Kameraadapter Selbstbau

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Schimun

Mitglied
Hallo,
ich habe mir was ausgedacht und wollte nohcmal überprüfen ob es auch wirklich Sinn macht, bevor ich das Teil wirklich Baue. :)

Also, ich will meine Kamera (Panasonic Lumix G5)an mein Teleskop anschließen. Ich würde mein Adapter nun Folgendermaßen bauen:

Erst will ich mir einen Kameragehäusedeckel und ein Plastikrohr (Durchmesser = 50mm), das genau in den Okularanschluss passt kaufen.
Dann habe ich vor in den Grhäusedeckel in die Mitte ein großes Loch zu schneiden, dass mian durchfotografieren kann.
Nun will ich die beiden Teile mit Sekundenkleber/Heißkleber so verbinden, dass ich die eine Seite an die Kamera schrauben kann und die andere Seite in den Okularauszug stecken kann.

Sagt mir bitte, wenn es volkommener Schwachsinn ist; :) aber eigentlisch müsste es doch funktionieren und genaugenommen ist ein Adapter auch nichts anderes als ein Teilstück, dass links und rechts 2 passende Anschlüsse hat.

Zum Schluss noch eine Frage: Wie lange muss das Rohrstück, welches in den OAZ gesteckt wird sein? Also reichen die 50mm?
Vielleicht hilft es euch, wenn ich sage, dass ich ein 254/1200 Newton Teleskop habe :)

MfG, Schimun
ich freue mich schin auf eure Antworten :D
 
Hi Schimun,

Du hast recht, im Prinzip sind die käuflichen Adapter auch nix anderes als was Du vorhast. Aber:

- Du müßtest erstmal ein Rohr mit wirklich passendem Durchmesser finden. 50 mm sind definitiv falsch.
- Du müßtest dann das passende Rohr 100% rechtwinklich absagen, damit Du es auf den Deckel kleben kannst
- Du müßtest bei der Heißklebergeschichte auch die 100% Rechtwinkligkeit hinbekommen. 1/10 mm Abweichung sieht man bereits heftig im Bild...

Selbst wenn es Dir gelingt (was ich nicht glaube), wie befestigst Du dann Filter oder einen Komakorrektor?
Ohne diese Zubehörteile schaun Deine Bilder am Newton grauslig aus.

Nächster Punkt: Hast Du schon mal geguckt, wo genau der Fokus liegt? Deine Kamera ist immer um ihr "Auflagenmaß" (die Entfernung Oberfläche Chip <-> Gehäusekante Kamerabody) weiter außen am Okularauszug. Bei vielen visuell ausgelegten Newtons kommst Du mit einer Kamera überhaupt nicht in den Fokus. Du müßtest den Okularauszug weiter rein in Richtung Tubus drehen, bist aber schon am Anschlag...

Knapp und bündig: Dein Vorhaben ist Schrott!

 
Hi :)

Angenommen ich habe das passende Rohr und kann es genau rechtwinklig absegen.

Zitat von Sternenfee123:
Hast Du schon mal geguckt, wo genau der Fokus liegt? Deine Kamera ist immer um ihr "Auflagenmaß" (die Entfernung Oberfläche Chip <-> Gehäusekante Kamerabody) weiter außen am Okularauszug. Bei vielen visuell ausgelegten Newtons kommst Du mit einer Kamera überhaupt nicht in den Fokus.

Was heißt das Im Klartext?
Also welcher Abstand muss genau so lang sein wie der Abstand von der Chipoberfläche zur gehäusekante?
 
Hi Schimun,

vielleicht hilft dir diese Anleitung und der Erfahrungsbericht:

http://www.traumflieger.de/desktop/lidlscope/das_Lidl_Teleskop_an_der_Canon_DSLR_Teil3.php

Ich habe das damals so nachgebaut und es funktioniert auch.
Das Problem war weniger der Fokus sondern mehr das Gewicht der Kamera, die dann schon mal gerne nach unten kippt (bei der Verwendung eines Zenitspiegels). Da das Ganze mir dann aber doch zu wackelig war habe ich mir die entsprechenden Adapter gekauft (so viel kosten die ja auch nicht).

Dann mal viel Erfolg und CS

Igor
 
Hallo :)

Bei mir würde ein Adapter schon ein bisschen mehr kosten, weil ich erst eine Okularhülse von 2" auf T2 brauche und da dann erst das Adapter nschließen kann. (Beides zusammen ca. 50€)

Da ich ein passendes Rohr schon vorher gekauft habe und zweiten Gehäusedeckel schon da hatte und weil ich geizig war, habe ich das Teil dann gestern einfach auf gut Glück mit Sekundenkleber zusammengeklebt....
...und es funktioniert :)
Ich muss zugeben, dass es wahrscheinlich nicht ganz so perfekt ist wie ein gekauftes, aber ich werde es dennoch richtig gut nutzen können.
Das Problem, dass die Kamera nach unten kippt hatte ich auch nicht, weil es direkt am OAZ die zwei Schrauben gibt um die Röhre (normalerweiße natürlich Okulare) zu festzustellen.



 
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Zitat von Schimun:
Hallo,
ich habe mir was ausgedacht und wollte nohcmal überprüfen ob es auch wirklich Sinn macht, bevor ich das Teil wirklich Baue. :)

Also, ich will meine Kamera (Panasonic Lumix G5)an mein Teleskop anschließen. Ich würde mein Adapter nun Folgendermaßen bauen:

Erst will ich mir einen Kameragehäusedeckel und ein Plastikrohr (Durchmesser = 50mm), das genau in den Okularanschluss passt kaufen.
Dann habe ich vor in den Grhäusedeckel in die Mitte ein großes Loch zu schneiden, dass mian durchfotografieren kann.
Nun will ich die beiden Teile mit Sekundenkleber/Heißkleber so verbinden, dass ich die eine Seite an die Kamera schrauben kann und die andere Seite in den Okularauszug stecken kann.

Sagt mir bitte, wenn es volkommener Schwachsinn ist; :) aber eigentlisch müsste es doch funktionieren und genaugenommen ist ein Adapter auch nichts anderes als ein Teilstück, dass links und rechts 2 passende Anschlüsse hat.

Zum Schluss noch eine Frage: Wie lange muss das Rohrstück, welches in den OAZ gesteckt wird sein? Also reichen die 50mm?
Vielleicht hilft es euch, wenn ich sage, dass ich ein 254/1200 Newton Teleskop habe :)

MfG, Schimun
ich freue mich schin auf eure Antworten :D

Hallo Schimun,

gibts denn keine T2 Adapter für die Lumix?
Ich würde mir da keinen zusammenfudeln. F/5 und schneller sind schon empfindlich gegen Verkippungen. Da haste keinen Spass.

CS
Gerrit
 
Hi Schimun,

Was heißt das Im Klartext?
Also welcher Abstand muss genau so lang sein wie der Abstand von der Chipoberfläche zur gehäusekante?

Du kennst den Begriff "Auflagenmaß" nicht. Dann googel bitte danach.

nimm Deinen Newton, mach mit nem Gummiele ein Stück Seidenpapier (so ein dünnes, halbdurchsichtiges Papier) flach auf den Okularauszug. Peil den Mond an. Stelle am OAZ scharf, bis der Mond auf dem Seidenpapier gut erkennbar ist. Jetzt messe mit nem Zollstock, wei weit Du den OAZ rausgefahren hast vom "inneren" Anschlag. Schreib Dir die Zahl auf. Das können 30 mm sein, oder 50 oder 80...

Jetzt guck bei Wikipedia nach dem Auflagenmaß Deiner Kamera. Messe, wie viele mm Dein Konstrukt aus Deckel und Rohr vom OAZ bis zum Kamerabody hat. Diesen Wert zum Auflagenmaß dazuzählen. Wert aufschreiben. Nun den Okularauszug von der fürs Seidenpapier scharfen Stellung um den berechneten Wert "Auflagenmaß Kamera + Eigenbauadapter" in Richtung Tubus drehen. Wenn da nicht genügend Platz zum Reindrehen ist, hast die Popokarte. Dann ist das Auflagenmaß Deiner Kamera zu groß für Dein Teleskop. :(

Abhilfe bringt entweder ein gekaufter, superflacher Adapter mit 1 mm optischem Weg, oder ein kürzerbauender Okularauszug, oder den Hauptspiegel näher Richtung Fangspiegel zu versetzen... Oder 2 oder 3 dieser Alternativen miteinander gekoppelt...

Du kannst natürlich auch völlig ohne vorherige Berechnung Deine Kamera ranklemmen und versuchen, auf den Mond scharfzustellen.

Das man nen Deckel und ein Rohr mechanisch irgendwie miteinander verkleben kann und damit die Kamera statt einem Okular in den OAZ schieben kann, das bezweifel ich ja nicht.

Aber kommst Du damit auch in den Fokus? Das bezweifel ich.
 
Hallo Schimun,

bei allem was hier geschrieben wurde.....

Voraussetzungen:
* Kamera soll an einen Newton adaptiert werden
-> Um das gesamte Feld der Kamera fehlerfrei auszuleuchten, solltest Du über einen Komakorrektor nachdenken
* Der Newton hat ein Öffnungsverhältnis von F/5
-> Die Adaption sollte schon sehr präzise sein
* Möglichst geringer Aufwand
-> Widerspruch zu den ersten 2 Punkten. Mit der von Dir skizzierten Lösung wirst Du keine Freude haben.

Dann gibts bei TS ja auch noch sowas:
http://www.amazon.de/TS-Optics-Adap...ameras-Panasonic/dp/B004JTVH4G/ref=pd_cp_ce_1

Mit einem Komakorrektor machst Du nichts falsch.
* Der ES Komakorrektor sieht sehr interessant aus, den kannst Du auch visuell nutzen.
* Der GPU ist auch sehr gut. Auch visuell nutzbar.

Kostet halt was, aber wenn Du bei Deinem Newton bleibst, dann ist es kein Geld zum Fenster raus geschmissen! Und bleib dabei, denn gut justiert wirst Du damit lange Freude haben.
CS
Gerrit
 
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