RobertR
Mitglied
Zum Thema Aufrüsten für Planetenbeobachtung: Hab seit 2007 immer wieder zwischen 300mm und 350 mm Öffnung gewechselt. Derzeit bin ich wieder bei 300 mm. Nach meiner Erfahrung bekommt man mit mehr Öffnung die detailierteren Rotkanäle, im Blaukanal sieht das meist andersherum aus. Das volle Auflösungsvermögen im Blaukanal hab ich bisher mit 300 mm Öffnung in den letzten 15 Jahren am Rossfeld nur ein paar Mal geschafft. Mit 350 mm Öffnung noch nie. Richtig gute Blaukanäle sind mir mit 350mm Öffnung erst auf La Palma geglückt, und da auch nur an wenigen Tagen. Bei Jupiter ist der Blaukanal mal mindestens genauso wichtig wie die anderen Farben. Da kann es dann durchaus sein, dass ich mir mit 400 mm Öffnung nur mehr Ärger im Blaukanal hole. Derzeit baue ich das 410mm Teleskop, alleine um zu sehen, ob das meine deutsche Montierung noch packt. Werde das Teleskop zu erstmal mit der 350mm Optik bestücken, und schauen, ob ich damit klarkomme. Die 410mm Optik ist ja mit weitestem Abstand das teuerste an der Aufrüstung. Der 460 mm Tubus kostet mich als Gitterrohrversion überschaubares Geld.
Beim Aufnehmen selbst bin ich der Meinung, dass ultrakurze Belichtungszeit hilft und unnötig lange Brennweite nur die Belichtungszeit verlängert. Trotzdem habe ich meine besten Ergebnisse bei f 18 (mit 2,9 µm Pixel) eingefahren. Grundsätzlich sehe ich wenig Unterschied zwischen f14...f19, nur bei der Bearbeitung helfen mir mehr pixel. Ich halte f12...f22 für machbar, nur in der Bearbeitung muss man jeweils anders vorgehen. Das ist auch eher eine praktische Erfahrung weitab von Theorie. Die gängigen Theorien kann man bei sehr gutem Seeing eh abhacken, da man dann auch kontrsatstarke Details bis zu < 0,1" abbilden kann, so meine Erfahrung mit Monden und Schatten auf Mars. Wenn die Details kleiner als pixel sind, wird es schwierig.
LG
Robert
Beim Aufnehmen selbst bin ich der Meinung, dass ultrakurze Belichtungszeit hilft und unnötig lange Brennweite nur die Belichtungszeit verlängert. Trotzdem habe ich meine besten Ergebnisse bei f 18 (mit 2,9 µm Pixel) eingefahren. Grundsätzlich sehe ich wenig Unterschied zwischen f14...f19, nur bei der Bearbeitung helfen mir mehr pixel. Ich halte f12...f22 für machbar, nur in der Bearbeitung muss man jeweils anders vorgehen. Das ist auch eher eine praktische Erfahrung weitab von Theorie. Die gängigen Theorien kann man bei sehr gutem Seeing eh abhacken, da man dann auch kontrsatstarke Details bis zu < 0,1" abbilden kann, so meine Erfahrung mit Monden und Schatten auf Mars. Wenn die Details kleiner als pixel sind, wird es schwierig.
LG
Robert