Jupiter mit C11

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StHz

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Hallo zusammen,

in den Morgenstunden war das Seeing besser als vergangenen Freitag. Optimal war es noch immer nicht, doch kamen verwertbare Ergebnisse zustande. Hier das beste Bild der Serie als IR-RGB und als RGB zum Vergleich. Leider wurde das IR-Bild mit ca. 120 s Verzögerung aufgenommen, daher ergibt sich eine leichte Rotation der Strukturen.

Aufgenommen bei ca f/25 mit einem C11 und DMK21.

Link zur Grafik: http://www.astro-koop.de/bilder/jupiter_100719_0453.jpg

Durch Click auf das Bild gelangt man zur Originalgröße und zu einer um den Faktor 1,4 (doppelte Fläche) hochskalierten Version.

Viele Grüße
Stefan
 
Hallo Stefan,
abgesehen von der technischen Qualität deiner Bilder hast du bei den letzten Jupitern ja auch ein Gespühr für "dramatische" Bildkompositionen mit Monden und GRF am "rechten Fleck" auf dem Bild.
Ich hatte mich zur gleichen Zeit mit Webcam, weniger Öffnung und noch viel weniger Geschick und entsprechend dürfigen Resultaten versucht (Callisto ging dabei leider verlustig), aber deine Bilder geben eine schöne Ahnung von dem visuellen Genuss, den man auch an kleineren Geräten gerade in diesen Momenten hat.
Grüße Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Martin,

herzlichen Dank. Die Bildkomposition ist tatsächlich zufällig, ich habe nicht extra deswegen den Zeitpunkt abgepasst. Man muss die Gelegenheiten nutzen, wie sie sich bieten :)

Wirst du uns dein Ergebnis auch zeigen?

Viele Grüße
Stefan
 
Hallo Michael,

vielen Dank. Bei mir waren die Bedingungen recht brauchbar, wie ich es nach Blick auf Meteoblue erwartet hatte (gut aber nicht sehr gut).

Leider gelingt mir die Detailfülle nur mit zusätzlichem IR-Bild als Luminanz (tatsächlich ist es ein IR-RB-RGB). Der Rotkanal selbst zeigt weitaus weniger Strukturen, kommt nicht annähernd an die Details heran, die bspw. Torsten erzielt hat.

Viele Grüße
Stefan
 
Hallo zusammen,

nach den vielfältigen Tipps habe ich die Daten für das obige Bild nochmals von Grund auf neu bearbeitet. Geschärft und geglättet habe ich diesmal mit Giotto, Fitswork und Pixinsight, abschließende Bearbeitung mit PS. Dabei habe ich verschieden geschärfte Varianten kombiniert.

Ich war vollkommen überrascht, dass mit der Schärfung in Giotto (u.a. Mexican, Dreieck) eine Vielzahl an Details schärfer hervorkam. Das Bild oben ist die Darstellung in 100%, und sogar bei 400% meine ich, auf Kallisto grobe Details zu erkennen. Leider kann ich die Strukturen nicht verifizieren. Hat vielleicht jemand ein passendes Programm verfügbar?

Hier nochmals die neue und die alte Version im Vergleich (alte Version als IR-RGB und RGB). Ich sollte hinzufügen, dass die neue Version ein reines R-RGB ist (wenngleich mittels Multilayering entstanden).

Neu:
Link zur Grafik: http://www.astro-koop.de/bilder/jupiter_100719_0453.jpg

Alt:
Link zur Grafik: http://www.astro-koop.de/bilder/jupiter_100719_0453_alt.jpg


Was meint ihr?

Viele Grüße
Stefan

 
hallo stefan,

besser!

ich habe übrigens die gleiche erfahrung gemacht, dass mit giottos mexican hat an jupiter die details schärfer herauskommen als mit fitswork decon-filter.

ferner habe ich gestern festgestellt, dass an jupiter mit registax als stack-progg das summenbild besser wird als in avistack.

ich finde es erstaunlich, dass man an quasi alle planeten anderes herangehen muss.....

gruss
sascha
 
Hallo Stefan,

das Bild ist sehr viel besser.

Zitat von StHz:
Geschärft und geglättet habe ich diesmal mit Giotto, Fitswork und Pixinsight, abschließende Bearbeitung mit PS. Dabei habe ich verschieden geschärfte Varianten kombiniert.

Ich war vollkommen überrascht, dass mit der Schärfung in Giotto (u.a. Mexican, Dreieck) eine Vielzahl an Details schärfer hervorkam.

Irgendwie finde ich in Giotto nicht die richtigen Einstellungen. Giotto liefert bei mir die schlechtesten Ergebnisse. Kannst Du mir da einmal ein paar Hinweise gegen, mit welchen Parametern Du geschärft hast? Vielleicht ein Screenshot der Einstellungen beim Mexican-Hat. Ich bekomme da wirklich nichts gescheites zusammen.

Gruß,

Michael
 
Hallo Sascha, Frank und Michael,

vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Michael, ich habe viel mit den Parametern gespielt, das Resultat beruht auch nicht allein auf Giotto, dort wurde nur die Basis gelegt. Mein Eindruck ist lediglich (bei diesem Bild), dass das geschärfte Bild aus Giotto rauschärmer ist als ein originär mit den Registax Wavelets geschärftes.

Als Anhaltspunkt kann ich sagen, dass ich mit Mexican Hat, Dreieck-Schärfung und Rechteck-Glättung, mit Masken von ca. 7/5 (Schärfung/Glättung) oder 9/7 gearbeitet habe. Verschiedene Bearbeitungen wurden kombiniert. Man spürte aber deutlich, wenn eine Maske zu klein oder zu groß war.

Meine Befürchtung ist aber auch, wie Sascha schon andeutete, dass beim nächsten Planetenbild wieder andere Parameter oder sogar Programme erforderlich sein werden.

Viele Grüße
Stefan1
 
Das ist ja interessant Stefan, das Du Dein C11
noch im Einsatz hast!


Großes Kino Dein Jupiter!!!!!!!!!!!!!!


Da bekomme ich wieder Bock auf Planeten! Nur woher
die Zeit für alles nehmen!?
 
Hallo Stefan,

Ich hab jetzt lange überlegt, aber für meinen Geschmack muß ich sagen das mir die alte Version links unten fast besser gefällt als die Neue. Sicher ist die neue schärfer aber mir gefällt der natürlichere Eindruck der alten Version sehr gut. Kann aber gut sein, daß es morgen schon wieder andersrum ist... :D

Viele Grüße,
Torsten
 
Hallo Stefan,

in Deinem IR-Farbbild scheinen weniger Details vorhanden zu sein, als im R-Farbbild.
Deswegen aus meiner Sicht die neue Variante.
Leider fällt ein "objektiver" Vergleich schwer, da Du ja offenbar unterschiedlich geschärft und nachbearbeitet hast.
Nach meiner Erfahrung erhalte ich i.d.R. keinen Gewinn durch IR-Aufnahmen. Ich habe sogar sehr häufig, insbes. beim Mars, eine niedrigere Auflösung beobachtet, als im R. Aus diesem Grund mache ich IR-Aufnahmen nur noch, falls das Objekt in diesem Bereich interessante Strukturen zu bieten hat, was z.B. bei Venus der Fall ist.


Gruß
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thomas und 2x Torsten,

vielen Dank für eure Einschätzungen.

@Torsten: Die unterschiedliche Schärfung war ja gerade Sinn der Überarbeitung :) Ich muss noch mehr ausprobieren, um die optimale Schärfungsmethode zu finden. Vermutlich liegt es auch daran, dass in dem IR-Bild scheinbar weniger Details erkennbar sind. Das dürfte eine Frage der Schärfung und der Kontrastanpassung sein. Bei der Überarbeitung habe ich mir IR gar nicht mehr vorgenommen, weil der IR-Kanal bereits einige Minuten später aufgenommen wurde, sodass eine sichtbare Verschiebung gegeben ist.

Eine niedrigere Auflösung in IR als in R/G/B habe ich bislang nur unter den ganz seltenen äußerst guten Seeingbedingungen festgestellt. Normalerweise zeigt IR mehr Strukturen (oder jedenfalls mit einem besseren Kontrast).

Viele Grüße
Stefan
 
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