Justierung Fernglas TS 20x80

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Der_Andere

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Moin liebe Mit-dem-Zweiten-besser-Sehenden :huhu:

in der elektronischen Bucht habe ich kürzlich einem gebrauchten TS 20x80 Triplett nicht ausweichen können - nun ist es hier. Und war - wie soll es anders sein - furchtbar dejustiert - zumindest tagsüber (s.u.).

Da die ersten Justageversuche an den doch qualitativ nur so halbguten Madenschrauben scheiterten, habe ich diese mit verhältnismäßig roher Gewalt entfernen können und dann durch feinere Pendants aus Edelstahl ersetzt. Und anschließend habe ich mich dann an die Justage am Stern gemacht. Eine Seite scharf gestellt, die andere als unscharfes Scheibchen, übereinander gebracht und schon einmal ein einigermaßen zufriedenstellendes Ergebnis hinbekommen.

Am kommenden Tag interessiert in die tageslichtbeschienene Botanik geschaut und an spontaner Kurzzeiterblindung gelitten. Furchtbare Doppelbilder :smiley60:

Also am Tage grob justiert und für einigermaßen passabel befunden. In der Nacht in den hellen, aber immerhin weit entfernten Himmel gehalten - furchtbare Doppelbilder. Wieder am Stern justiert, zufrieden gewesen. Am nächsten Tag........ :smiley63:

Daher die Frage: Kann man die Dinger nur auf entweder astronomische oder terrestrische Nutzung justieren? :gutefrage:

Und dann habe ich da noch eine Frage: Habe mal vorn die Konterschraube für die Montageschiene und damit auch für die Fernglashälften abgebaut. Und dabei festgestellt, daß diese "Mittelstange" eher "schwebend" montiert ist (Bild - hoffentlich - mit hochgeladen). Sie wird also in meinem Exemplar nicht durch eine Buchse oder dergleichen geführt, wie ich es vielleicht erwartet hätte. Demnach ergibt sich eine mehr oder weniger "variable" Parallaxe würde ich denken?! Ist das normal?

Viele Grüße und möglichst clear skies,

Boris
 

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Es gibt nur justiert oder nicht justiert. Ich empfehle, so vorzugehen:
Es gibt dabei zwei Fehlstellungen: 1) Die Bilder sind ungleich hoch 2) Das Glas schielt nach innen oder nach außen. 1) ist sehr störend, 2) gleicht das Auge meist aus. Man setzt das Glas auf ein Stativ, stellt ein möglichst weit entfernte Ziel ein (Mast, Turmspitze) und stellt beide Okulare scharf. Dann blickt man aus einer kurzen Entfernung, so etwa 15 cm in die Okulare und stellt ein Detail in einem der Seiten in die Mitte. Durch diesen Blick wird das Auge davon abgehalten, sich an die schiefen Bilder anzupassen. Man sieht sehr genau, ob eines der Bilder höher ist als das andere. Das bringt man jetzt mit den Justageschrauben in Deckung. Das war`s meist.
 
Hallo Boris,


das Bild ist vielsagend...wenn da keine Lagerbuchse sitzt können sich die beiden Fernglashälften zueinander bewegen, da kannst Du justieren bis zum Umfallen.

Entweder Du ersetzt diese Buchse oder gibst denn Schrott gnadenlos zurück, alles andere ist Unfug.


Viele Grüße Felix
 
Moin Felix und alle anderen, die es auch wissen! :huhu:

Leider hatte ich die Woche über keine Ruhe, mich zu melden oder gar um das Glas zu kümmern.

Kann mir denn jemand sagen, wie diese Buchse genau aussieht? Kann ich die durch ein Stückchen Alurohr ersetzen, um einfach die Führung wiederherzustellen oder ist da noch eine Art Exzenter im Spiel zur Justage der Objektive zueinander?!

An sich scheint das gute Stück ja ein ganz ordentliches Glas zu sein. Wäre ja schade drum... Und zurücksenden fällt leider aus - Privatkauf.

Sonnige Grüße,

Boris
 
Hallo Boris,


die Buchse hat nur innen und außen den passenden Durchmesser um möglichst Spielfreiheit herzustellen. So können sich die beiden Seiten des Glases nicht zueinander verkippen bzw. zur Achse. Alu, Kunststoff, egal...je weniger Spiel vorhanden ist um so besser.


Viele Grüße Felix
 
Moin nochmal,

das macht es ja sehr viel einfacher - da sollte doch etwas zu finden sein...

Ich bastle mal und melde mich wieder.

Erst einmal vielen Dank Felix! :applaus:

Viele Grüße,

Boris
 
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