Jupiter & Ganymed am 11.09.2010

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

TorstenEdelmann

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

Nachdem ich diese Nacht wettertechnisch eigentlich schon abgehakt hatte, klarte es in der Nacht zu Samstag doch noch auf, sodass ich eine längere Serie des Ganymed-Transits machen konnte. Wie es aussieht, war das erste Video gleich das Beste. Die anderen fallen qualitativ leider deutlich ab, ich werde trotzdem versuchen, noch eine Animation nachzureichen.

Link zur Grafik: http://www.wonderplanets.de/Jupiter/2010/Jup_110910_rgb_web.jpg

Link zur Grafik: http://www.wonderplanets.de/Jupiter/2010/Jup_110910_rrgb_web.jpg

Link zur Grafik: http://www.wonderplanets.de/Jupiter/2010/Jup_110910_rg_web.jpg

1300 von 4500/3500/3000 (R/G/B) Bilder addiert (AutoStakkert)
Schärfung mit Fitswork
Seeing: 5/10

Danke fürs Schauen und Beste Grüße,
Torsten
 
Hallo Torsten,

auch Du hast wieder sehr schönen produziert. Mach das auf jednen Fall mit der Animation. Durch die Bewegung der Bilder bekommen auch nicht so perfekte Einzelaufnahmen mehr Details. Ist zumindest mein Eindruck.

Super Details auf Ganymed. Das ist mir bisher noch nicht annäherungsweise gelungen. Ist das die gleiche Belichtung im IR wie Jupiter oder hast Du zwei Aufnahmen zusammengefügt?

Gruß,

Michael
 
Hallo Torsten,

Du hast ja sogar mit dem C9 noch Oberflächenmerkmale auf Ganymed abbilden können - sehr schön! Noch zwei Fragen: (1) Wie groß war der zeitliche Abstand zwischen den jeweils zu einem RGB verarbeiteten Farbaufnahmen? - (2) Wendest Du die Schärfungstools vor oder nach der Zusammensetzung der RGBs an?

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Jan,

Danke für Deine Antwort.

Zu (1) lt. Session-Log von 02:34:40 bis 02:38:10 als ca. 3min30s

Zu (2) Ich schärfe die einzelnen Kanäle immer vor dem Zusammensetzten. Manchmal kann es sein, dass ich noch minimal
in PS das RGB nachschärfe, aber das kommt sehr selten vor.

Du hast ja sogar mit dem C9 noch Oberflächenmerkmale auf Ganymed abbilden können
Mittlerweile bin ich bei Oberflächendetails etwas vorsichtiger, vor allem wenn der Mond wie in diesem Fall nicht vor der Scheibe steht. Der starke Kontrast zwischen schwarzem Hintergrund und der sehr kleinen Scheibe führen beim Schärfen schnell zu starken Artefakten. Ich habe deshalb oben Im Bild Ganymed separat weniger stark geschärft und ins Bild eingefügt.
Trotzdem weiss ich, dass ich mit meiner Ausrüstung Details auf Ganymed abbilden kann, denn die Transit-Aufnahmen wo Ganymed vor Jupiter steht, zeigen ebenfalls Details. Dort ist der Kontrastübergang deutlich schwächer und die Wahrscheinlichkeit der Artefakte geringer.

Gruß,
Torsten
 
Hallo Torsten,

danke für die Infos!

Zu (1): Die Zeiten kommen mir recht lang vor. Wie schaffst Du es dann, bei dem relativ großen Abbildungsmaßstab Ganymed und seinen Schatten noch so scharf abzubilden?

Zu (2): Interessant! Ich habe nämlich gerade von einem Astronomie-Profi gehört, dass die Ihre "grünen" und "blauen" Farbauszüge vor dem Zusammensetzen sogar künstlich verschmieren um bei den "RGBs" keine "roten" Farbsäume aufgrund des geringeren Auflösungsvermögens in diesem Wellenlängenbereich zu bekommen. Die Farb-Bezeichnungen habe ich in Anführungszeichen gesetzt, weil es sich dort um radioastronomische Aufnahmen handelt.

Im übrigen empfiehlt aber auch Torsten Hansen, zur Vermeidung von Farbverschiebungen möglichst erst nach der RGB-Zusammensetzung zu schärfen oder - besser noch - ein weich gezeichnetes RGB mit einem scharfen Luminanzbild zu kombinieren.

Gruß, Jan
 
Farben gut abgeglichen, schöne Strukturen und Details bis auch auf Ganymed.

Mit dem Schatten wirkt es sofort wie 3D.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben