Jan_Fremerey (verstorben)
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Vorgestern, am 8. September, zeigte der Wetter-Satellitenfilm einen klaren Himmelssektor von Südwesten in Richtung Eifel heranziehen. Obwohl noch einige Wolkenstreifen am Himmel standen, packte ich die Sachen ins Auto und fuhr zu meinem 40 Fahrminuten entfernten Beobachtungsplatz auf 600 m über NN in der Hocheifel.
Jupiter stand zwar deutlich höher als der zunehmende Viertelmond, aber immerhin doch an die acht Grad tiefer als bei meiner letzten Jupiteraufnahme im Juni 2006. Deswegen waren meine Ewartungen nicht allzu hoch. Aber ich wollte nach jahrelanger Benutzung meiner Micropix M640 von ccddirect.com erstmals auch die neue DMK am Jupiter ausprobieren.
Aufgrund der hier des öfteren diskutierten Frage der Aufnahmezeitdauer von Jupiter-Videos unter Verwendung eines RGB-Filterrads hatte ich zunächst gehofft, mit 60 fps (Bilder pro Sekunde) aufnehmen zu können. Dazu war aber Jupiter bei seinem niedrigen Stand am 6“-Refraktor doch nicht hell genug, und so blieb es bei 30 fps und jeweils etwa 30 s Aufnahmedauer pro Farbe.
Obgleich das Ergebnis nicht gerade spektakulär ist – etwa im Vergleich mit aktuellen Bildern anderer Autoren – zeige ich es trotzdem hier auch wegen der reizvollen Konstellation mit Io, nur wenige Minuten vor dessen Bedeckung. Auf der Ostseite naht in größerem Abstand Europa.
Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/ju_89082202MESZ_RGB1__fs+4_a.jpg
Um wenigstens einige charakteristische Oberflächenmerkmale herauszuarbeiten, musste ich bei der Datenauswertung schon recht dicht an die Rauschgrenze herangehen.
Hinsichtlich der Farbabstimmung ist mir aufgefallen, dass das Auge bei längerer Betrachtung, und wenn sich keine Vergleichsgegenstände im Blickfeld befinden, offenbar eine Art Weißabgleich vornimmt. So etwas kennt man ja auch sonst aus der täglichen Erfahrung. Jedenfalls erscheint mir das Bild auf Anhieb ein wenig „braunstichig“. Bei konzentrierter Betrachtung der Jupiterscheibe verschiebt sich jedoch der Farbeindruck innerhalb relativ kurzer Zeit und erscheint dann recht ausgewogen – so sehe ich es zumindest.
Gewiss sollte es möglich sein, den anfänglichen Braunstich der Abbildung durch entsprechende Farbmanipulationen auszugleichen. Das habe ich nun einerseits noch nicht zufriedenstellend hinbekommen. Andererseits frage ich mich aber auch, ob der Farbstich nicht den wirklichen Gegebenheiten entspricht. Schließlich zeigte der benachbarte Mond an dem Abend auch einen unverkennbaren Farbstich in derselben Richtung ...
Gruß, Jan
Jupiter stand zwar deutlich höher als der zunehmende Viertelmond, aber immerhin doch an die acht Grad tiefer als bei meiner letzten Jupiteraufnahme im Juni 2006. Deswegen waren meine Ewartungen nicht allzu hoch. Aber ich wollte nach jahrelanger Benutzung meiner Micropix M640 von ccddirect.com erstmals auch die neue DMK am Jupiter ausprobieren.
Aufgrund der hier des öfteren diskutierten Frage der Aufnahmezeitdauer von Jupiter-Videos unter Verwendung eines RGB-Filterrads hatte ich zunächst gehofft, mit 60 fps (Bilder pro Sekunde) aufnehmen zu können. Dazu war aber Jupiter bei seinem niedrigen Stand am 6“-Refraktor doch nicht hell genug, und so blieb es bei 30 fps und jeweils etwa 30 s Aufnahmedauer pro Farbe.
Obgleich das Ergebnis nicht gerade spektakulär ist – etwa im Vergleich mit aktuellen Bildern anderer Autoren – zeige ich es trotzdem hier auch wegen der reizvollen Konstellation mit Io, nur wenige Minuten vor dessen Bedeckung. Auf der Ostseite naht in größerem Abstand Europa.
Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/ju_89082202MESZ_RGB1__fs+4_a.jpg
Um wenigstens einige charakteristische Oberflächenmerkmale herauszuarbeiten, musste ich bei der Datenauswertung schon recht dicht an die Rauschgrenze herangehen.
Hinsichtlich der Farbabstimmung ist mir aufgefallen, dass das Auge bei längerer Betrachtung, und wenn sich keine Vergleichsgegenstände im Blickfeld befinden, offenbar eine Art Weißabgleich vornimmt. So etwas kennt man ja auch sonst aus der täglichen Erfahrung. Jedenfalls erscheint mir das Bild auf Anhieb ein wenig „braunstichig“. Bei konzentrierter Betrachtung der Jupiterscheibe verschiebt sich jedoch der Farbeindruck innerhalb relativ kurzer Zeit und erscheint dann recht ausgewogen – so sehe ich es zumindest.
Gewiss sollte es möglich sein, den anfänglichen Braunstich der Abbildung durch entsprechende Farbmanipulationen auszugleichen. Das habe ich nun einerseits noch nicht zufriedenstellend hinbekommen. Andererseits frage ich mich aber auch, ob der Farbstich nicht den wirklichen Gegebenheiten entspricht. Schließlich zeigte der benachbarte Mond an dem Abend auch einen unverkennbaren Farbstich in derselben Richtung ...
Gruß, Jan
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