Jupiter am 28.11. mit neuer Planetenkamera

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Lotz

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Hallo Planetenfreunde,

am 28.11. konnte meine neue Planetenkamera bei gutem aber nicht perfektem seeing
Ihre Feuertaufe bestehen.

Knapp nach 19 Uhr - bevor der Nebel hochzog - nutzte ich die Gelegenheit, meine neue Kamera
im 10bit-Modus auf Jupiter loszulassen, der dankenswerterweise sogar den GRF in Position gebracht hatte.

Da die neue Kamera auch von der Framerate relativ fix ist, legte ich mich mal auf 1250 frames pro Kanal (L,R,G,B)
fest, wobei dieses Bild ein reines RGB ist.

Link zur Grafik: http://sternwarte.n-t-l.de/index_htm_files/353.jpg

Das Bild ist am 7,5"-Astrographen meiner Sternwarte entstanden.

Auf meiner neuen Planeten-Galerie
finden sich weitere Erläuterungen zu Aufnahme und Bildbearbeitungsworkflow.


Viele Grüße,


Markus


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Markus A. R. Langlotz
Dr.-Bruno-Sahliger-Str. 8
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Die Mailadresse: ntl.observatory at freenet.de



 
Moin.
Auflösung und Rauscharmut sind doch klasse. Ich denke, für einen 7,5-Zöller bist Du da schon in Grenzbereiche vorgestoßen. Mehr geht nur noch bei Super-Seeing und bis ins Detail ausgefeilter Bearbeitungstechnik. Da ich mit meinem Starfire 7-Zöller in ähnlicher Liga liege, müsste ich Vergleichbares herausbekommen können. Leider scheint das mit der DMK31 nichts zu werden, da muss wohl auch erst eine neue 618er her...
LG
Rudolf
 
Hallo Herbert,

genau auf diesen Kommentar hatte ich von irgendjemanden gewartet, das mußte kommen. :krank:
Das mit den CMOS ist ein altes Klischee aus Webcamzeiten.
Ich bin als Elektronikentwicklungsingenieur mit Bezug zu Displays, Bildverarbeitung und Optik etwas mehr mit der Materie vertraut:
CMOS waren ursprünglich von der Chiptechnolgie billger, mit großen Strukturbreiten und weniger nutzbarer optischer Fläche ging das einher mit tendenziell mehr Ruaschen und weniger Dynamik. Da grade billige WEebcams diese CMOS einsetzten, und natürlich auch der Rest der Signalverarbeitung eher billig designed war, war deren performance naja, low end eben.
Mit Verkleinerung der Lithografiestrukturbreiten wurde auch die Nutzbare optische Fläche der Fotodioden besser, und somit stiegen Chipdynamik und Ruaschabstand. Die integrierten ausleseverstärker in den Pixeln ermöglichen es besser, ROI zu selektieren und grade Hochgeschwindigkeitsaufnahmen (Video,am Planeten zB) ohne rolling shutter oder smear Effekte zu realisieren. Ein vernünftiger, moderner CMOS, wie in der ALccd5 oder der 5V, die sogar mit 10bit-Datentiefe direkt fits auf die Platte spulen kann, hast Du keinen Nachteil mehr gegenüber einem vergleichbaren CCD.
Die DMK 21 mit dem 618er Chip habe ich auch angeschaut und mich nicht nur wegen des nichtmal halb so hohen Preises für die 5V entschieden.

Ich kenne Rohvideos der "alten" DK21, und die hatten deutlich mehr Rauschen als die meiner ALccd5. Die der 5V sind mindestens genauso rauscharm.

Gruß

Markus


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Wie weiter unten gesagt,

überleg Dir die 618er DMK. Die 5V kostet netmal die hälfte, bringt auch 60fps, arbeitet mit 10bit auch direkter Datenausgabe, was will man mehr?

Gruß

Markus


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Hallo Markus!

Vielen Dank für die Information. Bin nämlich nicht immer am
neuesten Stand. Ein Test würde mich schon reizen.
Frage: Kann man auch ein ROI auswählen?

Viele Grüße: Herbert
 
Aber natürlich,

eine der Stärken von CMOSS :-)

Vordefiniert sind 400x400 und dann die Viertel oder halbe Auflösung

Gruß

Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
UPDATE: LRGB mit niedrigerer Verwendungsrate

UPDATE v. 11.12.11:

Ich habe das Videomaterial nochmals mit 40% Verwendungsrate gerechnet, somit also 4x400 frames zu einem L-RGB verrechnet, wodurch sich ein etwas knackigerer Schärfeeindruck ergibt. Die Farbbalance habe ich versucht, etwas neutraler, weniger rötlich hinzudrehen.

Hier also das neue Resultat:

Link zur Grafik: http://sternwarte.n-t-l.de/Bilder/Jupiter_4567_40_LRGB_cr_sh1_ps.jpg

Hinweise und Kritik/Anregungen zu der neuen version sind wie immer erbeten, man will ja schließlich was lernen.

Schönen Sonntag noch,

Markus



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