die volle Sensorfläche zu nehmen.
Hatte aber dann Bedenken wegen der noch nicht ausreichend eingerichteten Nachführplattform den Planeten lange genug "im Bild zu halten" dann vergessen eine ROI zu ziehen (außerdem war ich das bei meiner früheren Kamera mit der kleineren Senorfläche gar nicht so nötig, bzw. überhaupt möglich). Das wird mir hoffentlich das nächstemal nicht passieren, aber ich glaube das alleine kann die so niedrige Framerate nicht alleine erklären.
Habe auch das erstemal mit für mich neuer Aufnahmesoftware gearbeitet -SharpCap, nicht die Pro-Version- und vielleicht habe ich bei den Einstellungen irgendetwas
aktiviert gehabt, was den Transfer noch zusätzlich gebremst hat- da gabs auch den Regler "Traffic" den habe ich auf Maximum (auf den Wert 60 ) gestellt.
Vielleicht funktioniert die nicht Pro-Version ja auch "schaumgebremst"??
Da ich auf diesem Gebiet Wiedereinsteiger bin gibt es empfehlenswerte andere Aufnahmesoftware?
Wie gesagt, muss da noch einiges "nachlernen"... und Danke für die schnelle Hilfe.
Übrigens mir ist nicht entgangen , du machst ganz hervorrragende Aufnahmen und holst aus deiner Ausrüstung wohl oft das Maximum heraus..
ein Ansporn wahrscheinlich für viele hier...

Viele Grüße
Martin
 

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Hallo Jan,
vielen Dank auch für deinen Hinweis, habe es heute abend gleich überprüft .

Die Schreibgeschwindigkeit meiner Festplatte ist glaube ich ausreichend hoch (255MB/s), damit müßte ich rein rechnerisch zumindest 42fps ohne ROI -Begrenzung schaffen (wenn ich die vollen 6MB der 178c ausschöpfen würde) - daran kann es wahrscheinlich nicht liegen
Einen Fehler habe ich ganz sicher gemacht mit der von Holger angesprochenen ROI , die ich anfangs übersehen hatte , aber dies kann wohl die immer noch "unterirdische" Übertragungsrate doch nicht zur Gänze erklären.
Habe auch jetzt auch im "Trockentraining" mit ROI-Begrenzung (bei 1024x 1280) probiert, komme da aber auch nur auf 15 bis 20 fps...
(leider ist der Himmel derzeit mit dichten Schleierwolken zu)
Irgendwo ist da noch der "Wurm drin"..... USB-Kabel, andere Hardwarebegrenzungen, falsche Software -Einstellungen...
Aber ich bin zuversichtlich, werde den Fehler wohl hoffentlich bald finden , habe irgendetwas übersehen und ich muss noch mehr einarbeiten..


Viele Grüße
Martin
 
Hallo Tobi
ich glaube nicht dass ich versehentlich den ASCOM-Treiber benutzt habe, aber dennoch vielen Dank für deinen guten Hinweis, werde es im Hinterkopf behalten..

Viele Grüße
Martin
 
Habe ja in dieser Nacht noch ein paar Videosequenzen aufgenommen, bin noch nicht dazugekommen alle auszuarbeiten und durchzusehen, aber zumindest eine weitere Aufnahme von Jupiter vom 5.Oktober hänge ich hier noch an, diesmal mit 2 Monden mit etwas mehr Umgebung sozusagen, das Summenbild besteht auch hier aus extrem wenigen Einzelframes (74Frames).
Man kann beispielsweise zumindest erkennen, dass sich nach dem GRF (der sich gerade am linken Planetenrand verabschiedet) einige dunkle Spots am Südrand des SEBs und südlich davon gebildet haben, oder auch das sehr dünne feine Band (auf der Aufnahme eine zarte orangefarbene Linie) weit in der nördlichen gemäßigten Zone (also zwischen NEB und der nördlichen polaren Zone)
Links ist Ganymed und rechts von Jupiter Io zu sehen.
Hoffe es ist daher dennoch ansprechend...

Viele Grüße
Martin
 

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