Jupiter mit Kompaktdigi bei wechselndem Seeing

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moonbouncer

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Hallo zusammen,

nachdem wir hier im Norden in den letzten Wochen nur sehr wenig mit wolkenfreiem Himmel verwöhnt wurden und insbesondere der Januar fast ein Totalausfall bezüglich Jupiterbeobachtung war, nutzte ich dennoch jede sich bietende Gelegenheit um endlich mal wieder den Gasplaneten abzulichten.
Jetzt im Februar wurde die Situation zwar etwas besser, obwohl bei aufklarendem Himmel das Seeing hingegen größtenteils bescheiden war!
Trotz alldem traue ich mich einfach mal, hier meine bescheidenen Ergebnisse von Ende Dezember 2012 bis zum 9. Februar 2013 hereinzustellen.

Link zur Grafik: http://www.fotos-hochladen.net/uploads/kollektionletz8bz4w97em5.jpg
Aufgenommen wurden die Bilder wieder am 114/900 Newton, 6mm Okular, manuell nachgeführt, EQ-2, mit der Canon Powershot im Videomodus mit 30fps bei 6fach Zoom. Bearbeitet mit Fitswork und Gimp.

Ich denke, hier ist auch die Grenze des Machbaren erreicht, denn bei der relativ hohen Brennweite ist es sehr schwierig, bei händischer Nachführung aufgrund der schnellen Bewegung vom Jupiter durch das Gesichtsfeld, brauchbare Bilder zu bekommen. Zudem strapazierte teilweise starker Wind die ohnehin schon schwache Montierung.
Um eine ernstafte Dokumentation, besonders vom GRF zu erstellen, was ich ich mir eigentlich vorgenommen hatte, waren die Abende wie gesagt zu selten nutzbar! Bei der Aufnahme vom 5.Februar konnte ich immerhin 700 von 1800 Frames zur Bearbeitung nutzen!
Nun bin ich sehr gespannt auf eure Kritik!

Viele Grüße, CS, Uwe



 
Hallo Uwe,

also, erstmal "Hut ab" vor Deiner Ausdauer. Ich weiß, wie schwer es ist, mit Deiner Ausrüßtung überhaupt einen Jupiter abzubilden. :)

Ich denke, viel mehr als die gezeigten Bilder ist nicht machbar. Eventuell wird es sogar leichter, wenn Du nicht ganz so stark vergrößerst. Also entweder weniger Zoom, oder ein langbrennweitigeres Okular. Klar wird der Jupiter dann etwas kleiner, aber er wirkt dann schärfer. Du kannst mit der Belichtungszeit ein wenig kürzer gehen und damit eher noch das Seeing einfrieren...

Zur Präsentation:

links vom Jupiter vom 5.2. ist etwas "blau" zu sehen. Da hast beim Einfügen net aufgepaßt. Das würde ich noch wegschnippeln/schwarz drüber kopieren.

Der Jupiter vom 9.2. ist oben und unten abgeschnitten. Nimm nochmal das original bearbeitete Bild her und schneide Jupiter ein bissy größer aus, ohne den Rand abzuschneiden...

Du hast sicher gemerkt wie viel Spaß man mit den Planeten haben kann, denk drüber nach, ne gebrauchte EQ3 zu erwerben. Mit Motoren ;)

Dann kannst viel besser arbeiten, weil der Motor die Nachführung übernimmt...
 
Hi Uwe,
eigentlich hat Fee ja alles gesagt. Nur kann ich bestätigen, dass hier im Norden kaum einmal richtig gutes Seeing war. Käme nochmalso eine Phase wie Anfang Oktober 2012, dann wäre sicher noch deutlich mehr möglich.
Hast du schon einmal probiert, etwas mehr Sättigung zu geben? Vielleicht wirken die Bilder dann etwas "lebendiger" und "dramatischer". So kommen sie mir etwas "kühl" daher.
Die Leistung der manuellen Nachführung finde ich immer wieder bewundernswert.
Viele Grüße und CS
Martin
 
Hallo Uwe,

Schön mal wieder etwas von Dir hier zu sehen, da Du ja wie ich auch durchs Okular eines 114/900 mm Newton filmst.

Ich habe am 27.12.12 und am 09.02.13 auch Aufnahmen gemacht, anbei meine besten Ergebnisse.

Was für ein 6mm Okular hast Du verwendet ? (Augenlinse sollte recht groß sein). Da wäre ein Okular mit etwas mehr Brennweite vielleicht besser. Ich habe mit dem 8mm TS-Planetary und dem TS-SW 15 mm gute Erfahrungen gemacht.

Auch ich verwende zur Nachbearbeitung fitswork. In Deinen Bildern steckt vielleicht noch mehr drin. Sie sind noch sehr hell, da könntest Du vielleicht noch mehr mit dem Histogramm arbeiten (linke Rand mehr nach Innen).

Wie schärfst Du die Bilder ?

Ich verwende Gauss-Schärfen Radius ca. 2.5 Schwelle 0 und Stärke ca. 250, danach noch Wavelet Rauschfilter Detailverstärkung Layer 1.

Ist Dein Teleskop auf den Polarstern ausgerichtet ?
Ich mache das nur recht grob, aber zumindest so, dass der Jupiter ca. 2 Min auf einer Achse manuell nachgeführt werden kann. Dann habe ich bei einer 2 Min. Aufnahme nachher ca. 1 1/2 Min. brauchbares Material bei 30 fps.

Hast Du bei deiner Digicam die Belichtungkorrektur verwendet ?
Ich muss da immer -2 Belichtungskorrektur einstellen, mehr geht leider nicht, denn selbst da ist der Jupiter bei kleinerer Vergrößerung sehr hell.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen.

Gruß,
Holger


 

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Hallo Fee, Hi Martin und Holger,
herzlichen Dank für euer Feedback!

@: Fee, bei meiner Präsentation hast du die Sache auf den Punkt gebracht; - ja, das kann passieren, wenn man so wie ich keinen vernünftigen Monitor besitzt! Das nehme ich jetzt einfach mal als Entschuldigung! Besonders für die Bildbearbeitung ist es besser, einen kalibrierten Röhrenmonitor zu benutzen. Aber so langsam gewöhne ich mich auch an die neue Situation. Als ich jedoch am Laptop meines Sohnes das Bild betrachtete, fiel auch mir auf, dass die "Bearbeitungsrückstände" sehr deutlich zu sehen sind! Unter dem Motto - Ohje, was habe ich denn da gepostet!
- Und die Montierung ist natürlich die absolute Schwachstelle; mit motorischer Nachführung ist es natürlich vorteilhaft, wenn auch nur in Rektaszension! - Kommt natürlich auf´s Einnorden an.

@: Martin, dir vielen Dank für den Hinweis mit der Farbsättigung; das werde ich mir nochmal zu Gemüte führen. Vielleicht hätte ich die aktuellen Bilder mit kleinerer Brennweite, (hattest du mir, glaub ich, auch mal vorgeschlagen), kürzer belichten; bzw. noch mehr mit der -Blende arbeiten sollen. Übrigens habe ich die Versuche mit den 60fps erstmal "auf Eis" gelegt.
Hattest du noch am 13. Februar Gelegenheit ein paar Streams zu machen? Da war es hier relativ klar und ich hab noch so´n paar Videos anfertigen können!
Vielleicht stelle ich die Bilder, wenn gelungen, auch in diesen Thread!

@: Holger, deine Bilder erstaunen mich jedesmal wieder! Wie immer die gleiche Qualität und auch hervorragend von der Auflösung. Mit dem Seeing scheinst du wohl kaum Probleme zu haben. Interessant wäre vielleicht noch, von wo du beobachtest! Da kann man mal sehen, was doch alles mit dem 4.5" Newton machbar ist.
- Zu meinem Okular: Das 6mm ist kein spezielles Planetenokular, dazu noch eins mit stecknadelkopf-"großer" Augenlinse.
- Die Bildbearbeitung gestalte ich ähnlich wie du, jedoch kommt es immer darauf an, wieviele Frames man verwenden konnte, wie das Seeing war, usw. Da ist es schwierig bei unterschiedlichen Aufnahmen immer nach dem gleichen "Strickmuster" zu verfahren.
- Zur Nachführung; ich habe grob eingenordet und muss geringfügig auf der Deklinationsachse korrigieren.
Es ist aber besonders bei Aufnahmen mit Stativ Vorsicht geboten, denn wenn man Jupiter durchs Gesichtsfeld "laufen" lässt, besteht die Gefahr, beim nächsten Durchlauf die Kamera nicht in der optisch korrekten Achse zu haben und dadurch Bildfelddrehungen riskiert! Außerdem kann der Abbildungsmaßstab variieren!
- Die Belichtungskorrektur habe ich eigentlich immer auf -2 Blenden stehen. Aber da muss man wiederum die Brennweite berücksichtigen, da das Bild dann ja auch lichtschwächer wird!

Die Jupitersaison ist ja noch nicht ganz zu Ende und ich hoffe, dass wir noch einige schöne Aufnahmen hinbekommen. - Wenn das Wetter mitspielt!

Vielen Dank für eure Hilfe,
Grüße und CS, Uwe

 
Hallo Uwe,

Ich habe mir jetzt selbst eine Klemme gebastelt, das ist jetzt viel einfacher mit den Aufnahmen.

Ich habe auch ein 6,3mm Plössl mit kleiner Augenlinse, das kann ich eigentlich kaum mit der Digicam verwenden.
Da solltest Du mal ein Okular mit etwas größerer Brennweite und Augenlinse ausprobieren.

Gruß,
Holger
 
Halo Uwe,
vielleicht könntest du ja mal dein bestes 16bit Summenbild ungeschäft den anderen zur Verfügung stellen?
Dann könnte man noch selber probieren was da noch rauszuholen ist. Die gängigen Stacking-Progs kennst du ja sicher.
Nimmt deine Cam eigentlich in mp4 auf? Da könnten auch noch Details flöten gehen. Aber trotzdem super Ergebnisse fürs Equipment - sag ich ja immer.
 
Hallo Peter,
danke auch dir für die Tipps!

Leider hatte ich in den letzten Tagen ein wenig Arbeitsstress und dann hatte ich mir noch den "neuen" Jupiter vom 13. Februar zur Bearbeitung vorgenommen, daher kann ich erst jetzt antworten.
Deinem Vorschlag mit dem 16bit Summenbild würde ich ja gerne nachkommen, jedoch bekomme ich sie nicht als Tiff-Datei hochgeladen. Gib doch mal´n Tipp, wie ich das realisieren kann!
Ich fände es durchaus spannend, wenn vielleicht jemand noch mehr aus der Aufnahme herausholen könnte.
Übrigens nimmt meine Kamera im AVI-Format bei 640x480px bei 30fps auf. Sie kann auch bei 15 oder 60fps aufnehmen.

Viele Grüße aus Wardenburg und CS, Uwe
 
Hallo,

nach mehreren Versuchen hab ich es nun dank Zyklop-Peter´s Hilfe endlich geschafft, das beste 16bit Summenbild der Aufnahme vom Jupiter am 27.12.2012 als Link hier hereinzustellen! Danke, Peter!
http://www.file-upload.net/download-7251014/Summe_2.tif.html

Vielleicht hat jemand Interesse, sich meines Bildes anzunehmen und es eventuell noch neu zu bearbeiten! Bin mal gespannt, ob da noch etwas herauszukitzeln ist!

Einen Jupiter konnte aber noch bei mäßigem Seeing am 13. Februar (ist hoffentlich nicht der letzte in dieser Saison), dann auch noch ablichten. Diesmal bei geringerer Brennweite.
Im Vergleich zu meiner Präsentation bemerkt man schon deutlich den kleineren Durchmesser des Planetenscheibchens!
Außerdem bekam ich ihn diesen Abend aufgrund des Seeings nicht so richtig scharfgestellt!
Aber einige Strukturen und die hellere Wolke im SEB lassen sich gut ausmachen. Interessant war die Konstellation der beiden Jupitermonde Io und Europa.

Link zur Grafik: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/jupineugedr9hmft9sv2cz.jpg

Viele Grüße und CS, Uwe


 
Hallo Uwe,
mir steht eine etwas stressigere Woche bevor, aber ich werde mal sehen, was ich aus dem Bild heraus bekommen kann, wenn ich Zeit habe.
Die Variante mit etwas mehr Sättigung gefällt mir sehr gut, du hast aus der Technik schon einiges herausgeholt!
Viele Grüße und CS
Martin
 
Ich hab die Datei mal runtergeladen - ganz schön viele popups bei dem file-hoster.
Ist mir vorher mit adblock garnicht aufgefallen...uiuiui.
Vielleicht doch besser diesen hier nutzen
http://www.filedropper.com/ oder beim ollen Kimble
https://mega.co.nz/
Ist das wirklich das beste Summenbild?
Da krieg ich nix gescheites raus.
Versuche doch mal bei deiner Kamera die Belichtung auf Spotmessung einzustellen, damit Juüpiter nicht so hell wird - ist auch besser fürs Rauschen und Belichtungszeit.
VG
 
Puh schwieriges Material, aber dadurch lernt man ja bekanntlich am besten... Hier mein Ergebnis:

Link zur Grafik: http://img594.imageshack.us/img594/7796/summe24denoiseregistaxp.jpg

Sind leider schon ein paar "Einzelheiten" dabei, wo man nicht weiß, obs eher Artefakte sind :/ Man könnte jetzt natürlich wieder weichzeichnen (und nach Belieben dann nen groben Scharfzeichner drüber laufen lassen) - dann hat man ein Bild, das vllt mehr Menschen gefällt, ich wolltes so belassen, das ist natürlicher...

Soo, gerade beim Schreiben drüber nachgedacht, einfach noch ein wenig entrauscht und Helligkeit runtergeschraubt, Kontrast weiter erhöht:

Link zur Grafik: http://img17.imageshack.us/img17/7796/summe24denoiseregistaxp.jpg

Man kann ja sogar nen Mondschatten neben dem GRF jetzt erkennen :D

Bei Interesse folgt Bearbeitung noch, jetzt grad keinen Nerv mehr :)

Grüße Alexander

Edit: Das Zentrum ist übrigens ausgebrannt gewesen, nimm Jupiter in Zukunft etwas dunkler auf ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Uwe,

ich habe mich auch versucht, bin aber leider zu keinem besseren Ergebnis gekommen.





Die Aufnahme ist der wichtigste Moment. Wenn da alles passt, kann man auch mit recht wenig Aufwand in der Bildbearbeitung sehr gute Resultate erreichen.

Das wäre auch für mich der Ansatzpunkt. Die Kamera und die Optik müssen gut aufeinander abgestimmt sein. Das kann man auch durch Tests am Tage überprüfen. So hat man dann eine bessere Ausgangspostion. Es hilft also nur, auf die nächste Gelegenheit unterm Himmel zu warten...



CS,
Chris
 
Hi Uwe,

...das beste 16bit Summenbild der Aufnahme vom Jupiter am 27.12.2012 als Link hier hereinzustellen! Danke, Peter!
http://www.file-upload.net/download-7251014/Summe_2.tif.html

aus dem Bild kann ich nix vernünftiges rauszuholen. Da saß entweder die Kamera verkippt im Strahlengang, oder aber das Teleskop ist deutlich dejustiert. Jupiter ist für meinen Geschmack schon zu lang belichtet, wenn ich auch nur sachte schärfe, brennen sofort Teile aus. Schade. :(


 
Hallo,

erst einmal recht vielen Dank für eure Kritik und auch für die Mühe und Geduld denjenigen, die es versucht haben, aus diesem doch eher mittelmäßigem "besten" Summenbild noch etwas mehr herauszuholen, als ich es hier präsentierte!

-Martin: Danke auch für dein Feedback, ich hoffe das deine Woche nicht allzu stressig verläuft, aber astronomisch kann man ja ohnehin bei uns aufgrund des Wetters nicht viel machen. - Bis dann und hoffentlich noch schöne Bilder; am Wochenende soll es angeblich besser werden!
-Peter: Die Messfeld Einstellungen der Kamera werde ich mal probieren, ansonsten arbeite ich mit -2 Blenden, ich meine, Holger-komposer macht es bei seinen Aufnahmen ebenso. Aber ich empfinde "meinen" Jupiter dann immer noch zu hell. Ich benutze übrigens keine Filter. Vlt. könnte man die Öffnung des Teleskops noch etwas abblenden??
-Alexander: Danke, dass du dich meines Bildes angenommen hast. Das Problem liegt meinerseits wie gesagt an der Überbelichtung. Die EZ ist immer noch ausgebrannt. Dennoch finde ich dein Ergebnis recht ansprechend. Besonders das untere Bild finde ich ob der Weichzeichnung natürlicher, wenn man mal von den Rändern absieht.
Detailmäßig meine ich, dass z.T. auch durchs Schärfen, Artefakte entstanden sind! Ein Jupitermond-Schatten neben dem GRF kann es nicht sein, da zum Aufnahmezeitpunkt kein Durchgang war! - Diesen besonderen Moment würde ich aber gerne mal ablichten!
Vielleicht kannst du noch kurz sagen, mit welchem Workflow du gearbeitet hast bzw. was für ein Prog. du benutzt hast?
-Chris: Ich denke, mit der Aufnahmetechnik habe ich wohl noch so einiges nachzuarbeiten. Manchmal passt es; dann wieder nicht! Besonders mit dem 6mm Okular. Schwierig, schwierig. Grrrr!
-Fee: Schön, dass du es auch versucht hast!
Du hast ja wirklich ein geschultes Auge dafür, wenn etwas nicht genau stimmt. Aber ich freue mich über deine Kritik und versuche, die von dir angesprochenen Fehler zu beseitigen. (Die schlechte Wetterlage bietet sich momentan geradezu an!) Nicht zu übersehen ist der Lichtschleier unterhalb vom Jupiter! Das deutet immer noch auf die "leicht" fehlerhafte Kollimation hin. Außerdem kann es sein, dass das Gewicht der Digiklemme mit Kamera am OAZ eine Verkippung bewirkt hat, sodass sie nicht korrekt im Strahlengang lag!

Auf jeden Fall freue ich mich als "Newcomer" im Planeten-Filmen, was mir viel Spaß macht, über jeden Tipp!

Euch viele Grüße, CS, Uwe
 
Hallo Uwe,

was auf jeden Fall festzustellen ist, wenn du eines meiner Bilder in Fitswork öffnest, und mit der Maus über zB meinen fälschlicherweise als Mondschatten identifizierten Fleck gehst und dir die Vergrößerung auf der rechten Seite anschaust, fällt auf, dass definitiv irgendwas nicht ganz sauber ist (rechts und links des Flecks deutliche grüne Punkte usw). Was das sein könnte wurde schon genannt.
Als erstes das zu verbessern ist natürlich vom Gedanken her richtig und solltest du vor der nächsten Aufnahme. Aber bei dem schlechten Wetter schaut man ja auch, was mit dem schlechten Material möglich ist.

Ich hab den Großteil ins Fitswork gemacht:
-Gradationskurve angepasst und auf Farbwerte übertragen
-iteratives Gauss schärfen (2,11px; 40x; 70)
-iteratives Gauss schärfen (1,49px; 40x; 30)
(-Denoise mit einem Programm deiner Wahl, es bieten sich an: NeatImage, Topaz DeNoise, häufig auch gehört: Noise Ninja, ...)

Das Denoise kannste auch mit Fitswork (zB auch über wavelets) oder Registax (Einstellungen etwas mehr weichzeichnend) machen.

Weiter ging es dann mit Registax: Wavelet Schärfung linear, Gauss, linked layer
- 0,40 / 0,08 / 100
- 0,25 / 0,10 / 34,9
- 0,45 / 0,12 / 26,3
- 0,00 / 0,14 / 11,0
- 0,00 / 0,16 / 4,8

Jeder - steht für ein layer. Die Einstellung stehen für:
Denoise / Sharpen / Wert
Hier müsste man schauen, ob man die Denoise Werte nicht einfach ein wenig erhöhen kann, ohne vorherige Weichzeichnung (hauptsächlich wahrsch den ersten Wert)

Zum Schluss hab ich den Feinschliff mit PS gemacht, geht genauso in Gimp:
Farbton/Sättigung, Gradienten, Helligkeit/Kontrast, Gradient
Das hat natürlich nichts mehr mit dem Schärfen zu tun und gehört nur noch zur Ästhetik des schönen Bilds! Wobei eine Kontrasterhöhung meist auch so wirkt, dass das Ergebnis ein wenig schärfer aussieht.

Hoffe das ist nachvollziehbar

Grüße und weiterhin viel Erfolg!

Alexander
 
Jawoll,
das ist sehr gut nachvollziehbar!
Danke Alexander für deine Ausführung. Ich hoffe mal, das schlechte Material wird hoffentlich bald durch besseres ersetzt. Werde mich bemühen!
Dir auch viel Erfolg.
CS, Uwe
 
Hallo,

Alexander ist ja ein echter Könner! So feine Details habe ich nicht hinbekommen, ich habe die Kanäle in Fitswork einzeln bearbeitet: Das Histogramm von beiden Seiten zurechtgestutzt, um die Überblendung wegzubekommen, dann das RGB wieder zusammengesetzt, mit Registax geschärft und mit Gimp die sättigung und Farbeinstellungen gemacht, zum Schluss mit dem NLM filter auf Fitswork entrauscht. Weil ich da immer noch Artefakte hatte, habe ich zur Glättung einfach das alte Summenbild noch einmal darüber gelegt. Schließlich habe ich das Ganze wieder mit Gimp hergerichtet.

Das Matrial ist nicht so schlecht, beim Schärfen habe ich sogar den "GRF-Junior" gesehen, aber die Verkippung (Lichtstrahlen nach Rechts) stört. Außerdem bekomme ich die Überbelichtung nach dem Schärfen nicht weg.

Trotz gegenteiliger Vorhersage sieht es hier wieder trübe aus.
Trotzdem CS und viele Grüße
Martin

PS: Ich kann mich auch gleich hier für deine Bearbeitung meines Jupiters bedanken. Ich hatte mich auch gerade nochmal mit ihm hingesetzt und kam zu einem ganz ähnlichen Resultat wie du.
Es liegt also am Material und nicht an der EBV, dass die Details nicht so sind, wie sie sein sollten.
Ich befürchte, mit Jupiter läuft uns die Zeit weg!
 

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