Anette_Aslan
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Liebe Liebhaberastronominnen und Astronomen,
so mitten im zentraleuropäischen Hoch herrscht ja bei uns im Wiener Becken trotz klarstem Wetter immer so ein lokales Windphänomen, der einen den Tag trotz herrlichstem Sonnenschein vermaldeit. Mit 45 Km/h hauts einem schon um da Draussen, doch nach Sonnenuntergang hört der Spuk meist auf und so kämpfte ich heute bei einem wunderbarem Seeing von 5 mag und wenig mehr mit dem inneren Schweinehund darüber, ob ich mich wieder mit der Technik rumquäle, was heißen soll: nerviges Alignment mit zig mal failed Anzeigen und das ganze nochmal und nochmal...d.h. Kameraeinstellungen, d.h. Laptop anschliessen und bei der Verbindung mit dem Teleskop ein Misserfolg nach dem anderen hinnehmen und verbissen weitermachen, während der Himmel an mir vorrüberzieht in der Nacht der Nächte...nur 60% Luftfeuchte bei 8 Grad C und endlich Windstille, ein paar wenige Cirren, war es eine Pflicht heute Nacht..
Leute, mit solch einem Elektronikzeugs verliert der Sterndliebhaber seine Unschuld an der Freud, ich sags Euch ganz ehrlich.
War ich in alten Tagen noch stolz mit Karte und Sucher alle Objekte gefunden zu haben, hochglücklich ob all der schönen Dinge, die ich so geniessen konnte, bin ich heute mit der Technik am kämpfen von der ich nicht mehr lassen kann, weil mich der Ehrgeiz gepackt hat, sie zu beherrschen.
Ich schob heute meinen alten 10ner Dobson raus, zwang mich, mich nicht an die gesteuerte Montierung zu gehen und war erstaunt, wie schnell ich doch den Objekten meiner Sehnsucht nahe war....kaum hatte ich M42 im Okular, kam der heisse Wunsch auf, diesen wieder fotografisch festzuhalten ........ich war richtig auf Entzug...schrecklich....besuchte noch sämtliche offene Sternhaufen die gegen 21h MESZ aufzufinden waren und erinnerte mich an alte Tag bzw. Nächte, wo ich ohne Goto und Kamera hochzufrieden war....
dann brachen all meine guten Vorsätze zusammen, ich musste wieder das Fotozeugs rausholen, alles aufbauen und und und....Poljustierung, Alignment mit zigmal daneben....failed, failend bis succesful....dazwischen noch schnell mal so rein mit der Kamera auf one shot....dann wieder ran an den Refraktor mit Kamera...bei all dem Getue kroch die Kälte in die Knochen, es kühlt auf 2 Grad runter, aber immer noch ein sehr gutes Seeing, was höchst selten ist in meinen Gefilden....
Jupiter kam im SE langsam hinter Nachbars Hausgibel hervor und ich fing ihn schnell ein....dabei kann man noch zwei Leuchtspuren, die auffällig parallel verlaufen rechts neben ihn erblicken, was das wohl sein könnte?
Dann sieht man bei nur 20s Belichtung schon all die beleuchteten Häuser hinter den Gartensträuchern, ja so ist es leider bei mir, nicht zu ändern. Trotzdem kann man die Sterndln im Garten geniessen.
M42 hab ich mit einem Schuss gemacht bei 20s.
Gegen 22h war ich fix und fertig...deckte alles ab und verschwand ins warme Haus.
Die Unschuld ist weg.... aber ohne geht auch nicht mehr. Wer unter schlechten Himmelsverhältnissen mit Hilfe der Kamera endlich mal eine Galaxie sehen kann, die andere im Hochgebirge an 10ner Dobson ganz selbstverständlich erblicken können, weis wovon ich spreche.
Aber Morgen soll noch einmal solch eine Nacht kommen......ich werd mich am Dobson festschnallen.....drückt mir die Daumen...
bedenktliche Grüsse von Anette, die Euch ganz klar...ein paar Fotos schickt...
so mitten im zentraleuropäischen Hoch herrscht ja bei uns im Wiener Becken trotz klarstem Wetter immer so ein lokales Windphänomen, der einen den Tag trotz herrlichstem Sonnenschein vermaldeit. Mit 45 Km/h hauts einem schon um da Draussen, doch nach Sonnenuntergang hört der Spuk meist auf und so kämpfte ich heute bei einem wunderbarem Seeing von 5 mag und wenig mehr mit dem inneren Schweinehund darüber, ob ich mich wieder mit der Technik rumquäle, was heißen soll: nerviges Alignment mit zig mal failed Anzeigen und das ganze nochmal und nochmal...d.h. Kameraeinstellungen, d.h. Laptop anschliessen und bei der Verbindung mit dem Teleskop ein Misserfolg nach dem anderen hinnehmen und verbissen weitermachen, während der Himmel an mir vorrüberzieht in der Nacht der Nächte...nur 60% Luftfeuchte bei 8 Grad C und endlich Windstille, ein paar wenige Cirren, war es eine Pflicht heute Nacht..
Leute, mit solch einem Elektronikzeugs verliert der Sterndliebhaber seine Unschuld an der Freud, ich sags Euch ganz ehrlich.
War ich in alten Tagen noch stolz mit Karte und Sucher alle Objekte gefunden zu haben, hochglücklich ob all der schönen Dinge, die ich so geniessen konnte, bin ich heute mit der Technik am kämpfen von der ich nicht mehr lassen kann, weil mich der Ehrgeiz gepackt hat, sie zu beherrschen.
Ich schob heute meinen alten 10ner Dobson raus, zwang mich, mich nicht an die gesteuerte Montierung zu gehen und war erstaunt, wie schnell ich doch den Objekten meiner Sehnsucht nahe war....kaum hatte ich M42 im Okular, kam der heisse Wunsch auf, diesen wieder fotografisch festzuhalten ........ich war richtig auf Entzug...schrecklich....besuchte noch sämtliche offene Sternhaufen die gegen 21h MESZ aufzufinden waren und erinnerte mich an alte Tag bzw. Nächte, wo ich ohne Goto und Kamera hochzufrieden war....
dann brachen all meine guten Vorsätze zusammen, ich musste wieder das Fotozeugs rausholen, alles aufbauen und und und....Poljustierung, Alignment mit zigmal daneben....failed, failend bis succesful....dazwischen noch schnell mal so rein mit der Kamera auf one shot....dann wieder ran an den Refraktor mit Kamera...bei all dem Getue kroch die Kälte in die Knochen, es kühlt auf 2 Grad runter, aber immer noch ein sehr gutes Seeing, was höchst selten ist in meinen Gefilden....
Jupiter kam im SE langsam hinter Nachbars Hausgibel hervor und ich fing ihn schnell ein....dabei kann man noch zwei Leuchtspuren, die auffällig parallel verlaufen rechts neben ihn erblicken, was das wohl sein könnte?
Dann sieht man bei nur 20s Belichtung schon all die beleuchteten Häuser hinter den Gartensträuchern, ja so ist es leider bei mir, nicht zu ändern. Trotzdem kann man die Sterndln im Garten geniessen.
M42 hab ich mit einem Schuss gemacht bei 20s.
Gegen 22h war ich fix und fertig...deckte alles ab und verschwand ins warme Haus.
Die Unschuld ist weg.... aber ohne geht auch nicht mehr. Wer unter schlechten Himmelsverhältnissen mit Hilfe der Kamera endlich mal eine Galaxie sehen kann, die andere im Hochgebirge an 10ner Dobson ganz selbstverständlich erblicken können, weis wovon ich spreche.
Aber Morgen soll noch einmal solch eine Nacht kommen......ich werd mich am Dobson festschnallen.....drückt mir die Daumen...
bedenktliche Grüsse von Anette, die Euch ganz klar...ein paar Fotos schickt...
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