Jupiter mit dem MN66 bei sehr gutem seeing

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Astromax

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Hallo,

nach einjähriger Pause wieder ein Jupiter von mir :)
Die Daten: MN66 (150/900), mit 3x UBS-Barlow und der Geometrie des Filterrades gibt das ca. 4500 mm f-eff, DMK 21AU04, Astronomik RGB-Set, je 3000 Bilder pro Kanal in Registax 5 kombiniert.

Das Seeing war schon sehr gut. Visuell, bei 200x, konnte man die Scheibchen der Monde erkennen, nach Größe sortiert (Ganymed, Io, Europa).

Da ich Registax 5 noch nicht so gut kenne (mit der V4 habe ich einiges gemacht), gehe ich davon aus, dass in dem Bildmaterial noch mehr "drin" ist. Zeit, Zeit ...

Grüße und steady seeing

Max
 

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Hallo Max,

ein gut gelungener Jupiter mit 6"! Die Rotationsphase ist ähnlich wie bei meiner Aufnahme vom 30. August.

4,5 m Brennweite erscheint mir allerdings etwas sehr lang. Mit 3 m brauchst Du nur die halbe Belichtungszeit und verlierst keine Details. 3000 Bilder waren bei Dir dann wohl 100 s - wenn nicht mehr? Ich hatte ja selbst bei f/20 nur mit 30 fps aufnehmen können, und da macht sich innerhalb von einer Minute bereits die Bewegungsunschärfe der Jupiteroberfläche in Rotationsrichtung bemerkbar ...

Gruß, Jan
 
Hallo Max,

Ich finde dein Jupiter Toll! Es hat gute/feine Details und ist nicht zu hell!
Du kannst vielleicht in deiner Bearbeitung auch Giotto mal benutzen, es ist nicht schlecht und sicherlich ein Versuch wert!

@ Jan,
Wie viel aufnahmen hast du für deinen Bild genommen? Ich nehme bei Jupiter mit meinem 6" immer ca. 3 minuten lang auf und habe dan ca. 900 Aufnahmen (5 FPS * 60 * 3)? Du schreibst es sollten eigentlich nicht mehr als 1 minute aufgenommen werden?

Gruss,

Fredrick
 
Hallo Fredrick,

für die zitierte Aufnahme vom 30. August habe ich die DMK21 ca. 71 s lang mit 30 fps laufen lassen und dabei genau 2147 Frames ausgelesen. Bei Farbaufnahmen mit RGB-Filterrad nehme ich nur jeweils 30 s auf, weil das RGB-Bild bei längerer Belichtung aufgrund der Jupiter-Rotation am Ende in Rotationsrichtung erkennbar unscharf wird. Dabei verschwinden als erstes die WOS und andere Spots! Mit Filterwechsel und Nachfokussieren bemühe ich mich deshalb bei Jupiter, insgesamt unter 3 min zu bleiben.

Bei höherer Bildauflösung - mit einem größeren Teleskop - wird der zeitliche Spielraum natürlich noch enger.

Die Oberflächenmerkmale der Aufnahmen von Max und mir erscheinen mir bei näherem Hinsehen weitgehend deckungsgleich, so dass ich vermute, dass Max zur selben Zeit, nämlich ebenfalls am 30. August gegen Mitternacht aufgenommen hat. Vielleicht kann Max das bestätigen?

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan und Fredrick,

danke für die netten Kommentare! Ja, der Aufnahmezeitpunkt war am 30.08.2009 zwischen 23:32 und 23:39. Die Schwarz-Weiß Aufnahme von Jan gefällt mir sehr gut, deshalb habe ich den Rotkanal aus meiner Serie auch mal hier eingestellt. Man sieht hier auch sehr schön die unterschiedlichen Mondgrößen, links der große Ganymed und rechts, viel kleiner, Europa.

Bei den 4,5 m Brennweite bin ich im Rotkanal bei 40- 60 fps, bei Blau deutlich weniger (20fps?, müsste ich nochmal prüfen).

Bei Gelegenheit setze ich die 2x Meade Barlow ein, um die Ergebnisse zu vergleichen. Es stimmt schon: bei RGB ist die Planetenrotation spürbar, dies ist auch der Grund, warum ich die Monde bei der Farbaufnahme weggelassen habe, da es fast unmöglich ist, Planet UND Monde sauber darzustellen.

Eine Frage: das Histogramm in IC Capture stelle ich über die fps und gain so ein, dass die Tonwerte visuell nicht überbelichtet scheinen. Dann reicht die Spannweite aber nur bis ca 140, ich "verschenke" also Grauwerte. Wenn ich das HG aber voll ausreize, wirkt die Aufnahme total überbelichtet. Wie macht ihr das?

Grüße

Max
 

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Hallo Max,

Dein Rotauszug ist ja erheblich besser durchgezeichnet als das RGB und zeigt viel mehr Details als mein Grünkanal-Jupiter. Vielleicht versuche ich auch mal eine größere Darstellung und eine höhere Verwendungsrate, damit es weniger rauscht ... Ich hatte 512 von 2147 Frames gestackt. Welche Verwendungsrate hattest Du gewählt?

Die Belichtung stelle ich ebenso ein wie Du, also mit reichlich Gelb im Histogramm. Beim Stacken gewinnt man ja genügend Grauwerte hinzu, wohingegen ein Ausbrennen (Überbelichtung) nicht mehr zu reparieren wäre.

Meine Aufnahme hatte ich übrigens um 2333 MESZ gestartet. In der Datei ist 23:30:55 ausgewiesen, aber die Laptop-Uhr geht 2 min nach. Ich freue mich, dass wir hier mal recht gut vergleichen können.

Vielleicht kannst Du ja zur Ergänzung noch einen kurzen Ausschnitt vom Originalvideo zeigen, wenn möglich in hochkomprimierter Form. Auf meiner Website kannst Du zu meinem aktuellen Jupiter - wie auch zu den meisten anderen Bildern - einen kurzen, DivX-komprimierten Clip anschauen. Diese Clips vermitteln doch einen recht guten Eindruck von den Sichtbedingungen während der Aufnahme.

Gruß, Jan

P.S. - Aus dem Größenvergleich unserer Jupiteraufnahmen ergibt sich in Deinem Fall eine Aufnahmebrennweite von 4,0 m.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

mit den RGBs habe ich noch zu kämpfen. Aber es wird. Ich konnte gestern wieder Jupiter aufnehmen, mit GRF, die Bilder habe ich heute früh grob bearbeitet, sieht recht vielversprechend aus. Ist aber noch zu früh, um hier etwas zu zeigen.

Ich bin auch dazu übergegangen, mit stacksizes von 500 Bilder zu arbeiten (bei 3000 Gesamtbildern), meine frühere Zielmarke von 250 ergab zu "rauhe" Summenbilder.

Puh, mit der Video-Einstellung überforderst Du mich etwas, da ich offensichtlich zu den wenigen Leute ohne eigene Homepage gehöre. Meinen alten Speicherplatz hat Compuserve vor einigen Monate gekillt.


Zur Brennweite: ich fotografiere seit Juni 2008 mit RGB und Filterrad, mit einer 3x Barlow. Bei den 912 mm, die für den MN66 angegeben werden, wären das ca. 2700 mm. Dachte ich. Torsten Hansen hat dann mal aus meinen Aufnahmen die korrekte Brennweite ermittelt, und ich habe mir eben die Mühe gemacht, meine alten threads zu durchsuchen und folgenden Satz von ihm gefunden:

"Ich habe mir mal erlaubt die Anzahl der Pixel am Äquator auszumessen und erhalte 156 Pixel. Mit den Kameradaten und Jupiter bei 44", erhalte ich eine tatsächliche Brennweite von ca. 4100mm".

Du liegst also mit Deinem 4000 richtig, da habe ich mich nicht mehr genau erinnert.


Diese Brennweite finde ich übrigens einen guten Kompromiss ziwschen Abbildungsmaßstab und Bildhelligkeit. Im R- und G-Kanal komme ich auf 40-60fps, bei guter Aussteuerung, bei Blau geht's natürlich in die Knie, ist klar.


Gruß

Max
 
Hallo Jan und Max,

Danke für dein Kommentar. Ich habe den Vor- und Nachteil eine SPC 900 zu verwenden; einerseits kan mann ein wenig einfacher bilder sammeln, und brauche nichts zu wechseln, anderseits hat mann den erheblichen Nachteil weniger 'resolution' und auch weniger Bilder pro Sekunde zu machen ohne Bildkomprimierung zu haben. Ich werde beim nächsten mal allerdings mal mit 10 FPS versuchen und dann max 1-1,5 minuten auf zu nehmen.

Das die Bilder im Rotkanal mehr details zeigen kann ich verstehen; Roter und IR Licht wird weniger von seeing beinflusst, und sollte daher besseren qualität haben.

Ich muß sagen dass eure Bilder bei diesen Brennweite sehr gut geworden sind, ich bekomm bei 6" und ca. 3600mm die details in die Wolkenbänder wie Ihr nicht hin! Eigentlich schade dass es nicht so ganz viele Bilder mit 6" auf dem Forum zu sehen sind.

Vor allem die Details im EZ sind sehr gut gelungen!

Gruß,

Fredrick
 
Hallo Fredrick,

eigentlich wollte ich Giotto schon zum "alten Eisen" zählen. Ich habe die 2.12 im Einsatz und Georg Dittier scheint seit Mai 2007 keine Aktualisierung durchgeführt zu haben. Aber das beigefügte Bild zeigt, dass (bei mir zumindest) kein Unterschied zu der neuen Registax 5 Version zu erkennen ist. Die Aufnahmedaten sind identisch mit den obigen Bilder.
Lotz hier im Forum macht übrigens Top-Bilder mit einem 6"-Refraktor (hast Du sicherlich auch schon gesehen).

cs

Max


 

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