Jupiter + Ganymed im 250er Mewlon

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Godzilla

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Hallo, auch von mir Jupiter und Ganymed am 03.10.


Link zur Grafik: http://www.sternenfreund.de/Astrobilder/Sonnensystem/Jupiter/Mewlon_Jupiter.jpg



Die LRGB Aufnahme wurde mit DMK und DBK gewonnen. Erst der Luminanzkanal mit der DMK dann schnell die DBK drangesteckt und den Farbkanal erstellt. Das Umstecken dauerte mit etwa 3 Minuten zu lange, so dass der Farbkanal nicht ganz Deckungsgleich geworden ist.
Verwendet habe ich ein 10" Takahashi Mewlon f12 mit Zeiss Abbe Barlow etwa 3fach. Dabei war ich wohl zu optimistisch etwas weniger Brennweite ( im Nachhinein ) wäre glaube ich besser gewesen. Da ich aber nicht genau das Maß der Abstandshülsen für die Abbe Barlow im Verhältniss zur Brennweitenverlängerung weiß, muss ich mich da Gefühlsmäßig ran tasten.
Auch bei der Bildverarbeitung mit Giotto muss ich noch üben.
Ansonsten war ich ziemlich happy, da ich seit Jahren versuche mit meinem 16er Newton so etwas halbwegs hin zu bekommen. Ich dachte immer ich hätte lokalbeding schlechteres Seeing als die anderen hier ( Durch Hausdächer ) Aber am Wochenende musste ich feststellen, dass die optische Qualität doch eine entscheidendere Rolle bei Planetenaufnahmen spielt als ich dachte.
Der Tak hängt zur Zeit huckepack am Newton praktisch als Leitrohr, und somit war mir ein direkter Vergleich möglich.
Beim Newton war bei etwa 6m Brennweite Schluß, da kam nur noch Geschmiere.
Spare jetz für neuen HS.... Das war die bittere Erkenntniss dieses Wochenendes für mich. Die gute Erkenntniss: Der Tak war keine Fehlinvestition.
Gruß
Andreas
 
Hallo Andreas
Zuerst einmal, Hut ab vor dieser Aufnahme, hier steckt ja eine Menge an Potential drin.
Hast halt viel an Bildqualität verschenkt, wegen der langen Belichtungszeit und bei f/12 brauchst du max. eine 2-fach Barlow.
Und dann eben der entscheidene Punkt, dass deine Optik sicher eine hochwertige ist, also ideal geeignet für die hochauflösende Planetenfotografie.
Klar ist der 16er anfälliger für das Seeing, aber es wird wie du schreibst an der Optik liegen, hast einmal den Stern im Fokus angeschaut.
Ich habe mich jahrelang mit einem 16er rumgeschlagen und auch immer dem Seeing schuld gegeben, na ja die Erkenntnis war dann eine andere, man nennt dies dann ja Gurke.
Dann habe ich mal ein C9 und C11 getestet und sofort gute Resultate bekommen, das heisst bei einer guten Optik spielt eben auch das Seeing nicht so eine 100% ige Rolle.
Wenn du die Eingangs erwähnten paar Punkte befolgst, so wirst du bald super schöne Bilder machen.

Grüsse
Peter
 
Hallo Zyklop,
mach ich am Montag habe hier gerade keinen Zugriff auf den Server.
Hallo Peter,
seltsamerweise ist der 16er visuell zumindest subjektiv dem 10er überlegen. Ob das an der kleineren obstruktion liegt? Mein Newton hat 25%. Der Newton hat leichten Astigmatismus. Man bekommt dennoch einen Fokus hin. Bei kurzen Brennweiten macht sich der Summenfehler der Sphärischen Abberation wohl nicht so bemerkbar. Siehe meine Deep Sky Bilder.
Bei einer guten Optik ergeben viele gestackte unsymetrische unscharfe Bilder ein symetrisch unscharfes Bild.
Bei einer Optik mit auch nur leichtestem Asti ist das Summenbild dann völlig Wertlos. Die anderen möglichen Bildfehler hab ich dabei noch nicht in Erwägung gezogen.
2 fach bei f 12 wären ja nur f 24 in meinem Fall dann 6m das erscheint mir nun wenig. Werd das aber natürlich testen.
Gruß
Andreas
 
Zitat von Godzilla:
Ansonsten war ich ziemlich happy, da ich seit Jahren versuche mit meinem 16er Newton so etwas halbwegs hin zu bekommen. Ich dachte immer ich hätte lokalbeding schlechteres Seeing als die anderen hier ( Durch Hausdächer ) Aber am Wochenende musste ich feststellen, dass die optische Qualität doch eine entscheidendere Rolle bei Planetenaufnahmen spielt als ich dachte.
Hallo Andreas,

wenn Du mit dem 10-Zöller öfter gute Bildresultate hinbekommst als mit dem 16-er, dann muss das nicht heißen, dass die 16-er Optik nicht in Ordnung ist.

Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass es am Seeing liegt. Das Seeing bietet gewiss viel seltener eine ebene Wellenfront auf einem Durchmesser von 16" als auf 10". Wenn die Wellenfront aber auch nur auf einer Teilfläche des großen Teleskops abweicht, kann sie das ganze Bild zerstören, und dann ist das Bild schlechter als in einem kleineren Teleskop, das wenigstens zeitweise auf der ganzen Eingangsfläche eine ebene Front empfängt.

Nicht selten sind die Wellenfronten selbst auf der Eingangsfläche eines 6-Zöllers nicht eben, und man erhält Mehrfachbilder, siehe z.B. hier .

In einem gestern eröffneten Thread habe ich gerade darauf hingewiesen, dass ich aufgrund der hiesigen Sichtverhältnisse in dieser Jupiter-Saison selbst mit meinem 10-Zöller noch nicht an die Leistungsfähigkeit des Teleskops herangekommen bin.

Ehe ich an einen neuen Spiegel denke, würde ich Deinem 16-er nochmal die Gelegenheit geben, ihn an einem Ort mit besserem Seeing auszuprobieren. Inzwischen denke ich selbst ernsthaft darüber nach, ob ich mir bis auf weiteres Aufrüstungen meiner Teleskop-Hardware spare und das Geld stattdessen in Reisen in südliche Länder, z.B. ins zentralspanische Hochland, stecke.

Deine Bildresultate finde ich im übrigen recht gelungen. Sie lassen mich vermuten, dass in Deinem Setup noch weiteres Potential steckt.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Godzilla:
2 fach bei f 12 wären ja nur f 24 in meinem Fall dann 6m das erscheint mir nun wenig.
Hallo Andreas,

Dein Kamerachip hat eine Pixelweite von 5,6 µm, da reichen f/15 zur vollen Ausnutzung des teleskopischen Auflösungsvermögens, siehe hier . Ich arbeite seit längerer Zeit nur noch mit 3,75 µm bei f/11, siehe z.B. hier .

Nicht die Aufnahmebrennweite als solche ist entscheidend, sondern eine vernünftige Anpassung des Öffnungsverhältnisses an die Pixelweite der Kamera!

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,
danke für Deine Erklärungen
Bestimmt kennst Du dieses Tutorial von Peter Wellmann:
http://www.gym-vaterstetten.de/faecher/astro/Fotografie/MondfotografieTutorial.htm#1

Dort steht auch:
Zitat: Besonders bei der Planetenfotografie ist ein gewisses Oversampling zur Erzeugung sauberer Bilder sehr nützlich, daher arbeitet praktisch keiner der bekannten Planetenfotografen an kleineren Optiken mit kleinen f-Werten, sondern mit Werten die sogar noch oberhalb der von uns empfohlenen Werten liegen. Ein gutes Beispiel ist die für die Größe der Optik von nur 20cm Öffnung absolut erstklassige Jupiter-Aufnahme von Torsten Hansen. Seine Kamera ist nach unserer Rechnung bereits bei f20 ordentlich angepasst, das Bild entstand aber bei f33, und zeigt deutlich die Überlegenheit größerer Öffnungsverhältnisse bei guten Bedingungen. Mit einem Öffnungsverhältnis von f10 wäre der Mond Ganymed flächenmäßig 10mal kleiner gewesen, und hätte keine definierten Strukturen mehr zeigen können. Auch hätte man feine Rauschanteile bei f10 nicht mehr aus dem Bild entfernen können.
Zitat Ende.

Am besagten 03.10 herschte gutes bis sehr gutes Seeing. Wie gesagt der mewlon ist als Leitrohr auf dem 16er ich konnte sofort vergleichen mit den DMK`s war beim Newton nicht viel drinn allerdings visuell war der Eindruck besser.
Bei der hohen Vergrösserung von über 10metern war beim Newton kein exaktes fokussieren mehr möglich. Beim Mewlon kein problem.
Leider konnte ich kein anderes Öffnungsverhältniss in der nacht testen da die Festplatte zum einen fast voll war und zum anderen das Teleskop, kurz bevor Ganymed gerade so auf dem Sensor mit Jupiter zusammen erfassbar war, fast am Anschlag war.
Das meine Bilder nicht das optimum zeigen was hier so gepostet wird liegt zu einen daran das die DMK21 noch die alte ist und ich keine Filter ausser IR pass habe. Da werde ich sicher aufrüßten müssen.
Zum anderen spielen die Schärfungsroutinen die ich noch nicht so drauf habe eine Wichtige Rolle mit.
Aber wie gesagt ich habe noch ein wenig Rohmaterial aus dieser Nacht.
Gruß
Andreas
 
Zitat von Godzilla:
Darüber gab es hier im Forum in der Tat ausgedehnte und kontroverse Diskussionen. Ich bin mit meinen kürzeren Brennweiten ganz zufrieden.

Zitat von Godzilla:
Aber wie gesagt ich habe noch ein wenig Rohmaterial aus dieser Nacht.
Bitte wirf die Daten nicht weg! Nach meiner Einschätzung wirst Du nach weiterer Einübung der Bildbearbeitungsalgorithmen mit demselben Material noch sehr viel bessere Ergebnisse gewinnen. In einigen Fällen war ich selbst erst nach mehreren Jahren in der Lage, älteres Videomaterial angemessen aufzubereiten.

Gruß, Jan
 
Zitat von Godzilla:
Nach einer Woche experimentieren mit den Avis vom 03.10 ( habe noch einige von der Nacht ) habe ich nun alle Bearbeitungsrutinen über den Haufen geworfen und neu angefangen. Anstelle von 3% Verwendungsrate nun 30%
Keinen Rauschfilter und geschärft nur in PS.
Die SW Aufnahmen werde ich mir auch neu vorknöpfen und Posten wenn es passt.

Link zur Grafik: http://www.sternenfreund.de/Astrobilder/Sonnensystem/Jupiter/Mewlon_Jupiter_RGB.jpg

Hi Godzilla, wenn du mit giotto die Farbkanäle noch genau ausrichtest, bekommst du nochmal einen Qualitätssprung!
 
Hallo Zyklop,
ich hatte Dir ja versprochen das Summenbild der DBK hier zu posten. Das man beim fertigen RGB Bild von der DBK nur durch zurechtrücken einen solche Verbesserung erziehlen kann verblüfft mich. Die farbsäume habe ich natürlich bemerkt aber so belassen um nicht zu faken.
Auch bei der Schärfung bin ich noch in der frühen Übungsphase.
Ich werde auch beim Stacken sehr wahrscheinlich noch wesentliche Verbesserungen erziehlen können. Dauert aber alles noch wichtig ist das die guten Rohdaten save sind..
Danke das hat mich echt weitergebracht.
Obwohl für ein LRGB Bild muß das RGB nicht absolut gefinished sein.
Das L Bild ist noch nicht so wie ich es gerne hätte das neue Resultat kommt dann später nach wenn es interessiert.
Gruß
Andreas
Gruß
Andreas
 
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