Jupiter mit 6" Newton und DSI2, 3fach Televue

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K-H_49

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Hallo Planetenbeobachter,

mit anderen Einstellungen beim Aufnehmen und mehr Erfahrung bei der Bearbeitung sind mir die bisher besten Bilder gelungen. Bei der Aufnahme habe ich kürzer als bisher, mit 0,01 s belichtet. Da die DSI nur 1 Bild pro Sekunde auslesen kann, habe ich diesmal mit folgender Reihenfolge aufgenommen: G - R - B.
Somit befindet sich das schärfste Bild mit dem Rotfilter in der Mitte, je Filter etwa 100 Bilder, davon 25% verwendet. Die Bearbeitung erfolgte mit Giotto, Fiswork4 und Picture Publisher. Ich verwende nur das Format Fit und speichere das Ergebnis in png.

Jupiter am 21. 09. 2010 um 20:35 UT (RGB; R-RGB; R-Filter):

Link zur Grafik: http://www.buecke-info.de/astrotips/beobacht/jupiter/pic2010/201009292035UTrgbeum.pngLink zur Grafik: http://www.buecke-info.de/astrotips/beobacht/jupiter/pic2010/201009292035UTrrgb.pngLink zur Grafik: http://www.buecke-info.de/astrotips/beobacht/jupiter/pic2010/201009292035UTr.png

 
Hallo Karl-Heinz,

das sieht doch schon viel besser aus als zuvor! Allerdings fürchte ich, dass Du bei einer Ausleserate von 1/s niemals scharfe Bilder von Jupiter gewinnen wirst.

Schau Dir mal hier die zweite Animation von oben an. Dort siehst Du die Rotationsbewegung von Jupiter in Schritten von 1 min. Du brauchst mit Deinem Setup allein für eine Farbe schon knapp 2 min. Da musst Du selbst bei dem etwas kleineren Abbildungsmaßstab mit erheblichen Bewegungsunschärfen im Bild rechnen. Deine Farbaufnahmen erstrecken sich ja sogar über mehr als 5 min!

Kann denn die DSI nicht mit 8 Bit viel schneller ausgelesen werden? Wenn nicht, dann würdest Du vermutlich mit einer preiswerten ToU Farbkamera einigermaßen schnell zu noch besseren Ergebnissen kommen.

Ich wünsche Dir weiterhin gute Fortschritte! - Meine frühen Jupiterbilder mit 6" und Monochrom-Kamera sahen übrigens ganz ähnlich aus wie Deine jetzigen.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

danke für Deine Hinweise! Die DSI habe ich nicht speziell für Planeten vorgesehen. Die Auslesezeit ist hierfür schon etwas lang. Ein Speichern z. B. mit 8 Bit geht wahrscheinlich nicht. Deshalb habe ich den Rotfilter wegen der Details in der Mitte und kann die Aufnamelänge von Grün und Blau kürzen.

Mit deinen Bildern kann ich natürlich nicht mithalten - "jedes Fernrohr hat seinen Himmel".

Hier bei Hamburg gibt es auch wetterbedingt wenige Beobachtungsmöglichkeiten. So konnte ich noch nie einen Mondvorübergang bei Jupiter beobachten - aber im Oktober liegen die Zeiten günstig.

Gruß
Karl-Heinz
 
Hallo Karl-Heinz,

natürlich macht es keinen Sinn, Deine Bilder mit Bildern aus einem 10" Teleskop zu vergleichen. Du kannst aber z.B. auf meiner Website oder auch bei anderen Planetenfotografen eine Vielzahl von geeigneten Vergleichsbildern aus 6"-Teleskopen finden.

Die DSI scheint mir vorzugsweise für Deep-Sky entwickelt worden zu sein. Dafür ist sie schnell genug. Aber für Planeten braucht man möglichst viele Bilder in kurzer Zeit und jedenfalls keine 16 Bit Farbtiefe.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

es ist mir schon klar, dass für Jupiter eine schnelle Kamera Vorteile hat. Inzwischen habe ich andere Kameraeinstellungen probiert und komme mit bmp-Daten auf ein etwas schnelleres speichern, etwas weniger als eine Sekunde/Bild. Beim nächsten Beobachten werde ich damit Erfahrungen sammeln.

Die DSI hat andere Vorteile, so konnte ich bei einem ersten Versuch bei fast Vollmond und Straßenbeleuchtung 3 Uranus-Monde sicher erkennnen.

Danke für deine Infos und Hinweise.

Gruß
Karl-Heinz



 
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