Jupiter verbrigt sich hinter einem Schleier!

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Eitsch

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Hallo liebe Leute,

meine Freundin und ich haben seit kurzer Zeit unser erstes Teleskop!
Ein 130/920 Spiegelteleskop von Omegon.
Bisher hatten wir keinen ausreichenden dauerhaften Sternenhimmel, als dass es sich gelohnt hätte auf einen Acker zu fahren.
ABER: Wir konnten schon einige Beobachtungen machen.
Z.b. die Plejaden und die Hyaden! Scharf, knackig und schön.

Auch Jupiter kommt direkt an meinem Fenster vorbei. Sehr groß und wirklich super hell. Allerdings konnte man Jupiter mit dem Teleskop nicht scharf stellen. Auf geringster Vergrößerung (36,8) geht es genau so wenig wie mit 184 fach.
Jupiter zeigt sich hinter einem verschwommenen Schleier aus den Farben Rot und Blau.
Wir haben uns gefragt, ob ein Planetenfilter, bzw. Farbfilter unablässig ist?
Ist das so? Oder kann man Oberflächendetails vom Jupiter eigentlich auch ohne Filter sehen?

Wir sind für Rat sehr dankbar.

PS: Auch Fenster auf und die Nachbarn bitten, dass Licht auszumachen, gaben keine große Verbesserung.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo "Eitsch",

um Jupiter scharf und gut zu sehen, brauchst Du weder einen Planeten- noch einen Farbfilter. Sie könnten allenfalls etwas unterstützen bzw. andere Aspekte betonen, sind aber sicherlich keine Voraussetzung.

Für eine gelungene Beobachtung spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle, unter anderem:

- Hast Du auf dem Acker beobachtet oder aus einem Fenster heraus?
- Um welche Uhrzeit? War Jupiter bereits hoch über Dir gestanden?
- Beobachtest Du aus der Stadt heraus oder Stadtrand oder ...?
- Welche Okulare und welche Montierung fanden Verwendung?
- ...

Wenn Du uns etwas mehr Details geben kannst, dann können wir Dir auch bessere Tips für eine gelungene Beobachtung geben.
 
Hallo "Eitsch",

Willkommen auf Astronomie.de. :)

Sehe ich das richtig, Ihr habt aus einem Raum durch das offene Fenster hinaus beobachtet? dann ist das der Grund. Die warme Zimmerluft sogt für Verwirbelungen und folgend für Unschärfe. Ihr müsst mit dem Teleskop raus ins Freie.
Und Jupiter sollte im Süden und damit möglichst hoch stehen. Wenn er zu tief steht, kann die Atmosphäre auch die beschriebene Unschärfe hervorrufen. Stichwort "atmosphärische Refraktion".

Planetenfilter braucht es nicht, höchstens wäre noch zu prüfen ob das Teleskop nach dem Transport noch justiert ist. Google mal nach "Newton justieren". da findest Du 1000 Anleitungen.

Bis dann:
Marcus
 
Zitat von Eitsch:
PS: Auch Fenster auf und die Nachbarn bitten, dass Licht auszumachen, gaben keine große Verbesserung.

Hallo (Eitsch)

herzlichen Glückwunsch zum Instrument und willkommen im Club :huhu:
Wenn Du (ihr) durch ein Fenster beobachtet (auch wenn es offen ist) würde ich erst einmal die Finger von der Justierung lassen.

Drei Dinge sind für eine gute Beobachtung notwendig:
1. gute Sichtbedingungen (natürlich im Freien)
2. austemperiertes Instrument
3. optimal justierte Optik

Sind diese drei Bedingungen gegeben, wirst Du (ihr) auch Oberflächendetails sehen können. Und der Begriff "knackig und schön" wird eine ganz andere Bedeutung bekommen :)

Durch eine bessere, größere Optik lassen sich die Bedingungen weiter verbessern, bis die Atmosphäre die Grenze setzt. Dann gibt es nur noch ganz wenige Tage im Jahr, an denen eine gute Optik ihre Leistungsfähigkeiten ausspielen kann. Aus diesem Grund sucht man sich auch Beobachtungsplätze fern ab von Großstädten (Stichwort Lichtverschmutzung und Turbolenzen). Moderne Sternwarten sind heute z.B. in Chile in der Atacama-Wüste, um es mal einfach zu sagen.
Bei schnell wechselnden Sichtbedingungen (Wolken) ist es gut, wenn das Instrument schon "Betriebstemperatur" hat. Aus diesem Grunde lagere ich meine Geräte auch in einem Raum, der praktisch Außentemperatur hat. Das hat gleichzeitig den Vorteil, daß sich nach der Beobachtung kein Tau auf den Geräten bildet. Über dieses Problem gibt es viel nachzulesen...
Optimal wäre in diesem Zusammenhang natürlich eine Gartensternwarte...

Gruß und CS *entfernt*






 
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