westphal_stefan
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Hallo Sternfreunde,
gestern Abend fand ich endlich mal wieder Zeit, um in wenig zu spechteln. Beobachtungsort war ein kleiner Hügel nahe der Ortschaft Vockenroth/Mittelfranken bei N: 49°15'11'' und E: 11°13'03''.
Aufgrund der jetzigen Kältewelle lag die Wahrscheinlichkeit nahe, dass ich meinen bisherigen Kälterekord von -13°C noch einmal überbieten könnte. Genauso war es auch. Auf dem Hügel war es mit -15°C noch ein wenig kälter, aber immerhin 2° wärmer als im Tal
Zwei Stunden trotzte ich der Kälte, dann zwang sie mich in die Knie.
Am gestrigen Abend stürzte ich mich auf den zunehmenden Mond, Jupiter und Mars. Da ich in der Regel fast nur Deep-Sky beobachte, hatte ich schon fast vergessen, wie schön es sein kann, die Krater und Rillen unseres Erdbegleiters zu bewundern.
Beobachtungsinstrument war übrigens der 100mm Refraktor und der 85mm Schiefspiegler.
Da ich nun seit kurzem ein 5mm Omegon LE Planetary und ein 10mm Speers Waler mein Eigen nennen darf, wurde es höchste Zeit die Okus mal zu testen.
Das 5mm Omegon verwendete ich zusammen mit dem 4"er. Die Abbildung war schön scharf und kontrastreich. Ich war erstaunt, das der vorhandene Farbfehler bei dieser Vergrößerung kaum wahrnehmbar war. Dann schraubte ich noch einen 2" Semi Apo Filter ein, den ich mir vor längerer Zeit mal zugelegt hatte. Dieser Filter führte aber nur zu unwesentlich besserer Abbildung. Das Mondantlitz hatte dadurch einen leichten Gelbstich. Die Durchsicht war auch brauchbar, so konnte ich schön kleine Krater und Rillen auf der Monoberfläche studieren.
Das 10mm Speers verwendete ich zusammen mit dem Schiefspiegler. Es lieferte einen atemberaubenden Blick auf die Mondoberfläche. Das Okular ist echt spitze, der Zugewinn an Gesichtsfeld ein Komfort, den ich nicht mehr missen möchte. Die Krater sind fast zum Greifen nah. Das Licht-Schatten Spiel am Terminator war ein Genuss. Gegenüber dem Refraktor wird beim Schiefspiegler die große Fokustoleranz deutlich und erlaubt sehr entspanntes Beobachten.
Jupiter, der sich bereits dem Westhorizont näherte, nahm ich nur sehr kurz ins Visier.
Mein Interesse galt diesmal dem Mars, der endlich wieder sichtbar wird. Er stand so gegen 22Uhr auch schon recht hoch am Himmel, so dass ich mir eine brauchbare Abbildung erhoffte.
Die Beobachtung erfolgte mit dem Schiefspiegler und dem Speers.
In den Momenten guter Luftruhe konnte ich sehr deutlich die Polkappe und einen dunklen Ring drumherum beobachten. Der westliche Rand des Marsscheibchens war zudem heller als der östliche.
Vielleicht ein Hinweis auf Wolken? Oder war es das Ercheinungsbild des Morgenterminators? (siehe Zeichnung)
Es war jedenfalls deutlich sichtbar. Weitere Oberflächeneinzelheiten konnte ich trotz Orangefilter nicht ausmachen.
Dafür, dass das Marsscheibchen momentan gerade mal rund 12" aufweist, war ich von den Details begeistert.
Bei der Beobachtung vertiefte ich mich so sehr in den Mars, das ich gar nicht mitbekam, wie mir die Zehen einfroren
So gegen 22:45Uhr beschloss ich dann, meine Zehen wieder aufzutauen und brach ab...
Gruß, Stefan
gestern Abend fand ich endlich mal wieder Zeit, um in wenig zu spechteln. Beobachtungsort war ein kleiner Hügel nahe der Ortschaft Vockenroth/Mittelfranken bei N: 49°15'11'' und E: 11°13'03''.
Aufgrund der jetzigen Kältewelle lag die Wahrscheinlichkeit nahe, dass ich meinen bisherigen Kälterekord von -13°C noch einmal überbieten könnte. Genauso war es auch. Auf dem Hügel war es mit -15°C noch ein wenig kälter, aber immerhin 2° wärmer als im Tal
Zwei Stunden trotzte ich der Kälte, dann zwang sie mich in die Knie.
Am gestrigen Abend stürzte ich mich auf den zunehmenden Mond, Jupiter und Mars. Da ich in der Regel fast nur Deep-Sky beobachte, hatte ich schon fast vergessen, wie schön es sein kann, die Krater und Rillen unseres Erdbegleiters zu bewundern.
Beobachtungsinstrument war übrigens der 100mm Refraktor und der 85mm Schiefspiegler.
Da ich nun seit kurzem ein 5mm Omegon LE Planetary und ein 10mm Speers Waler mein Eigen nennen darf, wurde es höchste Zeit die Okus mal zu testen.
Das 5mm Omegon verwendete ich zusammen mit dem 4"er. Die Abbildung war schön scharf und kontrastreich. Ich war erstaunt, das der vorhandene Farbfehler bei dieser Vergrößerung kaum wahrnehmbar war. Dann schraubte ich noch einen 2" Semi Apo Filter ein, den ich mir vor längerer Zeit mal zugelegt hatte. Dieser Filter führte aber nur zu unwesentlich besserer Abbildung. Das Mondantlitz hatte dadurch einen leichten Gelbstich. Die Durchsicht war auch brauchbar, so konnte ich schön kleine Krater und Rillen auf der Monoberfläche studieren.
Das 10mm Speers verwendete ich zusammen mit dem Schiefspiegler. Es lieferte einen atemberaubenden Blick auf die Mondoberfläche. Das Okular ist echt spitze, der Zugewinn an Gesichtsfeld ein Komfort, den ich nicht mehr missen möchte. Die Krater sind fast zum Greifen nah. Das Licht-Schatten Spiel am Terminator war ein Genuss. Gegenüber dem Refraktor wird beim Schiefspiegler die große Fokustoleranz deutlich und erlaubt sehr entspanntes Beobachten.
Jupiter, der sich bereits dem Westhorizont näherte, nahm ich nur sehr kurz ins Visier.
Mein Interesse galt diesmal dem Mars, der endlich wieder sichtbar wird. Er stand so gegen 22Uhr auch schon recht hoch am Himmel, so dass ich mir eine brauchbare Abbildung erhoffte.
Die Beobachtung erfolgte mit dem Schiefspiegler und dem Speers.
In den Momenten guter Luftruhe konnte ich sehr deutlich die Polkappe und einen dunklen Ring drumherum beobachten. Der westliche Rand des Marsscheibchens war zudem heller als der östliche.
Vielleicht ein Hinweis auf Wolken? Oder war es das Ercheinungsbild des Morgenterminators? (siehe Zeichnung)
Es war jedenfalls deutlich sichtbar. Weitere Oberflächeneinzelheiten konnte ich trotz Orangefilter nicht ausmachen.
Dafür, dass das Marsscheibchen momentan gerade mal rund 12" aufweist, war ich von den Details begeistert.
Bei der Beobachtung vertiefte ich mich so sehr in den Mars, das ich gar nicht mitbekam, wie mir die Zehen einfroren
So gegen 22:45Uhr beschloss ich dann, meine Zehen wieder aufzutauen und brach ab...
Gruß, Stefan