Jupiter+Io +Ganymed 29.Sept23

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moonwalker69

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Hallo allerseits,
ich bin meiner (derzeitigen) Methode treu geblieben und habees wieder gewagt eher längere Belichtungszeiten um mit dann entsprechend niedrigen Gain (14 von 0-51) aufnemmen zu können. Habe immer beim Ausarbeiten das Ergebnis nicht nur feinerer Details sondern auch viel feinerer Farbabstufungen meiner 14 Bit - Farbkamera, außerdem war am 29.September das Seeing bei mir noch gut (wenn auch nicht so gut wie am 9.Sept) die die längeren Belichtungszeiten auch zuließen.

Hoffentlich stört die umgekehrte Ansicht nicht allzu viel, ich wolte mit Absicht die Aufmerksamkeit auf die Südhalbkugel lenken, wo sich die interessantesten Details abspielen.
(in der Bildergalerie habe ich es dann wieder umgedreht...)

23-09-29  03_22  R1100 7a  ST150.jpg


Die Aufnahme zeigt den Durchgang des Jupitermondes Io mit seinem Schattenwurf auf Jupiters turbulenten Abschnitts des SEB (wo es ja mit mächtigen Wirbeln auf den GRF aufläuft), weiters ist auch der von Jupiter nach außen laufende Ganymed mit einigen Oberflächenstrukturen zu sehen.

Ich habe eine ganze Serie von Aufnahmen gemacht, die meisten sind noch nicht ausgearbeitet und ich hatte die Hoffnung (da ich ja nur sehr wenige Frames pro Aufnahme wegen der langen Einzelbelichtungszeit pro Frame habe) die einzelen Summenbilder auf Winjupos deroriren zu können.
Das klappte aber gar nicht, winjupos tut sich da doch schwer mit den Monddurchgängen und vorallem beim Derotieren des Schattens. Bei mir kommen nur unsaubere Ergebnisse heraus obwohl ich sehr genau (wirklich deckungsgleiche Schattenwürfe) ausgemessen habe.
So bleibt es eben nur ein Bild mit 1100 frames, habe deswegen versucht so sanft wie möglich auszuarbeiten .

VG und CS Martin
 
Hallo Martin,
mir gefällt Deine Aufnahme sehr. Besonders gefällt mir die räumliche und detaillierte Abbildung von Io und Ganymed. Das ist mir so in diesem Jahr nicht gelungen. Ich finde es auch gut, dass Du eigene Wege mit der Belichtungszeit gehst und herausfindest, was bei Dir am besten funktioniert.
Gruss Jan
 
Ich habe gerade gesehen, daß in meinem Eingangstext einige Flüchtigkeitsfehler passiert sind, ich bin der deutschen Sprache schon mächtig, aber scheinbar manchmal nicht der Tastatur...
sorry kann es nicht mehr korrigieren...(betrifft aber keine inhaltlichen Dinge)
VG und CS Martin
 
Hallo Jan,
freut mich daß dir die Aufnahme so sehr gefällt, die Jupitersaison ist ja diesmal noch lang (durch die höheren Deklinationswerte von Jupiter heuer im Vergleich zu den vergangenen Jahren) und da gibt hoffentlich noch so einige Gelegenheit für uns interessante Aufnahmen zu machen.
Das mit der Belichtungszeit hat sich durch viele Versuche an meinem Standort ergeben , habe auch immer zur Kontrolle eine Aufnahme mit hohem Gain-Wert und dadurch vielen tausenden Frames innerhalb des kurzen Zeitfensters bei Jupiter gemacht, aber die "low gain and frame"-Variante war dann im Endergebnis erfolgreicher.

VG und CS Martin
 
Wenn das bei dir mit der längeren Belichtungszeit passt, solltest du das beibehalten. Leider ist das Seeing selten so konstant, dass man echte Vergleiche anstellen könnte. Aber jeder hat ja seine Methode und am Ende muss es vor allem Spaß machen.

Ergebnis ist für einen 12" Zöller bei mittelmäßigen seeing sich sehr gut. Weiter so.

Grüße
Raul
 
Hallo Martin,

eine fantastische Aufnahme! Jupiter mit Monden und Mondschatten auf der nachlaufenden Verwirbelung des GRF. Mehr geht nicht und überhaupt, was momentan an hochwertigen Planetenaufnahme abgeliefert wird ist beeindruckend. Wenn du deine Einstellungen gefunden hast ist das perfekt und das Ergeniss gibt dir recht.
Teilweise finde ich die Diskussionen darüber schon etwas abgefahren, aber so ist das eben bei den letzten 10% an Qualitätsverbesserung, da steigt der Aufwand bertächtlich.
Der Aufwand ist eben hoch und das Seeing und die Optik muss passen, da sind ein paar ms weniger oder mehr nicht so relevant. Freude soll es machen!

Gruß Thomas
 
Hallo Raul,
Danke für deine Anmerkungen, ja das mit den längeren Belichtungszeiten ist natürlich etwas riskant,denn das Seeing muss das dann schon zulassen.
Aber wenn das wenigstens über 7 (von10) beträgt dann hat ein niedrigerer Gain für mich mehr Bedeutung als möglichst viele Frames. Um den Nachteil der wenigen Frames auszugleichen, hatte ich auf winjupos mit Derotieren mehrerer Videos (eigentlich Summenbilder davon) gehofft, das klappt aber -zumindest bei mir-nicht, wenn Jupitermonde (oder deren Schattenwurf) mit im Bild sind (man sieht im derotierten Bild einige Artefakte um den Schatten und auch des Mondes).
Aber jeder hat ja seine Methode und am Ende muss es vor allem Spaß machen.
Ja, Freude daran undedingt, und was meine (derzeitige) Aufnahmeart betrifft, habe ich zumindest den Eindruck eine gute Methode gefunden zu haben, wobei ich aber immer offen und lernfähig bleiben möchte (und da gibt es sicher noch vieles zu lernen) und deine Methode gibt dir ja auch recht, wenn man deine beeindruckenden Bilder sieht.....

VG und CS Martin
 
Also ich lerne täglich dazu. Bezüglich Monde: du kannst das Bild auswahlen, dass der Referenzzeit in Winjupos entspricht und es mit 40+69% stacken. Dann genauso bearbeiten und schärfen. Dann kannst du aus dem Einzelbild sie Artefakte mit Ebenen überschreiben bzw übermalen. Was auch hilft ist den Rand bzw die Mond Unterstützung in Winjupos 1x auf 5 zu setzen und dann auf 20 oder 25? Dann hast du größere Schatten und Artefakte, kannst aber in der Mitte zwischen Mond und artefakt Rand das ausschneiden und Stück für Stück reparieren. Muss Mal einen Artikel dazu schreiben. Ansonsten hilft auch viel mit Restauration arbeiten und nicht mehr wie 8-10 Minuten bei Monde derotieren wenn möglich. Oder du derotierst 3-4 Bilder rund um die Referenzzeit und danach deine Aufnahmen . Dann hast du zwar ein Winjupos Bild wo du weniger schärfen kannst du kannst dann aber sie teile rund um den Mond ausschneiden und dann in dein Artefakte behaftetes Bild schieben.

Sorry für sie Rechtschreibung, schreibe voft vom Smartphone und die Sonne knallt :)

Gruß,
Raul
 
Hallo Thomas,

Danke auch dir für deine Worte, der Anblick war auch für mich schon faszinierend während der Aufnahme als ich fast den ganzen Durchlauf "live"( also wenn man die Lichtlaufzeiten 640 Mio.km außer acht läßt) am Bilschirm mitverfolgt habe.
Der Aufwand ist eben hoch und das Seeing und die Optik muss passen, da sind ein paar ms weniger oder mehr nicht so relevant. Freude soll es machen!
Ja, Freude ist fast Grundvorrausetzung dafür, denn der Aufwand ist wirklich nicht gerade gering wenn wir uns alle bei Dunkelheit (oft auch bei Kälte oder im Sommer mit Stechmücken kämpfend) ,oft auch schon übermüdet , manchmal auch noch mit launenhaften Seeing und nicht immer tadellos funktionierendem Equipment freiwillig die Nacht um die Ohren schlagen...
Ich habe auch schon einige deiner gelungenen Planetenaufnahmen hier gesehen und wünsche dir damit auch viel Erfolg weiterhin.

VG und CS Martin
 
Hallo Raul,
danke für deine Tipps, da gibts für mich noch viel zu lernen, werde ich bei nächster Gelegenheit ausprobieren...

VG Martin
 
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