Jupiter vom 06.12.2012

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resuah

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Hallo Jupiterfreunde,

heute Abend ergab sich die erste Möglichkeit, nach der Opposition, eine Aufnahme zu machen.

Die Bedingungen waren so lala, also eher besser als schlecht, aber auch nicht gut.

Ich tu mir da immer etwas schwer, und vielen von Euch geht es eventuell ähnlich, eine Aussage zu den Bedingungen (Seeing) zu machen. Wenn man eigentlich eine ganz nette Aufnahme zeigt und dann schreib, dass die Bedingungen schlecht waren, dann stellt man das eigene Vermögen zu weiten in den Vordergrund.

Im Klartext würde das dann so rüber kommen: "Schaut her, ich mache selbst unter widrigsten Bedingungen die tollsten Aufnahmen."

Zum Anderen ist es aber so, dass die Technik (Kamera, EBV und Optik) und die Erfahrung sich stetig verbessern aber zeitgleich die Bedingungen höchst unterschiedlich sind.

So in meinem Fall. Ich hatte schon wesentlich bessere äußere Bedingungen (Seeing) aber meine zur Verfügung stehende Technik war nie so gut wie heute.

Daher kann ich sagen, dass ich unter wesentlich besseren Bedingungen vermutlich in der Lage gewesen wäre, ein schöneres Ergebnis zu erzielen.

Welche Gedanken habt Ihr Euch diesbezüglich schon gemacht?

Link zur Grafik: http://www.martinhauser.de/Bilder/12120701.png

Viele Grüße
Martin

 
Hallo Martin.
Fast schon philosophisch, aber gleichzeitig trefflich.
Hatte schon ähnliche Gedanken.
Die Grundproblematik ist ebenso alt wie bekannt: Seeing ist ganz schwer zu fassen, solange es vornehmlich an subjektiven Eindrücken festgemacht wird – was in der Mehrzahl der Fälle wohl so sein dürfte.
Wer kennt das nicht, dass man ein miserables Seeing am Monitor zu erblicken glaubte, und später staunte, was aus den Videos doch herauszuholen war. Auch Umgekehrtes habe ich schon erlebt. Es spielt eben Vieles mit, aber Fortschritt in der Technik und vor allem viel Erfahrung bei einer im Detail ausgefeilten Bearbeitung machen viel wett.
Was am Ende zählt, ist aber eigentlich doch immer nur das Ergebnis. Die Umstände sind - bis auf Ausnahmen - eher nebensächlich.
Ach ja, zum Bild selbst: Gefällt, Klasse wie von Dir gewohnt.
LG
Rudolf
 
Hi Martin,
besser kann man es nicht formulieren.
Ich stimme Dir besonders hier zu:

"So in meinem Fall. Ich hatte schon wesentlich bessere äußere Bedingungen (Seeing) aber meine zur Verfügung stehende Technik war nie so gut wie heute. "

Allerdings ist es einfacher geschrieben wie praktiziert. Gerade mit dem Bewusstsein endlich optimales Equipment zu haben, steigt auch die Bereitschaft zur Selbstquälung. Ich denke Du weisst wovon ich rede.
Gerade deshalb finde ich es sehr lobenswert dass Du hier auch Aufnahmen einstellst die unter wiedrigen Bedingungen entstanden sind.
In meinem Hinterkopf geistert eine Nacht mit Topseeing vom letzten Jahr herum. Das Livebild war unglaublich. Und da muss ich den inneren Schweinehund schon sehr überwinden um die Festplatte mit "Schrott" vollzupacken. Ich war heute Nacht bis halb 3 in der Saukälte den Record Button habe ich nicht gedrückt...
LG Andreas
 
Hallo Rudolf,

ja, das Ergebnis ist entscheidend. Da geb' ich Dir recht. Danke für das Lob für's Bild.

Viele Grüße
Martin
 
Hallo Andreas,

ich kenne das auch. Wer einmal richtig tolles Seeing hatte quält sich dann künftig über Stunden, ohne auch nur ein einziges .avi auf die Platte zu pannen, stets in der Hoffnung, das es vielleicht doch eine oder zwei Minuten etwas weniger zappelt auf dem Monitor.

Ich hatte schon etliche Nächte an denen ich mit leeren Händen wieder abgebaut habe.

Schon ein seltsames Hobby. Eventuell vergleichbar mit dem Jagen oder Fischen.

Gruß
MArtin
 
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