Kampfpreisbino 120/1000 FH

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Astro-Mechanik

Aktives Mitglied
Hallo,
ausgehend von diesem Tread Bino-Eigenbau biete ich folgendes Bino an:

- Optik: 2 mal 120/1000mm FH Refraktoren von Skywatcher
- Umlenksystem aus reinen Spiegeln, Okularaufnahme 31,8mm (Aufpreis 2")

Ausreichend bis 100 facher Vergrößerung, je nach empfinden des Beobachters
Augenabstand stufenlos einstellbar
Verstellbare Spiegel für Deckungsgleiche Bilder
Adaption an eine Gabel inklusive

Ohne Gabel, ohne Okulare, beides auf Anfrage.

Im Prinzip sieht das Bino dann so aus:
(Ohne Okulare, ohne Gabel, orginal Skywatcher OAZ, Spiegel statt der abgebildeten Prismen)
Link zur Grafik: http://www.astronomieclub-volkach.de/Bino7_6.jpg

Der Preis beträgt 1599,- Euro, mit 2" Aufnahme 1799,- Euro
Die Anzahlung beträgt 50%.

Bei Interesse bitte melden, Vorschläge hier erwünscht.

ASTRO-MECHANIK
Stefan Schimpf
Tel. 09381 / 847449
Fax. 09381 / 7169790
Ringstrasse 20
97332 Volkach
astromechanik@t-online.de

 
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Hallo Stefan,

gleich vorweg: Ich kann derzeit an solch eine Anschaffung nicht denken. Es würde mich aber interessieren, ob ein solches System sich nicht auch mit ähnlich großen ED-Optiken realisieren ließe. 120/900 zum Beispiel und natürlich mit entsprechendem Preisunterschied.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Stefan,

ja ich bin wirklich kein Marktforscher aber ich meine, dass es bunte FH-Bino-Teleskope schon lange und zur Genüge gibt. Meiner Meinung nach kostet eine gute mechanische Lösung schon so viel, dass man mit dem FH daneben liegt. Aber das entscheidet letztendlich der Kunde und vielleicht bringt es Dir ja welche, wenn hiermit erkennbar wird, dass ED auch geht. Sieht übrigens gut aus, das ganze.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Stefan,

am richtigen Ort mit der richtigen Aufstellung stelle ich mir so ein Bino mit ED-Optik sehr schön vor. Ich sehe sowas eher in der Naturbeobachtung als am Sternenhimmel.
Versuche es doch mal in den Ornithologie-Foren. Dort wird viel Geld für Spektive ausgegeben, die von einem Refraktor-Bino locker getoppt werden.

Wenn du irgendwo in der Nähe einen Sammelplatz für Zugvögel hast, stelle dich mit deinen Geräten abends auf die Beobachtungsplätze. An Interessierten wird es dann nicht mangeln.

Es wäre gut, für den Zweck eine eigene Gabel zu entwickeln. Dir als Feinmechniker dürfte das nicht schwerfallen. Die elektronischen Innereien und Getriebe der Meade/Celestron Gabelmontierungen sind dafür völlig unnötig. Eine olivgrüne schlichte Gabel wäre prima. Als Stativ nimm Vermessungsstative mit Holzbeinen. Verpasse denen anderen Füße. Die rustiklen Metalldorne kommen gar nicht gut an, weil man damit sein Schmuckstück nicht im Wohnzimmmer aufstellen möchte. Die Holzbeine würde ich abbeizen und mit Klarlack behandeln. Das Gelb der Vermesseungsstative ist nicht gut.

Wenn du das gut machst, gewinne Nabu als Verkaufsstelle. Die Geräte dürften dann aber keine Bastelkosmetik haben. Wenn du einen Zeiss oder Swarovski Fan in dein Lager ziehen willst muss das Bino gut aussehen. Wichtig ist ein weißer Tubus. Die schwarzen Equinoxe sehen aus Sicht der verwöhnten wohlhabenden Naturbeobachter billig aus.

Weitere Kunden mit demselben Anspruch findest du in den exklusiven Bootsvereinen. Die hätten gerne so ein Teil in der oberen Etage ihrer Vereinsgebäude. Google mal die Yachtvereine am Berliner Wannsee ab. Die Bilder von den Yachten und Vereinsgebäuden sprechen eine deutliche Sprache. 3000 € sind dort eine lächerliche Summe. Wenn dort erstmal so ein Teil steht, wird es weitere Käufer generieren. Mache es lieber besser und teurer für das Klientel.

Viel Erfolg


Tom
 
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Hallo Tom und Interessenten,
Alles richtig, Tom. Danke für die Hinweise.

Bino´s biete ich nur an, weil mir der Bau und die Beobachtung viel Spass machen.
So günstig wie möglich ist ein Zugeständnis an die Kunden und den Markt von mir.
Um des Verdienstes Willen MUSS ich keine bauen.
Denn meine Standardprodukte kann ich im Schlaf ohne Denken anfertigen, da ist wenigsten Gewinn drin.
Wenn also der Kunde/Markt diesen Schleuderpreis auch noch zu teuer findet.. na ja, dann nicht.
Wie man am Ausgangstread erkennt, haben hier manche völlig utopische Vortstellungen, Arbeitszeit braucht das keine und die Maschienen wachsen von alleine im Keller.

P.S. Bastelkosmetik, das war ein Prototyp. Sauber sieht das dann schon aus.
 
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Hallo Stefan,

die Frage ist, für was man den Preis ausgibt. Wenn ich mir den Preis anschaue, darin FHs vorfinde und dann schaue, was Dublett EDs kosten, so ist der ganze Mechanikaufwand Perlen vor die Blausäue geworfen!
Ich kann Dir die Markteinschätzung nicht abnehmen, aber ich würde das Geld mit FHs niemals ausgeben, mit EDs fände ich es auch mit entsprechendem Aufpreis (man kann ja gucken was die EDs mehr kosten) OK.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Die FH´s sind für niedrige Vergrößerung gedacht, also finde ich den Einwand nicht gerechtfertigt.

Ich habe genug ED Binos gebaut, das will auch keiner bezahlen.

Ich habe die Erfahrung gemacht:
Jeder will eines doch keiner bezahlt was.

Jetzt biete ich halt mal FH´s an. Durchaus hatte ich dafür auch schon Interessenten.

Was jeder möchte ist doch sehr verschieden. Kennst Du doch, manche sehen keine Farbe am 6" F8 FH, andere auch bei 800fach nicht am Sofa ED. :totlach:
 
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Mal rein interessehalber. Könnte man so ein Bino für ein seitenrichtiges und aufrechtstehendes Bild bauen?
In Ferngläsern klappt das doch aus?

Tom
 
Hallo Tom,
für wen denn? Es besteht wie geschrieben keine Nachfrage.
Das wäre mit Prismen möglich, welche den Farbfehler aber wieder erhöhen.

Ich stress mich da nicht rein, ich habe mein Angebot dargelegt.
 
Hallo Tom,

dann brauchst Du für jede der beiden Optiken eine gerade Zahl von Reflexionen. Das läuft dann auf minimal zwei Spiegel pro Optik hinaus, wie beim EMS von Morimoto, diese sind dann aber räumlich gegeneinander verdreht und der Einfallswinkel beträgt jeweils etwa 60°. Bei so großen Einfallswinkeln sind dielektrische Spiegel nicht mehr besser als metallische Beschichtungen. Außerdem verlängert sich das Seitenverhältnis der Spiegel.

Du könntest z.B. Pentaprismen (zur 90° Ablenkung ohne Bildrotation) mit Porroprismen (wie am gewöhnlichen geradsichtigen Porro-Fernglas) zur Bildaufrichtung und Einstellung des Augenabstands verwenden. Das ergibt dann jeweils sechs Reflexionen pro Optik, davon zwei im Pentaprisma und vier im Porro. Das Pentaprisma muss dafür verspiegelt werden, weil die Einfallswinkel zu steil für Totalreflexion sind. Das läuft dann auch auf einen beträchtlichen Glasweg und sehr große Prismen hinaus, so dass dann reine Spiegellösungen wohl besser wären.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter

 
Hallo Stefan, vielen Dank für Dein Engagement. Ein 120mm Bino hatte ich allerdings nicht gemeint, sorry. Es ging mir um ein Bino, welches man mit einem guten Foto/Video Stativ betreiben kann. Darum hatte ich die 80-100mm Optiken angesprochen. Ausserdem wollte ich mit den 24mm Panos so auf 20-25x kommen, da sind 1000mm Brennweite weit drüber. Ich seh schon, dass ich mit meinen Vorstellungen etwas blauäugig war.
CS, Peter
 
Hallo Peter,
ich bin halt nach Deinem Tread wieder auf den Binobau gekommen. Ich seh aber schon, das hat keine Zukunft, so das ich mich da nicht weiter reinsteigern.
Für mich selber plane ich mit den preislich attraktiven 6" TS APO´s und einer großen Gabel das ultimative Bino.
Dazu muss ich aber noch ein paar Doppelklemmen verkaufen...

Dennoch versuche ich es eventuell vorher mal mit so einem 120mm FH Bino.
 
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Hallo Stefan

Jetzt has du schon so viele Binos gebaut, ich würde nicht aufgeben und die Sache ruhen lassen, biete die Geräte zu Festpreisen permanent an wie deine anderen Produkte und baue nur auf Bestellung, so hast du keinen Verlust.

Im Prinzip hast du ja schon eine ganze "Produktlinie" an Binos zusammen, also weiter, immer wieder anbieten wie z.B. deine 3" Klemmen.

Gruß Daniel

 
Vermutlich sieht Stefan das schon richtig, es lohnt sich wirtschaftlich nicht. Den Astronomen stehen zuviele Alternativen zur Verfügung und andere Bereich schrecken zurück, wenn das Bild nicht aufrecht stehend und gespiegelt ist.

Tom
 
Hi,

Na ich denke nicht das es wirklich viele Alternativen gibt.
Es gibt zwar Großferngläser wie Sand am Meer aber die Möglichkeiten sind da wirklich auf geringe Vergrößerung beschränkt.
Was die Bildstellung angeht habe ich bei meinem Selbstbaubino
2 Zenitprinmen und 2 Rombusprismen verwendet,
das Bild ist aufrechtstehend aber seitenverkehrt also ideal.

Ich denke Stefan wird schon machen, war nur so ein Gedanke.

vG Daniel
 
Hallo,

Das geht doch auch einfacher, wenn das Dogma der horizontal nebeneinander liegenden Tuben aufgegeben wird. Das sieht zwar hübsch und symmetisch aus, führt aber zu sehr breiten Konstruktionen, die dann wieder eine breite Gabel erfordern und eben viele Spiegel um den Augenabstand zu reduzieren.

Ab und zu sieht man Systeme, bei dem die (waagerechten schauenden) Tuben diagonal über- bzw untereinander aufgebaut werden. Damit wird der horizontale Augenabstand reduziert und schon würde ein einzelner Zenitspiegel pro Tubus reichen, oder halt ein Amici-prisma, wenn es auch seitenrichtig sein soll. Die Verstellung des Augenabstands wäre zB durch axiales Verschieben eines Tubus zu lösen. Der untere Tubus bräuchte halt dann eine entsprechend längere Okulauraufnahmen.

Allerdings sehen diese Konstruktionen nicht so schön aus, wie die normale Bauform und sind wohl auch mechanisch schwieriger.

Grüße,
Martin
 
Hallo,
Hab ich doch schon alles gebaut. Hier kann man aber den Augenabstand nicht verändern. Eine Verschiebung des einen Tubus hört sich logisch an, ist aber absolut praxisfremd.

Ich baue die Binos so, wie ich ich sie zuletzt gebaut habe.
Diese werden so auf meiner HP angeboten und erst nach Bestellung gebaut.
 
Hallo Stefan,

Was "Sindbad" Tom sagt, kann ich nur befürworten.

Die Ornithologen wissen noch gar nicht was Ihnen entgeht.
Ich beobachte schon lange, entweder mit Großfeldbino oder Zwei-Rohrig Vögel.
Es ist der Hammer. Ziehende Wildgänse im Frühjahr....wouw, als wenn man mitfliegt.
Das kann einem der beste Tierfilm nicht vermitteln.

Ganz wichtig natürlich ist ein aufrechtstehendes seitenrichtiges Bild, ala MATSUMOTO.

Viele Bino-Grüße
Achim
 
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Hallo Stefan, hallo Bino-Fans oder die es werden wollen/sollen.

Nachtrag:
Kann Deine Arbeit und Dein Engagement nur bewundern.
Leider bin ich nicht in der finantiellen Situation, sonst würde ich mir von Dir gleich drei Doppelrefraktoren bauen lassen.
Aber Leute, wer jemals durch einen Doppelrefraktor geschaut hat.....wouw, auch terestrisch....wouw.
Die Geräte von Stefan sind allemale eine solche Investition Wert.
Solch ein Doppelrefri kauft Mann/Frau nur einmal.
Unterschätzt nicht die Leistung eines Fraunhofer-Binos.

Der große Vorteil eines Doppelrefris ist die geringere Minimalvergrößerung gegenüber einem ""Single-Refraktor mit gleicher optischer Fläche des Bino-Systems"", also ein helleres Bild und mehr Deep-Sky-Durchsichtigkeit....es haut einen weg, vom 3D-Effekt durch die weiter auseinanderliegenden optischen Achsen, im Vergleich zum Fernglas, ganz zu schweigen....gigantomanisch.

Ich werde mir wahrscheinlich ein 2x 7" Doppelrefraktor bauen...

Viele Grüße
Achim
 
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Hallo Achim,

da steht wieder Unsinn! Die Minimalvergrößerung ergibt sich daraus, dass die Iris des Beobachters eine maximale Öffnung hat. Da muss das Licht vom Teleskop durch passen. Hier wirkt ein einzelnes Teleskop auf ein einzelnes Auge und es ist ein optisches Gesetz, dass die genutzte Öffnung des Teleskops geteilt durch die verwendete Vergrößerung den Durchmesser des austretenden Lichtbündels, der Austrittspupille ergibt.
Es ist unerheblich, ob ich ein Teleskop vor ein Auge, oder zusätzlich ein 2. Teleskop vor das zweite Auge halte, die Iris verändert sich und innerhalb der Optik entsteht kein geheimnisvolles Kraftfeld.

Du greifst das hier als [zensiert]-Thread auf? (3D, 2x 7", helleres Bild, Durchsichtigkeit)

Das wird Stefan nur schaden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Du verstehst alles nur so wie Du es willst.

Aber lies bitte nochmal, habe mich korrigiert um auch deinem Hirn diese Infos zu vermitteln. Steht in Gänsefüßchen "...".

Immer diese Theortiker.....muss das sein ?

Der Stefan weiß schon warum er Doppelrefri schaut.

Stefan, der Satz schadet Deinen FH-Binos nur und war überflüssig.
"Kennst Du doch, manche sehen keine Farbe am 6" F8 FH, andere auch bei 800fach nicht am Sofa ED. totlach"

Viele Grüße
Achim
 
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Sven eine Frage:

Hast du jemals überhaupt durch ein Doppelrefraktor mit sagen wir 600mm Brennweite und 4" Öffnung im Schwarzwald beobachtet und das bequem im Sitzen?


vG Daniel
 
Sonder-Physik?

Hallo Praktiker und Freunde angewandter Physik!

nanu, hier gibt es wieder einmal Sonder-Physik vom Sofa-[zensiert]?

Die Minimalvergrößerung ergibt sich aus dem Durchmesser
der Öffnung in mm geteilt durch die Größe der Augenpupille in mm.

Die Minimalvergrößerung ist beim Mono-Refraktor ebenso klein
wie beim Bino-Refraktor der gleichen Öffnung, aber 2 Tuben.

Auch die Bildhelligkeit ist in Mono-Refraktor und Bino-Refraktor
bei gleicher AP selbstverständlich gleich groß.

Bei 2 Tuben werden aber die Netzhäute beider Augen mit Licht versorgt,
was die Erkennbarkeit flächenlichtschwacher Objekte verbessert.

Angeblicher 3-D Effekt:
Den gibt es nicht am Himmel, denn der Abstand der Teleskop-
Öffnungen ist zu klein in Relation zu den astronomisch weit
entfernten astronomischen Objekten. Bei terrestrischen Objekten
mit nicht zu großer Entfernung ist der 3-D Effekt natürlich vorhanden.

Unterschätzt nicht die Leistung eines Fraunhofer-Binos.

Farbwerfer im Doppelpack bleibt immer noch ein Farbwerfer
mit bescheidener Leistung bei mittlerer bis hoher Vergrößerung.
So etwas taugt nur für niedrige Vergrößerungen.

Wie wäre es wenn ihr Sofa-Theoretiker zur Abwechselung einmal
durch einen guten apochromatischen Doppelrefraktor schauen würdet
anstatt hier die Farbwerfer schön zu schreiben?

Im übrigen stimme ich den Ausführungenn von Martin Elsässer
bezüglich der Bauweise zu.

CS,Karsten
 
Hallo Daniel,

ITT 2001, ein Myauchi. Das ist aber hier nicht Thema. Thema ist, dass hier jemand komische Sonderphysik als Argument für zweifelhafte Teleskope verbreitet.

Wenn Stefan eh nur auf Bestellung produziert, verstehe ich nicht, warum ich mich hier anmaulen lassen muss, wenn ich darauf hinweise, dass ich beim Preis der Montierung die Verwendung von FHs als unsinnig empfinde. EDs leisten nunmal deutlich mehr und dann eben wirklich als Doppel-Refraktor in der Größe auch mit einem schönen Potenzial.
Ich verstehe schon, worauf Tatanka abheben will, dass ja die optische Fläche von 2x120mm Öffnung der von 120mm x SQR(2) entspricht. Und er folgert daraus einfach, dass das Bild heller wird - das wird es aber nicht, weil es natürlich wieder auf 2 Augen verteilt wird. Er könnte Argumentieren, dass das Rauschen im Auge weniger eine Rolle spielt bei der Erkennung schwacher Nebel und er könnte noch so viele echte Vorzüge nennen, aber er muss Sonderquark auftischen, irgendwas Aufgeschnapptes, was er nicht versteht und was weder dem Bino noch dem Erbauer gerecht wird.

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob ich durch so ein Ding jemals durchgesehen habe, weil es so grundlegend einfach ist wie Brot in einen Beutel einzupacken.
Das macht er dann auch beim 3D-Effekt nochmal, da er von weiter auseinanderliegenden optischen Achsen spricht. Ich habe schonmal erwähnt, dass man auf schweren Marineeinheiten wie der Bismarck ein 7m Basisgerät zur Entfernungsmessung auf ca. 20km brauchte. Der Mond flattert aber 384 000 Kilometer weiter weg durchs Bild. Also ist dieser Effekt nichts was mit optischen Achsen, Parallaxe oder "Scheinöffnung" zu tun hat, sondern es ist einfach das angenehme Gefühl, ein Bild mit beiden Augen erfassen zu können. Denselben Effekt haben ja auch Beobachter mit Binoansätzen.

Es ist wirklich ein Unding, dass man erst eine Tasse mit Loch im Boden besessen haben muss, um jemanden erklären zu dürfen, dass er gleich heißen Kaffee auf der Hose haben wird! Noch spannender wird's dann aber, wenn man sowas im Thread eines Kaffeetassenverkäufers um die Ohren kriegt!

CS
Sven
 
Zitat von tatanka:
Ich werde mir wahrscheinlich ein 2x 7" Doppelrefraktor bauen...
und das dann mit 800x vom Sofa aus was? :totlach2:

Spaß beiseite, ich bewundere auch den Einsatz von Stefan und muß ihm dafür Hochachtung zollen. Das Problem besteht irgendwie darin, daß es zu viel Handarbeit bedarf, bis so ein Doppelrefraktor fertiggestellt ist. Gäbe es die Tuben bereits gekürzt und vom Werk aus verstallbare Zenitspiegel, könnte sich der Preis deutich nach unten entwickeln.

Mal wieder einfach von mir in den Raum geworfen: könnten sich da nicht namhafte Händler und Selbstbauer zusammentun und bei den Herstellern diesbezüglich was in Auftrag geben? Sagen wir, der große Händler bestellt 1000 Stück und läßt die bei Stefan, binoptik, oder sonst wo fachmännisch zu 500 Binos zusammenbauen. Es müssen ja auch keine 120mm Vollapos sein. Ich gehe da von meinen Bedürfnissen aus als Upgrade für die 80-100mm Ferngläser, also ein 90mm Objektiv bei Vergrößerungen 20x-60x (100x muß da gar nicht sein) Da muß doch ein guter Preis rauskommen...

CS,
Peter
 
Guten morgen Sven,
Es ist wirklich ein Unding, dass man erst eine Tasse mit Loch im Boden besessen haben muss, um jemanden erklären zu dürfen, dass er gleich heißen Kaffee auf der Hose haben wird!
Ja, muss man haben, so eine Kaffeetasse mit Loch! Habe selbst eine und möchte sie nicht missen :neinnein:

Aber zu Thema:
Es ist wirklich so, dass ein echtes Bino in der Wahrnehmung unglaubliches leistet. Wie immer man das nennt, 3D, oder sonstwie.
Meiner Erfahrung nach (also richtig mit durchgucken) sollte es aber nicht zu groß sein. 100-120mm ist genug für ein Allround Gerät. Der Vorteil, dass zwei Augen einen Teil des Seeings "herausrechnen" können, verliert sich sonst zunehmend.

Zufälligerweise habe ich "Zugriff" auf eines der ersten Binos von Stefan, ein 2xED100, ein Freund von mir hat es damals von ihm gekauft und ist sehr zufrieden damit. Das war noch die versetzte Bauweise wo man den Augenabstand nicht verändern kann. Glücklicherweise haben wir den gleichen.
Es hat sich gezeigt, dass extrem hohe Vergrößerungen nicht notwendig sind und dass in vielen Fällen auch gute Fraunhofer ausreichen würden. Das kürzeste Okular Paar an dem ED100 ist das Pentax XF 8,5mm, also gut 100x und 1mm Pupille. Das Bild erscheint binokular weiter und größer(!), ja ich weiss das kann nicht sein wegen der Kaffetasse :pfeif:

Hier gibt es einen kleinen Bericht, ein paar kurze Sätze zum Bino sind drin und eine Merkur Zeichnung.

Viele Grüße
Kai
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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