Kaufberatung Fernglas.

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Thargor

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Gudden Abend!

Mönsch, Mönsch, Mönsch ist das schwer sich für ein Fernglas zu entscheiden! Besonders da es sowenig Testseiten dafür gibt. Ist halt doch nur ein Nischenprodukt. Deshalb nun meine Fragen an Euch! Ich wünsche mir zutiefst, dass Ihr mir weiterhelfen könnt!

Folgende 3 Produkte stehen zur Auswahlt:

Omegon Ultra HD 10x42 für 399.- anstatt 449.-
Bushnell Elite e2 10x42 für 549.- anstatt 799.-
Pentax DCF ED 10x43 für 677.- anstatt 1.149.-

Das Omegon Ultra HD war eigentlich mein Favourit. Besonders nach der Beratung von astroshop.de. Doch das ist denen Ihre Hausmarke und deshalb kann in meinen Augen die Beratung nicht objektiv genug sein. Meine Bestellung dort läuft schon seit dem 13.08.2010. Seit dem wurde das Glas aufgrund Lieferengpässen beim ED Glas immer weiter nach hinten verschoben. Als vorletzter Termin wurde der 15.12. genannt. Nun ist es aber wieder abgeändert worden mit "Termin nach Anfrage".

Daraufhin habe ich das Stöbern in der Fernglas Sektion angefangen und diese weitere 2 Ferngläser für mich entdeckt.

Bushnell Elite e2 10x42 auch mit ED-Glas für 549.- anstatt 799.-
bzw. das
Pentax DCF ED 10x43 auch mit ED-Glas für 677.- anstatt 1.149.-

Das Bushnell hatte ich bestellt, weil mir die Website von denen zusagt. Die Werte sind ja eigentlich ziemlich gleich. Außer den Bushnell typischen Besonderheiten.

Von den Äußerlichkeiten gefällt mir das Pentax am Besten. Es hat auch die etwas bessere Lichempfindlichkeit.

Die Prismen beider Ferngläser sollen angeblich in Japan hergestellt werden. Das Omegon ist ein China Glas. Die Chinesen sollen aber immer bessere Gläser herstellen.

Ich habe bei allen ServiceHotlines angerufen. Der Mitarbeiter von Bushnell hat natürlich die Vorzüge seines Glases herausgearbeitet. Doch musste auch er zugeben, dass die Daten ziemlich gleich sind. Das Bushnell soll einen kühleren Kontrast haben. Hat aber auch große Stücke auf Pentax gegeben. Das Omegon fand er auch nicht schlecht. Gab aber zu bedenken, dass das Glas aus China kommt. Außerdem käme es hier auf die Verarbeitung an.

Pentax bewundert die Gläser von Zeiss, Leica und Swarowski. Der Berater sieht sich auf gutem Weg dorthin in den nächsten Jahren aufschließen zu können. Momentan sieht er sich mit der Optik nur knapp darunter. Auch er muss zugeben, dass die Werte (zumindest die angegebnen) ziemlich gleich sind. Auch er verwies auf die Haptik. Und natürlich auf die Garantie von 30 Jahren. Bushnell aber auch! Omegon hat ja hier "nur" eine Garantie von 3 Jahren. Das Glas von Pentax gefällt mir von den Äußerlichkeiten am Besten. Ich mag einfach Olivgrün!

Die Herrschaften von astroshop.de besitzen ja alle das Omegon Ultra HD. Zu den anderen zwei Ferngläser können Sie aber nicht viel sagen, da sie diese noch nicht im Vergleich hatten. Auf das Omegon Ultra HD geben sie aber ganz große Stücke. Tolle Optik. Aber auch sie meinten, das die Verarbeitung der anderen Beiden besser sein könne. Den Preis könnten Sie nur machen, da keine Zwischenhändler wären. Und sie das Glas sozusagen ab Werk verkaufen könnten. Vergleich wäre das Glas nur mit Optiken ab 800.- bis über 1.000.- Euro.

So, nun genug geschwafelt. Was meint Ihr zu den 3 Gläsern? Ist der Aufpreis von 150.- Euro für das Bushnell bzw. die 277.- Euro für das Pentax das wert?

Thankx and Greetingx.

Thargor
 
Nabnd,
Du hast uns noch nix zum Einsatzzweck des Glases verraten, da kann man nix empfehlen.
Ich finde das Format 10x42 etwas ungewöhnlich. In der Astronomie sind die gängigen Formate eher 8x30, 8x40 oder 10x50 wegen der Austrittspupille.
 
Das sind für gewöhnlich die Angaben für Dachkantgläser.

Stellt sich mir die erste Frage, warum Dachkant?

Gruß
Knut
 
Sers,

aaalsooo... ich hatte das Glas als immerdabei gedacht. Dies ist mein erstes Glas und ich wollte damit ein breiteres Spektrum abdecken. Einfach nur mal über den Himmel schweifen, diesen kennenlernen. Die Landschaft erkunden, mich an die unendlichen Weiten heranzoomen. Tiere beobachten, die ungestört ihrem Dasein nachgehen.

Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal Flausen im Kopf und hatte nach Recherchen im Internet den Astroshop ausfindig gemacht. Die Beratung hatte mir damals gut gefallen. Ich hatte mit mehreren Leuten dort gesprochen und diese hinterließen bei mir eigentlich einen kompetenten Eindruck. Ich weiß, das sich hier vielleicht die Geister scheiden werden!;-)

Dort hatte man mich auch erst nach den gewünschten Einsätzen befragt und mir das Omegon Ultra HD empfohlen. Viele von Astroshop hätten dieses Glas und sind super zufrieden damit. Aaaber dieses Glas ist ja vom Astroshop in Auftrag gegeben. Von daher zweifle ich an deren Objektivität! Die anderen zwei Gläser hatte ich mir selbst ausgeguckt. Weiteres hatte ich ja schon am Anfang geschrieben.

Warum keine Porros? Das weiß ich eigentlich auch nicht... Ich habe einfach keine Erfahrung. Viele scheinen aber Porros vorzuziehen. Ich bin für alles offen! Wie wäre es z.B. mit dem Swarovski Habicht 10x40? Wurde mir schon mehrmals vorgeschlagen. Die Licht und Dämmerungszahl ist halt halt nicht so hoch wie bei den genannten Dackkantgläsern...

Nun kennt Ihr ja meine, zumindest momentan, breitgefächerten Einsatzgebiete!

Greetingx.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thargor,

ich will Dir kurz meinen Rat mit auf den Weg geben.


Grundsätzlich:

Wenn Du Tiere (Wild, Vögel, ..) beobachten willst, wirst Du im Morgengrauen oder Abenddämmerung losziehen. Nicht umsonst achten Jäger auf eine lichtstarke Optik. So muss dann auch Deine sein - Austrittspupille ab 5mm.

Wenn Du das Sternenzelt beobachten willst, muss die Optik nicht nur lichtstark sondern auch sehr leicht sein. Da zählen jede 10 Gramm - ist das Fernglas zu schwer, werden Dir auch die Arme schwer und der Nacken schmerzt sehr. 800g würde ich als Oberwert für einen Mann sehen.

Bei beiden Anwendungen ist die Vergrößerung der nächste wichtige Punkt. Diese sollte Freihand nicht größer als 10x und nicht kleiner als 8x sein. Dem Himmelzelt zuliebe habe ich mich für 10x entschieden. Wenn Du etwas zittrig bist sind 8x besser - dann siehst Du zwar weniger doch dafür steht das Bild ruhiger.

Meine Empfehlung für Tiere und Astronomie: 10x50



Beim "Omegon HD" wäre ich vorsichtig. Hier kannst Du keine wirklich unabhängige Beurteilung des Händlers erwarten, denn bei Hausmarken ist die Marge am größten.

Garantie ist auch ein wesentlicher Faktor. Neben der vorgeschriebenen Gewährleistung (6 bzw. 24 Monate) gibt es 10 Jahre bis unendlich.

Auch der Inhalt der Garantie ist entscheidend, da es sich um eine freiwillige Erklärung handelt. Das geht von Leistung nur bei Fabrikationsfehler bis hin zu Leistung bei Selbstverschulden (z.B. wenn man stürzt und das Glas geht zu Bruch)



Vor einem Jahr habe ich mir aus gleicher Motivation heraus mein erstes selbst gekauftes Fernglas zugelegt. Die Recherche dazu dauerte Wochen! ;) Es sollte schließlich optimal für mich sein.



So bin ich beim Hersteller Vortex angekommen. Die Fernglastasche ist bereits mit dabei und die Garantie ist lebenslänglich auch bei Selbstverschulden! Die Garantie ist an das Fernglas selbst gebunden - es gibt keinen Garantieschein oder Kaufquittung - hat man das Fernglas, hat man die Garantie. Das finde ich ist eine phantastische Leistung!

Das ist ein krasser Kontrast zu Pentax da Du auf das Wohlwollen des Händlers angewiesen bist, dass dieser die Garantiekarte korrekt ausfüllt und abstempelt. Amazon macht sowas bspw. nicht. Dann gibt es auch keine Garantie bei Pentax. Kaufquittung etc. ist Pentax dabei egal. Ohne vom Händler ausgefüllte, unterschriebene, gestempelte Garantiekarte keine Garantie. Ich hatte mich deshalb schon mit Pentax gestritten, doch Pentax blieb Stur und wurde sogar ausfallend. Auch wenn wir über 30 Jahre treue Pentax Kunden waren, kann ich Dir von Pentax leider nur abraten.



Das Gesichtsfeld und die Vergütung sind auch noch wichtig. Um es kurz zu machen:


Beruhend auf meinen Erfahrungen und den von Dir geäußerten Anwendungsgebieten und Budget, empfehle ich Dir das

Vortex Viper 10x50


Farbrein durch XD-Glas und zudem die ewige und übertragbare und selbstverschulden umfassende Vortex Garantie.

LG Philipp
 
Hallo Philipp,

danke für Deinen tollen Tipp! Ich habe mich aber nun, nach langem Hin und Her, für das Omegon Ultra HD entschieden. Ich war ja zuletzt in vielen Foren unterwegs und habe Gespräche mit Bushnell und Pentax geführt. Außerdem hatte ich so jeden Berater des Astroshops am Telefon. Gestern hatte ich nochmal zwei Gespräche mit Mitarbeitern des Astroshops. Und genau diese Zwei hatte ich noch nicht an der Strippe gehabt!:-) Ich muss sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass zumindest der erste Berater es "ehrlich" meinte. Ich hatte nämlich noch ein neues Glas ins Gespräch gebracht. Und zwar das Swarovski Habicht 10x40. Er war von der Optik des Swarovski total begeistert und hatte mir empfohlen dieses zu nehmen, jedoch in der Größe 7x42 wegen der höheren Lichtstärke. Als zweites hatte er dann aber das Omegon Ultra HD genannt. Wieder war ich in einem Zwiespalt gefangen und führte daraufhin nochmals ein Gespräch. Welches dann den Ausschlag zum Omegon Ultra HD brachte. Dies soll aber nicht mein letztes Fernglas bleiben! Speziell für die Himmelsbeobachtung möchte ich mir später noch eines zulegen.
Deinen Vorschlag für das Vortex Viper 10x50 habe ich auf meine Favouritenliste gesetzt!

Thankx and Greetingx.

Thargor.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Thargor,

wenn Du es auspackst, in die Hand nimmst, justiert hast, den ersten Blick durch wirfst und denkst "wow", "ja, das ist mein", dann hast Du das richtige Fernglas gewählt. :-)

Ich habe mich damals für das Vortex Diamondback entschieden und jetzt würde ich es nicht mehr hergeben. (allenfalls für das Viper) Schließlich habe ich es mir aus Kanada nach Australien kommen lassen, da in den USA ein Exportverbot bestand. (Die USA predigen Globalisierung, aber bitte nicht für das eigene Land.)

Das First Light war unter dem Südhimmel im Osten Australiens (Gold Coast). Trotz extremer Lichtverschmutzung (Flutlichter auf Kreisverkehre) konnte ich dort bereits viel mehr erkennen als hierzulande - das Wetter macht es. In Port Douglas (Nord Queensland) war der Sternenhimmel dann wie nie zuvor von mir gesehen - Wahnsinn! Ich musste das Fernglas immer wieder abwenden um nicht von den Sternen erschlagen zu werden. Unzählig viele Diamanten funkelten, teilweise gebettet auf noch mehr Diamanten oder tiefem Schwarz, andere auf samtigen, astronomischen Nebeln.

Mit einem handlichen Fernglas sieht man dort um Welten mehr als hier mit einem aufwendigen Teleskop.

Es ist ja nicht nur die massive Lichtverschmutzung in West-Europa sondern insbesondere die Wolkendecke, die das Licht zurückwirft und den Blick in den Raum versperrt.

Ich wünsche Dir viel Freude mit Deinem neuen Fernglas und vielleicht zieht es Dich auch mal nach Downunder. Einmal da gewesen, kommt man immer wieder.

Liebe Grüße
Philipp
 
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