Na, da sind ja einige Anmerkungen zusammengekommen.
Von vorn:
Nr 2 ist offenbar anders bearbeitet als Nr. 1, da andere Größe und in der Tat einen Tick mehr Detail. Nur das Gelb stört, es müsste neutraler so aussehen wie 1.
Ansonsten, wie heute schon in einem anderen Beitrag gesagt: Mit überhöhtem Kontrast wird kein Detail mehr sichtbar, man täuscht allein das Auge. Dafür sieht das Bild unnatürlich aus, denn: Wenn Du schon die Farben nach dem visuellen Eindruck vergleicht, wie hältst Du es dann bei den Kontrasten? Die finde ich so niemals am Teleskop, da ist alles viel weicher. Also Kontraste runter.
Neben dem eigenen visuellen Eindruck helfen bei der Beurteilung, was nun tatsächlich real "ist", auch Aufnahmen anderer Beobachter. ALPO Japan hat eine tagesaktuelle Liste mit vielen Einsendungen, da kann man sich gut "kalibrieren". Und zu guter Letzt kennen wir ja nun auch Raumsondenaufnahmen, die am besten in der Lage sein sollten, uns die realen Farben zu zeigen. Da muss man nur aufpassen, die unserem Aufnahmefenster entsprechenden Abmischungen zu finden. Juno-Bilder finde ich da z.B. oftmals weniger geeignet. Tatsächlich aber zeigen die meisten Sondeaufnahmen auf RGB-Bildern die Zonen in Weiß mit blälichem Unterton. So gesehen ist es kein Trend, sondern solche unter uns Amateuren heute weit verbreuteten Aufnahmen sind daran gemessen und der Tonung nachempfunden.
Und zur Aufnahme: Bei Einstellen im Debayern und an den Reglern versuchen, bereits dem gewünschten Farbton näher zu kommen. Ganz gelingt das oftmals nicht, die kleinen Farbverschiebungen lassen sich aber problemlos bei der Bearbeitung beheben.
CS
Rudolf