Hallo und danke,
ich bin ja gar nicht so unzufrieden mit meinen Ergebnissen. Wenn ich zurückdenke wie ich angefangen habe …
Mit meiner Ausrüstung kann ich sicher nicht in der ersten Liga mitspielen aber es gibt eben physikalische, technische und vor Allem finanzielle Grenzen.
Mit 8“ ist die Auflösung halt begrenzt, ein SC Teleskop älterer Bauart wird keine nadelfeinen Strukturen liefern (soweit ich es gelesen habe), das händische Einstellen des Fokus bringt das Teleskop zum Wackeln und es ist sehr schwer zu beurteilen ob man nun den optimalen Fokus getroffen hat (obwohl mein neuer 1:10 OAZ jetzt mit einer Fingerspitze einstellbar ist) und beim händischen Filterwechsel wackelt es ebenfalls und so kann ich nicht so schnell hintereinander aufnehmen wie es eigentlich wünschenswert wäre …
Aber Steigerungen kosten Geld, auch die Folgekosten sind zu bedenken, mehr Öffnung gleich mehr Gewicht gleich stärkere Montierung (habe jetzt eine GP-D2) …
Natürlich hat das Seeing einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität der Aufnahmen, aber immer nur auf das optimale Seeing zu warten finde ich doch sehr frustierend. Auch bei nur „erträglichem“ Seeing muss man doch noch was aus den Aufnahmen herausholen können? Ich weiss nicht ob das Seeing hier an der Nordsee so viel oder so häufig schlechter ist als im Binnenland. Immerhin ist die Luft hier wesentlich sauberer und hier im Dorf ist es nachts wirklich dunkel (habe früher in der Nähe von Karlsruhe gelebt, der Unterschied ist wirklich heftig!). Das hat nicht direkt was mit dem Seeing zu tun, aber wenn das Lifebild auf dem Monitor klar und ruhig steht und Strukturen erkennbar sind kann das Seeing nicht sooo schlecht sein.
Das grösste Problem ist für mich noch die Bildbearbeitung. Ich probiere immer wieder mit den gleichen Rohbildern alle möglichen Programme und Mittelungs- und Schärfungs-Algorithmen aus mit Variation aller Parameter (ebenso wie ich bei den Aufnahmen immer variiere bei Duration, Shutter, Gain, Gamma…) und stelle nur fest, dass eigentlich jede Aufnahme individuell zu bearbeiten wäre, das nervt! Zwar sind die Unterschiede nur marginal, aber man erkennt sie. Im Augenblick benutze ich, allein schon weil es recht schnell geht, AutoStakkert und schärfe die conv-Bilder vor der RGB Kombination noch mit der Deconvolution-Funktion von Fitswork nach und zum Abschluss noch ein wenig „Kosmetik“ mit PS Elements.
Ich suche nach einem klar definierten Ablauf, vielleicht habt Ihr da Eure eigenen Vorgehensweisen? Allerdings bin ich auch bei den Programmen begrenzt, zum Beispiel liegen MAXIM oder das „richtige“ PS ausserhalb meiner finanziellen Reichweite.
Bezüglich Helligkeit: mein orginales Bild ist auch als jpg nicht so hell und etwas schärfer, das wird wohl bei der Darstellung im Forum leicht verändert. Ausserdem kommt es wohl auf den Monitor und dessen Einstellungen an, ich habe zwei Laptops plus einen exteren Monitor und auf jedem Bildschirm erscheinen die Bilder visuell etwas anders trotz Kalibrierung auf sRGB.
Beim ersten Teil meines Beitrags hat Torsten Hansen mir empfohlen, mal die einzelnen Rohbilder hier einzustellen, das tue ich jetzt mal, und zwar sind es die ungeschärften Ergebnisse von AutoStakkert; das geht nicht als tif, also sind die Bilder schon komprimiert.
Gruss
horst anders