Jupiter in der Neujahrsnacht

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Jan_Fremerey (verstorben)

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Leider hat es diesmal für RGB nicht gereicht, nur in einer vergleichsweise glücklichen Minute für Rot. Das Ergebnis möchte ich aber trotzdem zeigen wegen der besonders ausgeprägten Wolkenstrukturen im äquatorialen Band, die auch schon monochrom den Eindruck einer beträchtlichen Dynamik vermitteln.

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Jupiter_150101_045840_g3_ap1_R_p40lumi_dSinc180_wD14002225_usm_0-50Kg070_dSinc0833.jpg

Aufnahmezeitpunkt 1. Januar 2015, 0459 MEZ, links Io, rechts Europa, Kamera ASI120MM am 10" Spiegel bei f11.

Mit besten Wünschen zum neuen Jahr,

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

schöne Dateils - leider sind die Beobachtungsmöglichkeiten wegen der vielen Wolken gering und es fehlen Beobachtungsreihen, die die Veränderungen zeigen könnten.

Ein erfolgreiches 2015 mit vielen Beobachtungen!
 
Hallo Jan,

zum Vergleich anbei eine Aufnahme vom 26.12.2014 um 1.06 MEZ. Leider war das Seeing sehr schlecht.



Sternfreundlicher Gruß

Günther
 

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    Jupiter 26_12_2014.png
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Zitat von Buecke:
es fehlen Beobachtungsreihen, die die Veränderungen zeigen könnten.
Hallo Karl-Heinz und Günther,

Dank Euch für Eure Rückmeldungen! Ja, es wäre gewiss gerade bei der hohen Dynamik reizvoll, die zeitlichen Veränderungen in engeren Zeitabständen zu erfassen und in animierter Form darzustellen. Deine für die gegenwärtigen Sichtverhältnisse doch sehr schönen Vergleichsbilder, Günther, lassen immerhin recht deutlich erkennen, was sich da auf der Jupiteroberfläche in einem Zeitraum von nur sechs Tagen bzw. knapp 15 Umdrehungen alles verändert und verschoben hat.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,
ein in Anbetracht der "atmosphärischen Limitationen" doch sehr gutes Bildergebnis! Klasse!
Wir haben es ja heuer schwer, den "dicken Gasriesen" überhaupt einmal sehen zu können...

Viele Grüße aus Rheinhessen!
Carsten
 
Hallo Carsten,

Dank Dir für die freundliche Rückmeldung. Manchmal freut man sich eben schon, nach längerer Zeit überhaupt mal wieder etwas einfangen zu können. Habe von der HD noch ein nur 11 min früher aufgenommenes und als R-RGB aufbereitetes Farbbild gewinnen können, allerdings mit noch weniger Durchzeichnung:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Jupiter_150101_conv_Jup_044729_g3_b3_ap5_R_mitRGB_G105B105_0-55Kg100_Msat020_cr.jpg

Dementsprechend hier auch der etwas kleinere Abbildungsmaßstab. Ich wünsche uns allen möglichst gute Jupiterbedingungen während der nun beginnenden Oppositionsphase!

Gruß, Jan
 
Zitat von Jan_Fremerey:
Leider hat es diesmal für RGB nicht gereicht, ...
Auf die Idee war ich noch nicht gekommen: Habe jetzt den anfangs gezeigten Rotauszug als Luminanzbild mit dem 11 min zuvor aufgenommenen RGB zu einem R-RGB kombiniert.

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Jupiter_150101_045840_g3_ap1_R_p40lumi_dSinc180_wD14002225_usm_0-50Kg070_dSinc0833_mitRGB0446-48_PPk+16ssr15s024_RM52.jpg

Dabei bleibt die Detailzeichnung weitgehend erhalten, und die automatisch skalierte Bildüberlagerung in Fitswork bewirkt am Planeten selbst die erforderliche "Derotation" der Farblayer. Nur die etwas in die Länge gezogene Form des Mondes Io (links) weist hier offensichtlich auf die längere Zeitdistanz zwischen den verarbeiteten Aufnahmen hin.

Der Unterschied zu den inzwischen vielfach angewendeten Bildbearbeitungen mit Deroation besteht wohl im wesentlichen darin, dass dort auch die Luminanzkomponenten derotiert werden. In dem hier gezeigten Bild wurde dagegen nur ein einziges mit einer Aufnahmezeit von 60 s gewonnenes Luminanzbild kontrastverstärkt und mit einem 11 min entfernten, aber vergleichsweise kontrastarmen RGB "koloriert".

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,
das ist eine interessante Technik mit tollem Ergebnis!
Werde ich demnächst (so denn das Wetter einmal vorhersehbar klar werden sollte und nicht mitten in der Arbeitswoche...) auch einmal versuchen: denn die Derotation hat bei mir oft nicht geklappt.
Aber zunächst brauchen wir alle ja endlich einmal bessere Durchsicht, sonst wird die aktuelle Jupitersaison noch gänzlich zur "Pleite" !


Grüße!

Carsten
 
Zitat von Uranotopia_CM:
das ist eine interessante Technik ... die Derotation hat bei mir oft nicht geklappt.
Hallo Carsten,

ja, bin selbst überrascht, dass man die Farbe, wenn sie "nur" zum Kolorieren eingesetzt wird, mit ganz einfachen Bearbeitungsmitteln aus solch einer zeitlichen Distanz dazumischen kann. Das liegt offenbar daran, dass die drei Videos für das RGB selbst innerhalb von nur 2 min gewonnen wurden, und das Farbbild somit noch keine sichtbaren Farbränder aufweist.

Demnächst werde ich dann für die Luminanz wohl wieder mit dem bewährten Ha-35 Filter - siehe hier - arbeiten, oder auch mit IR, und kann dann bei zufriedenstellendem Ergebnis der routinemäßigen Schnellbearbeitung "vor Ort" anschließend ohne Zeitdruck noch ein RGB für die nachträgliche Kolorierung aufnehmen.

Gruß, Jan
 
Zitat von Jan_Fremerey:
Deine für die gegenwärtigen Sichtverhältnisse doch sehr schönen Vergleichsbilder, Günther, lassen immerhin recht deutlich erkennen, was sich da auf der Jupiteroberfläche in einem Zeitraum von nur sechs Tagen bzw. knapp 15 Umdrehungen alles verändert und verschoben hat.
Habe hier eben noch ein sehr viel feiner aufgelöstes Vergleichsbild gefunden, welches genau eine Umdrehung früher aufgenommen wurde. Bei genauerem Hinsehen werden da selbst über die kurze Zeitdistanz von 10 h und trotz der mageren Bildqualität meiner Aufnahme schon Verschiebungen innerhalb der großen Girlanden im äquatorialen Band erkennbar.

Gruß, Jan
 
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