Kaufberatung Fernglassetup

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loki96

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Hallo zusammen! :super:

Da dies mein erster Beitrag in diesem Forum ist, erstmal was zu mir:
Ich bin 19 Jahre alt , heiße Johannes und komme aus dem schönen, teils stark lichtverschmutzten Westerwald. Nach meinem Einstieg mit einem schönen 8 Zoll Dobson steht nun ein kleiner Umbruch vor der Tür.
Ich werde im Oktober , sollte alles wie gewünscht funktionieren, anfangen zu studieren. Den voraussichtlichen Ort werde ich nur per Zug erreichen können. Damit wären wir also schon mal bei Punkt "Transportabel".
Einen 8er Dob im Zug wird wohl eher schwierig inkl. dem ganzen Zubehör.
Aus der Motivation heraus mir ein Fernglas zu kaufen, welches ursprünglich für´s Wandern gedacht war, entstand die Idee, mein Equipment auf FGser umzustellen. Da ich relativ starke Augenprobleme habe und es nicht mal klar war, ob es mir möglich ist ein Bino zu benutzen, habe ich die Tage einfach mal durch FG durchgeschaut und voller Freude festgestellt, HEY,ES KLAPPT :D . Das mal so als Ausgangssituation.

Was ich also möchte.......:

Ein transportables Fernglasequipment welches sowohl meine Ansprüche an die Astronomie als auch an "Wandern" und "Klettern" abdeckt.
Ich sehe zwei Möglichkeiten dieses Equipment aufzubauen. Mein Budget liegt, bei einem erfolgreichen Verkauf meiner aktuellen Ausrüstung bei rund 1500 Euro ( plus, minus.......)
Ich habe z.z.t. aus Testzwecken ein 8x42 Kowa XD Prominar und ein Nikon Prostaff 7s 8x42 hier. Letzteres fällt aufgrund der nicht Brillentauglichkeit definitiv weg. Ich scheine minimum einen Abstand von 19mm zu benötigen. Das Kowa ist schön konoakt, mit 660 Gramm allerdings je nach dem für ausgedehnte Wandertouren etwas zu schwer. Habt ihr da Erfahrungen bei Thema Gewicht? Das Kowa hat wie ich finde eine farblich sehr naturgetreue Abbildung. Was natürlich "auffällt" sind die noch vorhandenen Randunschärfen die so bei eta 80-85%, auftreten. Je nach Entfernung des Objektes auch bei 90% erst. Prinzipiell gefällt mir das Kowa sehr gut.
Das mal am Rande..... Achso, freihand möchte ich 8fach nicht überschreiten. Habt ihr Idenn das FG beim Wandern / Klettern an einem Ort aufzubewahren wo es schnell greifbar wäre?

Zu den beiden möglichen Varianten.........:

1. Zum wandern ein FG der Größe 8x32. Hier mache ich mir allerdings Sorgen aufgrund des Augenabstände. Ich kann kaum bezahlbare Gläser finden die 19mm haben. Oder nimmt mit kleiner werdender Größe des Glases auch der benötigte Augenabstand ab?

Dazu dann ein 10x50 als ein Astroglas mit einem ansprechend großen Feld.


Außerdem ein 16x70. Wie z.B. das Lunt.

Das ganze dann auf ein Stativ über das wir uns am Ende noch unterhalten müssen :D! Bei dieser "Variante" Frage ich mich ob das 10x50 unbedingt sin muss. Großflächige Objekte ( z.B. Andormeda würden warscheinlich eher vom 10x50 als von 16x70 profitieren. )


Zur Variante zwei:

Ich vereine sozusagen das 10x50 und 8x32 in einem 8x42 Glas wie ich sie gerade hier habe. Sollten kleinere Gläser nicht den nltigen Augenabstand haben ( 8x32., fällt Variante 1 eh weg...)

Dazu dann ebenfalls ein 16x70.


Oder seht Ihr vllt. eine ganz andere Möglichkeit?
Wie gesagt, das Equioment muss sehr transportabel sein. Großer Rucksack etc.....

Ich Danke Euch dann schon mal für Eure Hilfe!
Schönes Wochenende und CS!
Gruß
Johannes :smiley61:



 
Hallo Johannes,

zuerst mal herzlich willkommen im Forum.
Der Schritt vom beobachtenden Zyklopen zum beidäugigen Seher ist auf jeden Fall zu begrüssen :-)

Du hast also etwa 1500 Euro zur Verfügung und möchtest sie auf 3 Gläser verteilen.
Mehrere Ferngläser sind nett, ich habe auch einige und man kann eigentlich nie genug davon haben ;-)

Andererseits war ich über 15 Jahre alleine mit dem Canon 15x50 IS glücklich, bei Astro und beim Bergwandern.

Und obwohl ich meine 70mm Gläser auf dem Stativ liebe greife ich oft und gerne zu den Stabilisierten, gerade weil sie so einfach ohne Stativ nutzbar sind und dennoch sehr viel zeigen - und das scharf bis zum Rand.
Und 15x handgehalten ohne Wackeln sind oftmals schon sehr nett, gerade in den Alpen...

Mich persönlich stört das Wackeln schon bei handgehaltenen 8x, insbesondere bei Astro geht mir da zu viel Bildinformation verloren.
Und um den extra Aufwand mit einem Stativ zu rechtfertigen brauche ich schon einen triftigen Grund, also mindestens 70mm Öffnung.

Deshalb wäre mein Tip ein 15x50 oder 10x42 von Canon

Grüsse Jochen
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Johannes,

ein Canon 15x50 habe ich mir gestern aus von Jochen genannten Gründen bestellt.
Wie aus der Signatur ersichtlich, habe ich noch drei Lunt und ein Prostaff 7s 10x42.
Was Brillentauglichkeit + Lunt angeht, kann ich dir bestätigen, dass das problemlos geht. Auch sonst sind die Lunt Preis/Leistuns-mäßig mMn spitze.


Grüße Alex
 
Hi Johannes,
also mit 1,5 TEUR für FG mit vielfältigen Einsätzen, würde ich max 3 FG nehmen, evtl. sogar nur 2.
Topgläser sehe ich da selbst zu gebrauchten Preisen nicht realisierbar. Die Frage ist was Du an Niveau forderst.

Brille: Ich habe auch eine und 2 verschieden gute Augen. Ich versuche auf die Brille immer zu verzichten.

Auswahl: Ganz klein und leichte Gläser sind astronomisch nur im Rahmen verwendbar. D.h. hellste Messier sind zu sehen, aber man muss manche schon suchen. Skysurfen ist aber schick.
Ich habe für mich angeschafft:
Unter 100 EUR
Olympus DSP 1 7x35, > 9 Grad Feld, liegt gut in der Hand, grenzwertige Prismendimension und nicht so leicht.
Über 100 EUR
Kowa YF 6x30 - klein, leicht, optisch schöne Abbildung >8 Feld, gibt es auch mit 8x30
bis 500 EUR
Celestron Granite 7x33 ED - >9 Grad, kleine Nahdistanz, handlich und mir gefällt die Abbildung sehr gut.

schwerer aber astronomisch leistungsfhiger sind die 10x42. Dazu habe ich auch der HP einen Vergleich veröffentlicht. Angeschafft habe ich ein Buschnell ED Glas, das ich mit dem von Dir genannten Kowa vergleichbar sehe.

Wenn Du in dem Bereich 10x42 nimmst, braucht es m.E. kein kleineres Glas und auch kein 10x50.
Ich habe meines verkauft. Selbst mein 15x70 nutze ich selten, weil ich astronomisch dann lieber zu 20x90 greife.

Wenn Du also eine 2 Glas Lösung wählst, könntest Du oben eines der großen Marinegläser oder sogar gebraucht die 45 Grad "SemiApo" mit 100mm Öffnung kaufen. Astronomisch machen die schon was her. auch in Frage käme ein Vixen BT 81s mit 80mm Öffnung.

Montierung auf einem der Triton Stative und z.B. Technosy elle oder Giro Mini mit L Winkel, kostet dann nochmal um 300,-

Vllt sind ein paar Ideen für Dich dabei.


Und die ganz andere Alternative: 1 Fernglas zum wandern und surfen und ein Reisedobson für Astronomie.
CS
 
Hallo zusammen!
Erstmal DANKE für Eure hilfreichen Vorschläge und Tipps!
Die ildstabilisierten FG sind sicherlich toll! Keine Frage.
Aber neben dem realtiv hohen Preis spielt ja gerade beim Wandern und Klettern auch das Gewicht eine entscheidende Rolle. Da sind die Ferngläser einfach zu schwer für. Trotzdem eine gute Idee, denn bildstabilisierte Ferngläser hatte ich gar nicht auf dem Schirm......Hast du wirklich immer die 1,5kg zusätzlich beim Wandern mitgeschleppt?

Danke für den " Erfahrungsbericht" über die Lunt. Ja, die Meinungen sind da scheinbar überwiegend positiv.

Mir ist es natürlich auch lieber auf Brille zu verzichten. Nachts ist das kein Thema. Aber tagsüber hat es schon einen großen Vorteil mit Brille beobachten zu können. ( Es muss schnell gehen, wohin mit der Brille...etc..)

Hmmm. Ja, so hatte ich mir das mit dem 8/10x42 auch vorgestellt. Es verreint in gewisser Weise ein kleines 8x32 und ein größeres 10x50. Hat man dann dazu noch ein 16x70 wird das 10x50 warscheinlich weniger genutzt.....
Über die 100mm Semi Apo habe ich nicht so viel tolles gelesen. Das Problem wäre auch hier das ich ja zur Finanzierung der FG meine Okulare verkaufe.....Dann hätte ich keine mehr zum wechseln :D. ----> Problem :P! Das selbe gilt ja leider auch für den Vixen BTs 81.
Passt denn zb. so ein 20x110/ 28x110 Marine Glas mit Stativ noch gut in eine großen Rucksack etc.?

Ich muss den Krempel ab und zu eben neben dem "normalen" Gepäck noch transportieren können im Zug......

Der Reisedobson fällt weg da ich ja keine Okulare mehr besitze. Außerdem habe ich die Möglichkeit an meinem Studienort einen relativ aktiven Astroverrein mit eigener Sternwarte etc. zu besuchen und nutzen.

 
Zitat von loki96:
Hast du wirklich immer die 1,5kg zusätzlich beim Wandern mitgeschleppt?

Ja, aber es sind nur 1110g beim 10x42 und 1170g beim 15x50
Und es lohnt sich auf jeden Fall!

Es gibt auch noch das 12x36 IS welches nur 660g wiegt.
Für Wandern und Kraxeln sicherlich das ideale Glas, da braucht man ja nicht mehr Öffnung.
Da ich aber auch Astro damit beobachten will müsste ich es mir als drittes Glas zulegen, das ist mir dann zu teuer und ich schleppe lieber ein paar hundert Gramm mehr herum :-)

Gerade beim Wandern und Kraxeln hat man ja oft einen erhöhten Puls.
Hier auch nur 8x ruhig zu halten ist mir zumindest nicht möglich und der Detailgewinn steigt mit der Ruhe des Bildes.

Grüsse Jochen
 
Stimmt. ch glaube das es sich lohnt.
Es gibt allerdings auch 2 technische Probleme.
Einerseits hat es nur 3 Dioptiren Ausgleich. Ich brauche mindestens 4. Auch ist der Augenabstand mit 15mm für mich als Brillenträger zu kurz.
Sind aber trotzdem sehr attraktive Ferngläser :D!

Also würdet Ihr dann Vorschlagen ein 8x42 zu nehmen als "Kompromiss (?) zwischen 8x32 und 10x50?
Dazu dann ein größeres Bino?

Oder eben lieber günstiges 8x32, hochwertiges 10c50 , sowie hochwertiges größeres Bino?

Danke Euch!
 
Hallo! Ich muss mich nochmal für Eure freundliche Beratung bedanken. Der Plan hat sich allerdings etwas gewandelt. Ich behalte meine Astroausrustung vorerst, und lass erstmal dir Zeit am Studienort anlaufen....Dann kann ich viel besser und sicherer einschätzen welches astronomische Gerät das Richtige ist. Trotzdem brauche ich noch ein Fernglas für Wandern! Kennt ihr ein Fernglas der Große 8x30/32 mit mindestens 19mm Augenabstand wie bei dem 8x42 Kowa das ich zur Zeit hier habe ? Ich kann da nur sehr wenig finden.... Bei dem vorhandenen Kowa sind 19mm sehr knapp. Gerade so das Minimum....Wie verhält es sich denn generell mit der Brillentauglichkeit und dem Einblickverhalten bei kleineren Gläsern?
 
Hallo zusammen!

Ich muss wohl eine weitere Aussage revidieren.#
Das Kowa kann ich auch nicht zu 100% überblicken.....trotz der 19mm Augenabstand mit Brille. Gibt es überhaupt noch vergl. FG welche 21+ Augenabstand habe?

Ich habe z.z.t. auch noch ein Zeiss Terra hier. Genau dasselbe Problem.

Eventuell sollte ich vllt. darüber nachdenken Tags ohne Brille zu beobachten und die Brille einfach an einen Brillengurt etc. ( gibt´s weitere Ideen? ) zu hängen?

Ein weiterer Punkt ist der 4 Dioptrien ausgleich. Meine beiden Augen haben ja exakt 4 Dioptrien Unterschied. Das ist eine sehr knappe Angelegenheit wie ich finde. Da kommt es ja manchmal sogar auf die "Tageforum des Auges an. Da wird dann zb. aus 5,75 Diotrien plötzlich 6 oder 5,5.......Von daher wäre es auch hier von Vorteil 5 Dioptrien ausgleichen zu können, muss ich allerdings nochmal genau testen.....

Was denkt Ihr?

Danke!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Johannes,

das Einblickverhalten kommt ja auch immer sehr auf das Brillenmodell und den Abstand des Brillenglases zum Auge an.
Da kann man allgemein kaum eine Aussage treffen, welches Glas geeignet wäre.

Ohne Brille beobachten finde ich immer angenehmer (auch am Teleskop), es nervt nur, dass man nichts mehr erkennt, wenn man mal zur Orientierung über das Glas schauen möchte.
Kontaktlinsen wären noch eine Option...

Was noch nicht angesprochen wurde, du aber bedenken solltest:
FG mit Einzelfokussierung würden für mich NUR für astronomische Nutzung in Frage kommen.
Dazu gehören ja z.B. auch die Lunt. Sterne gucken super, für sonstige Beobachtung, wo der Abstand wechselt für mich nicht zu gebrauchen.


Viele Grüße
Alex


P.S.
Mein Canon 15x50 ist eingetroffen und ich bin absolut begeistert.
Jetzt könnte ich die meisten meiner anderen FG verscherbeln...
 
Zitat von loki96:
Gibt es überhaupt noch vergl. FG welche 21+ Augenabstand habe?

Ja, gibt es. Das Nikon EDG 7x42 hat ca. 22 mm. Ich liebäugle mit dem schon seit längerem - auch für astronomische Zwecke. 7x Vergrösserung ist jetzt nicht der Brüller, dafür aber hat man freihändig 0,0 Probleme. Mit 6 mm Austrittspupille fährt man auch noch gut.
 
Hallo Frank,

dass Du mit dem EDG 7x42 liebäugelst kann ich gut verstehen. Ein exzellentes Glas!

Alternativ schiele mal nach einem Meopta Meostar B1 7x42. Billiger und nicht viel schwächer.

Gruß

Mike
 
Hi Mike,

danke Dir für den Tipp.

Kennst Du die beiden im Vergleich?
 
Hallo zusammen!

@ Alex Ja, ich muss wohl weiter testen......
Ja, ohne Brille ist auf jeden Fall i.d.R. angenehmer.
Nur dachte ich das es besser sei z.B. beim Wandern auch mit Bille beobachten zu können.
Aber es scheint wohl oder übel auf ein Fernglas für die "nicht " Brillenbeobachtung hinauszulaufen, da alles mit mehr Augenabstand als 19mm wie das Kowa viel zu teuer ist,
Bei den 8x42. Bei den 8x32 ist die Geschichte mit Brille nochmal direkt um ein paar Hunderter teurer.
Ich weiß es nicht, es ist wirklich eine Zwickmühle für mich.
Entweder eins für ohne Brille oder ein richtiges ( 3 mal so teuer, also im Moment nur sehr schwer finanzierbar ) für "mit" Brille.
Andereseits ist es ja auch nicht weltbewegend "schlimm" wenn ich nur 80% des Feldes überblicke.....

Danke auch für den Tipp mit der Einzelfokussierung. Werde ich drauf achten! Glaube dir das dein Canon TOP! ist. Allerdings hat es viel zu wenig Augenabstand......
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Johannes,

bist Du Gleitsichtbrillenträger und trägst Du eher eine schmale Brillenfassung?

Bei einem teuren Glas mit großem Augenabstand wäre es schade, wenn man im Gesichtsfeld nur die Seiten, nicht aber oben und unten scharf erkennen kann.

Ich habe eine Gleitsichbrille und nehme sie für die Beobachtung ab.

Viele Grüße
Frank
 
Hallo Frank!

Nein, ich bin keine Gleitsichtbrillenträger. Die Brille ist eine "Standard" Ray Ban Brille. Aber dünn ist sie definitiv auch nicht.

Inzwischen überzeugt Ihr mich langsam davon das es besser ist ohne Brille zu beoabchten. Angenehmer ist es allemal.
Mit einem Asti von 0,75 auf beiden Augen stört dieser eigentlich auch kaum. Und bei einem " richtigen" Astroglas sieht der Spaß mit dem Augenabstand ja schon wieder ganz anders aus.

Mir geht es also um folgendes: Ein Glas zum "Wandern". Möglichst leicht aber griffig. mindestens 4D Diotrienausgleich ( meinem beiden Augen haben exakt eine Differenz von 4 Dioptrien ) Etwa die 8x32/42 Klasse. ( wobei 42 eig. fast schon zu "schwer" für mehrtägige Wanderungen sein könnte, andereseits hat das 42 er natürlich bessere Dämmerungseig. , weshalb es mich besonders Reizt )
Bis 4, max 500 Euro. Gerne auch gebraucht. Unter diesen Umständen fällt die Brille dann garantiert weg! Was haltet ihr denn von dieser "Profil"beschreibung? Realistisch oder überhastet?
Danke!

 
Zitat von Papshmir:
Hi Mike,

danke Dir für den Tipp.

Kennst Du die beiden im Vergleich?


Hallo Frank,

ja, kenne beide im direkten Vergleich.

Das Meopta Meostar 7x42 ist für meinen Geschmack von der Haptik, Mechanik und Optik her schon wirklich sehr gut! Um ehrlich zu sein wüsste ich nichts negatives zu sagen. Wenn ich ein Glas dieser Größe haben wollte würde ich ohne zu zögern zuschlagen. Auch preislich liegt es in einem absolut akzeptablen Rahmen.
Dich wird sicherlich in erster Linie die Optik interessieren. Nun, das Sehfeld (scheinbar) ist nicht gerade ein Weitwinkel, jedoch weit genug entfernt von einem Tunnelblick. Schön scharf bis in den Randbereich. Guter Kontrast. Alles bei Tage. Ich kenne die ganze Meostar Linie auch am Sternhimmel. Leider schon zu lange her (etwa 6-7 Jahre). Ich weiß nicht ob die Meostar zwischenzeitlich mal eine Überarbeitung (optisch) bekommen haben. Damals waren sie unterm Himmelszelt durchweg sehr angenehm. Bei den Modellen die ich mir in den letzten 2 Jahren angeschaut habe meine ich erkannt bzw. wahrgenommen zu haben dass der bei Tage vorhandene leichte Gelbstich in der Form nicht mehr vorhanden ist. Unabhängig von den HD Modellen.

So, warum zahlt man für ein Nikon EDG 7x42 nun das Doppelte?
Gute Frage. Und nicht leicht zu beantworten. Tatsächlich ist das Nikon haptisch noch ein klein wenig perfekter. Mechanisch lasse ich mal außen vor. Dafür habe ich es nicht lange genug benutzen können. Die Optik, tja, halt noch ein wenig sauberer als das Meopta. Schwierig auszudrücken (wirklich). Das schon fast randscharfe Meopta wird hier noch vom Nikon übertroffen. Und das eigenartige, ohne an einem Globuseffekt zu leiden. Die Abbildung des Nikon ist derart sauber und ohne Fehl und Tadel dass es einem schon fast langweilig wirkt. Was mir auffällt ist die Tatsache dass sich mir der Eindruck erweckt dass die Abbildung im Meopta ein klein wenig natürlicher wirkt. Was damit zusammen hängen könnte dass das Nikon auf völlig Randscharf ausgelegt ist.

Wie erwähnt, aus meiner Sicht beide Gläser absolut empfehlenswert.

Gruß

Mike
 
Hallo Johannes,

Du wanderst und kletterst .....

Wie hoch ist das Risiko, dass bei Deinen Aktivitäten das Glas beschädigt wird?
Hast Du immer die Möglichkeit, das Glas wieder geschützt zu verstauen?
Wie stark wird das Glas der Witterung ausgesetzt sein?

Die Fragen magst Du Dir sicher selbst beantworten können, worauf ich aber hinaus will: Wie lange wirst Du Freude an einem neuen hochwertigen Glas haben? Vielleicht dann doch lieber ein gebrauchtes?
Und, ... an einem schönen Sternenhimmel zeigt Dir auch ein kleinerer Objektivdurchmesser eine Menge, das Volumen und das Gewicht eines kleineren Glases sind aber Faktoren, die Du immer schätzen wirst.

Ein gebrauchtes 7x35 oder 8x30, vielleicht gummiarmiert, vielleicht mit aufsteckbaren Kontrastfiltern ... und das dann erst einmal testen.
Falls Astro dann doch einen höheren Stellenwert einnehmen sollte, passt bestimmt noch ein Lunt 10x50 Ausstellungsstück in Dein Budget.

Viele Grüße
Frank
 
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Hallo Frank!

Ersteres definitiv. Und zwar in zwei Hinsichten :P !

"Wie hoch ist das Risiko dass das Glas beschädigt wird?

Das ist definitiv vorhanden, vor allem dann wenn es nicht sicher verstaut ist. Es könnte gegen Felsbrocken schlagen, runterfallen etc. Wobei Es sollte also definitiv stoßfest und robust sein.

"Hast Du immer die Möglichkeit, das Glas wieder geschützt zu verstauen?"

In der Regel ja. In dem Wanderrucksack. Wobei hier auch wieder die Frage der Brillentauglichkeit aufkommt.....Nützlich wäre es auf jeden Fall....

"Wie stark wird das Glas der Witterung ausgesetzt sein?"
Es sollte Temperaturschwankungen und Regen ohne Schäden überstehen können. Es muss also auch mal mehrere Wochen am Stück in der Landschaft umhergetragen werde und sollte da definitiv keine Probleme mit "durschnittlichen" Witterungsbedingungen haben.

"Die Fragen magst Du Dir sicher selbst beantworten können, worauf ich aber hinaus will: Wie lange wirst Du Freude an einem neuen hochwertigen Glas haben? Vielleicht dann doch lieber ein gebrauchtes?
Und, ... an einem schönen Sternenhimmel zeigt Dir auch ein kleinerer Objektivdurchmesser eine Menge, das Volumen und das Gewicht eines kleineren Glases sind aber Faktoren, die Du immer schätzen wirst."

Das Gewicht ist definitiv wichtig. Ich persönlich finde für manche Touren ( hier kommt es a oftmals auf ein paar hundert Gramm an, auch wenn es mir Wert ist diese für ein gutes Glas zu tragen ) Also über 650/700 Gramm sollte das Glas keinesfalls kommen. Viel lieber um einiges leichter. Wenn schon kompromisslos auf Wandern auslegen vllt. sogar ein 8x24?


"Ein gebrauchtes 7x35 oder 8x30, vielleicht gummiarmiert, vielleicht mit aufsteckbaren Kontrastfiltern ... und das dann erst einmal testen.
Falls Astro dann doch einen höheren Stellenwert einnehmen sollte, passt bestimmt noch ein Lunt 10x50 Ausstellungsstück in Dein Budget."

Empfinde ich als einen guten Ansatzpunkt. Astro hat einen hohen Stellenwert! Nur kann ich bzgl. der Astronomie meine zukünftige Situation schlecht beurteilen und möchte daher lieber warten mit dem Astroglas ( oder was auch immer es mal werden sollte....) . Daher suche ich auch wirklich nur das Glas zum Wandern. Ich möchte einfach durch die Landschaft streifen könne, mal ab und an auf in der Wildnis lebende Tiere zielen, Felsformation betrachten und einfach die Sicht genießen. Bei diesen Gelegenheiten ( oftmals ja auch sehr dunkle Standorte ) wäre in Blick in den Himmel auch sehr wünschenswert
Deine Idee finde ich wirklich gut! Danke :D





 
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Hallo,

kann jemand etwas zu dem russischen KOMZ BPC6 8x30 Baigish rubbered sagen?
Neben den allgemeinen Daten würden hier die Größe der Dioptrienverstellung und die optische Qualität gegenüber den früheren KOMZ-Gläsern interessieren.
Der Augenabstand liegt bei 12mm.

Ansonsten kenne ich mich auf dem Markt nicht so aus.

Viele Grüße
Frank

Edit: Habe es gerade über Ebay gekauft. Neu, inkl. Porto aus Russland, für 112€. Mal sehen was da geliefert wird. Ich habe hier die ältere 8x30-Variante und bin, inkl. des leichten Gelbstiches, von der optischen und mechanischen Qualität überzeugt.
 
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Zitat von MikeS55:
Hallo Frank,

ja, kenne beide im direkten Vergleich.

Hallo Mike,

besten Dank für Deine Einschätzung.

Mir geht es mehr um den Einblick als die Optik. Zwar stelle ich hohe Ansprüche an eine saubere Abbildung, aber als Brillenträger (mit noch dazu tief liegenden Augen) bringt mir eine tolle Optik nichts, wenn der Einblick nicht gut ist. Darum ist für mich der Abstand der Austrittspupille wichtiger. Im Premiumsegment war das Nikon EDG 7x42 dasjenige mit dem grössten Abstand.

Ich weiss aber auch, dass Ferngläser höchst individuell sind. Also nehme ich mal das Meopta sicher mit auf die Liste.
 
Wir hatten hier gestern eine ganz brauchbare Nacht, recht klar aber aufgrund der aufgehenden Modes nicht ganz dunkel.
Nach Mitternacht geht bei uns die Strassenbeleuchtung aus und der Mond hatte es noch nicht über den Wald im Osten geschafft, für mich ein Grund es mir mit meinen Ferngläsern auf meinem neuen Moon Chair bequem zu machen und sie mal direkt miteinander zu vergleichen.
Ich hatte bewusst kein Stativ aufgebaut und hatte auch die Fragestellung von Johannes im Hinterkopf.

Auf die "Guckis" gehe ich jetzt mal nicht weiter ein und das 18x70 habe ich auch gleich beiseite gelegt, dieses Glas ist ohne Stativ definitiv nicht (sinnvoll) nutzbar.

Das Nikon 8x30 E II ist nett und angenehm leicht, aber selbst im bequemen Moon Chair mit aufgestützen Armen ist es mir nicht möglich das Glas ausreichend ruhig zu halten, die Sterne zappeln für meinen Geschmack deutlich zu stark.

Der Switch zum 10x42 ist eine Offenbarung, das Bild steht wie einzementiert und der Sprung von 30mm zu 42mm ist sehr deutlich wahrnehmbar.

Das Nikon 10x70 6,5° ist natürlich auch zu gross und schwer um sinnvoll freihändig benutzt zu werden, dennoch ist es ganz klar nochmal eine völlig andere Dimension.
Das gleiche Gesichtsfeld wie beim 10x42 Canon, aber viel viel mehr sichtbare Sterne - ein wahnsinnig tolles Astroglas.

Das Canon 15x50 zeigt durch die höhere Vergrösserung ähnlich viele Sterne wie das Nikon 10x70, aber durch 2° weniger Feld fühle ich mich doch deutlich eingeengt.
Dieses Glas ist toll um bestimmte Objekte oder Himmelsbereiche in Ruhe zu betrachten, zum "Wandern" durch die Milchstrasse ist es mir fast zu "eng"

Fazit:
So sehr ich das Nikon 8x30 am Tag mag, geringes Gewicht und der phantastische 3D Effekt sind beim Wandern eine tolle Sache, ohne viel Glas herumschleppen zu müssen, aber bei Nacht kann es trotz der 8.8° Feld für meinen Geschmack nicht punkten, insbesondere auch da der Rand nicht besonders scharf ist.

Dass mich das zitternde Bild selbst bei 8x schon dermassen nervt macht mit klar, dass für mich nur Stativ oder Stabi in Frage kommt, wenn ich die Sterne wirklich geniessen will.

Die 70mm Nikons sind für meinen Geschmack unerreicht.
Obwohl mit 2 Kilo Gewicht immer noch deutlich leichter als die Gläser mit Wechselokularen müssen sie aber zwingend auf ein Stativ.

Die stabilisierten Canons sind nach wie vor meine Lieblinge.
Es sind die besten Allrounder bei Tag und bei Nacht und ohne Stativ schnell und jederzeit einsetzbar.
Am Himmel gefällt mir das weitere Feld des 10x42 etwas besser, beim Wandern, insbesondere in den Alpen möchte, ich aber nicht auf die zusätzliche Power des 15x verzichten, da man damit doch deutlich mehr Details sieht.

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen!
Danke für deinen großen und gelungenen Beitrag!
Du zeigst nochmal deutlich die Unterschiedlichen "stärken" der verschiedenen Gläser auf. Wenn es auch nicht meine Entscheidung vereinfacht, so wirft es doch auf jedes Fernglas einen ganz bestimmten, teils neuen, Blickwinkel.
Da ich aber nicht mehr als 500 Euro ausgeben kann(!), fällt zb. das Bildstabilisierte Canon weg. Die Nikon´s sind zum wandern zu groß und zu schwer. Folglich bleiben also folgende Optionen offen: Ein 8x30/32 oder sogar 8x25. Bei diesen muss ich garantiert ohne Brille bebobachten.
Oder eben ein 8/10x42 welches ich bedingt mit Brille benutzen kann, wenn auch nur 70-maximal 80% des Feldes mit Brille überblickt werden würden. Hier spielt natürlich auch das Gewicht eine Rolle. Zwischen diesen 2 Varianten muss ich mich irgendwie entscheiden.....Wie gesagt, in erster Linie geht es mir um ein Glas zum "Wandern". Ein Blick in den Himmel sollte damit aber auch immer gut möglich sein. ............Herzlichen Dank nochmal!!!
 
Hallo Johannes,

ich selber hatte auch schon einige Ferglässer ausprobiert. Unter anderen waren es Miyauchi 15x60, 20x77, 37x100, Fujinon 7x50 , 16x70 und einige mehr.

Letztendlich hat bei mir nur das Canon 10x30is überlebt mit dem ich die schönsten Erlebnisse hatte. Die Miyauchis hatten alle den Nachteil das Sie nur 45° hatten und bei Zenitbeobachtungen der Nacken langsam steif wurden. Das Fujinon 16x70 hat einen unangenehmen Tunnelblick und außerdem kann man beim besten willen nicht freihändig führen. Durch die größeren Canon´s konnte ich bei Sternfreuden des Öfteren geniessen und bin immer wieder beeindruckt wie die Sterne im Himmel gemeisselt sind :)

Deswegen würde ich wie Jochen schon geschrieben hat das große Canon 15x50is empfehlen und zusätzlich für unterwegs das kleine Canon 10x30is das bei mir immer seinen Platz haben wird. Was nützen einen die schönsten und größten Optiken wenn diese nur 2-3 x im Jahr genutzt werden.

Gruß Marvin
 
Hallo Marvin,
Danke auch für deinen Erfahrungbericht.
Ich glaube Euch wirklich das die IS von Canon tolle Gläser sind. Allerdings hat das 10x30 is nur 3 Dioptrien Ausgleich. Ich brauche minimum 4. Mit Brille kann man warscheinlich schlecht aufgrund des geringen Augenabstands beobachten. Daher wird sich dies wohl eher etwas schwierig gestalten----leider......Danke!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Um Himmels willen, bloß kein IS-Glas für's klettern!

Das sind "Schönwettergläser", auch wenn die Gummierung und der Spritzwasserschutz (z.B. beim 15x50) etwas anderes vortäuschen.
Kennt jemand von den Befürwortern den inneren Aufbau und die Anfälligkeit gegen Schlag bei ausgeschaltetem Gerät?
Und wie lange soll die Gummipelle bei etwas härterem Einsatz halten, wenn sie schon kein Rasierwasser verträgt?
Und dann muss man auch noch Ersatzbatterien mit einkalkulieren ....

Nein, ich würde gern das gummierte KOMZ 8x30 empfehlen, bin mir aber nicht sicher, ob es die gleichen optischen und mech. Qualitäten zeigt, wie das ältere Modell.
Und wenn es dann mal den Abhang hinunterpurzeln sollte, kauft man sich ein neues.

Viele Grüße
Frank
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Johannes

Ich verwende mein Fernglas am Tage nur mit Brille. Alles andere macht beim Wandern keinen sinn. Wenn in 100m ein Reh am Waldrand steht und Du anfängst die Brille abzunehmen und es mit dem Glas wieder findest, ist das Reh weg. Auserdem besteht die Gefahr das die Brille mal runterfällt.
Die 42er Gläser von Meopta oder Minox haben doch um die 20mm Augenabstand.
Ein 7x42 oder 8x42 ist noch gut transportabel und hat eine gute Lichtstärke, kann auch noch in der Dämmerung verwendet werden.

Gruß Uwe
 
hallo zusammen ,

also ich kann auch das stabilisierende Canon 10x30 IS
nur wärmstens empfehlen , wie ich auch schon geschrieben habe.
allerdings , nur mal interessenhalber
was halten diese Gläser wohl bei härterem Einsatz aus....
hat da jemand Erfahrungen , noch nichts darüber gelesen
Schöner Gruss Hans
 
Hallo Hans,

ich schleppe mein 15x50 IS jetzt seit über 17 Jahren durch die Gegend.
Die Schutztasche habe ich gleich am ersten Tag entsorgt, Staubschutzkappen gibt es auch nicht, ich hasse solchen Kram.
Das Glas fliegt so wie es ist in den Rucksack, die Reisetasche oder auf den Rücksitz im Auto.
Sind die Linsen mal schmutzig gehe ich mit einem Microfasertuch drüber, habe ich gerade keins dabei reicht auch das T-Shirt.

Das Glas ist noch so perfekt wie am ersten Tag, ganz so empfindlich können die Dinger also nicht sein...

Grüsse Jochen
 
Hallo zusammen,

ich verweise hier einmal auf einen kurzen Beitrag von Herrn Jülich zu Thema Stoßempfindlichkeit.

Sicher ein Einzelfall, aber die Erschütterungen die während einer Kletterpartie auftreten können, sind wohl nicht mit einem "Wurf" auf die gepolsterte Rücksitzbank eines Autos zu vergleichen.


Viele Grüße
Frank

 
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