Kabel und Elektronik in der Sternwarte?

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Ich schon wieder,

wenn Du schon auf einen Gleichstrom-Motor umbaust, dann hätte ich noch eine andere Idee, bei der ggf. ein Kabel ganz entfallen könnte.
Die Kuppel bekommt doch bestimmt eine Park-Position. In dieser Position könnte man über Kontakte einen mitlaufenden Akku laden und den Kuppelspalt-Antrieb drahtlos steuern. Dazu muss man natürlich etwas elektronisch basteln, aber das dürfte kein allzu großer Akt werden. Ich denke da z. B. an infrarot-fernbediente LED-Ketten. Die werden in der Regel mit 12V betrieben. Verorgt man nun den Empfängerteil aus besagtem Akku und hängt anstatt des LED-Streifens ein Relais da ran dann kann man damit die Motorspannung umpolen. Zwei Endschalter sorgen dafür, dass die Bewegung am Ende stoppt. Jeweils eine Diode in der entsprechenden Richtung über jedem Endschalter sorgt wiederum dafür, dass es nach dem Umpolen auch wieder aus der Endstellung in die andere Richtung geht.
Es gibt noch viele andere Remote-Möglichkeiten (z. B. drahtlos über 433MHz), je nachdem welche elektronischen Möglichkeiten (Bekannte ;-) man ggf. hat.

LG & CS,
Reinhard
 
Hallo Rainmaker,
alle Kuppelsteuerungen sind so ausgelegt, das sie in Parkstellung über den Ascom den Kuppelspalt öffnen und schließen können. In dieser Position befinden sich am Kuppelkranz bei mir Schleifkontakte für die Spannungversorgung des DC Motors vom Kuppelspalt. Das ist gängige Praxis bei Baader, Scopedome, Lesvedome und Anderen.

Siehe hier im Forum: Kuppelsteuerung im Eigenbau

LG
Eberhard
 
Also ich versteh die Diskussion hier nicht.
Ich lese von abenteuerlichen Kleinspannungslösungen mit Wechselrichtern, und noch abenteuerlicheren Lösungen mit Querschnitten von einem knappen Viertel Quadratmillimeter. Für 230 V Netzspannung. Da kriege ich Gänsehaut.
Ich lese von beweglichen Leitungen, die auf einmal nicht mehr bewegt werden sollen.
Die Leitungen sind dafür gemacht, dass sie bewegt werden. Ganz oft. Ohne Probleme.

Schaut Euch doch mal die Lösungen an, die seit vielen Jahren -nicht nur bei Sternwartenkuppeln- erfolgreich angewendet werden. In der Industrie z.B. . Da nimmt man eben flexibele Leitungen. Man macht Schleppkabel daraus.
Entweder als Kabelgirlande an einer Röllchenschiene oder in einer U-förmigen Kabelrinne mit Kabelkette. (Sieht aus wie die Kette einer Baggerraupe oder eines Panzers)
Ich würde in jedem Fall Schleppkabel mit Girlande bevorzugen.
Es ist einfach, sicher, überschaubar, und das Beste daran: es kostet fast nix.

Werden flexibele Leitungen einigermaßen namhafter Hersteller verwendet, wie z.B. das vom Regenmacher bereits im ersten Beitrag genannte Ölflex, passiert auch unter minus fuffzehn Grad nix.

Aber hier ist es wie im richtigen Leben.......warum einfach, wenns auch kompliziert geht........

CS

Dietmar
 
Hallo Miteinander!
Noch einmal, ein Schleppkabel ist nicht praxistauglich und nur hinderlich! Mach es, wie es in allen Kuppeln gängige Praxis ist und von der Dome-Software seit einigen Jahren unterstützt wird.
LG
Eberhard
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

@ Reinhard,
immer langsam mit den jungen Pferden. ;) Zunächst muss der Mist erst mal laufen um die Mechanik ausgiebig testen zu können.

@ Eberhard,
leider müsste man bei meiner ollen Steuerung nicht nur die Energie für den Motor über einen Schleifkontakt weiterleiten, sondern auch noch acht Kontakte für die Endschalter. Sonst wäre es ja viel zu einfach.

@ Dietmar,
bei den 0,25mm² und 230V habe ich auch zunächst gedacht, dass dies doch nicht sein kann, aber es scheint wirklich so zu sein, dass es auch mit noch etwas mehr Leistung als angegeben wohl rechnerisch korrekt ist. Bei 12V hingegen müsste die Leitung wohl etwas dicker sein.


MfG

Rainmaker
 
Hallo,
@ Dietmar,
bei den 0,25mm² und 230V habe ich auch zunächst gedacht, dass dies doch nicht sein kann, aber es scheint wirklich so zu sein, dass es auch mit noch etwas mehr Leistung als angegeben wohl rechnerisch korrekt ist. Bei 12V hingegen müsste die Leitung wohl etwas dicker sein.
Das ist zwar soweit korrekt, aber ich würde trotzdem niemals ein so dünnes Kabel für 230V verwenden. Der Grund wurde schon genannt, die mechanische Belastbarkeit.
Wenn man das Kabel mal versehentlich abreißt liegen die 230 Volt plötzlich offen.
Zum Vergleich:
IMG_20200709_085616.jpg
Das hier ist eine 0.34mm^2 Leitung mit 300V Spannungsfestigkeit, wie sie häufig für Sensorik
verwendet wird.
Da der Name Ölflex schon fiel:
Die schleppfähige Variante nennt sich "810", die Standardvariante "110"

Gruß
Thomas
 
Guten Morgen allerseits,

ich würde es machen wie Eberhard vorschlägt und es reichen dazu zwei Kontakte. Die Endschalter werden direkt mit dem Motor verschaltet, müssen dazu aber den Motorstrom schalten können. Sie werden als "Öffner" geschaltet und liegen in Serie zum Motor. Wenn keiner der Endschalter betätigt ist, dann ist der Stromkreis geschlossen und der Motor kann in jede Richtung laufen. Läuft der Motor auf einen der Endschalter, dann öffnet dieser den Stromkreis und der Motor bleibt stehen. Eine Diode, in dieser Situation in Sperrichtung, sorgt dafür, dass der Endschalter nach umpolen der Spannung überbrückt wird und der Motor so aus dieser Stellung wieder heraus laufen kann. Am anderen Ende ist es genauso, nur mit gedrehter Diode.
Als "Steuerung" reicht im einfachsten Fall ein Schalter mit zwei Wechselkontakten, den kann man nämlich so beschalten, dass er eine Spannung umpolt... oder ein entsprechendes Relais... oder vollelektronisch mit einer Brückenendstufe.

Tausendfach bewährt, ach was sage ich, millionenfach!

LG, schönen Tag & CS,
Reinhard
 
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