Jupiter mit Ganymed und Io am 22.09.2010

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marioweigand

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Hallo allerseits,

hier ist nach langer Zeit mal wieder ein neues Bild von mir.
Abgesehen davon, dass der Sommer für Planeten hier ziemlich besch** war,
gab es auch einen Umzug zu bewältigen...
Es heißt für den Aufnahmeort aber immernoch "Balkon in Offenbach". ;)

Jupiter mit Ganymed und Io bei relativ guten Bedingungen:

Link zur Grafik: http://www.skytrip.de/jupiter/jupiter2010-09-22a.jpg

Volle Bildgröße


Viele Grüße,

Mario
 
Hallo Mario,

tolles Bild, habe mich schon gefragt, wo du diesen Sommer bleibst. Seeingmäßig waren aber doch einige gute Nächte dabei, wenn ich mir die Qualität hier im Forum so ansehe. An mir sind die meisten davon allerdings ebenfalls vorbei gegangen.

In der vollen Auflösung scheint mir dein Jupiter etwas verwaschen, bisschen stark geglättet oder doch etwas Rotation hinein gekommen? 70% der Größe sehen für mich besser aus. Ganz anders allerdings die Monde, die kommen bei 100% sehr gut rüber!

CS
Stefan
 
Hallo Mario,

ein schöner Jupiter mit tollen Details, auch an den Monden :super: Wir haben zu ungefähr gleichen Zeit gearbeitet, ich hoffe Du hast nichts dagegen, wenn ich als Vergleich mein Bild hier reinstelle. Ich finde, dass man schön die Details vergleichen kann, wobei Deine Auflösung natürlich um einiges besser ist. Trotzdem: ich hatte bezüglich der kantigen Strukturen links neben dem GRF meine Bedenken, ob das nicht Bearbeitungsartefakte seien, aber auch in Deinem Bild sind sie in dieser (wie ich finde ungewöhnlichen) Form sichtbar.

Der Ganymed ist leider auf meinem Bild nicht sichtbar, da Autostakkert blöderweise das Bild der DMK31 beschneidet...

C11@ f/20 500 von 1000 Bilder @15fps

Link zur Grafik: http://astromaciek.de/Astrobilder/Planeten/Jupiter/2010/conv_Jupiter2209100005_Rg3_q278_RGB.jpg

Viele Grüße & cs,
Maciek
 
Moin Stefan,

> Seeingmäßig waren aber doch einige gute Nächte dabei

Naja, diese Nächte gab es zwar, ab nicht hier.
Hier war es in diesen Fällen ausnahmslos dicht.

> In der vollen Auflösung scheint mir dein Jupiter etwas verwaschen, bisschen stark geglättet oder doch etwas Rotation hinein gekommen? 70% der Größe sehen für mich besser aus. Ganz anders allerdings die Monde, die kommen bei 100% sehr gut rüber!

Hm, empfinde ich etwas anders. Aber pro Farbkanal habe ich nur 30s aufgenommen.
Viel Unschärfe durch Rotation kann nicht drin sein.
Das Seeing war in den guten Momenten so bei 7/10.
Mehr ging in der Nacht einfach nicht.

Viele Grüße,

Mario

 
Hallo Maciek,

ein schöner Jupiter ist dir da gelungen! :)
Ich habe mich auch ein wenig über die Zacken gewundert.

> Der Ganymed ist leider auf meinem Bild nicht sichtbar, da Autostakkert blöderweise das Bild der DMK31 beschneidet...

ja, das stört mich auch ein wenig, aber ansonsten ist es ein super Programm.
Den Monden habe ich ohnehin eine eigene RGB-Sequenz spendiert.
Die habe ich dann einfach durch Registax gejagt.

Viele Grüße,

Mario
 
Hallo Mario,

für mich eine der ausgewogensten Bearbeitungen. Ganymed ist super geworden (wenn ich richtig verstanden habe extra bearbeitet?). :super:


Viele Grüße,
Torsten

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mario,

schön, dass Du uns hier nach längerer Zeit wieder einmal mit einem Besuch beehrst - und dann gleich mit solch einem Hit! Dein Ganymed ist so perfekt gelungen, dass es mir vorkam, als hättest Du bei der Bearbeitung auf diesen zentriert. Dann hätte aber der Planet vermutlich noch breitere Farbränder bekommen.

Wie schon an andere Stelle beschrieben habe ich vor, die Farbkonvergenz durch eine spezielle Aufnahmetechnik mit gemorphten Farblayern in den Griff zu bekommen. Bei solch großen Teleskopen wie Deinem scheint mir so etwas unerlässlich, wenn man nicht gleich mit einer RGB-Kamera aufnehmen will.

Vorgestern Nacht hatte ich bereits eine längere Jupiter-Serie mit dieser Absicht aufgenommen, war dann aber gestern bei der Verarbeitung doch etwas enttäuscht über die unzureichende Qualität des Videomaterials. Die Jupiter-Saison bietet aber hoffentlich noch weitere Gelegenheiten. Die wünsche ich insbesondere auch Dir!

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Mario,
ganz großes Kino. Eine erstklassige Arbeit, ich bin regelmäsig auf deiener HP und habe schon ungeduldig auf deinen Jupiter gewartet.
Deine Bildbearbeitung ist hervorragend, gilt auch als Referenz meiner ersten Jupiteraufnahmen.

Viele Grüße
Robert
 
Hallo Jan und Robert,

vielen Dank für euer Feedback!

Wie schon an andere Stelle beschrieben habe ich vor, die Farbkonvergenz durch eine spezielle Aufnahmetechnik mit gemorphten Farblayern in den Griff zu bekommen. Bei solch großen Teleskopen wie Deinem scheint mir so etwas unerlässlich, wenn man nicht gleich mit einer RGB-Kamera aufnehmen will.

Hm, mit dem Morphen ist das so eine Sache, da die Strukturen in den
einzelnen Farbkanälen unterschiedlich aussehen, geht das wahrscheinlich nicht.
Man müsste den Weg über eine 3D-Kugelprojektion gehen.
Also die Farbkanäle auf eine Kugel legen und entsprechend zurück drehen.
Das gibt es ja eigentlich schon in Form des LTVT von Jim Mosher.
Dort legt man Mondbilder auf eine Kugel und kann sich das ganz
mal (in erster Näherung)in einer anderen Perspektive anschauen.


...war dann aber gestern bei der Verarbeitung doch etwas enttäuscht über die unzureichende Qualität des Videomaterials.

Ja, die meisten RGB-Sequenzen sind bei mir auch in die Hose gegangen, nur 2 von 10 waren brauchbar...

Viele Grüße,

Mario
 
Zitat von marioweigand:
Hm, mit dem Morphen ist das so eine Sache, da die Strukturen in den einzelnen Farbkanälen unterschiedlich aussehen, geht das wahrscheinlich nicht.
Hallo Mario,

da sehe ich eigentlich keine Schwierigkeit. Wenn ich z.B. in der zeitlichen Reihenfolge B-G-R-G-B aufnehme, dann bleibt R ungemorpht und aus den jeweils 2 Aufnahmen im B- und G-Kanal wird jeweils ein "mittiges" Zwischenbild gemorpht. Die Zwischenbilder müssten dann genauso aussehen wie wenn sie gleichzeitig mit dem Rotkanal aufgenommen worden wären, d.h. insbesondere in der gleichen Rotationsstellung des Planeten, die er auch zum Zeitpunkt der Rotaufnahme innehatte. Die selbstverständlich bestehenden Unterschiede in den einzelnen Farbkanälen bleiben dabei erhalten - das sollen sie doch wohl auch!


Zitat von marioweigand:
Man müsste den Weg über eine 3D-Kugelprojektion gehen. Also die Farbkanäle auf eine Kugel legen und entsprechend zurück drehen. Das gibt es ja eigentlich schon in Form des LTVT von Jim Mosher. Dort legt man Mondbilder auf eine Kugel und kann sich das ganz mal (in erster Näherung)in einer anderen Perspektive anschauen.
Das erscheint mir - gemessen an der Aufgabe - viel zu aufwendig.


Zitat von marioweigand:
Ja, die meisten RGB-Sequenzen sind bei mir auch in die Hose gegangen, nur 2 von 10 waren brauchbar...
Klar - gemessen am bestmöglichen Auflösungsvermögen bist Du natürlich mit Deinem großen Teleskop durch das Seeing viel stärker "behindert" als andere. Ich merke den Unterschied jetzt schon recht heftig nach der Aufrüstung von 6" auf 10". Größere Teleskope erforden offensichtlich auch größere Geduld ...

Dank und Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

> Wenn ich z.B. in der zeitlichen Reihenfolge B-G-R-G-B aufnehme...

Ok, so kann man das natürlich probieren.
Wobei mir das morphen dennoch ein wenig Bauchschmerzen bereitet.
Das sollte man mal ausprobieren und mit normalen RGBs vergleichen.
Bei der nächsten Gelegenheit nehme ich ein paar BGRGB-Sequenzen auf.
Welches Tool verwendest du zum morphen?

Insgesamt viel "Gebastel" für ein einziges Bild. Aber probieren kann nicht schaden.


> Das erscheint mir - gemessen an der Aufgabe - viel zu aufwendig.

Eben, das würde ich auch nie machen.


> Größere Teleskope erforden offensichtlich auch größere Geduld ...

Ja, aber wenn, dann lohnt sich die Geduld... ;)


Viele Grüße,

Mario

 
Hallo Mario,

Klar - das muss man probieren! Vorteile sollte dieses Verfahren dann bringen, wenn das einfache RGB-Verfahren zu sichtbaren Farbrändern an Jupiter und natürlich - viel schlimmer - an dessen Monden führt. Bei größeren Teleskopen ist das regelmäßig der Fall, es sei denn, man hätte eine superschnelle Kamera und könnte die komplette RGB-Serie in weniger als einer halben Minute aufnehmen.

Beim BGRGB-Verfahren hat man ja viele Minuten Zeit. Wie meine kürzlich vorgestellte Jupiterserie zeigt, insbesondere die fließende Animation (Achtung: 11MB!), darf sich die Zeitspanne zwischen zwei aufeinanderfolgenden Ausgangsbildern ohne weiteres auf 10 min erstrecken.

Zum Morphen verwende ich PaintStar/MorphMaker.

Gruß, Jan
 
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