Jupiter am 3.2.2025 - eine Übersicht

moelle

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Hallo,
nach vier Jahren Planetenabstinenz habe ich wieder versucht, mit meiner Ausrüstung brauchbare Ergebnisse zu erhalten. Nach etlichen Experimenten mit unterschiedlichen Parametern habe ich das angehängte Ergebnis erhalten. Die Bildgewinnung erfolgte mit FireCapture, die Verarbeitung fast vollständig mit Lucien AstroSurface 4 und ein bisschen PixInsight, um die Bilder in der Helligkeit aufeinander abzustimmen.

Viele Grüße
moelle
 

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Hallo Roland,

das ist ja interessant: Der 3D-Effekt stellt sich nicht nur bei einem, sondern gleichzeitig bei fast allen Bildern ein. Vielen Dank für den Tipp!

moelle
 
Hallo modelle
Mir gefällt es das du uns die unterschiedlichen Zeiten vom Ausbruch beim jupiter zeigst . Nun kann man sich gut vorstellen wie lang die Ausdehnung ist .
Schreib uns doch mal etwas von deiner Ausrüstung und von den Parameter.

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

Zunächst zu meiner Ausrüstung. Für DeepSky nutze ich einen 10"/f4-Newton, da der Kamerasensor aber sehr empfindlich auf Verkippungen reagiert, habe ich wenig Interesse, die Kamera für Planetenaufnahmen zu tauschen. Ich habe daher mit einem Celestron EdgeHD 800 fotografiert. Hinter dem eingebauten Korrektor befindet sich ein Baader Flipmirror, dann der Baader FlatField-Fluorid-Converter, ein UV-Filter und dann die Zwo Asi385MC. Da in meiner Teleskophütte nur Platz für eine Säule ist, wird das C8 von einer (mobilen) Avalon M-Uno nachgeführt.
Die Bilder wurden bei heftigem Oversampling (f/25) aufgenommen. Ich habe systematisch mit unterschiedlichen Belichtungszeiten von 0,5ms bis 20ms experimentiert. Den Gain habe ich bei Tests einmal so gewählt, dass das Histogramm bei ca. 70% lag, ein anderes Mal konstant gelassen (90% Histogramm bei 20ms). Als ROI habe ich 400x400px gewählt, und mit 200fps bis 50fps jeweils 30s aufgenommen. Die Aufnahmen mit 2ms und kürzer haben zu deutlich schlechteren Ergebnissen geführt, zwischen 5ms und 10ms war kein großer Unterschied festzustellen. In Momenten ruhiger Luft lieferten 20ms gute (Einzel-)Bilder, da ich oberhalb von Hausdächern aufnehme, waren es aber zu wenige. Eine Belichtungszeit von etwa 8ms bei einem Gain von ca. 360 (60%) war im Allgemeinen gut brauchbar.

Ich habe jeweils fünf Sequenzen von 30s unmittelbar nacheinander aufgenommen und je 800 von 4000 Einzelbildern mit AstroSurface gestackt und anschließend Wavelets-Filter angewendet. Diese fünf bearbeiteten Bilder habe ich in WinJupos derotiert (sodass jedes Bild einen Zeitraum von 150s umfasst) und die Helligkeit der einzelnen Summenbilder mit LinearFit in PixInsight aufeinander abgestimmt. Nicht alle Filme sind in der Übersicht enthalten, insgesamt wurden ca. 1,2 Millionen Einzelbilder aufgenommen...

Viele Grüße
Moelle
 
Hallo Moelle,

sehr schöne Ausbeute und eine tolle Übersicht des Schattendurchgangs.
Da hast du aber Ausdauer bewiesen.

Eine Belichtungszeit von etwa 8ms bei einem Gain von ca. 360 (60%) war im Allgemeinen gut brauchbar.
Ist auch meine Erfahrung, gain auf mittlere Werte und Belichtungszeit bei mir um die 6ms.
Allerdings versuche ich ohne Derotieren auszukommen und nehme pro Avi um die 60s. auf. von den ca. 7000-8000 Frames stacke ich anschließend mit autostakkert 40 %.

Gruß,
Holger
 
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