diekleineeule
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Hallo, ich habe ein sicher banales Problem, komme aber jetzt irgendwie nicht weiter. Bis vor etwa zwei Jahren nutzte ich ein SC 9,25 auf einer Celestron CGX und hatte dort am Ende zu keiner Zeit Kalibrierungsprobleme, über das StarAlignment ein sauberes GoTo hinzubekommen. Ich ließ mich auf die Anwahl von fünf Sternen ein und habe in jener Zeit Objekte aus meinem Sternatlas zu sehen bekommen, von denen ich sonst höchstens über Fotografien erfahren hätte, dass sie überhaupt existieren. Das funktionierte so bis 11m5/11m6... Ich nutze mein Gerät also rein visuell. Das vorab. Ebenso vorab: Der Polarsternbereich ist frei, ich arbeite mit Südsicht. Nach Westen haben wir Gartenbepflanzungen und kleinen Baumbewuchs und nach Osten ist die Terrasse durch unser Haus bebaut. Die Terrasse ist mit einem leichten Gefälle versehen, das ich aber stets ausgleichen konnte - das SC 9,25 wurde für jeden Beobachtungsabend aus dem Keller hochgetragen und mit der Montierung jeden Abend zusammengesetzt. Danach wieder abgebaut... bei stabiler Wetterlage kamen Laken und Planen darüber, es ging dann den Folgetag weiter. Wie angeführt, ich hatte nie Probleme....
JETZT quäle ich mich durch das Menü der Handbox der Gemini2-Steuerung. Ich wollte eine schwerere Montierung haben und entschied mich für das angeführte Losmandy-Fabrikat. Es wäre evtl. besser gewesen, eine CGX-L zu erwerben. Nun ja. Also, Folgendes.
Die Montierung hat ein Rollenstrativ von GeoOptik bekommen. Sie wird jetzt über eine Rampe aus dem Wohnzimmer in die Terrasse bewegt, zu zweit geht das und ist mir auch noch nicht lästig geworden. Die G11T ist einfach zu massiv, um sie jedes Mal auseinander zu nehmen und in einem Keller zu verstauen. Mein SC 9,25 steht jetzt also im Wohnzimmer, ich habe mich noch nicht für eine größere Optik entschieden... lieber erst einmal einen Schritt nach dem anderen.
Ich habe mehr als einmal Ort und Zeit voreingestellt. Oder die Sommerzeit im Menü berücksichtigt. Da kann der Fehler nicht liegen oder ich habe ein Brett vor dem Kopf, etwas ganz Einfaches nicht zu sehen. Man wird vom Menü angehalten, eine Sternauswahl zu betreiben. Und immer wieder kam ich zu der Erkenntnis, dass die Gemini2-Steuerung genau anders herum vorgehen will (im Gegensatz zur Celestronkalibrierung), man wählt einen Stern also aus, dann tippt man das GoTo und die Montierung beginnt zu summen. Mir verging das Lächeln bald, denn immer erhielt ich für den angedachten Kalibrierungsstern eine Phantasieposition am Himmel. Also korrigierte ich das Ganze, fuhr manuell zurück, und wählte dann aus dem Menü den Befehl "Ausrichten". Soweit ich das begriffen/geübt habe. Gestern abend begann ich bei Arktur. Dann war Spica an der Reihe. Als dritten Stern konnte ich nur noch Vindemiatrix anwählen, denn für Mizar oder einen anderen Wagendeichselstern hätte ich auf dem Steinboden entlangkrabbeln müssen.... Die Liste der "auswählbaren" Sterne ist eher bescheiden, wie ich heute finde. Nun, ich musste es also bei drei Auswahlsternen bewenden lassen und dachte, jetzt lassen wir uns überraschen, und ließ die Montierung zu M 3 fahren. Nur, da war kein M 3. Mein Sucher (ein alter Willamsrefraktor) zeigte M 3 bei einer etwa 10x Vergrößerung mit einer Abweichung von geschätzt 1,5° ... Ich wählte dann Epsilon Bootes aus. Als Doppelstern halt. Das wurde noch gruseliger... und als ich dann gar dachte, na, lasse die Motoren mal zu Arktur zurücklaufen, da stellte mir das GoTo nicht einmal mehr Arktur ein. Verstehe ich also nicht. Die Bedienungsanleitung der Gemini2 ist bescheiden, sie half mir bis jetzt gar nicht weiter.
Entweder ist meine Menüeinstellung also fragwürdig... oder es fängt bei der Handhabung der Säule an. Die Libelle ist ebenerdig korrekt. Muss man vielleicht erst einmal mit der exakten (wie genau exakten?) Polarsternausrichtung und -anwählung beginnen?
Ich habe überlegt, ob ich mir dieses Theater weiter antue und nicht wieder zur CGX zurückkehre. Dann habe ich einige tausende Euro versenkt, aber...
Eine Idee ist mir aber noch gekommen. Es wird für die Losmandymontierungen das Hilfsmittel eines Polemasters angeboten. Man lässt also eine Kamera die Nordpolregion aufnehmen und sie kalibriert für mich alles. Keine spätere komplizierte Sternauswahl mehr, nur mehr Kabel, mehr Elektronik... Bei Celestron nennt sich ein System Starsense. Habe das mal bei TS recherchiert. War ja bisher kein Thema, also Neuland.
So, jetzt habe ich Euch genug zugetextet. Vielleicht hat jemand eine G11T mit einer Gemini2 im Gebrauch und meldet sich mal. Oder hat einen Fingerzweig. Ich lasse mich gern anleiten.
Liebe Grüße
Thorsten
JETZT quäle ich mich durch das Menü der Handbox der Gemini2-Steuerung. Ich wollte eine schwerere Montierung haben und entschied mich für das angeführte Losmandy-Fabrikat. Es wäre evtl. besser gewesen, eine CGX-L zu erwerben. Nun ja. Also, Folgendes.
Die Montierung hat ein Rollenstrativ von GeoOptik bekommen. Sie wird jetzt über eine Rampe aus dem Wohnzimmer in die Terrasse bewegt, zu zweit geht das und ist mir auch noch nicht lästig geworden. Die G11T ist einfach zu massiv, um sie jedes Mal auseinander zu nehmen und in einem Keller zu verstauen. Mein SC 9,25 steht jetzt also im Wohnzimmer, ich habe mich noch nicht für eine größere Optik entschieden... lieber erst einmal einen Schritt nach dem anderen.
Ich habe mehr als einmal Ort und Zeit voreingestellt. Oder die Sommerzeit im Menü berücksichtigt. Da kann der Fehler nicht liegen oder ich habe ein Brett vor dem Kopf, etwas ganz Einfaches nicht zu sehen. Man wird vom Menü angehalten, eine Sternauswahl zu betreiben. Und immer wieder kam ich zu der Erkenntnis, dass die Gemini2-Steuerung genau anders herum vorgehen will (im Gegensatz zur Celestronkalibrierung), man wählt einen Stern also aus, dann tippt man das GoTo und die Montierung beginnt zu summen. Mir verging das Lächeln bald, denn immer erhielt ich für den angedachten Kalibrierungsstern eine Phantasieposition am Himmel. Also korrigierte ich das Ganze, fuhr manuell zurück, und wählte dann aus dem Menü den Befehl "Ausrichten". Soweit ich das begriffen/geübt habe. Gestern abend begann ich bei Arktur. Dann war Spica an der Reihe. Als dritten Stern konnte ich nur noch Vindemiatrix anwählen, denn für Mizar oder einen anderen Wagendeichselstern hätte ich auf dem Steinboden entlangkrabbeln müssen.... Die Liste der "auswählbaren" Sterne ist eher bescheiden, wie ich heute finde. Nun, ich musste es also bei drei Auswahlsternen bewenden lassen und dachte, jetzt lassen wir uns überraschen, und ließ die Montierung zu M 3 fahren. Nur, da war kein M 3. Mein Sucher (ein alter Willamsrefraktor) zeigte M 3 bei einer etwa 10x Vergrößerung mit einer Abweichung von geschätzt 1,5° ... Ich wählte dann Epsilon Bootes aus. Als Doppelstern halt. Das wurde noch gruseliger... und als ich dann gar dachte, na, lasse die Motoren mal zu Arktur zurücklaufen, da stellte mir das GoTo nicht einmal mehr Arktur ein. Verstehe ich also nicht. Die Bedienungsanleitung der Gemini2 ist bescheiden, sie half mir bis jetzt gar nicht weiter.
Entweder ist meine Menüeinstellung also fragwürdig... oder es fängt bei der Handhabung der Säule an. Die Libelle ist ebenerdig korrekt. Muss man vielleicht erst einmal mit der exakten (wie genau exakten?) Polarsternausrichtung und -anwählung beginnen?
Ich habe überlegt, ob ich mir dieses Theater weiter antue und nicht wieder zur CGX zurückkehre. Dann habe ich einige tausende Euro versenkt, aber...
Eine Idee ist mir aber noch gekommen. Es wird für die Losmandymontierungen das Hilfsmittel eines Polemasters angeboten. Man lässt also eine Kamera die Nordpolregion aufnehmen und sie kalibriert für mich alles. Keine spätere komplizierte Sternauswahl mehr, nur mehr Kabel, mehr Elektronik... Bei Celestron nennt sich ein System Starsense. Habe das mal bei TS recherchiert. War ja bisher kein Thema, also Neuland.
So, jetzt habe ich Euch genug zugetextet. Vielleicht hat jemand eine G11T mit einer Gemini2 im Gebrauch und meldet sich mal. Oder hat einen Fingerzweig. Ich lasse mich gern anleiten.
Liebe Grüße
Thorsten