Jupiter mit meinen kleinen 6"

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Skywatcher_150

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Hallo,

Obwohl es gestern relativ gut aussah, war es doch ein wenig 'diesig'. Deshalb war die schärfe in meine BIlder nicht optimal.

In eine periode von bessere Bedingungen ist es doch noch gelungen den GRS, und für mich zum ersten mal, das weisse Band um den GRS zu fotografieren. Den blauen Rand um Jupiter kommt teilweise vom Hintergrund; ich war die Meinung, dass bei diesen Bild Details verschommen wirkten als ich den Hintergrund dunkler gemacht habe. Habe deshalb mit runden Selektionstool von Photoshop den Planeten selektiert...

Auch habe ich versucht die Monde Io und Europa so gut wie möglich ab zu bilden; Es sind sicherlich scheibchen, aber von Details wie andere hier im Forum bin ich noch weit entfernt. Das einzige ist, dass mann die unterschiedliche Größen und Helligkeit erkennen kan, vielleicht auch noch die etwas rote Farbe von Io (?).

Habe ich was verpasst, oder ist die kleine Bruder der GRS dunkler?

Also die Bilder, hoffe es gefällt;

Link zur Grafik: http://www.woodguide.nl/fileadmin/template/etc/2009-09-18_jupiter_80_.jpg

Und die Monde:

Link zur Grafik: http://www.woodguide.nl/fileadmin/template/etc/2009-09-18_Io_Europa.jpg

Gruß und Clear Skies.

Fredrick
 
Hallo Fredrick,

sieht in meinen Augen klasse aus, was Du zeigst.

Mit meinem Skywatcher 127/1500 habe ich mich bisher an 2 Abenden am Jupiter versucht. Rausgekommen sind ziemlich verwaschene Bilder, die ich auch mit Giotto nicht "schärfen" konnte. Ich verwende eine Logitech Quickcam 4000 mit dem Sony CCD, aber keine Barlow. Das führt natürlich zu relativ kleinen Planetenbildchen. Seeing war nicht besonders gut, aber trotzdem hätte ich mehr erwartet. Oder hab ich zu wenig Öffnung?

Viele Grüsse,
Franz Skywatcher 127
 
Hallo Franz,

Danke für deine nette Worte!

Ein 127mm öffnung is meines Erachtens nicht zu klein. Mann soll damit ein scharfes Bild machen können, und auch details auf Jupiter zeigen können.

Wie hast du deine Bilder gemacht?

Ich werde versuchen ein paar Sachen auf zu listen die dich helfen könnten;

1) Welche Framerate verwendest du? Mit deinen Logicam ist es wie bei meinem SPC, dass bei höhere Frameraten die Bilddaten comprimiert werden. Ich würde 10, oder 5-15 FPS empfehlen.
2) Wie lange nimmst du dein Video auf? Weil Jupiter relativ schnell um sein Achse dreht, wird oft gesagt nicht langer als 1-3 minuten pro sequenz auf zu nehmen. Bei langere sequenzen wirken die Details 'verschwommen'.
3) Ist dein Teleskop richtig gut ausgekühlt? Ich lasse mein Skywatcher immer 2-3 Stunden auskühlen, sonnst gibt es innerhalb der Tubus turbulenzen, die das Bild schlechter machen.
4) Welche Software verwendest du beim Aufnehmen?
5) Nicht zu viel Gain beim aufnehmen, idealerweise nicht mehr als 50. (Aber auch nicht zu wenig.. habe selber sehr lange zu wenig (fasst 0) gehabt, und damit immer nur schlechte Resultate gehabt...)
6) Gamma auf 0
7) Addierst du bilder auch mit Giotto? Ich bekomme nämlich die beste Resultate wenn ich mit Giotto sowohl addiere als auch schärfe (Ich verwende Registax für Mondaufnahmen). Wenn du Bilddateien speicherst immer im TIFF format; bei Bilder in .bmp Format zum Beispiel werden die schärfungsresuiltate schlechter.
8) Ich verwende viel Zeit mit Focussieren, das ist langweilig aber wichtig; unscharfe bilder kann mann niemals am rechner nachbessern. Beim Fokussieren ist der Geheimtipp; nicht zu nahe am Monitor... (habe das selber immer ein blöder hinweis gefunden, bis ich es mal versucht habe, und tatsächlich hilft es!)
Fokussieren geht am besten, wenn du hin und zurück fokussierst und dabei immer näher am Fokuspunkt kommst.
9) Schreibe die Parameter von deine Bilder auf; damit kannst du bei gute Bilder die resultate schneller wiederhohlen...

Lasst sonnst wissen wie und womit du deine Bilder aufgenommen hast, und welche einstellungen du verwendet hast?

Hoffe es hilft etwas! ;)

Gruß,

Fredrick
 
Jupiter im Skywatcher 127

Hi Fredrick,

also die meisten Punkte auf Deiner Liste habe ich wohl (instinktiv) richtig gemacht.

Bei der Framerate habe ich bevorzugt die 30fps Einstellung benutzt, ich konnte aber bei 10fps bisher auch keine nennenswerte Änderung feststellen (ausser, daß ich einmal ein seltsames Artefakt auf dem Scheibchen zeigte).

Als Verschlußzeit habe ich hauptsächlich 1/30 - 1/150 probiert, die Empfindlichkeit habe ich so eingestellt, daß ich ein eher zu dunkles als zu helles Scheibchen hatte, mit sich deutlich abzeichnenden Streifen. Der Himmelshintergrund war in dieser Einstellung immer dunkel, ohne das Flackern, welches bei höheren Empfindlichkeiten auftritt.

Bei Gamma hatte ich immer die Defaulteinstellung gelassen, ich werde es mal ändern.

Allerdings ist mein Jupiterrohbildchen immer ziemlich bräunlich eingefärbt, ich werde mal versuchen, die zarten Weisstöne hinzubekommen, die auf anderen Bildern zu sehen sind.

Zur Bearbeitung nutze ich Giotto, wobei ich sagen muss, daß ich erst dabei bin, die einzelnen Möglichkeiten zu erkunden.

Das Hauptproblem scheint mir, abgesehen von Luftturbulenzen, die Tatsache zu sein, daß das Scheibchen ohne Barlow nur 60 Pixel im Durchmesser misst. Eine 2fach Barlow werde ich mir deswegen besorgen.

Ich vermute mal, daß die 3fach Barlow mit F36 zu dunkle Bilder geben dürfte.

Was mich allerdings sehr nervt bzw. erstaunt ist, daß ich in den Nächten, in denen der GRS zu sehen war (z.B. gestern) ich ihn visuell kaum identifizieren konnte, und das, obwohl die Schärfe der Strukturen durchaus visuell gegeben war. Von Farbigkeit kann ausserdem nicht die Rede sein, ich sehe nur dunkle und helle Gebiete.

Den gestrigen Monddurchgang glaubte ich anfangs sehr gut visuell beobachten zu können, als das helle Mondscheibchen vor die Jupiterscheibe trat, später allerdings konnte ich es nicht mehr erkennen.

Photographisch konnte ich bisher weder GRF noch Io beim Durchgang sichtbar machen. :(

Allerdings habe ich einen Vorteil: ich bin im Gegensatz zu Dir noch nicht am Limit des Möglichen angelangt, was man mit meinem Instrument zeigen könnte. Es gibt noch viel zu verbessern.


Viele Grüße,
Franz

 
Re: Jupiter im Skywatcher 127

Hallo Franz,

Du hast fast die gleiche überlegung die ich auch hatte, und manchmal immer noch habe. Das verhältnis zwischen Fokalratio und Lichempfindlichkeit (helligkeit des Bildes) finde ich auch immer schwierig ein zu schätzen.

Wenn das bild sehr braun ist, kannst du ruhig mal etwas heller versuchen. Zu dunkle Bilder zeigen eben so wenig details als zu helle; aber mann soll die Grenzen aufsuchen um das Mitte zu finden...

Ich habe nämlich selber immer zu dunkel fotografiert bis ich mal aus frustration :mauer: das Bild mit belichtung und Gain viel heller gemacht habe, und war erstaunt vom Resultat.

Ich fotografiere bei Jupiter fast immer mit 1/25 Sekunde und entweder 10 oder 5 fps.
Der nachteil von 5 fps ist dass mann weniger BiIlder innerhalb die 1-3 Minuten machen kann, das vorteil allerdings, dass die Belichtungszeit besser ist und mit weniger gain ein gutes Bild bekommen kann... Ich habe selber noch nicht entgültig festgestellt welches am besten ist...

Sehr interessant muss ich sagen ist dass du das thema Barlow ansprichst. Komisch ist dass mein SPC bei 2fach Barlow bessere Resultate gibt als ohne.. und mein LPI ohne Barlow bessere als mit.. hmmm :gutefrage: Also mit dem Barlow ist auf jedem Fall ein versuch wert, mit ein 2x barlow kommst du auf f 23,6 (also f24), und das ist kein slechter wert. Viele Kamera's funktionieren bei f24 sehr gut und haben da das größte Auflösungsvermögen. Mit den 3 fach Barlow hast du vermute ich recht, F36 ist schon sehr groß und ich würde behaufpten dass da das Bild zu dunkel wird. (Tip: Kauf allerdings keine zu billige Barlow, ein nicht-so-gute kostet vielleicht 30 Euro, wo eine gute Barlow 70-90 Euro kostet, das ist gut investiertes Geld; das Bild ist nur so gut wie das schwächste optische Teil..)

über visuelle beobachtungen kann ich dir leider nichts sagen; ich habe relativ schlechte Augen; das auflösungsvermögen meine Augen ist sehr schlecht (30 bzw 70%). Deshalb mach ich auch Bilder, weil zusammen funktionieren meine Augen top (70+30=100 :biggrin: )!

Als vergleich habe ich ein Bild eingefügt, dass ich ohne Barlow linse, allerding mit den LPI Kamera gemacht habe, vielleicht hast du ja ein ähnliches Resultat;

Link zur Grafik: http://www.woodguide.nl/fileadmin/template/etc/2009-08-02_Jupiter_no_barlow.jpg

Danke für deine Bemerkung, dass ich die Grenzen meines Geräts erreicht habe, ich glaube da steckt noch ein wenig mehr drin.. Es gibt ein Paar Leute im Forum (Lotz, H_Heinicke und auch Astromax) die mit ein 6" erheblich bessere Resultate haben; (obwohl die meiste mit ein DMK arbeiten, was einen besseren Kamera als deine und meine Webcam ist).

Lass sonnst mal ein Bild von dir im Forum sehen; es gibt hier viele Leute die richtige experts sind und dir auch noch tipps geben können an Hand deine Bilder; manche sehen gleiche was da los ist. Es hat mir viel geholfen...

Gruß,

Fredrick
 
Re: Jupiter im Skywatcher 127

Hallo,

ich habe gestern mal an den Eintstellungen der Webcam rumgeschraubt und bin mit 5-10 fps, sowie Belichtungszeit 1/20 sec zu besseren Ergebnissen gekommen als zuvor.


Link zur Grafik: http://waste.kilu.de/pic/jup_01.jpg

Die langen Belichtungszeiten scheinen der Bildruhe gutzutun. Sobald ich die Barlow habe, möchte ich mal testen, ob ich Mondschatten auf dem Scheibchen abbilden kann.


Viele Grüße
Franz, mit MAK 127
 
Re: Jupiter im Skywatcher 127

Hallo Franz,

Sieht ganz gut aus! Ich finde man sieht schon viele Details und den GRS kommt sehr gut aus. :applaus:
Mit ein Barlow linse machst du bestimmt noch mehr details sichtbar! Ich bin gespannt auf deine Bilder mit Barlow und eventuell Mondschatten.

Gruß,

Fredrick
 
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