Re: zu den offenen Sternhaufen
Hallo,
Zu den offenen Sternhaufen:
Die Nicht-NGC Haufen sind auch meist recht schwierig; viele von ihnen sind weit gestreut und bestehen visuell nur aus wenigen unauffälligen Sternen. Sie wurden auch meist auf fotografischen Wege oder eben durch Sternmessungen entdeckt. Viele sind aber auch noch nie visuell beobachtet worden!
Aber es gibt genauso viele Nicht-NGC Haufen, die auch in mittleren Teleskopen leicht zu beobachten sind! Allerdings sind sie schon deutlich weniger "prächtig" als die NGC- oder M-Haufen; ansonsten wären sie bestimmt auch in diesen Katalogen vorhanden. Allerdings kann es auch ganz reizvoll sein, einmal solche Haufen aufzufinden! Ich werde auch noch mal darangehen einige von ihnen aufzufinden.
Ich habe vor längerer Zeit zu Hause eine Datenbank aller bekannten offenen Sternhaufen mit je einem Bild (Poss-Ausschnitt) aufgebaut, die ich jetzt gerade wieder etwas auffrische. Es ist sozusagen ein kleines Projekt von mir, dem ich mich hier hin und wieder im Winter mal widme. Und spannend ist es ohnehin, da ich auch nicht so der ständige Beobachter bin.
Daher kenn ich auch viele Haufen jenseits von NGC und IC; wenn auch nur von den POSS-Ausschnitten her; aber da sind sie meist alle deutlich drauf zu erkennen.
Allerdings gibt es auch einige Haufen, die selbst auf dem POSS nicht zu erkennen sind. Einige gehen im Gewimmel der Milchstraße wohl unter. Bei anderen zeigen sich auf dem Ausschnitt selbst auch nur wenige Vordergrundsterne; aber auch hier ist kein Haufen zu erkennen (ist z. B. bei vielen Haufen mit der Bezeichnung Loden so). Da gibt es dann nur 3 Möglichkeiten: Entweder ist die Grenzgröße des POSS-Ausschnittes geringer (kürzere Belichtung der Fotoplatte); der Haufen ist selbst für das POSS zu schwach; oder die Koordinaten aus dem Katalog stimmen nicht. Daneben gibt es natürlich auch Irrläufer; also Haufen die nur Sternketten sind und dessen Sterne nicht zusammengehören. Auch so eine Arbeit kann eine rezvolle Aufgabe sein!
Die vielen Haufen z. B. aus dem Berk-Katalog (= Berkeley) sind z. B. alle gut konzentriert. Das Problem ist nur das selbst die hellsten Sterne bei der 17. oder 18. Größenklasse anfangen; da ist mit Amatuermitteln visuell wohl kaum noch was zu machen, obwohl große Teleskope solche Haufen als schwache Lichtfleckchen zeigen dürften, aber eben nicht mehr aufgelöst.
Schöne Grüsse