Hallo Jan,
Bei videografischer Bilderfassung und digitaler Bildverarbeitung verschieben sich die nutzbaren Vergrößerungen naturgemäß erheblich nach oben, und es gibt praktisch keine rückläufigen Äste im Diagramm
Für Lucky Imaging stimmt das im Prinzip, aber:
Die Ausbeute an scharfen Bildern wird extrem gering!
Die Erforschung des Seeings durch Fried in den 60'ern hatte einen ernsten Hintergrund. Es ging um Raketenabwehr und optische Früherkennung. Da bringt es nix, mit zu großer Öffnung eine halbe Stunde auf ein scharfes Bild zu warten. Anderseits muss die Öffnung möglichst groß sein, damit man überhaupt etwas erkennt.
Lies das Fazit des Fried Artikels einfach noch einmal unter diesem Gesichtspunkt, dann wird es klarer.
Im Grunde genommen kann man hier keine allgemein verbindliche Grenze definieren.
Aber sicher doch!
Es macht nur keinen Sinn, solche Probleme in einem populärwissenschaftlichen Forum lösen zu wollen. :schwitz:
Trotzdem, oder gerade deshalb, sind Deine anschaulichen Vergleiche so wertvoll!
Fried hätte kaum mit mathematischen Kanonen auf Spatzen geschossen, wenn es nicht nötig gewesen wäre. Aber sei sicher, die Sache ist vollständig geklärt und erforscht. Da hängt heute die ganze adaptive Optik mit einem Milliarden-Budget dran.
Das erste was auf einem potentiellen Standort steht, ist ein DIMM Messgerät.
---> huhu, kalt
Viele Grüße
Kai