Justieren eines Reflektors

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rairai

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Hallo Zusammen !

Wieder einmal eine Frage eines noch unwissenden Einsteigers.
Wie aufwendig ist denn das Justieren eines Reflektors und wie häufig kommt es denn vor, dass er dejustiert ist.

Welche sinnvolle Hilfsmittel gibt es denn zur Justage ??

Grüße
eines noch unwissenden und nervenden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Rainer
 
Hallo Rainer,

bei meinem ersten Justageversuch an einem Tschibo-Torpedo hat es von dem komplett zerlegten (d.h. alle Spiegel
ausgebaut) bis zum fertig justierten Teil ca 30 min gedauert. Dies ist aber ein Spezialfall, mit dem der
Einsteiger normalerweise nicht konfrontiert wird. Die Teleskope kommen fix und fertig an und benötigen nur noch
eine kleine Nachjustage, die auch für einen Anfänger innerhalb von max 10 Minuten zu erledigen sind, später ist
das nur noch eine Sache von 1 bis 2 Handgriffen.
Die Häufigkeit der Justage ist vom Teleskop und der Transporthäufigkeit abhängig. F/8-Rohre (z.B. 114/900 oder
150/1200) benötigen vielleicht 2-3 Justagen im Jahr. Andere eventuell nach jedem Transport.
Als Hilfsmittel gibt es Justierokulare und Lase sowie die extrem günstige Filmdose.
In dem Board "Teleskoppflege, -bedienung" findest Du dazu jede Menge Informationen.

Dies gilt aber nur für ganz normale Newton ohne irgendwelche Korrekturlinsen im OAZ (Mega-Star, Big-Boss). Von den
Dingern kann man eigentlich nur abraten, auch wenn sie schön kurz und handlich sind.

Solltest Du wegen des Justagethemas dich nicht für einen Newton entscheiden können, so besorge Dir doch über eBay
einen sehr billigen Tschibo-Torpedo und probiere dich daran.

cs
Wolfgang
 
Hallo Rainer,

das lässt sich nicht pauschal beantworten. Es ist je nach Gerät unterschiedlich. Geräte mit langer Brennweite (also Großes x beim f/x) sind einfacher zu justieren und "genügsamer", also dann auch seltener nachzujustieren. Kurzbrennweitige Geräte (so f/4 bis f/5) sind schwer zu justieren und sehr empfindlich.
Aber es kommt dann immer noch auf die Verarbeitung und die Stabilität an, wie oft das Gerät neu justiert werden muß. Robust konstruierte Geräte verstellen sich eben kaum.

Wie aufwändig ist es allgemein? Tja, beim ersten mal furchtbar, beim 10. mal "macht man's halt mal eben"...

Clear Skies
Sven
 
Hallo Rainer,

willkommen in der Welt des Newtonteleskopes <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ein Newton ist das primitivste Teleskopprinzi welches denkbar ist:
Lediglich 1 Spiegel erzeugt das Bild!
Falls dieser ein paraboloider Spiegel ist (oder auch ein sphärischer Spiegel
mit sehr langer Brennweite) kann er sämtliches achsparallel einfallendes Licht
auf einen Punkt (eigentlich ein winziger Fleck,das Beugungsscheibchen) bündeln.

Abseits der optischen Achse fällt der Newton dagegen schnell ab.
Wie stark dieser Verlust ist hängt nun vom Öffnungsverhältnis ab.
Ein 70/900er Newton ist mit f/13 sehr unkritisch,ein 200/800er Newton mit f/4
dagegen sehr kritisch.

Ein gemäßigter Newton verträgt viel mehr Dejustage als ein sehr "schneller"
Newton mit f/4.Dieser muß zwingend sehr sehr exakt kollimiert werden damit
er sein Potential ausschöpfen kann!!

Wie lange der Newton seine Justage hält hängt von der praktischen Ausführung
seiner Justageelemente ab.Sprich eine gute Mechanik ist hier äußerst hilfreich.

Hilfmittel:
- Ringbuchverstärkungsöse (exak(!) mittig auf den Hauptspiegel aufbringen)
- Chesire-Okular
- oder statt Chesire einen guten Laser wie den von Marcusgoe
plus eine Fuji-Filmdose in die du genau in der Mitte ein Loch bohrst.

Letztere ist dafür da den Fangspiegel genach unter dem Okularauszug zu platzieren.

MfG,Karsten
 
Vielen Dank für Eure Nachrichten !

Die machen mir doch Hoffnung, dass ich das auch hinbekomme. Nun muß ich nur noch die Entscheidung treffen ob ich mir einen Reflektor anschaffe oder einen Refraktor (ohen justieren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )

Grüße

Rainer
 
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