Hallo
Für die erste Jupiterzeichnung ist das ein durchaus respektables Ergebnis - sogar die Randabdunkelung hast du berücksichtigt. Ich würde beim nächsten Mal noch versuchen, die Schattierungen ein wenig einheitlicher zu gestalten. Also, dass man die einzelnen Bleistiftstriche nicht mehr sieht. Eine vorgefertigte Schablone, welche Jupiters Abplattung berücksichtigt, wäre dann das Tüpfelchen auf dem i.
Das mit der Unsicherheit bei den beobachteten Details kennt wohl jeder, der mit dem Zeichnen beginnt - ist zum großen Teil eine Frage der Übung. Was auch sehr hilft, ist gutes Seeing. Da sind die Zeiträume, über die man ein Detail wirklich sehen kann, meistens länger als wenn das Bild dauernd in Bewegung ist. Dein Anspruch, nur das zu zeichnen was du wirklich siehst, ist aber auf jeden Fall richtig und gut.
Bei der Jupiterbeobachtung ist aber auch die Erfahrung ein wichtiger Aspekt. Du wirst sehen, wenn du Jupiter bis zu seiner Opposition im Dezember und auch noch darüber hinaus regelmäßig beobachtest, so wirst du (gutes Seeing vorausgesetzt) jedes Mal mehr Details sehen und diese auch richtig deuten können.
Was mir auch sehr geholfen hat, war das Lesen dieses Links ->
http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/jupiterbeobachtung.htm , sowie das Lesen des Buches "Sonne, Mond, Planeten beobachten und fotografieren" von Mario Weigand und Sabrina Geyer, erschienen im Kosmos-Verlag. Dort wird z.B. auch auf passende Farbfilter für jeden Planeten eingegangen.
LG Michael