Jupiter am 24. und 28.09

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IngoHeide

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Auch wenn ich mit meinen Bildern längst nicht mithalten kann mit dem, was hier sonst geboten wird - hier mal zwei neue Jupiters von mir:

1) Jupiter mit GRF am 24.09.2011 gegen 02:00 MESZ
Link zur Grafik: http://www.heidei.de/fotos/jupiter/Jupiter_RGB_201109240200.jpg

2) Jupiter mit Oval BA am 28.09.2011 um 01:30 MESZ
Link zur Grafik: http://www.heidei.de/fotos/jupiter/Jupiter_RGB_201109280130.jpg

Beide Bilder entstanden mit meiner DMK21 mit einer TeleVue 4x PowerMate an meinem Vixen R200SS mit Baader-RGB-Filtern.
- R,G,B jeweils 1000 Bilder bei 1/77 sec, 60 fps,
- gestackt mit Giotto, 20% Verwendungsrate,
- geschärft mit Giottos Mexican-Hat-Filter,
- zusammengesetzt in Fitswork,
- keine weitere Bearbeitung.

Das da oben sind von der Bearbeitung die ersten "Schnellschüsse", ich werde die Bilder in Bälde nochmal den ganzen Prozess durch bearbeiten, ich habe im Moment einen Bearbeitungsstau, weil ich bei dem schönen Wetter Urlaub hatte, fast jede Nacht draußen war (Großen Dank an die Toleranz meiner Frau !!) und jetzt so Einiges auf Halde liegt - leider auch so Einiges schlecht kollimiertes :-(

Herr Fremerey, ich habe mich mal an ihren Rat gehalten und liege jetzt bei f/16 - das hat sich in den Belichtungszeiten deutlich bemerkbar gemacht. Leider habe ich mit 60 fps das Zwiebelschalen-Phänomen (siehe das Bild vom 28.09.)

Für meinen Geschmack könnten die Bilder jetzt etwas größer sein ...

Ich hatte hier über das möglicherweise verschwindende Oval BA gelesen - am 28.09. jedenfalls war es noch ganz schön deutlich.

Ich freue mich schon auf Kritik und Anregungen !

Gruß aus Köln
Ingo Heide

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von IngoHeide:
Leider habe ich mit 60 fps das Zwiebelschalen-Phänomen (siehe das Bild vom 28.09.)
Hallo Ingo,

Der ICX098 Kamerachip kann laut Sony-Datenblatt nur mit maximal 30 fps sauber ausgelesen werden. Einige Autoren benutzen inzwischen die neue DMK21 mit dem ICX618, der kann anscheinend 60 fps ohne Zwiebelringe. Ich benutze die Chameleon mit nur 24 fps bei f/11, das geht auch ohne Zwiebelringe.

Zitat von IngoHeide:
Für meinen Geschmack könnten die Bilder jetzt etwas größer sein ...
Man kann ja ohne weiteres nachvergrößern. Mit "AutoStakkert!" bekomme ich gleich ein 1,5-fach vergrößertes Bild heraus. Das lohnt sich aber nur, wenn das Videomaterial brauchbar ist. Bei Deinen Aufnahmen scheint mir die Justierung nicht optimal gewesen zu sein. Das Seeing war nämlich am 24. 9. einigermaßen ok in der Gegend, jedenfalls hier in Bonn.

Bin gespannt auf weitere Ergebnisse aus Deinem R200SS. Mit f/4 wird das Instrument wohl seltener in der Planetenfotografie als im Deep-Sky-Bereich eingesetzt. Es sollte aber bei guter Justierung gewiss auch hoch aufgelöste Planetenbilder liefern können. Die Hauptspiegel in Cassegrainsystemen haben ja noch deutlich höhere Öffnungsverhältnisse.

Gruß, Jan
 
Hallo Ingo,
das sieht gut aus. Jede Menge an Deatils.
Ich finde, dass Du solche Bider jederzeit hier zeigen solltest.
Klar machen andere "bessere" Bilder, aber geht es nicht vielmehr auch darum, aus seiner Optik und Kamera das beste herauszuholen?

Zum Thema Zwiebelringe: Woran liegt es eigentlich?
Ich kann mir nicht erklären, wie ein Hersteller behaupten kann,
dass ein Sensor nur bis 30fps ohne Artefakte ausgelesen werden kann, wenn es bei 60 fps auch geht, denn der Sensor weiß nichts von Komprimierung.
?)
Habe bei meiner ToU Cam normalerweise bei 10fps keine Ringe,
aber letztens doch.

Gut geholfen hat bei der Bearbeitung Registax mit der Funktion
Dering Bright side. Probier das mal.

VG
Carsten
 
Zitat von moos:
Zum Thema Zwiebelringe: Woran liegt es eigentlich? Ich kann mir nicht erklären, wie ein Hersteller behaupten kann, dass ein Sensor nur bis 30fps ohne Artefakte ausgelesen werden kann, wenn es bei 60 fps auch geht, denn der Sensor weiß nichts von Komprimierung.
?)
Hallo Carsten,

Die Zwiegelringe sind typischerweise entlang der längeren Seite des Kamerachips gestaffelt und entstehen offenbar beim Auslesen der Kamerazeilen. Die Auslesegeschwindigkeit ist begrenzt. Sony spezifiziert den ICX089 Chip mit maximal 30 fps. Bei 60 Hz liegt TIS demnach außerhalb der Spezifikation und man kann sich deshalb über Artefakte nicht allzusehr wundern.

Die Sache hat bei den TIS-Kameras nichts mit Kompression zu tun, da die Bilddaten unkomprimiert ausgelesen werden.

Man sollte daran denken, dass wir mit dem Stacken viel näher an der Rauschgrenze arbeiten und damit viel empfindlicher auch Artefakte sichbar machen als "normale" Anwender. Bei der üblichen Anwendung solcher Kameras in der Überwachung von industriellen Produktionsprozessen spielt das Verhalten an der Rauschgrenze gewiss eine viel geringere Rolle, und für solche Prozesse sind die Kameras in erster Linie ausgelegt.

Gruß, Jan
 
Hallo Ingo
Ich hatte bei den letzten Aufnahmen im September auch das Problem mit den Artefakte.
Ich habe die DMK 618, und ich habe festgestellt, dass diese bei der Belichtung mit gleicher fps und Belichungszeit enstehen.
Probier also mal aus z.B. 30fps und 1/64 oder 60fps und 1/128, du wirst sehen, dann hast du dieses Problem nicht mehr.
Grüsse
Peter
 
Grüß Dich, Peter,

vielen Dank für den Tip ! Ich habe inzwischen etwas herumprobiert und festgestellt, dass auch bei z.B. 60 fps und 1/92 sec (diese komischen Zeiten bei IC Capture !) oder 1/185 sec die Artefakte entstehen. Bei 30 fps entstehen sie nicht, also habe ich mich für Jupiter jetzt auf RGB mit 900 Bildern pro Kanal festgelegt - Bilder folgen !

Schöne Grüße,
Ingo
 
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