Jupiter, 9.September (tolles Seeing)

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ThomasWinterer

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Hallo Planetenfans,

...habe mich doch heute Morgen dazu durchringen können nach unseren AME-Auftritt gestern und trotz dicker Füße, ein paar Jupitersequenzen aufzunehmen. Musste dazu aber erst heute Morgen, um kurz vor 5 den Newton neu justieren. Bei einem f/4 System kein Spaß! Dass die kollimation am Stern durch die DMK samt FFC Erfolg hatte, zeigen die Bilder.

Hier ein paar Daten:
Aufnahmezeit: 5:56 Uhr MESZ,
20" Newton f/4 , DMK21AU618, RGB-Filter, Verwendungsrate 50% von 1200 Einzelbildern pro Kanal. Das Bild ist ein RRGB.


Viele Grüße,

Thomas

Link zur Grafik: http://sky-win.de/app/download/5789458285/RRGB_09_09_2012_055654_g5_b3_ap81_final_3m.jpg
 
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Hallo Thomas,


einfach nur geil !!!! :respekt2:

Besser gehts kaum noch.

Gruß

Christian
 
Hi
HAMMERRRRRRRR...
Einfach Klasse

Gruss Claude :respekt:
 
Danke euch herzlich!

...wer mag, kann sich auf meiner Seite gerne mal ein kleines Skript (11 Seiten) herunterladen, wie ich das so anstelle mit der Videoastronomie. Voraussetzungen, Aufnahme, Stacken und anschließende Überlagern zum RGB.

Skipt Videoastronomie


Wäre nett, wenn ich dazu vielleicht die ein oder andere Rückmeldung bekäme, um dass ganze noch zu ergänzen und zu verbessern.

Viele Grüße,
Thomas
 
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Hallo Thomas,

ein fantastisches Jupiterbild ist dir da gelungen. Bei dem Seeing hat der 20 Zöller seine Auflösung grandios gezeigt.
Klasse finde ich auch dein Tutorial!! Kann dir zu 100% zustimmen.
Mache es genauso, nur stacke ich auch in Registax.

Vielen Dank für's Zeigen!

Viele Grüße Achim
 
Waaahhhnsinn!!!
Unglaublich tolle Aufnahme! So viele Details und wunderschöne Farben.

cs

Werner
 
Hallo Thomas,

ich als Deepskyler habe nicht so die Ahnung von der Planetenfotografie, ich schaue auch selten mal hier rein. Das Bild ist aber sensationell gut, da muss ich was dazu schreiben. Die Details und Farben sind gleichermassen beeindruckend wie natürlich. Eine klasse Mischung!

CS Frank

P.S. Ich habe selber gestern zwar nichts aufgenommen sondern nur assistiert, aber Seeingmässig war es auch bei uns in der Vulkaneifel eine Ausnahmenacht.
 
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Hallo Thomas,

klasse Bilder und ein sehr gutes Tutorial!

Ich nutze allerdings Avistack zum Stacken, aber auch Registax zum Schärfen und Fitswork zum Überlagern.

Schade, dass ich diese Nacht verpaßt habe....

CS
Ralf
 
Hallo zusammen,

recht herzlichen Dank für eure netten und motivierenden Reaktionen. Bin noch mitten in der Auswertung und liefere bald neue Ergebnisse.

Peter: Ich weiß nicht so recht, wie ich das mit dem Video anstellen soll, ohne dass die Qualität so schlecht wird, dass man es eigentlich nicht herzeigen, geschweige denn bearbeitn könnte. Die AVIs hat schon eine stattlich Größe.

Wenn du dafür eine Lösung hast, mache ich das natürlich gerne.

Viele Grüße,
Thomas

 
Hallo Thomas,

der ist aber echt super geworden... Auch Dein Tutorial finde ich sehr gut, ich hatte auch schon überlegt sowas zu schreiben, es ist einfach sehr interessant, wie jeder von uns doch etwas anders bei der Bearb eitung vorgeht und man lernt immer was neues dazu... Solche Transparenz finde ich klasse... :super:

Viele Grüße,
Maciek
 
Hallo Maciek,

herzlichen Dank für die nette Antwort. Weswegen sollte man auch die Erfahrung und das Wissen das sich über die Jahre angesammelt hat nicht angehenden Planetenfilmern zugänglich machen. Nur so entstehen interessante Diskussionen und eine Art Erfahrungsaustausch. Tolle Bilder ins Forum setzen ist die eine Sache.. Auch mal den Weg aufzeigen, wie so etwas gemacht wird, mit welchen Schwirigkeiten man zu kämpfen hat, ist eine andere. Im Grunde wird es jeder etwas anders machen und die Dinge so anpassen, wie es die Rahmenbedingungen und der eigene Geschmack zulassen. Einen Königsweg wird es sicher nicht geben, da die Rahmenbedingungen einfach zu unterschiedlich sind.

Freue mich auf jeden Fall, dass ich euren Geschmack getroffen habe und werde bei nächster Gelegenheit das Tutorial noch etwas ergänzen.

Herzliche Grüße,
Thomas
 
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Hallo zusammen!

Hier noch einmal eine reine RGB-Version die etwas später entstanden ist, als die obere RRGB-Aufnahme. Die Helligkeitsskalierung der einzelnen Kanäle zueinander habe ich Autostakkert überlassen, wobei diese Farbgebung entstanden ist. Habe daran nichts mehr verändert. Auch wurden alle Kanäle mit unterschiedlichen Waveletfiltern vorgeschärft und dann zum RGB zusammengesetzt. Habe mir erlaubt Io mit ins Bild einzufügen, der sogar ein paar Albedostrukturen zeigt. Calsky war hier behilflich..

Link zur Grafik: http://sky-win.de/app/download/5789521553/Ju_RGB_09_09_2012_060311Io_euro_ra.jpg

Viele Grüße,
Thomas
 
Hallo Torsten,

ganz herzlichen Dank für deine nette Antwort. Claudia war nicht dazu zu bewegen, um 4:45 Uhr mit aufzustehen. Sie hat noch nicht einmal gemerkt, dass ich weg war. Erst beim Frühstück kam dann die Frage, ob ich heute Nacht draußen gewesen bin und wie die "Ernte" war. Man soll ja nicht zu viel verlangen.

Irgendwie bist du ja immer mit dabei, wenn ich das Programm Firecapture öffne und einen Teil des Erfolges steht ganz klar dir zu ;-)

Da Peter ja gerne ein Video sehen wollte, habe ich jetzt einfach mal eine Sequenz herausgeschnitten und als separates AVI verlinkt. Es sind allerdings nur 64 vorzentrierte Einszelbilder. eine Bildbearbeitung wird damit nur schwer möglich sein, da es doch recht wenige sind.

R-Kanal AVI:

http://sky-win.de/app/download/5789535081/Test.avi

Viele Grüße
Thomas
 
Hallo Thomas,

vielen Dank für den Link auf einen Auschnitt aus Deinem Video. Damit konnte ich für mich nachvollziehen, dass meine Bildbearbeitung OK ist, aber mein Ausgangsmaterial leider nicht diese Detailfülle zeigt, die Du in Deinem Video hast. Selbst die wenigen Bilder in Registax gestackt und geschärft ergeben schon ein sehr, sehr gutes Bild!

CS
Ralf
 
Hi Thomas,

absolut spannende Aufnahme mit sehr vielen Details :)

CS,
Gerrit
 
Hallo Ralf, hallo Gerrit,

danke euch herzlich. Ralf, mein Teleskop ist sehr stark im roten Wällenlängenbereich und die Unzulänglichkeiten der großen Öffnung kommt hier am aller wenigsten zum tragen. Es muss bei mir hier am Standort schon exorbitant gutes Seeing herrschen, damit der Grün- und der Blaukanal da mithalten können. Das sieht man auch gut an der RGB-Sequenz oben. Da ist also noch ein wenig Potential vorhanden.

Das dies auch hin und wieder mal vorkommen kann, sollte man an dieser Sequenz hier vom 26.09.2011 erkennen können.

Jupiter 26.09.2011

Viele Grüße,
Thomas
 
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Hallo Thomas,

ich komme hier auf den Script Viedeoastronomie zurück, in meiner 1. Antwort auf die Schnelle leider nur als Video bezeichnet.

Diese Zusammenstellung gefällt mir sehr gut. Einige Punkte werde ich bei meinen nächsten Arbeiten beachten. So werde ich die Zentrierung im Firecupture probieren. Auch der Hinweis für das Einstellen des Planetenscheibchen mit hohem Gamma und anschließendem Fokusieren scheint mir praktikabel.

Jeder hat seine eigenen Methoden, einheitliches vorgehen wird es nicht geben. Nach meiner Kenntnis und Erfahrung habe ich einige Anmerkungen zum Script:

Das Teleskop solte eine Taukappe, möglichst beheizbar haben und alle reflektierenden Flächen dämpfen, z. B. mit Vilourfolie auskleiden. Ich habe auch meine Barlowlinse damit behandelt und eine kleine Blende eingebaut.

Das Stakken erfolgt bei mir mit AutoStakkert, Giotto ist für Jupiter sicherlich nicht günstig. Schärfen, Farben einzeln verschieben und in Größe ändern geht aber mit Giotto sehr gut.
Avistack habe ich im automatischen Betrieb auch verwendet, weiter kenne ich mich mit diesem Programm nicht aus.

Beim Schärfen in Registax bleibt der Layer 1 unberührt. Ich beginne mit Layer 2 und verwende auch manchmal bis Layer 6. Die Werte Denoise stelle ich höher ein, bis etwa max. 0.4 bei Layer 2.

Zum Aufnehmen verwende ich folgende Reihenfolge: G-R-B. Damit habe ich die schärften Aufnahmen (meistens R-Filter) in der Mitte der Beobachtungszeit. Für gute Aufnahmen solte RGB genügen und die natürlichsten Farben ergeben. Manchmal ist R-RGB oder RG-RGB dann kräftiger.

Bei Fitswork ist nach Beschreibung der Ausrichtmodus auf Kreuzkorrelation und nicht auf Helligkeitsschwerpunkt (für Sterne) zu setzen (Symbol kleines Quadrat mit diagonaler Teilung). Dann setze ich selten den Weißpunkt, immer aber den Schwarzpunkt auf eine Stelle neben Jupiter.

Wichtig: Zum Bearbeiten und Betrachten der Bilder sollte man einen nicht zu kleinen Abstand zum Monitor wählen.

Das Script würde ich noch mit folgenden Punkten ergänzen:
Sekundengenaue Uhrzeit für die Aufnahme verwenden. Physische Ephemeriden (Durchmesser, Phasenwinkel, Zentralmeridiane usw.) angeben. Die Bildorientierung (z.B. Norden oben) angeben. Diese Angaben erleichtern eine Auswertung und Ausmessung, wie z.B. mit WinJupos von Grischa Hahn.

Vielleicht sind diese kurzen Bemerkungen ganz nützlich.


 
Hallo Karl-Heinz,

danke dir für die sehr ausführliche Antwort mit tollen Anregungen. Einige Ideen finde ich sehr interessant, zum Beispiel die Reihenfolge der Kanäle während der Aufnahme. Ich muss zugeben, ich habe da immer bei R angefangen und nie darüber nachgedacht. So wie du es schreibst macht es aber sinn! Die Frage stellt sich natürlich immer, zu welchem Zweck man seine Bilder erstellt. Wer es gerne wissenschaftlich mag, wird seinen Aufnahme mit vielen Informationen ausrüsten. Wer einfach nur Detailreiche und nette Bilder machen möchte, der macht das vielleicht anders. Ich würde das jetzt nicht unbedingt in ein Tutorial hineinschreiben, das der Methodik der Bildgewinnung gewidmet ist. Bei Gelegenheit ergänze ich ncoh ein paar Dinge, die wichtig sind.

Herzlichen Dank,

Thomas
 
Hallo,

was soll man dazu noch sagen: einfach brachial gut!
Man merkt hier die schiere Öffnung, wenn das seeing wie auf diesen Aufnahmen mitspielt.
Und einen perfekten Workflow nach der Aufnahme - Glückwunsch.

Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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Juniper Hill Observatory

Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
D-93096 Köfering

Die Astroseite: www.N-T-L.de
Die Sternwarte: sternwarte.N-T-L.de
Die Mailadresse: ntl.observatory (at) freenet.de
 
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