Martin_Wylicil
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Hallo Astrofreunde,
habe heute mal in der ersten freien Nacht nach Spiegelausbau und -Reinigung den Jupiter beobachtet. Nachdem ich vor einer guten Woche in Dänemark das ERSTE MAL den GRF gesichtet hatte, wollte ich das heute hier im (helleren) Sauerland wiederholen (in Lüdenscheid, der STADT DES LICHTS!!). Außerdem zeigten mir meine PC-Simulationsprogramme, wann Io am Jupiterrand hervortreten sollte...
Bei -2 Grad Celsius und 62 % Luftfeuchte hatte ich das Rohr (12 Zoll Newton, 1500 mm Brennweite, auf Dobson-Montierung) 2 Stunden zuvor schon bei leichtem Schneefall rausgestellt, in der Hoffnung, der Himmel würde später noch aufklaren, wenn das Teleskop dann "schön kalt" ist. Und so kam es!!
Den Jupiter habe ich mir mit folgenden Okularen angeschaut: William Optics UWAN 82 Grad 7 mm; Televue Radian 8 mm; Hyperion 3,5 mm, ICS Plössl 9 mm, Skywatcher LET 5 mm und dann auch ICS Plössl 9 mm mit 2-fach Barlow.
Schön war der GRF zu sehen, allerdings blass-gräulich, fast weißlich im braunen Band. Habe mal verschiedene Farbfilter ausprobiert, die machten schöne Farben, aber keine Kontrastverbesserung oder Detailverbesserung, habe ich wieder weggepackt.
Unverständnis hatte ich, als ich dann Io am rechten Jupiterrand erwartete, aber er kam und kam nicht.... hatte sich meine Simulation geirrt? Und dann, ganz plötzlich, war er da - aber schon ein Stückchen vom Jupiter entfernt. Erst habe ich es nicht verstanden; aber wahrscheinlich war Io zunächst, nachdem er hinter dem optischen Jupiterrand hervortrat, noch eine Weile im Jupiter-Schatten nicht zu sehen, das könnte es erklären - was meint Ihr?
Von den Okularen war ich enttäuscht vom Hyperion 3,5 mm, da trotz der Vergrößerung schlechte Detailansicht. Sehr gut habe ich Strukturen differenzieren können mit dem 7 und 8 mm; unter anderem auch helle, längliche Strukturen in den dunklen Bändern. Besonders gut schnitt dann das 9 mm Plössl mit und ohne 2-fach Barlow ab - die Strukturen waren klasse, so viel habe ich noch nie auf Jupiter differenzieren können.
Die Kälte hat mich schließlich reingetrieben - aber es war begeisternd, den großen so lange in toller Detailansicht betrachten zu können. Gleich geht´s nochmal raus, wenn die Zehen wieder spürbar sind...
Gruß und CS,
Martin
habe heute mal in der ersten freien Nacht nach Spiegelausbau und -Reinigung den Jupiter beobachtet. Nachdem ich vor einer guten Woche in Dänemark das ERSTE MAL den GRF gesichtet hatte, wollte ich das heute hier im (helleren) Sauerland wiederholen (in Lüdenscheid, der STADT DES LICHTS!!). Außerdem zeigten mir meine PC-Simulationsprogramme, wann Io am Jupiterrand hervortreten sollte...
Bei -2 Grad Celsius und 62 % Luftfeuchte hatte ich das Rohr (12 Zoll Newton, 1500 mm Brennweite, auf Dobson-Montierung) 2 Stunden zuvor schon bei leichtem Schneefall rausgestellt, in der Hoffnung, der Himmel würde später noch aufklaren, wenn das Teleskop dann "schön kalt" ist. Und so kam es!!
Den Jupiter habe ich mir mit folgenden Okularen angeschaut: William Optics UWAN 82 Grad 7 mm; Televue Radian 8 mm; Hyperion 3,5 mm, ICS Plössl 9 mm, Skywatcher LET 5 mm und dann auch ICS Plössl 9 mm mit 2-fach Barlow.
Schön war der GRF zu sehen, allerdings blass-gräulich, fast weißlich im braunen Band. Habe mal verschiedene Farbfilter ausprobiert, die machten schöne Farben, aber keine Kontrastverbesserung oder Detailverbesserung, habe ich wieder weggepackt.
Unverständnis hatte ich, als ich dann Io am rechten Jupiterrand erwartete, aber er kam und kam nicht.... hatte sich meine Simulation geirrt? Und dann, ganz plötzlich, war er da - aber schon ein Stückchen vom Jupiter entfernt. Erst habe ich es nicht verstanden; aber wahrscheinlich war Io zunächst, nachdem er hinter dem optischen Jupiterrand hervortrat, noch eine Weile im Jupiter-Schatten nicht zu sehen, das könnte es erklären - was meint Ihr?
Von den Okularen war ich enttäuscht vom Hyperion 3,5 mm, da trotz der Vergrößerung schlechte Detailansicht. Sehr gut habe ich Strukturen differenzieren können mit dem 7 und 8 mm; unter anderem auch helle, längliche Strukturen in den dunklen Bändern. Besonders gut schnitt dann das 9 mm Plössl mit und ohne 2-fach Barlow ab - die Strukturen waren klasse, so viel habe ich noch nie auf Jupiter differenzieren können.
Die Kälte hat mich schließlich reingetrieben - aber es war begeisternd, den großen so lange in toller Detailansicht betrachten zu können. Gleich geht´s nochmal raus, wenn die Zehen wieder spürbar sind...
Gruß und CS,
Martin