Ehemaliger Benutzer (7840)
Hallo Sternfreunde,
heute mal wieder ein kleiner Beobachtungsbericht von mir.
Es stand bei mir Jupiter auf dem Programm. Das Wetter war so wechselhaft, dass ich mich erst eine Stunde vor dem geplanten Beginn für eine Beobachtung und damit zum Aufbau der Geräte (Skywatcher Mak 90/1250 mm auf NEQ-3) entschied. Nach einer Stunde Auskühlzeit stand Jupiter in der späten Abenddämmerung um 17h45m kurz nach der Kulmination von meinem Balkon aus in idealer Beobachtungsposition.
Also, mit dem 25 mm-Okular den Jupiter zentrieren, kurz den Anblick der Monde-Perlenschnur genießen und dann zur 139-fachen Vergrößerung mit dem Baader Ortho 9 mm-Okular wechseln. Jupiter zeigte sich bei gutem Seeing schön strukturiert, und die Galileischen Monde zeigen einen perfekten, konzentrischen Beugungsring! Die atmosphärischen Bedingungen sind also fast perfekt, nur ab und an ziehen kaum merkliche Schleier am Planeten vorbei.
Ein Griff zum Sims, auf dem das Zeichenbrett mit Bleistift liegt. Was sehe ich da??? Während der Auskühlphase hat ein Vogel doch tatsächlich seine Hinterlassenchaften einen halben Meter neben die Meniskuslinse des Maksutov fallen lassen *Herzstillstand*. Noch mal Glück gehabt.
Jupiter war sehr detailliert: Drei Bänder waren zu erkennen. Der GRF war gerade am Westrand des Planeten am Verchwinden, und das NEB zeigte an der Nordkante drei dunkle Knoten. Im SEB war zentral eine dunklere Stelle zu beobachten. Das gute Seeing macht halt eine Menge möglich. Die Farbabstufungen in den dunkleren Polarregionen waren so fein, dass sie sich zeichnerisch praktisch nicht darstellen ließen.
Mir kommt der Eindruck, dass in der Dämmerung bessere Planetenbeobachtungen möglich sind als bei absoluter Dunkelheit.
Nach dieser Zeichnung ging ich in die Wohnung, um mich für den später auf meinem Balkon sichtbar werdenden Mond zwischendurch aufzuwärmen. Ein paar Minuten später ging ich noch einmal raus. Leichter Schneefall hat eingesetzt. Also schnell die Schutzdeckel rauf und sofort abbauen. Schade. Auf der Meniskuslinse setzten sich bereits einige Schneeflocken ab, die aber in der Wohnung Gott sei Dank nur sehr schwache Rückstände hinterließen. Ein Glück, dass ich noch einmal rausging...
CS ud VG Christian
heute mal wieder ein kleiner Beobachtungsbericht von mir.
Es stand bei mir Jupiter auf dem Programm. Das Wetter war so wechselhaft, dass ich mich erst eine Stunde vor dem geplanten Beginn für eine Beobachtung und damit zum Aufbau der Geräte (Skywatcher Mak 90/1250 mm auf NEQ-3) entschied. Nach einer Stunde Auskühlzeit stand Jupiter in der späten Abenddämmerung um 17h45m kurz nach der Kulmination von meinem Balkon aus in idealer Beobachtungsposition.
Also, mit dem 25 mm-Okular den Jupiter zentrieren, kurz den Anblick der Monde-Perlenschnur genießen und dann zur 139-fachen Vergrößerung mit dem Baader Ortho 9 mm-Okular wechseln. Jupiter zeigte sich bei gutem Seeing schön strukturiert, und die Galileischen Monde zeigen einen perfekten, konzentrischen Beugungsring! Die atmosphärischen Bedingungen sind also fast perfekt, nur ab und an ziehen kaum merkliche Schleier am Planeten vorbei.
Ein Griff zum Sims, auf dem das Zeichenbrett mit Bleistift liegt. Was sehe ich da??? Während der Auskühlphase hat ein Vogel doch tatsächlich seine Hinterlassenchaften einen halben Meter neben die Meniskuslinse des Maksutov fallen lassen *Herzstillstand*. Noch mal Glück gehabt.
Jupiter war sehr detailliert: Drei Bänder waren zu erkennen. Der GRF war gerade am Westrand des Planeten am Verchwinden, und das NEB zeigte an der Nordkante drei dunkle Knoten. Im SEB war zentral eine dunklere Stelle zu beobachten. Das gute Seeing macht halt eine Menge möglich. Die Farbabstufungen in den dunkleren Polarregionen waren so fein, dass sie sich zeichnerisch praktisch nicht darstellen ließen.
Mir kommt der Eindruck, dass in der Dämmerung bessere Planetenbeobachtungen möglich sind als bei absoluter Dunkelheit.
Nach dieser Zeichnung ging ich in die Wohnung, um mich für den später auf meinem Balkon sichtbar werdenden Mond zwischendurch aufzuwärmen. Ein paar Minuten später ging ich noch einmal raus. Leichter Schneefall hat eingesetzt. Also schnell die Schutzdeckel rauf und sofort abbauen. Schade. Auf der Meniskuslinse setzten sich bereits einige Schneeflocken ab, die aber in der Wohnung Gott sei Dank nur sehr schwache Rückstände hinterließen. Ein Glück, dass ich noch einmal rausging...
CS ud VG Christian
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