Jupiter Wolkenbänder

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aths

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Um in den Wolkenbändern noch Wirbel klar ausmachen zu können, ist dazu ein gutes Seeing notwendig, oder ist das eher eine Frage der Teleskop-Öffnug und Güte?
 
Hallo!
Um Wirbel zu sehen ist immer ein gutes seeing nötig,denn wenn die Luft ohne Ende wabert nutzt auch das beste Fernrohr nix.Ein gewisses Maß an Öffnung ist aber auch zwingend erforderlich,da sonst die nötige auflösung nicht erreicht wird.Für den GRF reicht ein 114/900mm Spiegel schon aus.Wie "klar" man die Wirbel sieht ist aber auch eine Frage der Beobachtungserfahrung und der guten Augen. Manche Sternwartenbesucher haben schon Schwierigkeiten die Bänder beim ersten Mal überhaupt zu sehen.
 
Also dass der Jupiter mindestens zwei Bänder hat, kann ich selbst durch meine höchst billige 60-mm-Foto-Quelle-Optik sehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Meine Frage rührt daher, dass ich Jupiter-Fotos von einer 90-er Refrakor-Optik sah, die nur von sehr viel größeren Geräten noch übertroffen werden (12 oder 14-zöllige Spiegel.) Daher die Frage, wie sehr die Luftunruhe große Öffnungen für Planetendetails überhaupt "nötig" macht.
 
Hallo Aths,
ich weiss nicht woher Du die Ausage hast, dass ein 90er Refraktor erst von einem WESENTLICH grösseren Gerät übertroffen werden kann. Sei es drum....

Prinzipiell gilt:
bei Teleskopen gleicher Bauart (Refraktoren, SC´s. MAK´s etc.) und gleicher Qualität wird ein Teleskop grösserer Öffnung auch in der Regel (bei gleichem Seeing) mehr Details zeigen. Schliesslich IST ja gerade das der primäre Sinn einer Optik - mehr Licht zu sammeln. Je mehr Licht gesammelt wird, um so mehr Details (auch und gerade bei gleichbleibender Vergrösserung). Dies gilt jedoch IMMER nur beim Vergleich innerhalb der gleichen Optik-Kategorie (am besten auch des gleichen Herstellers). Also bitte hier keinen Takahashi 90 mm mit einem Synta 6" Refraktor vergleichen oder einen Refraktor mit einem SC oder Newton.
Der Kern Deiner Aussage ist, ohne zu wissen was für ein Refraktor eingesetzt wurde, unter welchen Bedingungen etc. und mit welchen WESENTICH grösseren Geräten verglichen wurde (auch hier Bauart, Modell, Hersteller, Seeing etc. berücksichtigen) leider nicht gegeben oder schlicht wertlos. Auch gibt es nicht so etwas wie eine "Obergrenze" für die eingesetzte Öffnung, welche z.B. für NRW, Bayern oder gar Deutschland ein wie auch immer geartetes Limit darstellen würde. Wenn dem so wäre, dann würden die Leute ihre 16" oder 20" Dobsons nur noch in der Atacama-Wüste oder in Namibia einsetzen ,-). Auch hier zu Lande gilt - mehr Üffnung = mehr Licht und damit auch mehr Kontraste und Details. Gearde dadurch fällt auch Seeing und Lichtverschmutzung störender auf, als bei einem 70mm Refri, welcher einen Bruchteil des Lichtes eines z.B. 20" Dobsons sammelt. Aber das Seeing und die Lichtverschmutzung ist immer da, nur wird es unterschiedlich stark wahrgenommen.

Sag uns also bitte um welche Geräte es sich handelt, dann kann man auch sinnvoll auf die Frage antworten.

So long und CLEAR SKIES
Nikita <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
ich weiss nicht woher Du die Ausage hast, dass ein 90er Refraktor erst von einem WESENTLICH grösseren Gerät übertroffen werden kann.

Das war vielleicht etwas voreilig formuliert. Was Frank Specht mit seinem Vixen GP 90M für Fotos gemacht hat, finde ich jedenfalls höchst erstaunlich. Die Planeten-Fotos von Stephan Kort durch einen 200 mm Maksutov zeigen deutlich weniger Details (dafür hat er ein ausgezeichnetes Repertoire an Deep Sky Fotos.)

Hinter meinem 1. Posting verbirgt sich die Frage, was bei durchschnittlichem Großstadtrand-Seeing für Optiken notwendig sind, um Details (Verfransungen, Wirbel) in den Jupiter Wolkenbänder zu sehen. (Visuell, womit Foto-Nachbearbeitungs-Tricks ausscheiden.)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Von Fotos auf den visuellen Eindruck zu schließen halte ich für sehr problematisch,da die Anforderungen an die Optik dabei durchaus anders sind.Hinzu kommt,daß hier die atmosphärischen Bedingungen und die Aufnahmetechnik möglicherweise völlig verschieden waren,was eine Vergleichbarkeit unmöglich machen würde.Oft findet auch eine nachträgliche Bildverarbeitung statt.Solche Bilder sind visuell wohl ohnehin kaum erreichbar.Also nicht zuviel erwarten.Meiner Erfahrung nach ist eine größere Öffnung aber durchaus erstrebenswert.So konnte ich im 12" SC schon die Encketeilung bei Saturn wahrnehmen,was unter vergleichbaren Bedingungen im 8" Newton leider noch nicht gelang.Der 12" ist meines Wissens nach ein ausgesuchtes Exemplar (gehört nicht mir),was verdeutlicht, das immer auch die Qualität der Optik stimmen muß.Am Planeten vergrößere ich sehr oft bis 300x.Ist das örtliche Seeing so schlecht, daß das fast nie geht,dann ist wohl eine befriedigende Planetenbeobachtung sowieso kaum möglich, egal welches Gerät eingesetzt wird.Also nicht zu sehr an der Öffnung sparen.
 
Hallo Aths,
der Vergleich des Vixen mit dem Maksutov ist erstaunlich! Pauschal würde ich dem Maksutov unter gleichen Bedingungen (die sollten auch bei einem Vergleich gegeben sein) jederzeit visuell und fotografisch den Vorzug geben. Gerade die Intes-MAK´s sind am Planeten eine Wucht (aus eigener Erfahrung mit einem 6" Intes). Da wir jedoch die Randbedingungen der Aufnahmen nicht kennen, lassen wir mal die Aussage so stehen, in der Praxis jedoch sollte der MAK WESENTLICH mehr Details bei gleicher Vergrösserung zeigen.
Ich bin auch eher ein Planetenliebhaber und kann meine Aussagen (um auf deine zweite Frage zu antworten) nur Anhand meiner eigenen Geräte beantworten, da ich diese oft parallel auf das selbe Objekt richte. Wenn es um Planeten geht, dann sollte es ein Refraktor (Semi- oder Vollapo) oder ein Maksutov sein.
Den SC würde ich eher als Allround-Gerät sehen, aber auch hier gibt es etliche Ausnahmen, z.B. den Lichtenknecker f/12 200/2400 oder den 9,5 Zöller von Vixen (glaube ich zu mindestens, dass es ein Vixen ist), welche eher eine MAK-Qualität liefern. Den Vixen kenne ich nicht, den "Knecki" hingegen schon. Habe zusätzlich einen Synta 150/1200, welcher jedoch im Vergleich zum MAK und SC einen Farbfehler aufweist, welcher dann doch wesentliche, speziell sehr feine Details schlucken kann. Allerdings ist der Synta am Planeten besser als der Knecki, jedoch nicht so gut wie der Intes. Dies wird jedoch im Bereich DS wieder wettgemacht, da der Refri trotz kleiner Öffnung lichtstärker ist.
Aber es ist leider doch alles recht relativ, jeder sieht halt anders, mehr Übung bedeutet auch mehr Details. So etwas wie eiene IDEALE Optik habe ich für mich noch nicht gefunden (daher habe ich auch so viele ;-) und werde auch weitersuchen. Wenn es das Budget zulässt, würde ich aus meiner Erfahrung heraus einen schnellen Newton für DS und einen MAK für Planeten empfehlen. Refraktoren sind natürlich eine echte Alternative zum MAK, jedoch als Semi- oder Vollapo viel zu teuer und immer (bei 6") schwerer und auch kritischer bei der Wahl der Montierung, da recht lange Hebel entstehen.
Der Intes 6" kommt super mit der EQ5 klar, der 6" Synta überfordert die Monti bei leichtem Wind, zumal die Stativbeine (massiv Holz) vollständig auszufahtren sind, wenn in Zenitnähe beobachtet werden soll. Anderenfalls liegt man auf dem Boden. Ist beim MAK nicht so!
Aber lass Dich davon nicht abschrecken, schau mal "durch" wenn Du kannst und bilde Dir Dein eigenes Bild. Dein Auge soll entscheiden und nicht die CCD-Kamera mit Giotto und Photoshop eines anderen Sternenfreundes. Jupiter ist bei 300x eine Freude, mehr Details liefert jedoch primär immer die Öffnung (bei gleicher optischer Qualität und Bauart des Rohrs) und nicht die Vergrösserung.
Anders gefragt - wenn denn bald eine Anschaffung ansteht - in welcher Grössenordnung gedenkst Du zu investieren?

CS
Nikita
 
Anders gefragt - wenn denn bald eine Anschaffung ansteht - in welcher Grössenordnung gedenkst Du zu investieren?

Ich hoffe, bis Weihnachten oder spätestens Januar/Februar gut 1000 € zusammenzuhaben. Vielleicht wäre es aber klüger, noch einige Zeit länger zu warten und dann gleich was größeres zu kaufen.
 
Hi Aths,
1000 EUR sind schon mal ein gesunder Einstieg! Sofern Du nicht direkt Neuware beim Händler kaufen willst, kann man für 1000 EUR am Gebrauchtmarkt gutes "Zeug" zusammenkaufen - angefangen bei der EQ5 für ca. 250 EUR, einen 6" Intes-MAK zu ca. 600EUR und den Rest gibt man für Okulare und/oder Filter aus. Zu einem Dobson/Newton beim Schwerpunkt Planeten kann man nicht so ohne Weiteres raten, ist jedoch ab f/6 beim Newton/Dobson auch denkbar. Wird nur problematisch, wenn man damit Fotos (chemisch) machen möchte.
Refraktoren mit Monti in der Preisklasse kommen nur gebraucht von Synta in Frage (z.B. der 6" 1200mm mit EQ5, wenn auch die EQ5 damit am Limit wäre) oder ein 120/1000er Synta auf (gebrauchter) EQ6. Dürfte jedoch sehr eng werden mit dem Preis.
Viel wichtiger sollte Dir die Monti sein, damit man damit wachsen kann, da bleiben aber leider auch die meisten Euronen. Die Monti entscheidet wesentlich über die Grösse der Optik, also wenn Du eine bestimmte optik ins Auge gefasst haben solltest, mach Dir auch Gedanken, welche Monti diese vernünftig tragen kann. Bei Refraktoren entscheidet weniger das Gewicht der Optik, sondern die Länge und die damit verbundenen Hebelkräfte. Hier sollte man eher überdimensionieren. Nimmst Du hingegen einen MAK oder SC, ist die Hebelwirkung wiederum deutlich geringer, hier kann man die Monti eher "passend" kaufen. Beim Newton kommt zusätzlich zur Länge (Hebel!) auch noch die Fläche (Durchmesser) hinzu, was das Ganze sehr windanfällig gestaltet, also muss man hier auch eher überdimensionieren, ähnlich wie beim Refri.
Mag verwirrend klingen, ist aber auch logisch...
Beim heutigen Angebot an bezahlbaren Montis heisst die devise fast zwangsläufig EQ& bei der Wahl eines Newton (sofern 8" Öffnung) oder eines grossen refraktors (ab 120mm Öffnung). Und die EQ6 ist leider gebraucht kaum unter 700EUR zu haben!
Ich kann nur immer wieder den Intes-MAK (oder vergleichbar) für Planeten empfehlen - hier reichen 6" erst einmal voll aus und die Monti kann auch locker eine EQ5/CG5 sein. Alternativ lannst Du auch einen 8" SC von Celestron oder Meade nehmen, das Gerät wäre an Planeten vielleicht einen Tick weniger kontrastreich, dafür aber universeller einsetzbar. Komplette Systeme (z.B. einen LX10) findet man hier im Forum bisweilen für unter 1000EUR inkl. 2-4 Okulare. Fasse Dich also in Geduld und schlage zu, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Neukauf ist in der Regel viel zu teuer und der Werteverlust der neuen Anlage liegt bereits nach wenigen Tagen ab dem Kauf bei 30-40% des Neuwertes. Dies ist etwas, was mich persönlich sehr stört, weil ich eine für mich ungeeignete Anlage dann kaum noch ohne enormen Verlust verkaufen kann. Und Du weisst nie, ob eine bestimmte Kombination von Monti und Optik wirklich "das" ist, was Du suchst, nicht ohne mehrmals, teilweise über Monate die Anlage zu nutzen.
Die Qual kann Dir leider niemand abnehmen, wir alle hier sind den Weg gegangen und die meisten sind immer noch nicht am Ziel ;-))

In diesem Sinne
CS
Nikita
 
Bei der Montierung denke ich an eine GP, die auch Achtzöller in 'Leichtbauweise' halten soll. Der Begriff "Intes-MAK" sagt mir nichts. Trotz der recht hohen Preise suche ich vorrangig ein geeignetes Komplettsystem von Vixen, vor allem unter den Refraktoren.
 
Hallo Aths,
letztendlich ist es Deine Entscheidung und Dein Geld. Höre jedoch auf die zahllosen Antworten der lange mit der Materie Beschäftigten in diesem Forum.
Du hängst Dich hier an ein paar Fotos auf, von welchen Du nicht einmal weisst wie, wann und wo diese gemacht wurden, um die Qualität der Bilder mit anderen Photos (von grösseren Optiken) zu vergleichen. Das ist, mit Verlaub schlicht Unsinn und die von Dir daraus gezogenen Schlüsse leider nicht richtig!
Übersehen wird von Dir auch die in solchen Fotos enthaltenen Erfahrungswerte non einigen Hundert bis tausend Stunden Beobachtung, wie auch die X-Tausend nicht veröffentlichten Fotos, welche einem solchen Ergebnis vorausgehen. Ein Mensch macht mit einem Vixen-Refraktor ein paar spitzen Fotos, nach jahrelanger Beschäftigung mit der Materie etc., etc. - schon glaubst Du, dass Du das auch kannst und willst daher das gleiche Gerät haben! Toll!

Vixen ist unbestritten qualitativ auf hohem Niveau, gleiches gilt auch für die Preise. In einer Klasse um EUR 1000 bis 1500 ist jedoch rein vom Verhältnis her (Öffnung, Brennweite, Montierung und Qualität der Optik, sowie der Montierung) ein Maksutov 6 Zoll von Intes (Intes-MAK)auf einer EQ5 die Wahl #1, speziell wenn es um Planeten geht. 90mm oder 100mm (auch z.B. 200mm) Öffnung eines Refraktors (sofern kein Semi oder Vollapo) liefern immer einen Restfarbfehler (auch noch sichtbar bei f/15 und 100x-160x aufwärts. Farbfehler bedeutet auch immer Detail- Kontrast und Schärfeverlust. Das Nutzen eines Filters (einer zusätzlichen optischen Fläche) mag das Ganze etwas entzerren, jedoch nie zu 100% beseitigen. Zudem schluckt der Filter selbst - und sei es nur minimal - Licht, Kontrast und Schärfe.

Da Du ja bereits so viele Threads hier gepostet hast, frag mal die Gemeinde nach deren Meinung zu Maksutov Geräten, insbesondere von INTES oder ORION. Du wirst überrascht sein. Ein 6 Zoll Maksutov hoher Qualität (z.B. von Intes) wird bis ca. 450x jederzeit die Qualität eines APO-Refraktors von ca. 4,5 Zoll Öffnung liefern - allerdings zu einem Bruchteil des Preises.
Geringere Länge und auch geringeres Gewicht kommen dann auch im Vergleich zueinander der eingesetzten Montierung zu Gute, sodass dies fast die einzige "scharfe", farbfehlerfreie und dabei äusserst transportable Kombination ist, welche ich mir vorstellen kann.
Und noch etwas - eine Planetensaison ist auch irgend wann mal zu Ende, Deep Sky ist immer da. Lege Dir lieber ein Gerät zu, welches nicht nur für einige wenige Himmelskörper optimiert/geeignet ist, zumal 90mm oder 100mm (auch 102mm) Öffnung wahrlich nicht "der Hammer" sind und sinnvoll damit ausser Satuirn, Jupiter und einige Schatten auf dem Mars kaum mehr ´drin ist.
Uranus als Scheibe und Venus als Sichel? OK, aber dafür muss es weiss Gott kein Vixen sein, auch keine 90 oder 100 mm.

Für Manche sind 90mm eine besseres Leitrohr, für Andere die Erfüllung eines Traumes - soll jeder für sich entscheiden. Sobald Du allerdings einmal statt durch den 90 oder 100er Vixen durch einen 6" oder 8" Maksutov oder einen MAK-Newton oder einen SC auf die Planeten geschaut hast, DANN WIRST DU VERSTEHEN, DASS ÖFFNUNG EINE ABSOLUTE BERECHTIGUNG HAT. Das Auge sieht nun mal anders als eine Webcam und kann Licht nicht beliebig kummulieren. Daher braucht man bei Photos schlicht deutlich weniger Öffnung (in etwa im Verhältnis 1:4 bis 1:16 - je nach eingesetzter Optik) um ein Ergebnis X zu erzielen, als wenn man das gleiche Ergebnis LIVE sehen möchte. Gerade dieser letzte Punkt sollte Dir zu denken geben. Gerade deshalb baut man auch Dobsons mit 16", 20" oder 30" - weil man die Farbenpracht der Nebel und Galaxien LIVE sehen möchte - sonst kann ich gleich komplett auf ein Teleskop verzichten und mir die Hubble-Bilder aus dem Internet anschauen - an diese Qualität und Auflösung kommt man von der Erde aus eh nicht heran.

In der Hoffnung, das Ganze möge bald ein glückliches Ende finden.......

Clear Skies
Nikita
 
Hallo Nikita,

ich ging zwar nicht davon aus, Fotos à la Frank Specht durch "seine" Optik auch so sehen zu können, aber nahm eine "Gleichverteilung" der Astrofotografie-Erfahrung an. Vielleicht sollte ich davon lieber abweichen und Herrn Specht für einen außergewöhnlich guten Fotograf halten.

Bei der breiten Einsetzbarkeit des Gerätes sprichst du einen Punkt an, den ich bislang sträflich vernachlässigte. (Nur weil ich mich vor allem für Planeten interessiere heißt das ja nicht, dass sie ständig zu sehen sind. Hmm...)

Ich danke dir für dein offenes Posting und werde noch eine Weile über mein Wunschteleskop nachdenken (eigentlich ein VMC200L von Vixen, das sind transportable 8 Zoll, leider ist das Teil ganz schön teuer. Komplett mit GP immerhin 2500 €.)
 
Hi Aths,
endlich! Gratulation zur Einsicht. Es muss jedoch nicht immer neu sein. Wenn Du weisst, was Du haben willst, gib einfach hier im Forum eine Suche-Anzeige auf, kannst so 50%-70% des Neupreises sparen. Gerade bestimmte Modelle von Vixen gibt es jedoch nicht gebraucht an jeder Ecke, überlege daher bitte ernsthaft die Anschaffung eines Maksutovs. An Planeten in der Regel besser als jeder SC und mit F/12 auch noch recht brauchbar für DS. SC´s sind oft etwas "schneller" mit f/10, in dieser Grössenordnung allerdings ist der Unterschied vernachlässigbar.
Solch eine Lösung, gebraucht erstanden, sollte mit Monti für ca. 1.000 EUR zu haben sein, qualitativ wäre nur die Monti, sofern eine EQ5 und keine GP gewählt wird, "niedriger" als eine vergleichbares VIXEN-Produkt sein, die Qualität der Optik bei INTES und ORION kann hingegen jederzeit locker mit VIXEN mithalten und diese sogar übertreffen. Ist zu mindestens meine Erfahrung.....

CS
Nikita
 
An alle!!!

Es geht um solch ein Bild:
Link zur Grafik: http://astronomy.rainbow-serpent.de/planets/20020103-planets.jpg
Wie ich 'aths' schon privat gemailt hatte, erreicht man solch ein Ergebnis bei kleinen Teleskopen nur durch Bildbearbeitung (in diesem Falle Addition durch Giotto, Nachbearbeitung mit Photoshop). Der Weg zu solch einem Ergebnis dauert oft Stunden der Bearbeitung und Monaten oder Jahren an Erfahrung. Erstaunlich ist der Detailgehalt, wenn man ein einzelnes Frame betrachtet:
Link zur Grafik: http://astronomy.rainbow-serpent.de/planets/20020103-jupiter-raw.jpg
Da kann ich mir gut vorstellen, dass der ein oder andere zukünftige Teleskopbesitzer zunächst ungläubig den Kopf schüttelt.
Aths hat z.T. Recht, wenn er sagt, es gäbe Aufnahmen von wesentlich größeren Geräten, die weniger zeigen. Das hängt meiner Ansicht nach mit zwei wesentlichen Faktoren zusammen. Zum einen werden oftmals Bilder veröffentlicht, von denen der Shooter meint, dass es so für ihn optimal wäre. Zum anderen haben einfach die Seeing-Bedingungen nicht gestimmt. Man schaue nur einmal im Internet nach Aufnahmen durch C14, was da z-T. veröffentlicht wird (im alten Forum hatte ich dazu mal ein Beispiel).

Fakt ist, dass jeder zukünftige Teleskopbesitzer wissen soll, dass man in selteneren Fällen bei der Verwendung kleiner Teleskope das sieht, was man fotografieren kann. Bildbearbeitung macht´s halt möglich.

@aths: Ich kann dir nicht zu einem bestimmten Teleskop raten. Ich weiß, dass man als Einsteiger oft versucht (oder der Meinung) ist, ebenfalls sofort fantastische Ergebnisse zu erreichen. Aber man wird mir Recht geben, wenn ich sage, dass es schon einiger Zeit bedarf, sein *entfernt* so zu beherrschen, dass man damit wirklich optimale Ergebnisse erzielt. Das gilt für visuelle Beobachtung wie für Fotografie. Astronomie ist ein Gedulds- und Übungsfach!

Um bei mir zu bleiben: Ich habe 1980 mit einem 6cm Refraktor angefangen und diesen 12 Jahre lang erfolgreich eingesetzt. Danach habe ich mich bis 95 zum C8+80mm Fluorit hochgeschaukelt, um letztendlich mit meinem 90er Vixen glücklich zu werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> Damit will ich sagen, dass das erste Teleskop nicht zwingend das letzte sein muss.
In der Bilderdatenbank gibt es einige Aufnahmen von mir, die zeigen, wie sich (gerade bei Saturn) die Qualität der Aufnahmen im Laufe der Zeit verändert hat. Und das hängt einzig damit zusammen, dass man in neue Bereiche vorstößt, die man selbst erst kennenlernen muss.
 
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