Jupiter vom 02.10. und 03.10. - wer macht was draus?

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flamsteed_19

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Hallo Mitstreiter,

ich habe in der Nacht vom 02.10.- 03.10 Jupiter aufgenommen. Das Seeing war gegen 22:00 ok, wurde im Verlauf besser. Angehängt habe ich einmal den GRF und einmal den Transit von Io (00:32 Uhr). Ich habe in der Dropbox die unbearbeiteten Summenbilder hinterlegt für diejenigen, die sich mal versuchen wollen. Die zugrundeliegenden Videos sind 120sec lang und wurden in Autostakkert!3 addiert. Bei den Summenbilder wurden 20% von 15800 Frames verwendet. Aufgenommen wurde mit einer QHY 462c mit z.T. über 130fps, Gain 357. Aufnahmegerät war ein 275/3850 Maksutov mit Baader FFC und ADC. Die resultierende Brennweite weiß ich leider nicht. Ich erinnere mich, dass es in einer Software (war es Firecapture?) eine Brennweitenangabe anhand der Abbildung auf dem Kamerachip gab.
Was ist nun das Problem? Das Seeing war eigentlich nicht schlecht, wurde gegen Mitternacht auch richtg gut. Ich konnte während der Aufnahmen auch viel Detail auf dem Bildschirm erkennen. Das Komische ist, dass mein Standard Schärfungsworkflow bei Registax versagt. Da kriege ich nichts geschärft. Das Einzige, was funktioniert hat war Giotto (Mexican Hat -> Rechteck). Nun bin ich kein begandeter Bearbeiter, aber ein bissel mehr als die unten stehenden Ergebnisse hatte ich mir schon erhofft. Kommentare und Kritik sind ausdrücklich erwünscht.
Bei Bedarf kann ich auch Videos in die Dropbox stellen (Vorsicht ->groß).

CS Jochen
 

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Moin Jochen.
Gebe Dir recht, für die erwähnte Gerätekombination und gutes Seeing sollte da mehr drin sein.
Kannst Du vllt noch ein paar Angaben machen, wie Du in Giotto bearbeitet hast? Ich schärfe meine Planeten auch immer noch damit.
CS
Rudolf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab mir eben mal die Bilder runtergeladen.
Wow. Ein riesiger Jupiter. Brennweite nutzt Du auf jeden Fall genug. Vllt schon zuviel.
Anbei meine Schnellbearbeitung. Ich denke, schon mal einen Tick schärfer.
Filterform Dreieck, Filter Butterworth, Rauschfilter Rechteck, Filtergrößen 13/23 bei 700%
In Photoshop Farbkorrektur (die Du besser schon bei der Aufnahme ansetzen solltest) und Ausrichtung der noch um wenige Pixel gegeneinander verschobenen Farbebenen.
Mit ein bisschen mehr Aufwand geht da noch mehr.
LG
Rudolf
 

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Hallo Rudolf,

schön, von Dir zu lesen. Ich hatte mich in Giotto kurz gefasst, da ich mit Registax nicht weiter kam. Ich hatte ausschließlich in Giotto zu schärfen versucht (keine sonstigen Bearbeitungen). Die Einstellungen waren:
Filterform: Rechteck (mit Gauss kam dasselbe wie in Registax heraus).
Charakteristik: Kritische Dämpfung
Rauschfilter in der Mitte: Gauss
Rauschfiltergröße: 25
Dann habe ich unter Filterwirkung mit der Filtergröße und der Filterwirkung herumgespielt, bis das Ergebnis halbwegs aussah.

Ahh, Du warst schneller. Ja, Dein Ergebnis sieht schon mal besser aus. Es beruhigt, zu sehen, dass da schon noch etwas geht. Hast Du den Haken bei "Adaptiver Filter" gesetzt? Du schreibst, dass die Farbkorrektur schon besser bei der Aufnahme ansetzen sollte. Du meinst also in der Aufnahme-Software (hier: Sharpcap)?

CS Jochen
 
Hallo Jochen.
Kritische Dmpfung setz ich nur in ganz seltenen Fällen ein. Sie unterdrückt sehr wirksam das Rauschen, lässt eine spürbare Schärfung aber auch nur mit sehr großen Filterradien zu. Dann sieht es schnell "klobig" aus. Kontrastreicher wohl, aber auch unschärfer. Das Rauschfilter brauchst Du bei der kritischen Dämpfung an sich gar nicht, das behindert nur.
Wirklich scharf wird's nur mit Bessel oder Butterworth. Quadrat dämpft das Rauschen etwas mehr, treibt aber sehr schnell auch den Kontrast unangenehm hoch.
In der Regel setz ich die Filtergrößen erstmal so niedrig wie möglich an. Dann den Rauschfilter so lange hoch, bis das erkennbare Rauschen glatt ist. Dann Schärfefilter steigern. Nicht zu hoch gehen, das erkennt man zum einen an zu heftigen Kontraststeigerungen, zum anderen am griffigen Rauschen.
Bei Deiner Ausgangsbildgröße sind höhere Filtergrößen drin, wie Du an den von mir verwendeten siehst. Würdest Du fokal aufnehmen, wäre es deutlich kleiner. Am besten immer die kleinstmögliche. Mit jedem Zweierstep wird es zwar schärfer, aber gleichzeitig auch wieder einStückchen unschärfer oder gröber. Vom Rauschen ganz abgesehen, das schnell bildbestimmend werden kann. Sanftes Rauschen zugunsten von etwas mehr Schärfe ist ok, das bekommt man in PS wieder in den Griff.
Haken bei Adaptiver Filterung ist bei mir nie gesetzt.
Farbe in Aufnahmesoftware schon so weit wie möglich korrigieren. Ich arbeite mit Firecaptue, da kann ich alle drei Farbkanäle (bei manchen Kameras aber auch nur Rot und Blau) bereits so mit Schiebern anpassen, dass es dem späteren Ergebnis deutlich näher kommt. Blau muss in aller Regel deutlich rauf, Rot so bleiben oder mininal verändert werden.
CS
Rudolf
 
Hallo Rudolf,

besten Dank für die Tipps. Ich gehe mein Material mal in Ruhe durch und gucke mal was so geht.

CS Jochen
 
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