Kaufberatung Geld zu viel

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Renngrizzly

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Hallo zusammen,

dank einem erfolgreich durchgeführten kleinen Projekt befinde ich mich in der glücklichen Lage, etwas Geld (ca 2000 EUR) in unser Hobby investieren zu können.

Aktuell besitze ich einen Galaxy Dobson D8 und bin eigentlich sehr zufrieden mit diesem Teil. Stören tut mich eigentlich nur die Größe und das manuelle Nachschieben. Sowie die Tatsache, daß es offenbar an vier von den fünf Tagen, wo ich specheteln könnte, es regnen oder bewölkt sein muß...

Beobachtet wird alles, DeepSky, Sterne, Planeten, Mond. Teilweise auf dem Balkon, teilweise im Vorgarten, teilweise im Odenwald (Minivan zum Transport vorhanden)

Nun bin ich am Überlegen, das vorhandene Geld sinnvoll zu investieren. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Einen transportablen Teleskop mit Goto zuzulegen. Damit wäre mir das lästige Nachschieben (ja, mich nervt das!) erspart sowie könnte ich reinschnuppern in Astrofotografie.
Hierzu rausgepickt habe ich mir entweder den Celestron Nexstar 8SE für knapp 1700 EUR oder Celestron C8 AS-GT für knapp 1500 EUR. Beide offenbar mit denselben optischen Daten.

2. Zweite Möglichkeit wäre, sich an die Sonne ranzuwagen. Entweder also ein Coronado PST 40 für knapp 800 EUR oder als ganz großen Wurf den LS60T Ha B1200 C OTA. DIeser ist allerdings eigentlich über dem Budget...

Irgendwie kann ich mich gerade nicht entscheiden. Das Goto würde mich reizen, aber Sonne auch... Daher erstmal paar Fragen an Euch:

1. Wenn man die beiden Celestrons vergleicht, welchen würdet Ihr mir empfehlen? Irgendwie sehe ich keinen Grund für die 200 EUR Unterschied dazwischen. Oder könnt Ihr mir in dieser Preisklasse andere Teleskope empfehlen?

2. Gesetzt den Fall, es würde Sonnenscope werden. Ist der Unterschied zwischen Coronado und Lunt so groß, daß der Preis gerechtfertigt ist? Ich kaufe lieber einmal ein vernünftiges Gerät und habe nachher viele Jahre Ruhe, als es in Kürze wieder aufrüsten oder ersetzen zu müssen, weil es meinen Ansprüchen nicht reicht. Aber wenn der Unterschied nur gering ist, spare ich natürlich lieber die 1400 EUR... Kann man in beiden die Sonne gut sehen, auch die Proturberanzen und Oberflächenstruktur?

Danke!
 
Hi,

die 2. Möglichkeit erscheint mir unter Deinen Umständen die bessere Wahl zu sein.

Tagsüber hast mehr Chancen, mal kurz auf die Sonne zu blinzeln. ;)

Ein PST ist ein feines Teil, hab ich selber schon seit rund 6 oder 7 Jahren. Das ist schnuckelig klein und braucht keine Auskühlzeit. Hinstellen, losgucken. :super:

Das PST auf einer parallaktischen Montierung mit 2-Achs Steuerung (da reicht eine mit moderater Tragekraft) und Du kannst prima in die Sonnenfotografie einsteigen. Dazu eine DMK 31AU03.AS, die Bildbearbeitung lernen und Du wirst glücklich...

Beim PST geht definitiv Granulation, Flecken, Flares und auch Protuberanzen. :)

Zum Lunt kann ich nix sagen, das kenn ich net aus eigener Anschaung.
 
Hallo Namenloser !
Da Du schon ein schönes Teleskop hast, kann ich Dir empfehlen in die Sonnenbeobachtung einzusteigen. Ich habe auch gerade mit einem PST angefangen ud möchte das nicht mehr missen. Der erste Anblick der Sonne in Ha hatte für mich mindestens den gleichen Effekt wie "zum ersten Mal" Saturnringe und Orionnebel. Ich persönlich würde sagen am Anfang reicht auf jeden Fall ein PST. Durch ein Lunt 60 habe ich auch schon geblickt. Ich fand den Unterschied nicht so gewaltig. Allerdings scheint mein Etalon ein sehr guter zu sein. Am besten mal selbst antesten . Da Du ja doch etwas mehr investieren möchtest, fahr doch zu einem Händler, der beides auf Lager hat. Und Deinem Dobson kannst Du ja eine EQ-Plattform spendieren...
 
Hallo Renngrizzly,

ich würde beides nicht machen, sondern eher an eine Nachführplattform denken, wie von Werner vorgeschlagen.

Ein PST ist ein tolles Gerät (ich habe auch eines), aber es kann keinen "richtigen" Sonnen-H-alpha Filter ersetzen.
Das PST ist mehr oder weniger ein Spielzeug zum anfixen oder zum "mal kurz Sonne checken" ob es sich lohnt, das große Sonneninstrumentarium aufzubauen.

Grüße
Rolf


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

mit deinem Budget kannst du dir theoretisch beide wünsche erfüllen. Zu einem eine EQ6 mit Goto (~1200€ Neu) oder die HEQ5 (~800€) diese haben keine Probleme mit dem Dobson (Visuell), man bräuchte lediglich noch eine Schiene und Rohrschellen. 1200mm Brennweite ist ein guter Kompromiss zwischen Deepsky und Sonnensystem. Aber Fotografie kannst du wahrscheinlich nicht betreiben, da du normal nicht in den Fokus kommst, also müsste man da was machen.

Die von dir angegebenen Celestrons eigenen sich weniger für Deepsky, wegen der hohen Brennweite, da könnte man natürlich auch mit einer 0,5x Barlow nachhelfen.

Oder du Investierst, wie schon geschrieben, nur in eine Montierung und sparst auf ein "richtiges" Sonnenteleskop :)

Grüße
 
Hallo Geld-zu-viel-haber,

Stören tut mich eigentlich nur die Größe und das manuelle Nachschieben.

stell den Dobson doch auf eine EQ-Plattform. Ist das Beste was man
einem Newton antun kann. Von einer EQ-Montierung rate ich ab.
Eine die deinen 8"f/6 trägt ist schwer, teuer, groß, für reine
Beobachtung overkill.

Einen transportablen Teleskop mit Goto zuzulegen. Damit wäre mir das lästige Nachschieben (ja, mich nervt das!) erspart sowie könnte ich reinschnuppern in Astrofotografie.

Für Astrophoto und /oder nur Nachführung brauchst du kein Goto.
Für Nachführung bei visueller VErwendung reicht eine Plattform,
für längerbelichtete Astrophotos brauchst du aber eine genaue
und tragfähige eq-Montierung. Ich käme auch nicht auf die Idee
ein SC für die Astrophotographie zu wählen.

2. Zweite Möglichkeit wäre, sich an die Sonne ranzuwagen.

Schon besser. Aber schau dir das mal lieber vor dem Kauf live an
um eventuelle Enttäuschungen zu vermeiden. Auch an der Sonne
ist das Auflösungsvermögen wichtig.

CS, Karsten
 
Kauf Dir ein paar gescheite Weitwinkel Okulare!
Ethos, Nagler... damit machst Du nichts falsch falls es...
an vier von den fünf Tagen, wo ich specheteln könnte, es regnen oder bewölkt sein muß...
... und Du dann evtl keinen Bock mehr auf das Hobby hast.

Ein PST ist natürlich auch eine feine Sache.
Aber wie gesagt: Teleskope kommen und gehen - gute Okular bleiben ;)

cs Kai
 
Feine Okulare - das finde ich auch eine richtig gute Idee!
Darauf bin ich gar nicht gekommen.

Oder sogar ein schönes Baader Großfeldbino mit Siebert-Korrektor + 2 Okulare. Dann sind die EUR 2000 auch gut investiert.

Grüße
Rolf

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Habe mit dem Nexstar 8SE angefangen und benutze das C8 immer noch als Hauptgerät.

Wenn mann nicht fotographieren möchte ist auch die Montierung ausreichend.

Transport, Aufbau, (mittlere Batterie) und Bedienung sind
einfach. Wer Goto hat gibts nicht mehr her.

Wenn mann aber mit dem Gedanken spielt irgendwann Fotos machen zu wollen; ein zweit Gerät parallel montiert wird oder das wackeln beim berühren des Okulars stört (SE8) dann sollte es ein C8 mit EQ6 oder CGEM werden.

CS
Larry
 
Hi,

1. EQ-Plattform für den Dobs
2. 1-2 gute Okulare als upgrade (?)
3. Binoansatz mit GWK für den Dobs (muss nicht Großfeld sein!)
4. 35er Lunt de Luxe für die Sonne

Ende von 2000 €....aber zumindest der Beginn von wesentlich mehr Seherlebnis.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

an erster Stelle: vielen herzlichen Dank an Euch alle für die vielen Antworten. Wow, habe nicht damit gerechnet, so schnell so viele brauchbare Infos zu bekommen...

Nach etwas Überlegen habe ich mir bereits den PST bestellt. Habe zwar mit dem Lunt geliebäugelt, aber der Preisunterschied hat mich doch ziemlich abgeschreckt. Sollte die Sonne nun doch nicht sooo faszinierend sein, wie einige der Fotos im Internet verraten, fällt es leichter, den PST einzumotten und lediglich bei gelegentlichem Interesse rauszuholen, als den Lunt. Falls doch, kann ich den PST immer noch verkaufen und (beim nächsten Projekt ;-) ) mir den Lunt gönnen.

Nun sind, grob überschlagen, noch 1300 EUR übrig.

Über eine neue Montierung, die EQ-6, für den Dobson habe ich bereits auch nachgedacht. Allerdings konterkariert es nicht meine ursprüngliche Absicht, etwas mobileres zur Verfügung zu haben? Dobson ist schon recht groß, was ich so mitbekomme, ist die EQ-6 auch kein Leichtgewicht. Einfach so ins Auto zu packen und auf die Pirsch gehen, wird wohl kaum möglich sein damit, oder? Mein Balkon ist zwar recht lang, aber verhältnismässig schmal, weiß nicht, ob ich bei einem Dobson auf EQ-6 überhaupt noch Platz zu Wand haben werde.

Okulare wären auch eine Möglichkeit. Bisher habe ich: 9mm Plössl, 15 und 30mm von Galaxy. Eigentlich bin ich allerdings mit beiden zufrieden, der 9mm ist mir beinahe schon zu eng, komme irgendwie mit dem weiteren Feld des 15er und 30ers besser zurecht.

Eine Bitte: ich bin bestenfalls ein Hobbyastronom! Einen Anspruch auf absolut professionelle Ausrüstung habe ich nicht. 2000 EUR für ein Okular zu legen, autsch, da rollen sich die Fußnägeln hoch....

Wie erwähnt: ich überlege mir eines der beiden Celestron, um etwas mobileres zu haben. Einen Teleskop, den ich ohne groß herumwuchten zu müssen, ins Auto tragen und auf den Beobachtungsplatz bringen kann. Goto deswegen, um nicht selber suchen zu müssen. <Faulheit>Einfach nur Knöpfchen drücken und entspannen</Faulheit> ;-)

Danke & Schöne Grüße von der Bergstrasse

Daniel
 
Hallo Daniel,

mein NexStar 8SE war das mit Abstand am Häufigsten gebrauchte Teleskop!

Du kannst es in einem Stück aus dem Haus in den Garten (sofern vorhanden)
tragen oder auch vom Wohnzimmer auf den Balkon (Auskühlzeit nicht vergessen).

Dazu kommt, daß Du das Teleskop selbst auf Fernreisen mitnehmen kannst
(Optik im Rucksack als Bordgepäck und Monti + Stativ in den Koffer). Genau
das habe ich mit Teneriffa und La Palma gemacht und dann weißt Du ein 8" SC
zu schätzen! :)

Ist nur mal so ein Gedankenanstoß....

Viele Grüße,

Jörg
 
Hallo Daniel,

Zitat von Renngrizzly:
Okulare wären auch eine Möglichkeit. Bisher habe ich: 9mm Plössl, 15 und 30mm von Galaxy. Eigentlich bin ich allerdings mit beiden zufrieden, der 9mm ist mir beinahe schon zu eng, komme irgendwie mit dem weiteren Feld des 15er und 30ers besser zurecht.

Eine Bitte: ich bin bestenfalls ein Hobbyastronom! Einen Anspruch auf absolut professionelle Ausrüstung habe ich nicht. 2000 EUR für ein Okular zu legen, autsch, da rollen sich die Fußnägeln hoch....

Ich weiß ja nicht, wie oft du was mit deinem Dobson anschaust, aber das ein oder andere Weitwinkelokular für um die 200 Euro könnte deine jetzigen Okulare ablösen bzw. ergänzen. Gerade im unteren Brennweitenbereich könnte man sich mal umschauen. Spontan fallen mir Baader Hyperion, Speers Waler, Explore Scientific oder gebraucht Nagler und Co. ein. Muss ja nicht unbedingt neu sein. Vielleicht das ganze als auch Zoomlösung (z.B. astrozoom.de).

Ansonsten könnte man sich vielleicht auch nach einem kleinen "Reiseteleskop" als Schnellspechtelrohr auf einer kleinen azimutalen Montierung (Giro und Co.) Ausschau halten. Sicher eine nette Ergänzung zum größeren Dobson.

Dein Geld wirst du schon loswerden ;)

Gruß, Robert
 
Hi!

Zitat von Ramon90:
Die von dir angegebenen Celestrons eigenen sich weniger für Deepsky, wegen der hohen Brennweite, da könnte man natürlich auch mit einer 0,5x Barlow nachhelfen
zu finden z.B. unter den Bezeichnungen "Shapley-Linse" oder "Focal Reducer". Eine Barlow hat immer mehr als 1x ...

Grüße

fquadrat
 
Hi,

ich würde das Geld in die Ecke legen, wenn es denn astronomisch verwendet werden soll. Irgendwann kommt von allein der Gedanke an ein nettes Teil. Besser als wenn hundert Leute einem erzählen, was denen gerade tolles vorschwebt.

Clear Skies
Sven
 
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