Jupiter mit Europa Schattentransit am 18.01.2026

PeterMaier

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Guten Abend zusammen,

nachdem sich aufgrund des guten Wetters der letzten Tage doch einiges an Daten angestaut hat, konnte ich heut endlich auch mal ein paar Stündchen an den Jupiteraufnahmen vom Sonntag (18.01.) herumdoktern. Das Ergebnis könnte möglicherweise eins der Besten sein, die mir bislang am 20" Dobson gelungen sind. Alles natürlich wieder am oldschool-Dobson mit rein kinetischer Energie nachgeführt... :-D

Neu bei dieser Aufnahme war für mich der Einsatz des "Astronomik ProPlanet 642 BP" Filters an der Monokamera (anstatt des Baader Rotfilters wie bisher... - ja, ich weiß, das löst mein Problem mit der Farbverschiebung am Ende nicht! ;-)) sowie der Versuch, gezielt auch die Monde Kallisto sowie den etwas vom Planeten entfernten Ganymed aufzunehmen. Das Seeing an diesem Abend schien jedenfalls zeitweise sehr gut und relativ konstant zu sein (schätzungsweise II bis III+ auf Ant.Skala).

Eckdaten:
  • 20" ICS Dobson f/16 (4x Televue Powermate, entspr. 8m Brennweite)-#
  • ZWO ADC
  • ZWO ASI 462 MM + Astronomik ProPlanet 642 IR BP Filter
  • PlayerOne Uranus-C + IR/UV Blockfilter
Insgesamt konnte ich 66 Videos (33 x Mono, 33 x Farbe) á 75 Sekunden aufnehmen mit ingesamt 485 GB.
Am Ende wurden jedoch nur die besten 9 Farb- und 15 Mono-Summenbilder auf einen ausgewählten, zeitlichen Bezugspunkt derotiert.
Ergebnis ist ein Bild von Jupiter mit Europa-Schattentransit am 18.01.2026, 23:43 MEZ.

Jupiter_20zDob_f16_P.Maier_2026-01-18_2243-6_1280x960px.jpg
Auch wenn kein GRF mit drauf ist, bin ich mit der Detailauflösung diesmal ganz zufrieden - die eingesetzte Optik schafft natürlich schon immer eine gewisse Erwartungshaltung, gerade wenn man sich in der Szene so umschaut und sieht, welche fantastischen Ergebnisse schon mit deutlich kleineren Öffnungen erzielt werden!
In der darauffolgenden Nacht (19./20.01.) stand ich ebenfalls draußen, aber offenbar war hier das Seeing deutlich schlechter. Jedenfalls konnte ich aus diesen Daten bislang noch nichts Zufriedenstellendes produzieren. Mal sehen - vielleicht klappt´s ja nochmal mit einem guten GRF Transit bevor Jupiter wieder kleiner wird...

Jupiter_20zDob_f16_P.Maier_2026-01-18_2243-6_Moons+Info_1536x1024px.jpg

Noch kurze Anmerkung zu Ganymed / Kallisto (da ich die Infos in Englisch und sehr kleiner Schriftgröße eingeblendet hab):
Die Monde wurden separat aufgenommen und ihre Positionen relativ zum Planeten verschoben, damit alles auf einem Bild dargestellt ist. Die Grafik unten zeigt wie die Monde real zu diesem Zeitpunkt positioniert waren. Außerdem wurden Ganymed und Kallisto ausschließlich mit der Mono-Kamera aufgenommen. Ich habe nur künstlich einen minimalen Farbstich draufgelegt, damit sie sich besser ins Gesamtbild einfügen.
Die Monde brauchen auch definitiv eine extra Behandlung: Ich habe hier zwar diesselben Kameraeinstellungen genutzt wie am Planeten, jedoch nur 2 (!) Prozent der gewonnen Einzelbilder aus dem Video verwendet (anstelle 15% oder 20% wie beim Planeten). Auf diesen relativ wenigen frames erscheinen die Monde dann aber auch tatsächlich als kleine, klar umrissene Scheibchen. In über 90 Prozent der Aufnahme sind es diffuse "Matschflecken" oder komplett zerstreute Doppelbilder und daher kaum hilfreich.
Zumindest würd ich mal behaupten, dass die scheinbaren Durchmesser plausibel sind! ;-)

Beste Grüße und klaren Himmel,

Peter Maier
 
Hallo Peter,
Eine sehr schöne Ausbeute und auch sehr schön beschrieben, finde ich. Man kann das alles sehr gut nachvollziehen. Und das alles „geschubst“.
Ich frage mich Folgendes:
Wenn ich mit Nachführung filme, dann bleibt Jupiter in der Mitte. Dort ist auch die größte Schärfe. Habe ja vernünftig kollimiert. Am Rand habe ich Koma. Beim Mond ist das sichtbar, bei Planeten natürlich nicht.
Jetzt schubst du deinen Dobson, bzw. du lässt den Juppi vermutlich auch durchlaufen. Oder versuchst du ihn auch immer möglichst mittig zu halten? Bei 8 m Brennweite? Ich glaube, ich könnte das nicht. Bist du Sportschütze?
Du müsstest also sehr viel Ausschuss haben.
VG ralf
 
Und das alles „geschubst“.
Ich frage mich Folgendes:
Wenn ich mit Nachführung filme, dann bleibt Jupiter in der Mitte. Dort ist auch die größte Schärfe. Habe ja vernünftig kollimiert. Am Rand habe ich Koma. Beim Mond ist das sichtbar, bei Planeten natürlich nicht.
Jetzt schubst du deinen Dobson, bzw. du lässt den Juppi vermutlich auch durchlaufen. Oder versuchst du ihn auch immer möglichst mittig zu halten? Bei 8 m Brennweite? Ich glaube, ich könnte das nicht. Bist du Sportschütze?
Du müsstest also sehr viel Ausschuss haben.
VG ralf

Lieber Ralf,
danke Dir! Das mit der Nachführung ist natürlich mühsam, aber mit etwas Übung, geschmeidig laufenden Höhenrädern/Dobsonlagern und über eine Dauer von 2 bis 5 Minuten durchaus möglich. Es ist in dem Sinne kein "Schubsen" oder Durchlaufenlassen, sondern eher konstanter Druck / Zug, mit ich den Planeten tatsächlich ziemlich ruhig in der Bildmitte halten kann.

Grundsätzlich sollte so eine konstante Nachführung wie mit Motor vorhanden sein, wo man ggf. ja auch per Steuerung hin und wieder ein wenig ausgleicht...
Das mit dem Koma ist natürlich ein Thema, auch wenn ich mit f/16 aufnehme und die Abbildung ja theoretisch schon sehr nach an der optischen Achse stattfinden müsste! Ich kann ja kaum mehr tun als den Planet möglichst mittig auf dem Sensor abzubilden, oder? Um das sicherzustellen (und auch max. fps zu erreichen), aktiviere ich auch zusätzlich vor der Aufnahme ein ROI (FireCapture), das mittig im Sensorbereich gesetzt wurde.

Ich habe auch ein kurzes "Making Of" Video dazu gemacht, um das live am Jupiter vorzuführen (kleiner Aufbau: 8m Brennweite bzw. f/16) - hoffe, dass der externe Link ins Meta-Universum funktioniert... ;-)

Screenshot_Planetenfotografie_am_Dobson.png
"Making of" Video auf Instagram ansehen

Das mit dem Kaffe ist natürlich ein Scherz... ;-)
Alternativ kann ich gern versuchen, das Video hier hochzuladen, allerdings dann wohl ohne Ton...

Praktische Tipps (wer sich das tatsächlich antun will):
  • Ich setze die Kamera immer möglichst gleich orientiert in den OAZ ein, so dass die Abbildung immer aufrecht ist und ich weiß, in welche Richtung der Planet im Bild wandert.
  • Laptop/Bildschirm hoch und nahe des OAZ positionieren - so hat man einen guten Blick drauf während des Fokussierens
  • Gut positionierte und in der Hand liegende Kugelgriffe am vorderen Tubus-Ende
  • Große Höhenräder helfen. Die Lager/Laufflächen an den Höhenrädern und unterer Drehplatte der Rockerbox behandle ich regelmäßig mit Autowachs. Die Dobsonmechanik muss solide und robust dastehen, die Nachführung sauber und weich laufen ohne Ruckeln, Schwingen, Wackeln. Das ist bei diesem klassischen, schwer gebauten Dobson glücklicherweise noch der Fall. ;-)
  • Wenn der Planet möglichst nah den Südpunkt steht bzw. diesen passiert, fällt die Nachführung leichter und die Beobachtungsbedingungen aufgrund Objekthöhe theoretisch auch am Besten.
  • Handschuhe und warme/isolierende Kleidung, damit man nicht zittert! :-D Handschuhe sind tatsächlich der Schwachpunkt: Die nachführende linke Hand am Dobson kann einen dickeren, warmen Handschuh tragen, an der rechten Hand habe ich aber Handschuhe, an denen ich zwei Finger freilegen können muss, um den Laptop zu bedienen...
Ehrlicherweise muss ich aber schon sagen, dass dieses Teleskop in jeder Hinsicht und schon beim ersten Gedanken damit irgendwas fotografieren zu wollen, mir ganz schonungslos klar macht, dass ich eigentlich komplett durchgeknallt sein muss und dass ich es doch lieber mehr für den Zweck einsetzen sollte, für den es mal gebaut wurde und hervorragend geeignet ist: Visuelle Beobachtung! :-)

Ist wirklich erstaunlich, was du immer für ein Seeing hast.
Das täuscht und erscheint so, weil man gewöhnlich nur seine besten Ergebnisse gern vorzeigt. :-D
Ich würde sogar behaupten, dass ich - verglichen mit anderen Standorten und Häufigkeit, mit der andere Fotografen super Aufnahmen präsentieren - einen maximal mittelmäßigen Standort mit sogar ziemlich schlechtem Seeing habe. Wenn ich auf zurückliegende Aufnahmeversuche und die Daten-Historie auf meiner Platte sehe, dann habe ich hier bei maximal jedem 10ten Versuch und vielversprechenden Abend ein wirklich brauchbares Seeing, das es auch erlaubt, das Auflösungsvermögen der eingesetzten Öffnung auch nur annähernd am Planeten umzusetzen. Mit dem 14,5"er bin ich immerhin schon mal recht nahe an diese Grenze gekommen, meine ich - mit dem 20"er dagegen noch nie.
Auch in diesem Fall bei Weitem nicht, würde ich sagen. Ich behaupte jetzt einfach mal, ein solches Jupiterbild ließe sich auch mit 16" oder sogar darunter schaffen.

Schöne Grüße und klaren Himmel!
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,
das hört sich alles sehr gut und reflektiert an. Du weißt, was du tust, und redest dir die Welt auch nicht schöner, als sie ist. Mich würde es tatsächlich mal interessieren, wie es sich anfühlt, einen 50-cm-Dobson zu bewegen. Ich sollte mal zu einem Teleskoptreffen fahren.
Bezüglich Handschuhe könnte ich in wenigen Tagen womöglich etwas beisteuern. Ich habe mir beheizbare Handschuhe bestellt. Das Besondere soll sein, dass sie sehr dünn sind und man damit Displays und Tasten bedienen kann. Sollte das funktionieren, werde ich berichten.
VG ralf
 
Hallo Ralf,

ließe sich grundsätzlich gerne einrichten. Solltest Du zufällig mal irgendwie Richtung Süden kommen im August, gäbe es da das BTM im Naturpark Altmühlal... bin da immer fest dabei seit über 25 Jahren. :-) Da stehen auch immer mindestens 3-4 20-Zoller rum.

Das mit den Handschuhen klingt interessant!
Bislang war ich bei beheizbaren Kleidungsstücken immer etwas skeptisch, da es ja letzlich wieder Wärmequellen sind und ich aufgrund meiner manuellen Nachführung ja immer relativ nahe am Strahlengang und FS stehe...

Viele Grüße,
Peter
 
Nachdem im visuellen Forum und auch hier relativ häufig über sichtbare und fotografierbare Strukturen auf den Jupitermonden zu lesen ist, habe ich mir jetzt mal auch die Möndchen auf meiner Aufnahme genauer angeschaut und mit simulierten WinJupos Ansichten bzw. NASA New Horizon Aufnahmen verglichen.

Da die Renderings in den verfügbaren Planetariumsprogrammen farblich und grafisch nicht immer optimal mit den niedrig aufgelösten Teleskopaufnahmen vergleichbar sind, habe ich sozusagen im "reverse engineering" Verfahren einfach die simulierte Darstellung bzw. NASA Sonden-Aufnahme künstlich verschlechtert bzw. weichgezeichnet und durch Gammakorrektur in Richtung der Teleskopaufnahme getrimmt. Dieser Zwischenschritt scheint mir einen besseren Vergleich mit eigenen Teleskopaufnahmen zu ermöglichen und die Identifizierung möglicher realer Strukturen zu erleichtern.

Zudem habe ich auch mal zwei verschiedene Aufnahmesequenzen von Ganymed mit zeitlichem Abstand und leicht unterschiedlichen Kamera-/Stacking-Einstellungen zu Summenbildern verarbeitet und miteinander verglichen: Die Strukturen sind definitiv reproduzierbar, was aus meiner Sicht schon mal dafür spricht, dass sie keine Zufallsprodukte von Seeing sind.

Zunächst - so sehen die Monde auf meiner Aufnahme in 600% Skalierung aus:
Screenshot_Ganymed_Kallisto_Skal600Pro.png



Ganymed
- bei Ganymed erscheint eine dunklere Region (Perrine Regio?) relativ eindeutig und sogar mit charakteristischer Form identifizierbar zu sein:

Screenshot_Vergleich_Ganymed_Skal800Pro.png


Links: WinJupos Simulation
Mitte: WinJupos Simulation weichgezeichnet (Denoise Filter in Registax + Gammakorrektur, 15° Rotation)
Rechts: Aufnahme 20" Dobson


Kallisto
Screenshot_Vergleich_Kallisto_Skal800Pro.png


Links: NASA / New Horizon Aufnahme (Quelle: Capturing Callisto - NASA Science)
Mitte: New Horizon Aufnahme weichgezeichnet (Denoise Filter in Registax + Gammakorrektur, 40° Rotation)
Rechts: Aufnahme 20" Dobson

Bei Kallisto kommt jetzt sicherlich noch der Effekt der unterschiedlichen Phasenbeleuchtung hinzu. Ich bin da jetzt kein Experte, was diesen Mond betrifft, aber speziell bei unserem Erdmond gibt es ja auch deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung hellerer Oberflächenstrukturen je nach Phase: Während manche Kraterzonen bei Vollmond auffällig hell strahlen und sogar mit bloßem Auge sichtbar werden (z.B. Tycho), erscheinen diese bei zunehmender/abnehmender Phase nahezu unscheinbar.


Vielleicht haben andere hier sich schon eingehender mit den theoretisch abbildbaren Jupitermond-Strukturen beschäftigt und können meine Untersuchung hier bestätigen oder vielleicht sogar sicher erkannte Details benennen.
Für mich grenzt das schon fast an Kaffesatzleserei, auch wenn ich das Thema sehr spannend finde. :-D

Schöne Grüße,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ralf,

Mich würde es tatsächlich mal interessieren, wie es sich anfühlt, einen 50-cm-Dobson zu bewegen. Ich sollte mal zu einem Teleskoptreffen fahren.
Das ist nie verkehrt, da man auf den größeren Teleskoptreffen viele toll realisierte Ideen zu sehen bekommt. Auf dem ITV beispielsweise stehen eine Vielzahl größerer Dobsons manchmal bis über 1m Öffnung. Mit meinem 22er bin ich schon etliches Male auf dem ITT gewesenen und auch auf dem ITV, allerdings als rein visueller Beobachter.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Peter,

Vielleicht haben andere hier sich schon eingehender mit den theoretisch abbildbaren Jupitermond-Strukturen beschäftigt und können meine Untersuchung hier bestätigen oder vielleicht sogar sicher erkannte Details benennen.
Hierzu gibt es aktuell parallel laufende Diskussionen hier im Board. Bezüglich fotografisch abbildbarer Strukturen auf den Jupitermonden könntest dir auch die oftmals gezeigten Aufnahmen von Mike aus Österreich anschauen und vergleichen.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Peter und Werner,
ja, ich denke, ich werde mich mal umschauen bzgl. Teleskoptreffen.
Zu den Simulationen und den Details auf den Monden:
Ich lasse mir die Ansicht oft hier ausgeben:
So ein Profilbild weichzuzeichnen, ist eine gute und allgemein praktizierte Vorgehensweise.
Ein Gauss'scher Weichzeichner ist sicher gut. Bedenkt man aber, dass in unseren Bildern nur Licht verwertet wird und keine Dunkelheit, der Weichzeichner aber die Pixel weichzeichnet, also sowohl helle als auch dunkle Bereiche, so könnte das Ergebnis authentischer sein, wenn man den Weichzeichner nur auf die Lichter anwendet.

So oder so sehe ich eindeutig Details in deinen Bildern und in vielen anderen. Schwierig wird es, wenn es um dunkle Strukturen in der Mitte geht oder helle am Rand. Hier schlägt dann der erste Beugungsring zu und es wird komplizierter. Europa ist da ganz knifflig.
VG ralf
 
Hallo Ralf,

ich verwende Guide 9.1 oder Sky Safari Pro für die Mondedarstellungen. Allerdings besteht bei mir die Schwierigkeit, dass ich rein visuell unterwegs bin.

Zum einen hat das Auge nicht annähernd den Kontrastumfang wie ein bearbeitetes, hoch aufgelöstes Foto mir der Auswahl und Addition der besten Einzelaufnahmen, zum anderen muss das Seeing vielleicht sogar noch eine Spur im Vergleich zur Fotografie besser sein, da allerfeinste Details bei der visuellen Beobachtung nur in ganz ruhigen Momenten eindeutig erkannt werden können.

Diese Momente sind in unseren Breiten normalerweise ziemlich rar. :giggle:

Viele Grüße
Werner
 
So ein Profilbild weichzuzeichnen, ist eine gute und allgemein praktizierte Vorgehensweise.
Ein Gauss'scher Weichzeichner ist sicher gut. Bedenkt man aber, dass in unseren Bildern nur Licht verwertet wird und keine Dunkelheit, der Weichzeichner aber die Pixel weichzeichnet, also sowohl helle als auch dunkle Bereiche, so könnte das Ergebnis authentischer sein, wenn man den Weichzeichner nur auf die Lichter anwendet.

Interessanter Tipp, daran hätt ich jetzt gar nicht gedacht! Das werd ich gern ausprobieren.

Zum einen hat das Auge nicht annähernd den Kontrastumfang wie ein bearbeitetes, hoch aufgelöstes Foto mir der Auswahl und Addition der besten Einzelaufnahmen, zum anderen muss das Seeing vielleicht sogar noch eine Spur im Vergleich zur Fotografie besser sein, da allerfeinste Details bei der visuellen Beobachtung nur in ganz ruhigen Momenten eindeutig erkannt werden können.

Diese Momente sind in unseren Breiten normalerweise ziemlich rar. :giggle:

Es soll ja aber auch visuell möglich sein, wie man liest (siehe dazu auch aktuelles Thema im visuellen Board).
Die Monde als Scheibchen sind bei brauchbarem Seeing ja fast immer gut erkennbar, aber Strukturen hab ich persönlich jetzt noch nie sicher wahrnehmen können.
Die Jupitermonde sind jedenfalls echt spannende Objekte! Ich muss es unbedingt auch mal wieder visuell probieren - wenn nach bald 4 Monaten jetzt dann vielleicht auch endlich mal das bestellte 4,5mm-Okular bei mir reinflattert... :-D

Schöne Grüße,
Peter
 
Hallo Peter,
Update zum Thema beheizbare Handschuhe:
Zunächst mal: Die Standardvariante sitzt recht eng. (Chinesen sind halt kleiner und haben vermutlich auch schmalere Finger. Aber es geht schon.
Man spürt die Heizung, aber die Hände werden nicht wirklich warm, eher werden sie auf Normaltemperatur gehalten. Von außen kann man keine Wärmeentwicklung feststellen. Tatsächlich kann man mit dem Zeigefinger recht gut ein Touch-Display bedienen. Z. B. Handy. Tastatur geht auch ohne Probleme. Auch Fokusknöpfe oder Handsteuerboxen gehen ganz hervorragend. Was nicht so gut geht, ist das Mauspad auf dem Laptop. Hier springt der Cursor doch recht oft. Bei der Planetenfilmerei bediene ich recht oft die Handsteuerbox oder die Steuerung für den Fokus. Das kann ich ab sofort mit warmen Fingern machen. So gesehen haben sich die 20 € schon gelohnt.
VG ralf
 
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