Ehemaliges Mitglied
Hi,
ist schon lustig wie manchmal verschiedene "Ereignisse positiver und negativer Art"
zusammenwirken, eigene Ideen, Inspiration durch Präsentationen anderer hier (dass ist ja u.a. wohl auch der Sinn diese Forums) und ungeplante Pannen. Schon länger treibt mich der Gedanke um, die differentielle Rotation sowie den Drift einzelner Objekte auf Jupiter mal genauer zu betrachten. Am Morgen des 11.08 hatte ich das aber noch nicht wirklich auf dem Schirm, die Zeitspanne zw. Jupiteraufgang hinter einem Nachbarhaus und Sonnenaufgang ist noch recht kurz. Ich wollte einfach nach der ersten Aufnahme noch ein 2. RGB Set machen, aber Probleme mit meinem wackeligen El-Cheapo Setup kamen dazwischen, dann kamen auch noch Software Hangs, zum Mäusemelken, x mal wd. von vorne anfangen, hmmpf. Zum Schluss war es schon taghell, die Sonne vermutlich schon aufgegangen (auch hinterm Nachbarhaus...) , Jupiter mit blossem Auge nicht mehr zu sehen, und trotzdem klappte als letzte des 2. Sets sogar noch die Blaukanal-Aufnahme. Es lagen ca 1 h zwischen den Aufnahmen, viel länger als urspr. gedacht.
Später am Tag sah ich in der Galerie hier @TorstenHansen s Bild jupiter-11-08-2024-animation mit den angefügten Erklärungen zur Sichtbarkeit der differentiellen Rotation vor allem anhand kleiner Ovals. Ansicht/Aufnahmezeitpunkt war m.o.w. zeitnah zu meiner.
Also nahm ich mir meine Daten mal dahingehend vor. Die erste Schwierigkeit war, den 2. Tag-Juppi so farblich abzumischen, dass beide Bilder ungefähr ein gleiches Erscheinungsbild zeigen. Erstaulich, was die Gimp Color Curves dabei leisteten
. In der vollen Ansicht der Planetenkugel spielen natürlich Perspektiveffekte eine Rolle, um die 'rauszurechnen habe ich mit WinJUPOS zyl. Map-Segmente erzeugt. Im letzten Schritt habe ich diese dann hinsichtlich Helligkeit/Kontrast weitgehend angeglichen, um sie in einer 2-Bilder Wechselanimation zu überlagern. Das Auge lässt sich dabei gerne von Störeffekten wie leicht unterschiedlichen Farben, Helligkeiten, Detail-Levels etc ablenken. Mehrere Bilder aber komplett einheitlich hinzubekommen in Sachen Schärfung und Farbe ist aber in der Praxis gar nicht so einfach.
Und hier jetzt das Ergebnis:
Bzgl des GIFs ist noch anzumerken, dass das Format einen indexierten Farbraum verlangt, worunter die Qalität nochmal spürbar leidet.
Tja, und nu ?????
Hier gilt wohl mal wieder: Man muss es auch sehen wollen
. Es bewegt sich 'was, neben manchen Gekräusel vor allem zwei der sichtbaren 3 kleinen hellen weissen Spots. Einmal der am unteren Rand des NEBs, und einmal der auch von @TorstenHansen erwähnte Spot linkes unterhab von Oval BA (auf der Map unten, bei ca 240°). Lustigerweise ist aber der Effekt genau umgekehrt wie von T. beschrieben, der Spot scheint näher ans Oval BNA ranzurücken. Spooky .. Hmm ??? Die Map ist für System2 gerechnet, (NEB/SEB), die EZ rotiert ja schneller, von daher ist die Bewegung des weissen Spots am unteren NEB-Rand zumindest plausibel. Aber ob es doch nicht nur ein Effekt der Ungenauigkeit ist, lässt sich ehrlicherweise nicht sagen. (Bei der ersten Aufnahme lag der Bereich ziemlich weit vom ZM entfernt, was sich negativ bei der Map-Erstellung auswirkt.)
Nur 1 h Unterschied sind wohl doch zu gering, um wirklich verlässlich Drift und Diff. Rotation abzubilden (mit 6" Optik wohlgemerkt, mit grösseren Eimern geht sicher mehr).
Aber die Saison hat ja erst angefangen, die Nächte werden wd. länger, und Jupiter beginnt seine Show Live on Stage erst, da kommen auf jeden Fall noch bessere Gelegenheiten.
VG CptB
ist schon lustig wie manchmal verschiedene "Ereignisse positiver und negativer Art"
Später am Tag sah ich in der Galerie hier @TorstenHansen s Bild jupiter-11-08-2024-animation mit den angefügten Erklärungen zur Sichtbarkeit der differentiellen Rotation vor allem anhand kleiner Ovals. Ansicht/Aufnahmezeitpunkt war m.o.w. zeitnah zu meiner.
Also nahm ich mir meine Daten mal dahingehend vor. Die erste Schwierigkeit war, den 2. Tag-Juppi so farblich abzumischen, dass beide Bilder ungefähr ein gleiches Erscheinungsbild zeigen. Erstaulich, was die Gimp Color Curves dabei leisteten
Und hier jetzt das Ergebnis:
Bzgl des GIFs ist noch anzumerken, dass das Format einen indexierten Farbraum verlangt, worunter die Qalität nochmal spürbar leidet.
Tja, und nu ?????
Hier gilt wohl mal wieder: Man muss es auch sehen wollen
Nur 1 h Unterschied sind wohl doch zu gering, um wirklich verlässlich Drift und Diff. Rotation abzubilden (mit 6" Optik wohlgemerkt, mit grösseren Eimern geht sicher mehr).
Aber die Saison hat ja erst angefangen, die Nächte werden wd. länger, und Jupiter beginnt seine Show Live on Stage erst, da kommen auf jeden Fall noch bessere Gelegenheiten.